ÖKT - Margot Käßmann kommt zum Ökumenischen Kirchentag nach München. 14 Veranstaltungen stehen im Programm, bei denen die ehemalige Ratsvorsitzende dabei sein sollte. Die meisten wird sie auch wahrnehmen, nur die nicht, bei denen sie als EKD-Vertreterin dabei sein sollte.
Unter anderem übernimmt Margot Käßmann eine Bibelarbeit und hält einen Hauptvortrag. Die Theologin, die Ende Februar als hannoversche Landesbischöfin und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zurückgetreten war, habe bestätigt, dass sie einen großen Teil der insgesamt vierzehn im Programm mit ihr angekündigten Veranstaltungen wahrnehmen werde, teilten die Pressesprecher des Kirchentages am Mittwoch mit.
Der amtierende EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider wird den Angaben zufolge Kirchentagstermine übernehmen, für die Käßmann in ihrer EKD-Funktion vorgesehen war. So wird der rheinische Präses die Predigt im Schlussgottesdienst halten und mit Erzbischof Robert Zollitsch als Vorsitzendem der katholischen Deutschen Bischofskonferenz über das Thema "Worum im Glauben streiten?" sprechen.
Käßmann bei "Frauen und Macht"
Neben einer Bibelarbeit zu einem Text aus dem 1. Buch Mose spricht Käßmann über das Thema "Sind die Kirchen ein Zeichen der Hoffnung in der Welt?". Zudem wird sie an Gottesdiensten, an einem Konzert-Dialog "Mütter der Bibel - Kinder der Bibel" sowie Veranstaltungen zum Thema Ehrenamt sowie über "Frauen und Macht" mitwirken.
Käßmann hatte am 24. Februar die Konsequenz aus einer Alkoholfahrt am Steuer ihres Dienstwagens gezogen und alle kirchlichen Leitungsämter niedergelegt. Der 2. Ökumenische Kirchentag findet vom 12. bis 16. Mai 2010 in München statt. Die Veranstalter erwarten rund 100.000 Dauerteilnehmer. Der Ökumenische Kirchentag wird gemeinsam vom Deutschen Evangelischen Kirchentag und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken veranstaltet. Der 1. Ökumenische Kirchentag wurde 2003 in Berlin gefeiert.
Wie sieht's mit Ihnen aus? Kommen Sie nach München und werden Sie versuchen, Margot Käßmann zu treffen oder zumindest zu sehen? Und sollte sie sich zu ihrem Rücktritt noch äußern? Schreiben Sie ihre Meinung in die Kommentare!







Kommentare
Klare Worte
Gestern besuchte ich auf dem ÖKT den Vortrag von Frau Käßmann "Sind die Kirchen ein Zeichen der Hoffnung in der Welt?". Ich habe mich über ihre klaren Worte - z.B. zu Militäraktionen, zur Ökumene oder zur Homosexualität - gefreut! Menschen, die glaubwürdig und deutlich sagen, was sie für wichtig und richtig halten, sind wichtig für unsere Kirche. Ich wünsche mir, dass Frau Käßmann irgendwann einmal wieder in eine leitende Funktion gewählt wird!
Sehr geehrte Damen u.
Sehr geehrte Damen u. Herren,
ich finde es ganz toll, das Fr. Dr. Kässman nach München kommt.
Das Leben geht weiter und so eine große Frau wird es so schnell nicht mehr in der Kirche geben.
Ich bin zwar Katholisch, ich lese ihre Bücher sehr gerne und bin sehr posotiv überrascht.
Ich freue mich auf München!
Rücktritt von Margot Käßmann
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte auf einen Kommentar hinweisen, den ich so gut fand:
von Herbert A. Gornik, Deutschlandradio Kultur
" Kirchenpolitisch klug oder moralisch geboten?"
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kommentar/1133946/
Danke!
Catrine Breum
Oldenburg/H.
Mensch sein
Ich bewundere Frau Käßmann und ihr Engagement und bedauere, dass sie zu einem Rücktritt herausgefordert wurde. Jeder, der negative Gedanken hat, sollte an die Verkündigung des Evangeliums denken "wer von euch ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein". Wie friedlich könnte die Welt ohne "Steinewerfer" sein.
Margot Käßmann kommt zum Kirchentag
Ich freue mich sehr, dass Frau Pastorin Margot Käßmann sich nicht in "Hinterpusemuckel" vergräbt, was sie im Übrigen meines Wissens so auch nicht angekündigt hat. Sie hat mir viel zu sagen, nach ihrer Verfehlung und ihre "Befreiung" aus den Zwängen hoher Ämter möglicherweise mehr als zuvor und ich fände es sehr bedauerlich, wenn das, was sie sagt und auch wie sie es sagt, nur einer kleinen Gemeinde und nicht mehr der breiten öffentlichkeit zugängig bleiben würde.
Freut mich
dass, sie sich wieder traut. Warum sie jetzt nicht einfache Pastorin in Hintermusemuckel ist? Weil
a) das nicht so schnell geht (Hinterpusemuckel muss nämlich frei sein)
b) Sie Veranstaltungen auf dem ÖKT zugesagt hat und es doch schade wäre, wenn die jetzt ausfallen würden.
c) Frau Käßmann immernoch was zu sagen hat, was viele Leute interessiert.
d) Hinterpusemuckel zwar eine gute Pastorin verdient hat, aber Frau Käßmann in der Öffentlichkeit für mehr Menschen das Evagnelium predigen kann.
Kirchens muss nicht immer gleich zurückschrecken, wenn mal was auch ankommt, find ich...
ÖKT
Sehr geschickt und souverän reagiert, dass sie sich in Stillschweigen zurückzog, als schlichte Pfarrerin wollte sie ihrer Landeskirche dienen. Warum tut sie es nicht?
Klar komme ich und ich freue
Klar komme ich und ich freue mich, dass auch sie kommt!!
Ich finde aber, sie sollte als Margot Käßmann kommen und nicht als die, die Bischöfin, dann Ratsvorsitzende, dann die Afghanistandebatte angefacht hat, dann zu viel Alkohol getrunken hat, dann...
Wenn hier jemand versteht, was ich meine, manchmal ist mir das einfach zu viel Gerede ohne Inhalt.
Beste neuprotestantische Manier
So sehr ich Ihnen in der Aussage zustimme, erlauben Sie mir dennoch eine Anmerkung: Frau Käßmann hat die Afghanistandebatte nicht angefacht ! Die Debatte um eine Revision der politischen Vorgaben für den Einsatz in Afghanistan war bereits seit Monaten innerhalb der NATO und auf nationaler Ebene in vollem Gange. Frau Käßmann ist nur in bester neuprotestantischer Manier auf den Zug des Zeitgeistes aufgesprungen;in sehr dilettantischer und- dank Ihrer hysterischen Rhetorik - kontraproduktiven Weise.
Thank god it failed !