Kirchenaktionen: Heiligabend durchgehend geöffnet

Weihnachtsbaumspitze neben Kirchturm

Zu Heiligabend bieten die Gemeinden viele Aktionen für alleinstehende Menschen an. Foto: epd-bild/Rainer Oettel

Einsamkeit - So gegen drei Uhr morgens kommt bei der "Offenen Nacht" meist der tote Punkt. "Dann musst du dich entscheiden – entweder auf die Matratze oder Durchhalten bis zum Frühstück", sagt Carlos W.. Der 48-Jährige ist Stammgast bei der "Nacht von Acht bis Acht", mit der der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) in Bremen diesmal im 25. Jahr an Heiligabend durchgehend öffnet.

Von Dieter Sell

Wie in der Hansestadt gibt es in vielen deutschen Städten besondere Aktionen, mit denen die Kirchen Menschen aus der weihnachtlichen Einsamkeit holen wollen.

"Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge", heißt es im biblischen Weihnachtsevangelium nach Lukas. Ganz im Gegensatz dazu gibt es im Bremer "Konsul-Hackfeld-Haus" des CVJM am 24. Dezember jede Menge Platz. Schon vor 20 Uhr kommen die ersten Besucher in die festlich geschmückten Räume. "Bis zum Frühstück am nächsten Morgen sind es regelmäßig zwischen 300 und 350 Gäste", sagt Initiator Frank Baumann.

Viele Bremen stiften für Heiligabend-Treff

Die meisten sind Menschen, die auf der Straße leben, die keinen Job, kein richtiges Zuhause, keine Familie haben. Carlos W. gehörte bis vor kurzem auch dazu, nachdem er als selbstständiger EDV-Administrator pleitegegangen war und eine Arbeit bei Daimler am Band verloren hatte. Jetzt hat er gerade einen Ein-Euro-Job und freut sich auf die lange Nacht: "Essen, Klönen, Filme, Turniere am Billardtisch, am Kicker und an der Dartscheibe – das hier ist ein prima Anlaufpunkt für Menschen, die nicht wissen, wohin sie sollen."

Viele Bremer stiften für den Heiligabend-Treff Kaffee, Lebensmittel, backen Kuchen oder helfen mit. Unter den etwa 30 Ehrenamtlichen ist seit langer Zeit Sigrid Bauermeister. "Ich will die Leute als Menschen willkommen heißen, egal, wie lange sie schon auf der Straße sind", sagt die 73-Jährige. "Denn jeder kann mal fallen."

Ganz ähnlich verläuft die "Lange Nacht" der Weissfrauen-Diakoniekirche am Heiligabend in Frankfurt am Main. Nur, dass es hier in dem Haus mitten im Bahnhofsviertel keinen Tannenbaum gibt. "Der steht für Familienglück, Bürgerlichkeit, die Behaglichkeit einer Stube, Innerlichkeit. Daraus sind viele Menschen herausgefallen, oder sie können damit nichts anfangen", sagt Kurator Gerald Hintze. Seit sechs Jahren laden er und viele Ehrenamtliche dazu ein, einen Weihnachtsgottesdienst zu feiern, danach in der Kirche zu essen, Musik zu hören, zu beten und zu schlafen – bis zum Frühstück am Weihnachtsmorgen um 8.30 Uhr.

Tradition im Stuttgarter Hauptbahnhof

Neben einsamen und armen Leute kommen Gutsituierte. Das Publikum ist so bunt wie beim Heiligabend-Gottesdienst im Stuttgarter Hauptbahnhof, der schon zur Tradition geworden ist. "Anfangs, vor 60 Jahren, haben wir neben den zerbombten Gleisen Kriegsheimkehrer mit Posaunen begrüßt, heute sind es Durchreisende und Nachtschwärmer", berichtet Stadtmissions-Pfarrer Markus Arnold. Vor dem Bahnhof hat er im "Stall" der Stuttgarter Diakonie zu tun, einem Heiligabend-Treff, den regelmäßig mehr als 1.000 Gäste besuchen.

