Luther hätte seine Freude an Margot Käßmann

Margot Käßmann vor "Luther2017"-Plakat

Margot Käßmann vor einem Martin-Luther-Plakat, mit dem die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum 2017 wirbt. Foto: epd-bild / Jens Schulze

Kommentar - Die ehemalige Bischöfin Margot Käßmann wird Botschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum 2017. Auch wenn diese Entscheidung nicht allen gefallen wird, es ist die einzig richtige.

Von Ursula Ott

Wer, wenn nicht sie? Margot Käßmann wird eine glänzende Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017 sein, so viel ist sicher. Vieles haben der große Reformator und die ehemalige Bischöfin gemeinsam. Martin Luther war einer der frühen Medienstars in der deutschen Geschichte, Margot Käßmann ist der aktuelle Medienstar der evangelischen Kirche. Martin Luther hat "dem Volk aufs Maul geschaut", die Bibel in ein Deutsch übersetzt, das alle verstehen konnten.

Viele ärgern sich, aber alle verstehen sie

Margot Käßmann macht einfache Sätze wie "Nichts ist gut in Afghanistan", die viele ärgern, aber alle verstehen. Und nicht zuletzt: Luther war ein sinnenfroher Mensch, der von Herzen lachen konnte – "Traurigkeit ist des Teufels Instrument", heißt ein Lutherwort. Auch Margot Käßmann scheut sich nicht, auf Kirchentagen über Liebe, Lust und Leidenschaft zu reden, ja auch über Verhütung und die Pille. Und sie kann richtig laut lachen.

Margot Käßmann in Wittenberg - hier bei einer Predigt in der Schlosskirche zum Abschluss einer Vorkonferenz zur 3. Europäischen Ökumenischen Versammlung im Februar 2007. Foto: epd-bild / Norbert Neetz

So kann man allen Seiten nur gratulieren zu dieser Entscheidung, Margot Käßmann zur offiziellen "Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum 2017" zu machen. Sie wird helfen, das Jubiläum über die Stadtgrenzen des beschaulichen Wittenberg hinauszutragen, auch dazu ist sie prädestiniert. Denn sie gehörte neun Jahre lang dem Exekutivausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen an. Sprich: Sie kann sich bewegen auf internationalem Parkett, mit Vertretern der Weltreligionen. Aber sie redet, wie auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, auch den Größen der Wirtschaft ins Gewissen. Luther hätte seine Freude an ihr.

Luthers Wort "Herzenslust"

Wie genau sie das Amt gestalten wird, welche Schwerpunkte sie setzen und wie überhaupt das Reformationsjubiläum jetzt Fahrt aufnehmen kann – das wird bei einer Pressekonferenz am Freitag bekannt gegeben. Jetzt schon kann man hoffen: Endlich ein neues Thema für Margot Käßmann. Das Wort "Trunkenheitsfahrt" wollen wir ab sofort nicht mehr hören. Erstens ist nach über einem Jahr auch gut mit dem Thema.

Und zweitens hätte Martin Luther solche hässlichen Worte gar nicht benutzt. Ihm verdanken wir einige der schönsten Vokabeln in der deutschen Sprache. "Herzenslust" ist eines davon, Margot Käßmann benutzt es gerne in ihren Reformationspredigten. Herzenslust – das kann sie gut brauchen für ihr neues Amt.


Ursula Ott ist Chefredakteurin von evangelisch.de und stellvertretende Chefredakteurin des Magazins chrismon.

Kommentare

Verfasst von Laie am 12. Juli 2011 - 17:38.

Lutherbotschafter

Ich verstehe die ganze Aufregung nicht! Soweit ich weiß, wurden doch bereits...

Ich verstehe die ganze Aufregung nicht! Soweit ich weiß, wurden doch bereits zahlreiche Lutherbotschafter in alle Welt verkauft. Da kommt es doch auf einen mehr oder weniger auch nicht an.
Brot und Wein sind Zeichen für eine Wirklichkeit, die sich hinter dem Abendmahl verbirgt. Genau so sind all die Lutherzwerge Zeichen für die Wirklichkeit, die unsere Kirche verkörpert: In der Sache hat man kann etwas zu sagen, aber um jeden Preis auffallen.

Verfasst von M.Schneider am 10. Juli 2011 - 21:03.

Käßmann

Luther hätte seine Freude an Margot Käßmann Das ist wohl war, aber nur wen ein...

Luther hätte seine Freude an Margot Käßmann
Das ist wohl war, aber nur wen ein reuiger Sünder nach seinem Fehlverhalten wieder im Weinberg des Herrn ackert!
Und sich nicht als weiße Salbe darstellt.
Was das Ungeheuerlichste an der Berufung von Frau Käßmann ist, das für sie extra eine neue Stelle geschaffen wurde, die sicher nicht zu knapp Honoriert wird.
Wo das Geld in den Gemeinden überall knapp ist. Überall Stellen von einfachen Gemeindepfarrern gestrichen werden. Und den sich aufreibenden, unbekannten Pfarrern immer mehr Gemeinden aufgebürdet werden.
Das Gehalt von Frau Käßmann wäre wohl an der Basis besser investiert! Und das Amt welches Frau Käßmann jetzt zu geschustert wurde , kann wohl locker jemand aus dem Wasserkopf der EKD Führung mit übernehmen.
Man muss sich wirklich überlegen ob man das alles noch mit seinen Kirchensteuern finanzieren soll!
Ich bitte die EKD diesen Beschluss noch einmal zu überdenken!

Verfasst von kuno am 11. Juli 2011 - 5:47.
Kommentar auf: Käßmann

So werden aus einer Stelle

So werden aus einer Stelle drei gemacht. Ein neues Amt für Frau Kä...

So werden aus einer Stelle drei gemacht. Ein neues Amt für Frau Käßmann die ein Büro und einen Mitarbeiter in Berlin bekommt, und für die freie Stelle in Wittenberg wird noch eine weitere Person gesucht.

Von knappen Finanzen keine Spur. Und was die Pfarrer  bei den kleinen Leuten angeht, wird Frau Käßmann ja weiter durch die Lande reisen und sie mit ihren Botschaften erfreuen. Dafür sollten sie dankbar sein und sich nicht beschweren.

