"Heilbarkeit" von Homosexualität: Grüne besorgt über Kongress in Kassel

"Heilbarkeit" von Homosexualität: Grüne besorgt über Kongress in Kassel
Die Grünen protestieren gegen einen in Kassel geplanten Kongress, bei dem zwei Seminare über die "Heilbarkeit" von Homosexualität gehalten werden sollen.

Der lesben- und schwulenpolitische Sprecher der hessischen Grünen-Fraktion, Kai Klose, erklärte am Freitag, leider könnten bei der Veranstaltung vom 22. bis 24. Mai Markus Hofmann vom Verein "Wüstenstrom" und Christl Vonholdt vom "Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft" ihre umstrittenen Thesen verbreiten. Vorträge von Hofmann und Vonholdt hatten bereits 2009 bei einem Kongress in Marburg für Wirbel gesorgt.


Es sei in hohem Maße besorgniserregend, dass der Verein Weißes Kreuz in Allnatal bei Kassel den "Protagonisten der deutschen Konversionstherapeutenszene" ermögliche, Seminare zum Beispiel zum Thema "Sexuelle Identitätsstörungen" anzubieten, sagte Klose. Dabei habe der Weltärztebund noch 2013 bekräftigt, dass Homosexualität keine Erkrankung sei und deshalb auch keiner Heilung bedürfe.

Der Geschäftsführer des Weißen Kreuzes, Rolf Trauernicht, bestätigte dem Evangelischen Pressedienst (epd), dass Hoffmann und Vonholdt auf dem Kasseler Kongress "Sexualethik und Seelsorge" Seminare zu den Themen "Reise zum Mann-Sein" und "Als Menschenkinder in der Identität wachsen" halten werden. Beide Referenten seien hochqualifiziert und verträten den Standpunkt, dass Homosexualität sehr viel mit einer schwierigen Persönlichkeitsentwicklung zu tun habe und veränderbar sei.
 

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