Begegnung - Wie steht's mit der Ökumene? Evangelisch.de und chrismon wollen es wissen: Schildern Sie uns ihre Erfahrungen aus und Wünsche für das zusammen feiern der Konfessionen! Ihre Anregungen bilden die Basis für ein Gespräch mit Katrin Göring-Eckardt und Alois Glück am 16. März.
Vom 12. bis 16. Mai findet in München der 2. Ökumenische Kirchentag statt. Weit über 100.000 Katholiken und Protestanten treffen sich unter dem Thema "Damit ihr Hoffnung habt" zu einem großen Gedankenaustausch und zu Debatten über politische, kulturelle und gesellschaftliche Themen. Zur Ökumene werden das evangelische Magazin chrismon und evangelisch.de eine Gesprächsrunde mit Katrin Göring-Eckardt, Präses der EKD-Synode und sowie grüne Bundestagsvizepräsidentin, und Alois Glück, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken führen.
Dazu möchten wir von Ihnen wissen:
- Welche Erfahrungen haben Sie gemacht, wenn es um die Zusammenarbeit der Konfessionen geht?
- Was meinen Sie: Wollen die getrennten Kirchen wirklich die Einheit?
- Wo wäre mehr Gemeinsamkeit wünschenswert, wo mehr Eigenständigkeit?
- Hängen Sie selbst an Ihrer Konfession?
Schreiben Sie Ihre Wünsche, schildern Sie Ihre Erfahrungen! Das Gespräch zwischen Katrin Göring-Eckardt und Alois Glück findet am 16. März statt. Ihre Wortmeldung ist für die Leserinnen und Leser sicherlich noch einmal interessanter, wenn Sie vermerken, welcher Konfession Sie angehören oder ob Sie überhaupt konfessionell gebunden sind. Greifen Sie also möglichst bald in die Tasten, am besten hier in den Kommentaren direkt unter diesem Artikel oder per E-Mail an oekumene@chrismon.de!







Kommentare
Problematik/ Frage
Nun,
im Post zur Meldung der Trunkenheitsfahrt gab es weiß nicht viele Zuschriften. Hier höchstens eine Hand voll. Illustriert etwas besser die Probleme unserer Kirche, und wohl auch die der RKK?
Meine Frage: Wird es während des Kirchentages Gottesdienste/ Messen geben in denen ein katholischer Pfarrer seine "Formel" bzw. Wandlung durchführt und ein evangelischer Pfarrer mit seinem Teil und es anschließend ein Abendmahl gibt, d.h. der katholische Pfarrer sein Teil und der evnagelische Pfarrer seinen Teil?
Bitte nicht falsch verstehen, aber ich halte das immer noch besser als "nichts". Diese sonstigen Brotideen sind nett, aber nicht dasselbe.
Frage
Meine Frage ist von einfacher Natur:
Da sich die Unterschiede letztlich ja doch nur theologisch überbrücken lassen und demzufolge wir uns darin austauschen müssen, wollen wir vorankommen.
Also: Warum gibt es keine in der Öffentlichkeit stattfindende und als geneigter Interessierter nachvollziehbare theologische Debatte?
Letztlich ist es doch so: Mit etwas mehr Autonomie der Gemeinden, wählt die eine eben eine Frau, die andere einen zöllibatär lebenden Mann, usw.-alles mehr oder weniger Organisationsfragen und Ansichtssachen. Aber gemeinsam Gottesdienst/ Messe feiern, jetzt da die Kirche in der Fläche zurückgedrängt wird auch eine Organisationsfrage, und letztlich gemeinsam das Abendmahl: DAS ist unser Ziel.