Verfasst von WeißeWucherblume am 11. Juli 2011 - 8:10.

@Kuno und @M.Schneider

Soweit mir bekannt, steht im Augenblick nur eine Büroleiterin zur Debatte, über...

Soweit mir bekannt, steht im Augenblick nur eine Büroleiterin zur Debatte, über deren Stellenumfang nichts gesagt wird. Frau Käßmann wird bis auf weiteres nur ein halbes Gehalt in Anspruch nehmen und bekommt die Reisekosten ersetzt. Einen eigenen Etat hat sie nicht. Und wenn man das mal finanziell sieht, so gibt es ja noch Menschen, die sagen, ihretwegen seine sie noch in der Kirche. Ich habe aber noch von keinem gehört, der ihretwegen ausgetreten sei. Insofern spielt sie ja ihre Kosten wieder ein. Was mich aber an der ganzen Debatte stört, ist, dass vielfach nur Gehässigkeit kommt oder pauschale Behauptungen. Frau Käßmann begründet doch ihre Aussagen theologisch und biblisch. Sie arbeitet sorgfältig. Nur, dass sie mit den theologischen Aussagen eigenes Erleben objektiviert verbindet, dass sie nicht nur in Gedanken spricht sondern sozusagen in Bildern, die die Menschen ansprechen. Und das passt wohl manchen nicht und wird ihr als subjektiv angekreidet. Die Botschaft der Bibel besteht aber nicht nur aus Gedanken.

Verfasst von Gast am 10. Juli 2011 - 9:40.

Käsmann

Die Frau hat nur eines im Sinn: Ihre Selbstdarstellung. Wer, wenn nicht sie...

Die Frau hat nur eines im Sinn: Ihre Selbstdarstellung. Wer, wenn nicht sie wäre für diesen Posten ungeeigneter?

Verfasst von Gast am 10. Juli 2011 - 8:55.

Margot Luther?

Frau Kässmann und Luther haben viel gemeinsam, was denn bitte?...

Frau Kässmann und Luther haben viel gemeinsam, was denn bitte?

Hexenverfolgungen und Judenhass und "Weiberregiment hat noch nie etwas Gutes vollbracht"?

Hier wird mal wieder alles absolut verherrlicht und falsch dargestellt, Martin Luther würde sich im heute im Grabe umdrehen, wenn er sehen würde, wie die Kirche sich dem Mainstream anbietet.
In diesem Artikel wird Kässmann mit Luther schon fast gleichgestellt. Fehlt nur noch, das einer sagt Margot Kässmann ist wie Jesus, ja dann gute Nacht.
In der EKD findet um sie schon fast eine heiligen Verehrung statt, die in absolute Geldmacherei ausartet.

Verfasst von OnkelTom am 9. Juli 2011 - 23:43.

Frau Kässmann - hat Profil !

Wer, wenn nicht sie ? Bringt die Dinge auf den Punkt und redet Tacheles !...

Wer, wenn nicht sie ? Bringt die Dinge auf den Punkt und redet Tacheles ! Hat die Höhen und Tiefen durchlebt.
Versucht weiter, eine christliche Botschaft unters Volk zu bringen ? Hat meine völlige Solidarität ! Bin Atheist.

OnkelTom
NeuerWeg

Verfasst von Christopher am 10. Juli 2011 - 13:32.

Frau Käßmann bringt nichts

Frau Käßmann bringt nichts als politische und gesellschaftliche...

Frau Käßmann bringt nichts als politische und gesellschaftliche Platitüden und zustimmungspflichtige Träumereien hervor. Tacheles? Sie umgeht jegliche Argumentationen und stellt lediglich Positionen in den Raum. Das wirkt dann wie "Tacheles", richtig.

Ihre theologische Arbeit ist theologisch oberflächlich, um nicht zu sagen irrelevant. Sie missbraucht ihre Position und ihr Ansehen, um ihr ausgehöhltes Sozialchristentum unter die Leute zu bringen. Von Evangeliumsverkündigung keine Spur! Ich habe gesucht und gesucht und nichts gefunden. Wenn sie denn wenigstens einmal ein evangelisches(!) Fundament für ihr Sozialchristentum legen würde, eine vernünftige, theologisch reflektierte Ethik zum Beispiel - aber wie schon gesagt, mit dem Argumentieren hat sie es nicht so.

Natürlich, Leute, die sich gegenseitig liebhaben und Gutes tun wollen und politische Statements in den Raum werfen, braucht man immer, aber das ist nicht Käßmanns Aufgabe! Für den Posten ist sie nicht geeignet. Da hätte es etliche bessere Repräsentanten gegeben.

Verfasst von Gast am 12. Juli 2011 - 20:41.

Bessere Repräsentanten

Bessere? Na wen denn? Mich würden Namen interessieren!

Bessere? Na wen denn? Mich würden Namen interessieren!

Verfasst von azad am 8. Juli 2011 - 18:20.

Mittlerweile ist mir völlig

Mittlerweile ist mir völlig egal, wer die Kirche wo vertritt. Von mir aus...

Mittlerweile ist mir völlig egal, wer die Kirche wo vertritt. Von mir aus auch gern Frau Käßmann, solange ich mir das nicht anhören muß.

Aber ich finde doch, daß die evangelische Seligsprechungspraxis der katholischen arg hinterherhinkt. Da müßten wir endlich mal was tun. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, ist Frau Käßmanns Ernennung zur Jubiläumsbotschafterin doch noch nicht mal mit einem feierlichen Gottesdienst erfolgt, so richtig mit Inthronisation, Investitur, Einsegnung oder wie auch immer das nun korrekterweise heißt.

Diese typisch evangelische Allergie gegen die schöne Form hat dazu geführt, daß bei uns nur noch rein verbale Weihrauchfässer geschwenkt werden. Die totalitäre Allmacht des Wortes hat alles andere geschluckt oder völlig marginalisiert. Das ist doch bloß noch für den Kopf (freilich nicht für meinen, aber das ist ein anderes Thema), aber nicht für die Sinne, und die wollen doch schließlich auch angesprochen sein.

