Käßmann: Dunkle Seiten von Kriegen nicht ausblenden

EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann

Die EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann hat vor den Schattenseiten von Krieg und militärischer Gewalt gewarnt. Foto: dpa/Jochen Lübke

Gedenktag - Die EKD-Ratsvorsitzende Bischöfin Margot Käßmann hat anlässlich des Holocaust-Gedenktages am Mittwoch vor den Schattenseiten von Krieg und militärischer Gewalt gewarnt.

"Jeder Krieg, auch der mit den besten Motiven, setzt ein furchtbares Gewaltpotenzial frei", sagte sie am Dienstagabend in Hannover in einer Gedenkstunde des niedersächsischen Landtages zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar. "Diese dunklen Seiten jedes Krieges wahrzunehmen und anzusprechen, ist ein Gebot der Redlichkeit und darf nicht pauschal als Delegitimierung militärischer Gewalt schlechtgemacht werden", unterstrich die Theologin.

Mit der neueren evangelischen Friedensethik bejahe sie einen Gebrauch militärischer Gewalt bei der Durchsetzung von Recht und Frieden, sagte die oberste Repräsentantin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und hannoversche Landesbischöfin. Krieg bringe jedoch immer Unrecht, Not und entsetzliches Leid mit sich: "Es gibt keinen sauberen Krieg, der Zivilisten wahrhaft schont und Unrecht vermeiden kann." Käßmann hatte in Predigten und Interviews zum Jahreswechsel mehrfach den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan kritisiert.

Die Bischöfin bezeichnete den Krieg gegen Nazi-Deutschland als eines der wenigen Beispiele für die positive Rolle militärischer Gewalt zur Erhaltung von Recht und Frieden. Mit Blick auf die Opfer des Nationalsozialismus sprach sie sich für eine "produktive" Trauerarbeit aus, wie sie etwa die Aktion Sühnezeichen leiste: "Es braucht Generationen, nach einer solchen Katastrophe so etwas wie Normalität zu finden." Auch die Nachkommen müssten ihren Beitrag zur Aufarbeitung leisten.

Künftig werde es immer weniger Zeitzeugen geben, sagte Landtagspräsident Hermann Dinkla (CDU). "Wir, die wir den Überlebenden noch zuhören können, haben den Auftrag, ihre Geschichte an die nachfolgenden Generationen als Mahnung weiterzugeben." Geschichtsfälschern und Holocaust-Leugnern sei entschlossen entgegenzutreten, mahnte Dinkla.

epd

Kommentare

Verfasst von Gast am 8. Februar 2010 - 16:14.

Skandal

Ich wußte gar nicht, daß es auch eine Sonnenseite bei Kriegen gibt. Aber um das...

Ich wußte gar nicht, daß es auch eine Sonnenseite bei Kriegen gibt. Aber um das zu begreifen muß man wohl wie Frau Käßmann ticken.
Krieg, der Zivilisten schont? Was sind denn dann die (oft unfreiwilligen) Soldaten? Die können wohl weg - bum?
"Beispiele für die positive Rolle militärischer Gewalt" - die hat wohl niemanden im Krieg verloren?

Verfasst von Lorenz am 27. Januar 2010 - 15:33.

Käßmann: Dunkle Seiten von Kriegen nicht ausblenden

Ich bin froh, dass die Evangelischen mit Bischöfin Dr. Käßmann...

Ich bin froh, dass die Evangelischen mit Bischöfin Dr. Käßmann eine Frau an der Spitze haben, die ihres Glaubens froh und gewiß ist und so formulieren kann, dass alle aufwachen und sich angesprochen fühlen. Das vorweg! Krieg hat keine Lichtseiten, er ist bestenfalls ein notwendiges Übel. Heute, am Holocaustgedenktag (27.1.) hat bei der Sitzung des Deutschen Bundestages ein überlebender Jude dargestellt, daß es unter der nazistischen Judenverfolgung in Europa Kollaboration vieler Nachbarstaaten und eines Teils ihrer Bevölkerung gegeben hat. Das ist schrecklich, aber eine Folge des durch Christen von der jüdischen Religion übernommenen Auserwähltheitsdenkens und religiösen Ausschließlichkeitswahns. Zur Überwindung der Taliban in Afghanistan, aller Attentatsfreunde im Nahen und Mittleren Ostens nötig ist ein Ruck in der Kirche. Ihre" treuesten" Gefolgsleute sind die christlichen Fundamentalisten, die im Johannesevangelium lesen: Euer Vater ist der Teufel! Gemeint waren die, die Jesus versuchten unglaubwürdig zu machen. Die Amtskirche hat seit der Leuenberger Konkordie längst aufgegeben, ein ganzes Volk für verdammt oder verloren zu erklären. Sie muss sich eindeutig zur grundgesetzlichen Glaubensfreiheit bekennen und gegen alle pauschalen Ketzerurteile und Glaubensdiktate.