Ob "Stall" in Stuttgart, "Heiligabend-Rastplatz" der Citykirche St. Jakobi im niedersächsischen Hildesheim oder "Weihnachtsstuben" in Hannover: Fast alle Angebote für Arme und Einsame konzentrieren sich auf die städtischen Ballungsräume. Im ländlichen Raum ist das schwieriger. "Niemand dort möchte zu einem kläglichen Rest gehören, für den die anderen an Weihnachten eine Feier organisieren", sagt Propst Stephan Wichert-von Holten, der im niedersächsischen Lüchow in der Nähe von Gorleben arbeitet.

Dabei gebe es auch in den Dörfern immer mehr einsame alte Menschen, räumt der evangelische Theologe ein. "Aber sie haben keine Erfahrung damit, Weihnachten außerhalb der Familie zu verbringen oder sich etwas vorsetzen zu lassen." Wichert-von Holten möchte Gemeinden deshalb ermuntern, gemeinsame Feste zu organisieren, ganz nach dem Motto: "Alle machen mit – dann sind auch alle dabei."

Weitere Informationen:
www.cvjm-bremen.de
www.diakonischeswerk-frankfurt.de/diakoniekirche

Übersicht über Weihnachtsgottesdienste: www.weihnachtsgottesdienste.de

epd

Kommentare

Verfasst von joanna25 am 23. Februar 2011 - 11:39.

David Hohnen is de man achter

David Hohnen is de man achter Kaap Mentelle. Hij de eerste wijngaarden...

David Hohnen is de man achter Kaap Mentelle. Hij de eerste wijngaarden aangeplant in 1970, die hem maakt een van de pioniers Margaret River. Het succes van deze onderneming leidde hem naar gevonden Cloudy Bay in Nieuw-Zeeland Marlborough regio in 1985. In 1990 Veuve Clicquot verwierf 50% van het bedrijf, en vervolgens in 2000 namen ze Test King 100% eigendom. In 2002 de huidige eigenaars, LVMH, kocht Veuve Cliquot, en daarmee Cape Mentelle.

De plek, op slechts 5 km van de oceaan, werd gekozen door Hohnen vanwege zijn grindhoudende bodem, die goed zijn voor de wijnbouw. Ze zijn waterdoorlatend en hebben een hoog gehalte aan mineralen. Wijnmaker Rob Mann, die was de gastheer van mijn bezoek, wees erop dat u goede mogelijkheden wijngaard land door de aard van de eucalyptus dat er groeit plek. Als je ziet redgums, ook wel bekend als de West-Australische Marri, dan is het een goed teken, act exam | act test | act practice test | asvab test | asvab study guide want de Marri graag vrij drainerende bodems. Als je ziet Karri en blackbud eucalyptus, dan oppassen, omdat deze een indicator zijn van slechte bodems. Er is een hoop van de winter regen hier en druivenranken niet graag natte voeten.

Verfasst von joanna25 am 27. Juli 2010 - 8:13.

The topic of environmental

The topic of environmental modelling was last addressed in Issue 34 of ERCIM...

The topic of environmental modelling was last addressed in Issue 34 of ERCIM News, in July 1998. Influenced by the Kyoto Protocol (adopted on 11 December 1997), public awareness of environmental problems had at that time reached a peak. The goal of this thematic issue is to look at the pervasion of modern information and communication technology into the environmental and ecological sciences. the power of today's computational and communication resources means that we are able to create modelling, simulation and decision-support tools with unprecedented quality. Modelling the biosphere with ever-greater numbers of biotic and abiotic components remains a great challenge of our time. Climate research (space weather included) uses models dealing with varying scales and resolutions, and will require new architectures with access to distributed resources. Branch-oriented simulation systems should prove the right software tools to be flexibly adapted to the special structure and data of complex environmental systems.

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