Also: Ich fordere ein offizielles Hochamt zur Einsetzung von Margot Käßmann in ihr Mittleramt zwischen Mensch und Luther. Was sie hinterher in dieser Funktion verkündet, interessiert mich nicht, und darauf kommt es auch gar nicht an. Aber eine wirkliche Jubelfeier, die der zum Thema abgesonderten Kommentare würdig ist - das müßte denn doch schon sein.

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"Kirche ist Medium und nicht Selbstzweck. Kirche hat eine Botschaft. Keine 'milieusensible Kommunikation' ohne die christlichen Essentials."

Tom Noeding

Verfasst von Gast am 12. Juli 2011 - 20:38.

Hochamt für Käßmann

Hallo! Sie macht es doch erst ab April. Garantiert wird sich die EKD etwas...

Hallo! Sie macht es doch erst ab April. Garantiert wird sich die EKD etwas Nettes zur Einführung einfallen lassen.

Verfasst von Gast am 8. Juli 2011 - 12:14.

Nein, sie kann die gute

Nein, sie kann die gute Nachricht eben gerade nicht Aussenstehenden vermitteln...

Nein, sie kann die gute Nachricht eben gerade nicht Aussenstehenden vermitteln. Denn wie will sie andern dartun, dass Gott den Menschen als Mann und Frau geschaffen hat, und dass ER die Ehe gesegnet hat, wenn sie sich nicht an Sein Wort haelt. Wie will sie andern den Gehorsam gegenueber Gottes Wort ans Herz legen, wenn sie nicht einmal dem Wort der heiligen Apostel Beachtung schenkt, sondern dasselbe verachtet und verfaelschen laesst? Wie will sie dem Zeitgeist standhalten, wenn sie sich zum Sprachrohr desselben macht? Wie will sie andern Demut predigen, wenn sie sich selber nicht dran haelt? Ich komme da wirklich nicht mit.

Verfasst von Coriander am 8. Juli 2011 - 11:57.

Ich freue mich

Ich bin keiner von den Fans, die jede Zeile von Frau Käßmann...

Ich bin keiner von den Fans, die jede Zeile von Frau Käßmann lesen müssen. Aber ich finde, dass sie für diese Aufgabe gut geeignet ist; wie Frau Ott schon darstellte: Sie kann mit Leuten reden und sich auf jedem Parkett bewegen; sie hat einen hohen Bekanntheitsgrad und (überwiegend) guten Ruf auch in der nichtkirchlichen Öffentlichkeit und kann das Thema "Reformation" in eben diese Öffentlichkeit transportieren. Die Kirchen wurden in letzter Zeit ja vielfach (mit Recht) sehr kritisch wahrgenommen. Frau Käßmann ist eine Person, die auch Außenstehenden vermitteln kann, was die evangelische Kirche zu bieten hat.

Darum freue ich mich, dass sie diese Aufgabe übernehmen wird, und wünsche Gottes Segen dazu.

Coriander

- Streite dich nicht mit einem Dummkopf. Er zieht dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich dort mit seiner Erfahrung. (Quelle unbekannt)-

Verfasst von azad am 9. Juli 2011 - 7:52.
Kommentar auf: Ich freue mich

Also ich bin da

Also ich bin da skeptisch. Mal ganz abgesehen davon, daß Luther schon...

Also ich bin da skeptisch.

Mal ganz abgesehen davon, daß Luther schon deshalb nicht unbedingt seine Freude an Margot Käßmann gehabt hätte, weil sie sich nun auf Jahre hinaus tagein, tagaus mit jenem elenden, stinkenden Madensack beschäftigen wird, der dieser Mühen Luthers eigenen Worten zufolge gar nicht wert ist:

Aber ich finde, dass sie für diese Aufgabe gut geeignet ist;

Aus Deinem Munde klingt das so herrlich doppeldeutig...

Sie kann mit Leuten reden und sich auf jedem Parkett bewegen;

Parkettsicherheit dient in der Umgangssprache gern auch als Synonym für "der kriegt auch einem Eskimo einen Kühlschrank angedreht, und auch sonst glaubt man ihm jeden Schmonzes." In parkettsicheren Kreisen werden vorzugsweise Frauen als parkettsicher bezeichnet: Während von den Herren Jovialität und zu vorgerückter Stunde auch eine optimierte Ethanoltoleranz sowie ein möglichst breites Repertoire an nicht gar zu tiefschürfenden Witzen erwartet werden, müssen die mitgebrachten Damen ein vorzeigefähiges Äußeres darbieten und dürfen nicht allzu labil auf ihren Stöckelschuhen wackeln.

Aber selbst wenn ich das alles einfach mal für einen Augenblick vergesse: Sich auf jedem Parkett bewegen kann sie definitiv nicht. Ihre Erfahrungen mit der Ökumene liegen ca. 20 Jahre zurück. Seitdem hat die Szene sich völlig verändert. Damals war die Atmosphäre vom Kalten Krieg und einem starken Nord-Süd-Gegensatz zugleich geprägt. Die politische Konstellation hat dazu geführt, daß die Kirchen ziemlich eng zusammenrückten, um dazu ein Gegengewicht zu finden. Mit dem Ende dieser Situation haben sich auch die Verhältnisse im ÖRK stark verändert, vor allem was das Verhältnis zu den orthodoxen Kirchen betrifft. Das sind Entwicklungen, die etwa Mitte der 90er Jahre eingesetzt haben, als Käßamm schon ganz andere Aufgaben hatte. Die wirklich konfliktgeladenen Zeiten hat sie gar nicht mehr mitbekommen.

Zu ihrer Parkettsicherheit fallen mir ein paar Begebnisse bei interreligiösen Veranstaltungen ein. Vor allem gab es da den Fall, als sie wochenlang darauf herumritt, daß irgendein konservativer Islamfunktionär ihr nicht die Hand geben wollte und sie sich als Frau diskriminiert fühlte. Vielleicht hätte sie sich besser auf die Veranstaltung vorbereiten sollen. Dann hätte sie gewußt, daß gerade sehr konservative Muslime eine andere Vorstellung von Körperlichkeit und damit auch von Formen körperlicher Annhäherung zwischen den Geschlechtern haben. Ich fühle mich auch nicht gleich als Mann diskriminiert, wenn mir eine Muslimin nicht die Hand geben will. Und ich käme auch nicht auf die Idee, wie Frau Käßmann als eine Art kulturellen Lackmustest meinem Gegenüber demonstrativ die Hand entgegenzustrecken. Ich halte es da eher mit Paulus und seinen Worten über die Starken und die Schwachen. Da bricht mir kein Zacken aus der Krone. Käßmanns Verhalten zeugt weniger von Parkettsicherheit als von einer gewissen Unsicherheit, über die ich mich hier nicht weiter äußern mag. Und es gab weitere derartige Fälle.