Verfasst von Gast am 27. Januar 2010 - 13:10.

RE: Käßmann: Dunkle Seiten von Kriegen nicht ausblenden

Möchte auf diese Weise endlich einmal meine Solidarität mit Margot Käßmann...

Möchte auf diese Weise endlich einmal meine Solidarität mit Margot Käßmann aussprechen.Ich finde es empörend,wie Sie von allen Seiten ständig angegriffen wird.Sei es der Afghanistan-Einsatz,seien es Ihre Aussagen zur Familienpolitik,obwohl ich diese auch nicht in allen Punkten teile.Ich bin auch der Meinung,das der Hauptgrund für die ständigen Angriffe,die Tatsache ist,das Margot Käßmann eine Frau ist.Einige ewig gestrige Kreise können sich damit einfach nicht abfinden.Ein gutes Beispiel dafür ist auch die Internetseite "www.familyfair.de",die von Eva Herman mitbetrieben wird.Eva Herman hat dort schon vor Wochen einen Brief an Margot Käßmann veröffentlicht unter dem Titel "Ist Gott altmodisch,Frau Käßmann?",indem Sie Margot Käßmann von forn bis hinten angreift.Auch in massenhaft Leserkommentaren darauf wird Margot Käßmann übelst angegriffen.Leser die sich hinter Margot Käßmann stellen und Eva Heman kritisieren,werden beschimpft,beleidigt oder lächerlichgemacht.Dieses Forum artet langsam zu einer Hetzjagd gegen Margot Käßmann aus.Frau Herman scheint vergessen zu haben,was ihr selbst vor über 2 Jahren geschehen ist.

Verfasst von Gast am 27. Januar 2010 - 0:25.

RE: Käßmann warnt vor Schattenseiten von Krieg und Gewalt

Ich bin im Landtag heute dabeigewesen. Frau Käßmann hat die 'positive Rolle...

Ich bin im Landtag heute dabeigewesen.
Frau Käßmann hat die 'positive Rolle militärischer Gewalt im Krieg gegen Nazideutschland' gleich wieder relativiert. Sie hätte sich "trotzdem gewünscht, daß 1938 hunderttausende Menschen mit den Worten 'wir sind das Volk' auf die Straße gegangen wären und damit den Krieg an sich verhindert hätten".
Wie naiv, wie geschichtsblind und letzlich wie unemphatisch muß man sein, um das ernsthaft für die Zeit vor dem Krieg zu 'wünschen'? Ich bin Jahrgang 1968, Frau Käßmann ist zehn Jahre älter. Wer sind wir, uns anzumaßen wir hätten unter Umständen anders gehandelt als unsere Väter und Großväter (und -mütter natürlich)? Mein Großvater, selbst evangelischer Pfarrer, ist freiwillig als Kombatant in den Krieg nach Rußland gezogen. Nicht einmal die evangelische Kirche selbst war im Kirchenkampf in der Lage, geschlossen Stellung gegen das Regime zu beziehen. Wir Nachgeborenen haben es leicht, einfach daherzureden.
Und: Wie naiv kann man sein, die gleiche Hoffnung in Bezug auf Afghanistan zu haben? Ein Land, daß maximal mit dem unseren im frühen Mittelalter zu vergleichen ist, wenn man die Maßstäbe der Aufklärung anlegt.
Ich finde es dennoch anerkennenswert, daß Frau Käßmann endlich die überfällige gesellschaftliche Debatte zum Thema Auslandseinsätze der Bundeswehr befeuert. Ich wünsche mir, daß die zugesagte Afghanistan-Reise bald zustande kommt und bin gespannt, welche neuen Einsichten sie von dort mitbringt.
Und wenn es nur die ist, daß die so oft geforderte zivile Aufbauhilfe dort bis jetzt jedenfalls nicht von der evangelischen Kirche kommt. Und daß das seinen guten Grund hat. Selbst die UNO hat ihre zivilen Helfer - aus Sicherheitsgründen - weitgehend zurückgezogen. Und ein Caritas-Mitarbeiter, der sich mit einer P8 selbst verteidigt, ist mir schwer vorstellbar.

Verfasst von Gast am 27. Januar 2010 - 9:30.

RE: RE: Käßmann warnt vor Schattenseiten von Krieg und Gewalt

Wieso ist man naiv, wenn man sich wünscht, daß die Nazis entweder nicht an die...