Über Pöstchengeschacher müssen sich dann Frau Göring-Eckardt et al. unterhalten, die kennen sich da besser aus und ob die verbalen Ausfälle eines Bischofs Müllers von Regensburg relevant sind oder nicht, haben seine Gläubigen im Bistum eindrucksvoll beantwortet, dennoch sind Menschen wie er selbstverständlich keine Hilfe und da muss sich die RKK dann auch mal selbst und intern einigen: darf jetzt jeder nachgeordnete Bischof auch mal was sagen, damit er in den Medien steht, oder ist es eben doch eien hierarchische Organisationsform?
Ein Wort zu den Mißbrauchsfällen: Vergebung wird erbeten und gegeben! Ansonsten räumt Euren Laden da endlich auf-nicht wegen der Ökumene, für Euch!
Ökumene
Mein Mann und ich haben von der Ökumene noch nie etwas gehalten.
Die katholische Kirche, der Papst und der Vatikan stecken uns Protestanten und die samte evangelikale Welt in ihre Tasche und wir sind so geblendet und merken es nicht einmal. Wieso können wir Evangelische bei der Marienverehrung und bei den internen katholischen Dogmen überhaupt mitmachen?
Eine heile Welt gibt es einfach nicht, so schön eine Ökumene auch wäre.
Gottes Geist läßt sich nicht zu einer Ökumene zwingen und vereinigen.
Die katholische Kirche muss zunächst einmal ihre eigenen Missbrauchsprobleme in den Geriff bekommen.
Die Evangelikalen sind dann noch einmal eine Sonderthematik.
Was ist der Sinn von Ökumene?
Ich habe gelernt, dass es offenbar bei vielen Gläubigen beider Konfessionen eine tiefe Sehnsucht nach einer vereinigten Kirche gibt. Ich kann aber nach wie vor nicht nachvollziehen, warum wir mit der katholischen Kirche über Ökumene sprechen sollen, wenn dies nicht auf Augenhöhe geschehen kann. Ich möchte auch mal hinterfragen, worin überhaupt der tiefere Sinn der Ökumene besteht. Was fehlt uns, was die katholische Kirche hat? Ich bin nach wie vor der Meinung, dass unsere Kirche in vielen Themen deutlich weiter ist (z.B. Frauenordination, Homosexualität, demokratische Strukturen, kein Zölibat). Ich kann nicht wirklich verstehen, warum es so erstrebenswert ist, eine vereinigte Kirche zu haben, wenn wir Protestanten wichtige Grundpositionen aufgeben müssten. Es kann nicht sein, dass wir uns ohnmächtig in den Schoss der katholischen Kirche ergeben, und genau das sind die Bedingungen, zu denen seitens der katholischen Kirche Ökumene möglich wäre. Ich weiss, dass viele katholische Laienorganisationen gerne ihre Kirche reformieren würden, aber ich halte die katholische Kirche (insbesondere das "Management" in Rom) derzeit für genauso wenig reformfähig, wie zu Martin Luthers Zeiten. Die Politik von Rom ist eindeutig rückwärts gerichtet. Das ist für ökumenische Bestrebungen ein eher ungeeignetes Klima. Solange sich das nicht ändert, muss sich Ökumene leider auf das beschränken, was heute möglich ist.
Warum Ökumene wichtig ist.
Warum Ökumene wichtig ist? Weil z.B. meine Frau katholisch ist, ich hingegen evangelisch. Wir sind, wenn ich das mal so ausdrücken darf, im Bett vereint, aber am Tisch des Herrn getrennt. Da hilft es auch nicht, wenn ich mir die Freiheit nehme und an der katholischen Eucharisthiefeier teilnehme (ich habe das vorher mit unserem kath. Pfarrer geklärt). Irgendwie bringe ich unseren Pfarrer damit aber in einen Gewissenskonflikt, weil er schließlich gegen seine Amtskirche handelt und das finde ich schon ziemlich schlimm.