Frau Käßmann ist eine Person, die auch Außenstehenden vermitteln kann, was die evangelische Kirche zu bieten hat.

Die ganze Nacht hab ich mir das Hirn zermartert, um dahinterzusteigen, was genau Du meinst. Aber drauf gekommen bin ich nicht. Klingt mir nach wie vor eher nach einer Drohung.

Gruß

azad

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"Kirche ist Medium und nicht Selbstzweck. Kirche hat eine Botschaft. Keine 'milieusensible Kommunikation' ohne die christlichen Essentials."

Tom Noeding

Verfasst von Gast am 8. Juli 2011 - 9:10.

Hier geht es nicht um

Hier geht es nicht um Beliebtheit oder Grossartigkeit bestimmter Personen,...

Hier geht es nicht um Beliebtheit oder Grossartigkeit bestimmter Personen, sondern um personifizierten Ungehorsam gegenueber Gottes heiligem und unveraenderlichen Wort. Das ist das Problem. Ich sage auch noch einmal: Es geht auch nicht darum, dass wir uns fuer suendlos und fehlerfrei halten wuerden, im Gegenteil. Das Problem ist, dass Suende fuer gut und nicht so schlimm, ja sogar fuer vorbildlich erklaert wird, dass Wort und Praxis der Apostel und letztendlich sogar des HERRN nicht ernst genommen und durch Ignoranz mit den Fuessen getreten wird. Deshalb blutet und schmerzt mir das Herz, deshalb leide ich an dieser Evangelischen Kirche, die ich ueber alles geliebt habe. Sicher, wir haben einen lebendigen HERRN im Himmel, der das alles schlussendlich regeln wird. Aber warum werden wir IHM nicht heute schon gehorsam und richten uns nach Seinem Wort und dem Seiner heiligen Apostel?
Warum bringen wir unsern Kindern erst bei, dass 3+4=38 ist, um ihnen dann zu erklaeren, es sei nicht so gemeint, sondern wie immer, naemlich sieben?
Warum foerdern wir Ehescheidungen, Unzucht und alle moeglichen andern Gottlosigkeiten, um dann hinterher zu erklaeren, es war ja nicht so gemeint? Warum missachten wir die gottgegebenen Ordnungen, ohne uns auch nur ein biszchen Muehe zu geben, sie zu verstehen? Hej, habt Ihr einmal darueber nachgedacht, was es heisst, dass der Mann seine Leben geben soll fuer seine Ehefrau, wie Christus fuer die Gemeinde? Habt ihr schon einmal nachgedacht ueber die gegenseitige Unterordnung von Mann und Frau in der Ehe, und die Unterordnung der Frau unter den Mann? Klar, Ihr wisst das ja alles schon besser, dass Paulus misogyn und zeitgeistig gewesen ist! So ein Hochmut!!!
Aber ihr stellt eine geschiedene Frau an die Spitze. Anstatt ihr mit Liebe und Geduld zu helfen und dem Mann ins Gewissen zu reden. Ej, was fuer eine lieblose Kirche ist das. Nur noch Ideologie, und mit dem Christentum hat das nur noch wenig zu tun! Klangschalenmystik und demografischer Wandel. Habt Ihr schon einmal darueber nachgedacht, was das alles miteinander zu tun hat? Ich hab von meinen Grossmuettern gelernt, was das heisst: zu glauben, dem wahren Gott zu vertrauen. Die mussten nicht ordiniert werden fuer die heilige und grosse Aufgabe, die sie ganz natuerlich und gottgegeben ausgefuellt haben. Und ich habe sie geliebt. Denn da war kein Geschwaetz und kein Gerede, das sich gefiel in den Fernsehkanaelen. Da war einfach Hingabe, Opfer, Liebe, und das ist es, was am Ende zaehlt.
Aber was Frau Kaesmann vorgemacht hat, und in ihrer Position musste das zum Vorbild werden fuer viele, da ist es dann ein Irrefuehren fuer viele geworden. Und dann stellen wir uns hin und erklaeren den Leuten, Ehescheidung ist ja nicht so schlimm, wenn es nicht klappt, und fuehren die Leute in die Irre. Ej, das ist eine heilige Ordnung Gottes, und der HERR hat sich was dabei gedacht, dass ER den Menschen als Mann und Frau geschaffen hat, dass ER ihn zu Seinem Ebenbild geschaffen hat, und das ist eine Aufgabe, wo Du Dich bemuehen und anstrengen musst, zuerst beten und um Vergebung bitten, allen Hochmut aus Dir raus tun, Gott die Ehre geben.
Und dann kommt der neue Gehorsam und die Erkenntnis, dass ER derselbe ist, gestern, heute und morgen und in alle Ewigkeit, und dass es um die Gemeinschaft mit diesem Gott geht, dem Dreieinigen, dem allmaechtigen und barmherzigen, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist, und das ewige Leben, das Seelenheil.

Verfasst von WeißeWucherblume am 8. Juli 2011 - 14:06.
Kommentar auf: Hier geht es nicht um

Moment mal

Augenblick mal, Herr Gast, was sagen Sie dann dazu, dass der jetzige...

Augenblick mal, Herr Gast, was sagen Sie dann dazu, dass der jetzige Landesbischof von Hannover in zweiter Ehe verheiratet ist?

Verfasst von Anderer Gast am 8. Juli 2011 - 15:00.
Kommentar auf: Moment mal

Addierte Sünde macht's nicht besser.

Dazu kann man nur sagen: In der EKD sind die Guten auch nicht sehr gut.

Dazu kann man nur sagen: In der EKD sind die Guten auch nicht sehr gut.

