Kermani: Christentum hat im Irak keine Zukunft

Kermani: Christentum hat im Irak keine Zukunft
Der deutsch-iranische Schriftsteller und Orientalist Navid Kermani ist in großer Sorge um die Christen im Irak.

Er befürchte, dass es für sie keine Zukunft gebe, sagte Kermani am Mittwoch im Deutschlandradio Kultur. "Man könnte darüber fast weinen." Die Christen hätten die Kultur des Landes mitgeprägt, unterstrich der Autor. Nun aber hätten sie dauerhaft ihre angestammte Heimat verloren. Kermani bereist gegenwärtig den Irak.

Nach seiner Beobachtung begrüßen die meisten Menschen im Irak die US-Luftschläge gegen den "Islamischen Staat" (IS). Man sehe, dass es sonst zu einem Vormarsch der Terroristen in den Norden des Landes gekommen wäre. Allerdings sei das Vordringen des IS in den Süden nicht durch die USA, sondern durch die irakischen Schiiten gestoppt worden, betonte der Orientalist. Der "Islamische Staat" werde im Irak als westliche Kraft gesehen, da er durch Saudi-Arabien und die Golfstaaten unterstützt werde. Saudi-Arabien gelte als wichtigster Verbündeter des Westens in der Region.

Meldungen

Top Meldung
Die Kirchenglocke in Schweringen hat eine neue Inschrift bekommen, die die Inschrift aus der Nazi-Zeit durchkreuzt.
Die umstrittene frühere "Hakenkreuz-Glocke" hat von zwei Nürnberger Künstlern eine neue Inschrift erhalten, wie ein Sprecher des Sprengels Hannover am Dienstag mitteilte.

aus dem chrismonshop

Das chrismon-Familienjahrbuch
Warum beginnt das Kirchenjahr im Dezember? Wie nennen die Astronomen den Morgenstern? Und wie geht noch mal das berühmte Lied dazu? Das neue Jahrbuch für Familien mit kleinen...