Käßmann und Zollitsch schauen in der Ökumene nach vorn

Margot Käßmann und Robert Zollitsch

Die neue Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann, und der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, bei ihrem Meinungsaustausch. Foto: epd-bild/Meike Böschemeyer

Spitzentreffen - Die Spitzen von evangelischer und katholischer Kirche in Deutschland haben den Willen bekräftigt, in der ökumenischen Zusammenarbeit auf dem eingeschlagenen Weg fortzufahren.

"Wir schauen in der Ökumene nach vorne", versicherten die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischöfin Margot Käßmann, und der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, am Freitag nach einem Gespräch in Bonn. Käßmann stattete den Angaben zufolge ihren offiziellen Antrittbesuch bei der Deutschen Bischofskonferenz ab. Themen des Treffens unter vier Augen waren aktuelle ökumenische Fragen.

Vom Zweiten Ökumenischen Kirchentag 2010 erhoffen sich Käßmann und Zollitsch wichtige Impulse für das weitere Gespräch. Von München müsse eine Ermutigung ausgehen, die deutlich mache, "wie weit wir bereits im Dialog gekommen sind. Wir wollen uns darum bemühen, nicht zu sehr das Trennende zu betonen, als vielmehr deutlich zu machen, was alles möglich ist."

Für die nächsten Jahre gehe es vor allem darum, gemeinsame Standpunkte in wichtigen ethischen und bioethischen Fragen zu formulieren. Die Patientenverfügung sei ein gutes Beispiel, wie sich beide Kirchen zusammen für den Schutz des Lebens bis zur letzten Phase einsetzten, sagten Bischöfin Käßmann und Erzbischof Zollitsch. In der Debatte über die Stammzellforschung müssten die ethischen Standpunkte in weiter erörtert werden.

Die Ratsvorsitzende und der Vorsitzende der Bischofskonferenz erörterten auch aktuelle politische Fragen. Dabei ging es den Angaben zufolge um eine Bewertung des Koalitionsvertrags der Bundesregierung, die Debatte um Minarette und das jüngste Kruzifixurteil des Straßburger Gerichtshofes für Menschenrechte. "Wir haben ökumenisch gezeigt, wie wichtig uns der Sonntagsschutz ist. An solchen Initiativen wollen wir auch weiterhin künftig zusammen arbeiten", erklärten die Kirchenvertreter.

epd

Kommentare

Verfasst von Gast am 21. Dezember 2009 - 20:16.

RE: Käßmann und Zollitsch schauen in der Ökumene nach vorn

Wenn die katholische und die evangelische Kirche sich in Ihren beiden...

Wenn die katholische und die evangelische Kirche sich in Ihren beiden Vertretern Frau Käßmann und Herr Zollitsch einig sind, den Weg der Ökumene gemeinsam zu gehen, dann kann ich das nur befürworten. Ich denke auch, dass sie im Sinnen der Basis der evangelischen und katholischen Christen handeln.
Würden wir den menschgewordenen Heiland fragen für wen er geboren wurde, würde er eine entsprechende Antwort haben. "Ich bin gekommen um Atwort zu sein für jene Menschen, die Frieden, Trost und Zuversicht suchen. Ich bin die Hoffung auf das Leben und die Zuversicht bis über den Tod hinaus."
Möge diese gnadenvolle Botschaft, dass Christus die Antwort ist auf unser menschliches Suchen, in beiden Kirchen zu einem gemeinsamen Weg führen.

Verfasst von Gast am 18. Dezember 2009 - 18:02.

RE: Käßmann und Zollitsch schauen in der Ökumene nach vorn

Ich möchte hier einmal einen Kommentar zur Gesamtrubrik "Religion" (Stand 18....

Ich möchte hier einmal einen Kommentar zur Gesamtrubrik "Religion" (Stand 18. 12. 09, 18.00 Uhr) abgeben. Ich sehe 9 Artikel mit Bildern zum Aufklicken. Auf diesen Bildern blicken mir 5 Kirchenführer entgegen. Das macht mir einen schon länger bestehenden Grundeindruck auf einmal bewusst, wie, von wo aus bei evangelisch.de Religion, Christenheit und Kirche in den Blick genommen werden. Ein Portal "Kirche von unten" sind Sie wahrlich nicht.

Verfasst von Gast am 21. Dezember 2009 - 16:21.

RE: RE: Käßmann und Zollitsch schauen in der Ökumene nach vorn

Ich kann mich da nur anschließen. Wirklich wiederfinden kann ich mich als...

Ich kann mich da nur anschließen. Wirklich wiederfinden kann ich mich als evangelischer Christ bisher in Ihrer Rubrik "Religion" nicht.

Verfasst von HannoTerbuyken am 21. Dezember 2009 - 17:19.

RE: RE: RE: Käßmann und Zollitsch schauen in der Ökumene...

Das verleitet mich zu der Frage: Finden Sie sich als evangelischer Christ denn...

Das verleitet mich zu der Frage: Finden Sie sich als evangelischer Christ denn im Rest der Seite (abseits vom Ressort Religion) wieder? Und was können wir tun, dass Sie sich wiederfinden?

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Hanno Terbuyken
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