Verfasst von Nachtfalter am 11. Juli 2011 - 10:39.

Steine werfen sollte nur ...

.. wer ohne Sünde ist. Aber eigentlich auch nicht einmal der.

.. wer ohne Sünde ist. Aber eigentlich auch nicht einmal der.

Nachtfalter

Verfasst von Lisa Simpson am 8. Juli 2011 - 8:31.

guttenbergisiert

Trauriges Schicksal: da wird Frau Käßmann von den Machtzirkeln der EKD im...

Trauriges Schicksal: da wird Frau Käßmann von den Machtzirkeln der EKD im Monopoly um Pfründe und Pöstchen solange mediengehypt bis sie über ihre - auch in die Öffentlichkeit gezerrten- Schwächen stürzen muss.
Handlanger dabei ist liebend gern die Presse. Fünf Artikel -weitgehend gleichen Inhalts- allein hier. Dabei wird sie in einer BU in der Fotostrecke gleich zur Gastprofessorin an der Emory ernannt, nach eigenen Angaben war sie zu Studienzwecken dort. Guttenberg läßt grüßen.
Die Vorveröffentlichung in der MoPo riecht auch eher nach Strategie, als nach Panne, @weiße Wucherblume.
Es gibt doch zu denken, dass Dogerloh und Bahr sich lieber nach anderen Ämtern umschauen, als ihren Job für das Reformationsjubiläum zu erfüllen.
Wir sind Galaxien entfernt von der Kirche der Reformation. Wären wir ehrlich, gäb´s da nix zu feiern.

Verfasst von WeißeWucherblume am 8. Juli 2011 - 16:34.
Kommentar auf: guttenbergisiert

@LIsa Simpson

Habe jetzt erst die Nachrichten von Idea von gestern gesehen und war , na ja,...

Habe jetzt erst die Nachrichten von Idea von gestern gesehen und war , na ja, entsetzt. Erste Meldung: die kommende Ernennung der Luther-Botschafterin, aber dann gleich zwei "Statemaans", die könnte das nicht. Das ist doch keine Meldung, das ist zum Mäuse Melken. Also, ich meine, wenn man(n) sich unbedingt in´s Knie schießen will... Wer verantwortet eigentlich eine solche Beschädigung? Der Herr im Himmel und seine Engel bügeln ja schon Einiges aus. Aber die sollte man nicht überstrapazieren. Und im Ernst: Frau Käßmann hat immer wieder Missstände angesprochen, aber mir ist von ihr keine herabsetzende Äußerung über Andere bekannt. Vielmehr versucht sie immer wieder, im Guten zu sprechen, so wie man es bei Jakobus im ersten Kapitel ab v.5 findet: "Fehlt es aber einem von Euch an Weisheit, dann soll er sie von Gott erbitten. Gott wird sie ihm geben". Oder im zweiten Brief des Johannes: "Das Gebot, das ihr von Anfang an gehört habt, lautet, Ihr sollt in der Liebe leben."

Verfasst von E. am 8. Juli 2011 - 6:03.

Friede sei mit euch

Was für ein großes Problem müssen doch hier einige Kommentarschreiber mit sich...

Was für ein großes Problem müssen doch hier einige Kommentarschreiber mit sich und der Welt haben, dass sie die Großartigkeit und Beliebtheit anderer Menschen nicht ertragen und akzeptieren können oder nicht erkennen, dass diese tatsächlich gebraucht werden. Ich bete für ihre armen Seelen, die doch anscheinend so von Neid und Häme gegenüber anderen geplagt werden. Aber trotzdem: es wird keine Hexenverbrennung mehr geben, kein Mittelalter und auch Frauen lassen sich wahrscheinlich nicht mehr den Mund verbieten…

Verfasst von Pascal am 8. Juli 2011 - 5:07.

Bitte weiterreichen, Dr. Martinus.

Die Evangelische Kirche hat ein Problem: Wohin mit Margot Kässmann? Sie...

Die Evangelische Kirche hat ein Problem: Wohin mit Margot Kässmann? Sie ist als Kultfigur des deutschen Feminismus beim Volk sehr beliebt, aber an der Spitze der Kirche zu stehen, dazu ist sie zu schwach, in der Politik stört sie, in der Ökumene stört sie, im Universitätsbetrieb stört sie, also wohin mit ihr? Das ist für die Bischöfe und Professoren bestimmt ein schwerer Brocken, denn Margot Kässmann ist und bleibt unheimlich präsent.

'Verlagern wir das Problem in die Zukunft', werden sich da die genervten Herren gedacht haben, 'machen wir sie zur Botschafterin dessen, was in sechs Jahren sein wird, vielleicht bleibt sie auf der Strecke'. Denn es ist doch offensichtlich, dass mit Frau Kässmann als Gallionsfigur das Reformationsjubiläum zur rein protestantischen Angelegenheit, vielleicht auch bloß einer deutschen, herabgestuft wird, weil die Dame Katholiken und Orthodoxe bereits vor den Kopf gestoßen hat und die Evangelischen weltweit eine geschiedene Frau als Symbolfigur für die Reformation auch nicht erhebend finden.

Frau Kässmann hat definitiv den Charakter von etwas Übriggebliebenem, dessen Zeit abgelaufen ist, das man aber nicht loswerden kann: Etwa ein schönes und sperriges Möbelstück aus dem Erbe der Familiengründer, das die Kinder aus Pietät bewahren, aber nichts damit anfangen können und es deshalb eines dem anderen zuschieben. Irgendwann ist es dann doch verschleisst und weg.

Verfasst von Gast am 12. Juli 2011 - 20:45.

Möbelstück?

Herrje, welch sonniger Blödsinn. "Machtzirkel" in der EKD? Da glaubt wohl...

Herrje, welch sonniger Blödsinn. "Machtzirkel" in der EKD? Da glaubt wohl jemand an den Weihnachtsmann ...

Verfasst von Gast am 7. Juli 2011 - 21:25.

Nur weil Luther ein

Nur weil Luther ein Reformator, der Reformator war, kann man ihm doch nicht...