Es geht bei der Ökumene keinesfalls um ein Gleichmachen oder gar um ein Aufgehen in der jeweils anderen Kirche. Was anstrebenswert ist, dass ist eine versöhnte Verschiedenheit unter einem gemeinsamen Dach, nämlich den Glauben an unseren einzigen Herrn, Jesus Christus. Hier wäre es schon schön, von katholischer Seite als ebenbürtige Kirche anerkannt zu werden. Und ich meine hier sollten wir mit aller Macht daran weiterarbeiten, damit der Druck von unten herauf, der Druck von der Basis (in der Ökumene oft kein wirkliches Problem darstelt) größer wird. Dabei darf man sich allerdings keine falschen Hoffnungen machen. Deutschland, mit seiner Ökumeneproblematik ist in Relation zur katholischen Weltkirche lediglich ein kleiner Fleck auf der Landkarte. In Chile, z.B. ist Ökumene kein Thema. Da darf man sich nichts vormachen.
Viele Grüße
Uwe Barkmann
Ökomene
Ich finde Ökumene wichtig, da ich der Meinung bin, dass Christen und alle gläubigen Menschen zusammen etwas bewirken können. Ich bin aber mittlerweile auch der Meinung, dass Ökumene nicht nur einseitig sein kann. Ich bin selber Protestantin und kenne es so, dass zum Abendmahl alle eingeladen werden. In der katholischen Kirche werde ich ausgeschlossen. Ist das christlich? Wo bleibt die Toleranz der anderen Seite?
Verdammung im Augsburger Bekenntnis
Ich habe oft das Gefühl, dass die Ökumene zwar nach außen hin stark betont, im Kern jedoch oft vernachlässigt wird.
Ein Beispiel hierfür ist auch evangelisch.de. Soweit ich es verstanden habe, ist die Internetseite inzwischen ein gemeinsames Projekt zwischen der EKD und den evangelischen Freikirchen. Totzdessen ist jede einzelne Seite mit Links auf die einzelnen Landeskirchen der EKD versehen. Nach Links auf die Freikirchen suche ich vergebens. Als wären wir nicht auch evangelisch.
Interessant finde ich auch, dass das Ausgburger Bekenntnis nach wie vor gültiges Bekenntnis der lutherischen Kirchen ist und somit die Verdammung der Täufer nach wie vor nicht aufgehoben ist. Ich frag mich dann, wie die lutherischen Landeskirchen dann mit den Mennoniten überhaupt in einen ökumenischen Dialog kommen wollen, wenn sie sie zugleich als Ketzer ansehen. Ganz zu schweigen von einer Stellungnahme zu den früheren Verfolgungen.
Grad dazu würde ich gern eine Stellungnahme von Katrin Göring-Eckardt und Alois Glück hören.
mit freundlichen Grüßen, Jens
Nur um das zu verdeutlichen:
Nur um das zu verdeutlichen: Evangelisch.de ist ein Projekt der EKD, angesiedelt im GEP in Frankfurt. Die Freikirchen sind einer der Kooperationspartner von evangelisch.de und bekommen in naher Zukunft ihren eigenen Bereich auf evangelisch.de (der ist noch im Aufbau). Von einem "gemeinsamen Projekt" im Blick auf das gesamte Gebäude evangelisch.de zu sprechen, führt da aber in die Irre. Wir nehmen die Freikirchen gerne auf, weil wir evangelisch.de sind und nicht amtskirche.de. Das ist Teil unseres Auftrags und Selbstverständnisses. Aber finanziell und organisatorisch ist evangelisch.de ein EKD-Projekt.
Die Anregung und Frage geben wir aber natürlich gerne weiter!
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Hanno Terbuyken
evangelisch.de
Danke für die rasche Antwort
Danke für die rasche Antwort ! Ich hatte mich schon gewundert bei den ganzen Links auf die EKD. Ich bin von einer Mitteilung der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) ausgegangen, in der es hieß, dass die Seite zukünftig auch von den Evangelischen Freikirchen der VEF mit gestaltet werden soll. Das scheint dann doch nicht ganz zu stimmen.
Danke auch für das Weitergeben der Frage nach dem Augsburger Bekenntnis.
viele Grüße, Jens