Nur weil Luther ein Reformator, der Reformator war, kann man ihm doch nicht alles Übel dieser Welt in die Schuhe schieben. Wie immer man nun zu Frau Käßmann stehen mag, muss man doch den armen alten Luther nicht so vergewaltigen, dass er sich jedem Trend unserer Zeit beugen muss und so zur Modefigur oder Ikone wird. Und wie hat übrigens Luther gesagt: Weiberregiment hat noch nie etwas Gutes vollbracht. Ist Frau Käßmann überhaupt ricchtig lutherisch? Entschuldigt die Bildungslücke, falls dem nicht so ist, aber ist nicht die Frau Käßmann aus einer von diesen unseligen unierten Kirchen?

Verfasst von HannoTerbuyken am 8. Juli 2011 - 9:25.
Kommentar auf: Nur weil Luther ein

Die hannoversche

Die hannoversche Landeskirche, deren Bischöfin Frau Käßmann war...

Die hannoversche Landeskirche, deren Bischöfin Frau Käßmann war und deren Pastorin sie noch ist, ist durch und durch lutherisch. Es gibt dazu noch alt-reformierte Gemeinden vornehmlich in Ostfriesland und der Grafschaft Bentheim, aber die Landeskirche ist lutherisch.

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Hanno Terbuyken
evangelisch.de

Verfasst von Gast am 12. Juli 2011 - 20:42.
Kommentar auf: Die hannoversche

Käßmann lutherisch?

Also lieber Herr Terbuyken, ordiniert wurde Margot Käßmann uniert - nämlich in...

Also lieber Herr Terbuyken, ordiniert wurde Margot Käßmann uniert - nämlich in Kurhessen Waldeck. Aber so etwas ist vielleicht durch fast 11 Jahre Bischöfin in der größten Landeskirche der VELKD auch eine lässliche Sünde ;)

Verfasst von Gast am 7. Juli 2011 - 17:27.

nicht schon wieder...

die frau nervt einfach nur. Ihre Ansichten sind furchbar und ich finde, dass...

die frau nervt einfach nur. Ihre Ansichten sind furchbar und ich finde, dass sich evangelisc.de mit wichtigeren Themen als Frau Käßmann und Katholiken ärgern beschäftigen sollte.

Grüß

Verfasst von Gast am 7. Juli 2011 - 16:21.

Nerviger hype

Der hype um Frau Kässmann nervt total. Nichts gegen die Frau, aber theologisch...

Der hype um Frau Kässmann nervt total. Nichts gegen die Frau, aber theologisch gibt sie mir als Christen wenig. Das ist alles so zeitgeistig,flach und simpel.
Was sie sich im Liebfrauendom erlaubt hat ist schlicht eine Unverfrorenheit gewesen.Trunkenheitsfahrt? O.k. geschenkt. Aber hat mal jemand an Kraftfahrer gedacht, die oft ihre berufliche Existenz verlieren in so einer Situation?
Ich möchte von einem Hirten etwas über Jesus Christus hören, über heilige Sakramente und Gebete.Politik können andere viel besser.

Verfasst von masaniello am 7. Juli 2011 - 8:59.

Mit dem Kopf gemacht ?

Warum "ärgert" man sich über  viele Aussprüche...

Warum "ärgert" man sich über  viele Aussprüche von Frau Käßmann ? Nicht wegen des Inhaltes - so zweifelhaft der sein mag. Sondern wegen der verkürzten Argumentation (vgl. ihre widersprüchlichen Aussagen zur Flugverbotszone in Libyien), der unpassend-hypertrophen Wortwahl ("Verhütung  ist Menschenrecht")- kurz, der moralisierendenTotschlagsrhetorik und des hysterischen Tonfalls. 
Nach Max Weber wird  " Politik mit dem Kopf gemacht und nicht mit anderen Teilen des Körpers oder der Seele" .
Bei den politischen "Predigten" von Frau Käßmann  merkt man, daß der Kopf  bestenfalls nur mit einer untergeordneten Rolle  beteiligt ist.
Sie mag ihre Meriten darin haben, Menschen, die ähnlich einseitig-reduziert denken, für die Kirche zu interessieren, eine Botschafterin des Protestantismus ist sie - zum Glück -  noch nicht.

Verfasst von WeißeWucherblume am 8. Juli 2011 - 14:17.
Kommentar auf: Mit dem Kopf gemacht ?

So, so

Ja, und der Kopf sagt dann: Zellhaufen, Rendite, Arbeitsplätze,...

Ja, und der Kopf sagt dann: Zellhaufen, Rendite, Arbeitsplätze, Kollateralschaden, Patientengut, Restrisiko, oder gar: Studentenberg, Rentnerberg, legitimes (Tötungs)ziel, illegaler Kämpfer, oder, noch schlimmer "Führer", gibt es nämlich auch schon wieder, oder "Sicherheit" usw. usf.
Da halte ich es doch lieber mit Jesus Sirach: "Bleibe bei dem, was Dir Dein Herz rät". Es hat mich sehr beeindruckt, wie Herr Kretschmann in der "Gutmenschenrunde" bei Anne Will so dezidiert und aus tiefster Überzeugung sagte, er könne keine Politik machen ohne Ideale. Natürlich muss ich über meinen Glauben nachdenken, klar, aber hätte ich nur meinen Kopf, so könnte ich nicht glauben.

Verfasst von Gast am 7. Juli 2011 - 7:44.

Der Personenkult um Frau

Der Personenkult um Frau Kaessmann ist aus christlicher Sicht entschieden...

Der Personenkult um Frau Kaessmann ist aus christlicher Sicht entschieden abzulehnen. Sie als "Botschafterin der EKD für das Reformationsjubiläum 2017" anzustellen ist mit Sicherheit eine weitere gravierende Fehlentscheidung, die äußerst zu bedauern ist. Als evangelisch-lutherische Christen fühlen wir uns von Frau Kaessmann ganz sicher nicht vertreten. Die Evangelische Kirche erhält auf diese Weise eine weitere abschreckende Note und verkommt noch mehr zu einem Ideologie-Konsortium, das mit dem, was die Kirche Jesu Christi ausmacht, immer weniger zu tun hat.

Verfasst von Protestant am 7. Juli 2011 - 7:17.

Ein guter Kommentar von

Ein guter Kommentar von Ursula Ott, allerdings wohl mit einer unbeabsichtigten...

Ein guter Kommentar von Ursula Ott, allerdings
wohl mit einer unbeabsichtigten Schwäche behaftet,
die sich momentan ständig wiederholt: Margot Käßmann
ist nach meiner Ansicht kein Medienstar! Dann wäre
sie vergleichbar mit Dieter Bohlen, Paris Hilton,
Jörg Pilawa oder, mit Abstrichen, Horst Lichter.
Das einzige, das Käßmann mit den vorgenannten und
vielen anderen vergleichbaren Protagonisten verbindet
ist die Tatsache, dass sie in den Medien vorkommt.
Aber mit welchen Themen? Mit prollig-dummen Pseudo-
Star-Contests, mit postpubertärer Kamerageilheit, mit schwiegermutterkompatibler Seichtunterhaltung oder mit
als Prädikats-Cusine verkaufter Hausmannskost?

Die nachhaltige Bedeutung von Käßmann liegt in ihrer
lutherischen Gabe, dem Volk nicht nur auf's Maul zu
schauen, sondern auch ins Herz und ausgehend davon
immer wieder Bezüge zwischen dem Leben der Menschen,
dem Selbstverständnis der Evangelischen Kirche und der
christlichen Botschaft herzustellen. Und genau das
gelingt ihr so gut, dass sich davon viele Menschen
angesprochen fühlen, übrigens auch solche, die mit
'Kirche' ansonsten wenig am Hut haben. Käßmann war
bereits im Fokus einer interessierten öffentlichkeit,
als die Medien davon wenig Kenntnis nahmen.

Verfasst von Gast am 7. Juli 2011 - 10:57.
Kommentar auf: Ein guter Kommentar von

@Protestant

Es freut mich für Sie, dass Frau Käßmann Ihnen soviel zu geben scheint. Diesen...

Es freut mich für Sie, dass Frau Käßmann Ihnen soviel zu geben scheint. Diesen Satz meine ich ehrlich und ohne Häme!!!

Für mich ist Frau Käßmann ein Medienstar und eine zur Erlöserfigur gehypte Theologin und ehemalige Bischöfin, zumindest für einen Teil der EKD ist das Einnehmen dieser Rolle durch Frau Käßmann so gewollt.

Für mich ist es wirklich ein Phänomen, dass man Frau Käßmann zu lieben scheint oder eben komplett ablehnt. Ich kenne viele, die lesen jede Zeile von ihr und über sie und ich kenne viele, die beachten sie überhaupt nicht, wobei das innerhalb der EKD sehr schwer ist.

Frau Käßmann lese ich, wenn sie publiziert, muss aber sagen, dass sie weder meinen Intellekt noch mein Herz berührt. Für mich ist sie ferner jemand aus einer anderen Welt, aus einer mit der ich nichts zu tun haben will. Insofern sie für mich doch ein Medienstar der besagten Bohlen/ Lafer Coleur ist.

Verfasst von Protestant am 7. Juli 2011 - 13:18.
Kommentar auf: @Protestant

Danke, werter Gast, dass Sie

Danke, werter Gast, dass Sie ohne Häme antworten wollten. In Ihrer...

Danke, werter Gast,

dass Sie ohne Häme antworten wollten. In Ihrer Argumentation
schleichen sich allerdings einige Widersprüche ein. Ich
führe an:

1. Zitat: "...eine zur Erlöserfigur gehypte Theologin..." -
ok, aber von wem denn bitte? Das evangelisch.de über eine prominente
Vertreterin der Ev. Kirche regelmäßig berichtet, erscheint
dabei doch nachvollziehbar - oder? Also, wer hypt hier - wohl
die Medien selbst. Dafür gibt es auch einige gute Gründe.
MK formuliert in ein Mikrofon sendefähig ein Statement von
1.30 Min. zu vielen Themen. das können wirklich nur wenige.
Da ich in der Branche arbeite, weiß ich genau, wovon ich rede.
Sie ist absolut prägnant und zitierfähig - denken Sie bitte
einmal an die Statements z.B. der Kanzlerin, des Außenministers
oder auch vieler Bischöfe (leider auch meiner Konfession):
Phrasen, Versatzstücke, Leerformeln, bei den Würdenträgern
nicht selten noch in weinerlichem Ton. Käßmann ist dagegen
meinungsfreudig mit dem Risiko auch des Irrtums, was menschlich
wäre und sie spricht auch für Laien verständlich!

2. Zitat:"...ein Phänomen, dass man Frau Käßmann zu lieben scheint
oder eben komplett ablehnt." Na ja, wohl eher mehr lieben denn
ablehnen,vermute ich jedenfalls. Anders sind ihre enormen
Buchauflagen, in der Tat die hohe Medienpräsenz und wohl
auch die immer wieder übervollen Veranstaltungen kaum zu
erklären. Und mal ehrlich: Zum Protestanten gehört sui genesis
dazu, anzuecken und Widerspruch zu erzeugen. Wäre er/sie
ansonsten nicht eher ein Konformist?

3. Zitat: "Für mich ist sie ferner jemand aus einer anderen Welt,
aus einer mit der ich nichts zu tun haben will." Klare Worte,
das muss man akzeptzieren und es fällt auch gar nicht schwer.
Kleine Frage, aber dennoch: Wenn MK aus einer anderen Welt als
die Ihre zu kommen scheint, kennen Sie denn die Welt von
Frau Käßmann? Und woher? Aus den Medien vielleicht?

Man muss MK nicht mögen, kann ihre Bücher belanglos finden,
ihre Predigten für Pharisäergeschwafel halten, man darf sie
sogar mit Dieter Bohlen gleichsetzen - es ändert einfach
nichts an ihrer tatsächlichen Bedeutung in und für die Ev.
Kirche. Sie ist allerdings alles andere als ein Star und
ich bin sicher, dass sie es auch nicht sein will.

Verfasst von Gast am 7. Juli 2011 - 7:15.

Irgendwann wird man hier

Irgendwann wird man hier lesen können, dass Margot Käßmann auf dem Steinhuder...

Irgendwann wird man hier lesen können, dass Margot Käßmann auf dem Steinhuder Meer spazieren geht.

Verfasst von Karl Frieder am 6. Juli 2011 - 17:54.

Luthers Sprache

Soso, der große Reformator hätte also lt. der Autorin so "hässliche Worte" wie...

Soso, der große Reformator hätte also lt. der Autorin so "hässliche Worte" wie Trunkenfahrt nicht verwendet? Interessant, wie die Dame zu dieser Meinung gekommen ist - über ausgiebige Lutherliteratur kann es ja wohl kaum sein! Der Mann war enorm deftig & kreativ in seiner Sprache! - Davon könnten sich moderne Schreiberlinge und -innen mehr als nur eine Scheibe abschneiden.

Verfasst von kuno am 7. Juli 2011 - 7:21.
Kommentar auf: Luthers Sprache

Sie wollte sicher nur sagen,

Sie wollte sicher nur sagen, dass die gemeinen Menschen,...

Sie wollte sicher nur sagen, dass die gemeinen Menschen, die so ein Wort in den Mund nehmen, damit aufhören sollen Frau Käßmann so böse zu beschimpfen. Dafür muss sie sich ja nicht mit Luther auskennen. Genau so wenig, wie die Autoren dieser Seite eine differenzeirte Meinung zu Frau Käßmann haben brauchen. Oder dürfen sie es nicht?

Hier haben sich doch alle lieb. Und Frau Käßmann noch lieber.

Verfasst von Gast am 6. Juli 2011 - 17:07.

Okay

Das nächste Event, welches ich von meiner Liste der Events, an denen ich gern...

Das nächste Event, welches ich von meiner Liste der Events, an denen ich gern teilgenommen hätte, streichen kann. Danke, liebes Organisationskommittee.

Aber man muss es positiv sehen, bleibt doch mehr Zeit für etwas anderes.

Verfasst von Gast am 6. Juli 2011 - 15:03.

Dieser Artikel

Sehr geehrte Frau Ott, sind Sie jetzt unter die Komödiantinnen gegangen?...

Sehr geehrte Frau Ott,

sind Sie jetzt unter die Komödiantinnen gegangen?

Martin Luther und seine taffe Ehefrau Katharina von Bora würden sich wohl nicht einmal mit ihr beschäftigen obgrund der theologischen Flachheiten, die Frau Käßmann unters Volk zu bringen pflegt.

Verfasst von altprotestant am 6. Juli 2011 - 13:38.

Ein Teufel namens Sauf

Trunkenheitsfahrt ist kein "häßliches Wort "sondern die...

Trunkenheitsfahrt ist kein "häßliches Wort "sondern die Definition eines Tatbestandes -das Wort kann nichts dafür, daß es ihn gibt ...  
Aber es ist sicherlich unumstritten, daß Luther für diesen Tatbestand wesentlich aussagekräftigere  Worte gefunden  hätte.
Damals schon meinte er:
"Es muß ein jeglich Land seinen eigenen Teufel haben, Welschland seinen, Frankreich seinen. Unser deutscher Teufel wird ein guter Weinschlauch sein und muß Sauf heißen, daß er so durstig und höllisch ist, der mit so großem Saufen Weins und Biers nicht kann gekühlt werden"

 

Verfasst von E. am 6. Juli 2011 - 13:17.

Aus dem Herzen gesprochen

Endlich schreibt mal jemand, was doch so viele denken und wissen und bringt es...

Endlich schreibt mal jemand, was doch so viele denken und wissen und bringt es auf den Punkt. Die EKD kann sich doch glücklich schätzen, dass es Frau Käßmann gibt. Sie hat schon so viel geleistet und auf den Weg gebracht. Darüber sollte man lieber reden als ständig schräge Kritiken neidvoller Leute, die sie gar nicht wirklich kennen. Mich freut es jedenfalls, dass sie dieses Amt übernehmen wird.
ellen

Verfasst von WeißeWucherblume am 7. Juli 2011 - 12:21.
Kommentar auf: Aus dem Herzen gesprochen

Presse

Um so mehr stört es mich, dass da Einzelheiten aus den Absprachen schon in der...

Um so mehr stört es mich, dass da Einzelheiten aus den Absprachen schon in der Berliner "Morgenpost" zu finden sind. Wer meint da eigentlich, er müsse sich nicht an die Schweigepflicht halten? Die offizielle Vorstellung soll doch erst morgen sein. So beschädigt man nicht nur die Berufene sondern auch die Glaubwürdigkeit der Evangelischen Kirche insgesamt.

Verfasst von WeißeWucherblume am 6. Juli 2011 - 13:35.
Kommentar auf: Aus dem Herzen gesprochen

Herzenslust

Ja, das kann ich auch so sehen. Und nicht zu vergessen, in Atlanta konnte Frau...

Ja, das kann ich auch so sehen. Und nicht zu vergessen, in Atlanta konnte Frau Käßmann in einem der größten Archive mit Luther-Handschriften studieren.

Verfasst von Gast am 6. Juli 2011 - 13:07.

Nein, Luther haette ganz

Nein, Luther haette ganz bestimmt nicht seine helle Freude an Frau Kaessmann.

Nein, Luther haette ganz bestimmt nicht seine helle Freude an Frau Kaessmann.

Verfasst von WeißeWucherblume am 6. Juli 2011 - 13:36.
Kommentar auf: Nein, Luther haette ganz

Luthers Freude

Lieber Gast, woher wissen Sie das so gut?

Lieber Gast, woher wissen Sie das so gut?

Verfasst von Gast am 6. Juli 2011 - 20:45.
Kommentar auf: Luthers Freude

Ich denke, er vermutet das

Ich denke, er vermutet das (nicht unbegründet), weil Luther ein herausragender...

Ich denke, er vermutet das (nicht unbegründet), weil Luther ein herausragender Theologe war, der gute Theologie zu schätzen wußte.

Verfasst von WeißeWucherblume am 7. Juli 2011 - 7:59.

Meinung

Lieber Gast, damit setzen Sie Ihre Einschätzung mit der Luthers gleich. Finde...

Lieber Gast, damit setzen Sie Ihre Einschätzung mit der Luthers gleich. Finde ich ziemlich gewagt.

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