Wieso ist man naiv, wenn man sich wünscht, daß die Nazis entweder nicht an die Macht gekommen wären oder von den Deutschen selbst wieder gestürzt worden wären? Das WÜNSCHEN Sie sich mit Sicherheit auch, auch wenn Sie - wie ganz gewiß auch Frau Käßmann - der Meinung sind, daß die Chancen sehr schlecht standen. Außerdem unterstellen Sie damit allen Deutschen, die schon vor dem Krieg versucht haben, die Naziherrschaft zu beseitigen, also dem gesamten Widerstand, Naivität. Richtig wäre es nach Ihrer Logik gewesen, Hitler machen zu lassen was er will und auf das Ausland zu warten. Die Frage, ob wir selbst Widerstand geleistet hätten ("Wir Nachgeborenen haben es leicht, einfach daherzureden"), steht auf einem ganz anderen Blatt als die Frage, ob der Widerstand wünschenswert gewesen wäre.

Und dann sagen Sie, daß Afghanistan ein Land ist, das "maximal mit dem unseren im frühen Mittelalter zu vergleichen ist", und meinen, daraus sei zu folgern, daß man nicht "die gleiche Hoffnung" für dieses Land haben dürfe, die schon für das damalige Deutschland verfehlt gewesen sei. Also vielleicht die Hoffnung, daß die Leute dort selbst die Taliban-Herrschaft verhindern? Es mag ja sein, daß diese Hoffnung illusorisch ist. Aber was hat das mit frühmittelalterlichen Zuständen zu tun? Meinen Sie etwa, daß es im frühen Mittelalter üblich war, daß Bewegungen wie die Taliban herrschten? Da hätten Sie nicht recht, denn der Fundamentalismus, der islamische ebenso wie der christliche, ist eine ausgesprochen moderne Erscheinung.

Den allermeisten, die jetzt Frau Käßmann kritisieren, geht es nicht darum, ob der Krieg der Alliierten gerechtfertigt war oder wie es in Afghanistan weitergeht, sondern einzig und allein darum, diese Vorsitzende loszuwerden. Sie hätten gerne, daß Frau Käßmann illusorische Hoffnungen hegt, es geht ihnen darum, ihr um alles in der Welt Naivität nachzuweisen. Dazu suchen sie krampfhaft die aberwitzigsten Argumente zusammen. In keinem einzigen Fall konnte ich bisher feststellen, daß Frau Käßmann das, was ihr unterstellt wird, tatsächlich gesagt hat.

Verfasst von Gast am 27. Januar 2010 - 10:32.

RE: Käßmann warnt vor Schattenseiten von Krieg und Gewalt

Ich habe mich etwas mißverständlich ausgedrückt: Man ist natürlich nicht naiv...

Ich habe mich etwas mißverständlich ausgedrückt: Man ist natürlich nicht naiv mit diesem Wunsch. Dieser Wunsch - auch für Afghanistan - eint uns natürlich alle.
Aber Frau Käßmann aber stellt rhetorisch diesen Wunsch so weit in den Vordergrund, daß der (zunächst) der Eindruck entsteht, es hätte eine hohe Wahrscheinlichkeit bestanden, den Wunsch umzusetzen. Das ist aber - weder in Afghanistan noch seinerzeit in Nazideutschland der Fall gewesen. Wir selbst - ich 'oute' mich jetzt hier mal als Reservist der Bundeswehr - sind ja letztlich mit dieser aufrichtigen Hoffnung an den Hindukusch gegangen!
Am Anfang hat die Bundeswehr nicht einmal gepanzerte Fahrzeuge geschweige denn schwere Waffen mitgeführt. Es waren fast ausschließlich Pioniere (das sind die mit den Baumaschinen) im Einsatz. Erst im Laufe der letzten beiden Jahre haben wir als Soldaten gelernt, daß dieser Wunsch eben nur ein frommer Wunsch war.
Hier liegt das Problem: Die Bundeswehr hat Erfahrungen gemacht, die Frau Käßmanns Rhetorik negiert. Deshalb fühlen sich speziell die Soldaten, aber auch diejenigen, die den Einsatz aufmerksam begleiten, jetzt so düpiert.
Noch eins zum Mittelalter: Als Mediaevist muß ich Ihnen leider widersprechen, was Ihre Bewertung des europäischen Mittelalters angeht. Religiöser Fundamentalismus (Vorsicht! Definitionssache!) ist - so wie er bei den Taliban herrscht - mitnichten eine moderne Erscheinung. Ich muß glaube ich die Kreuzzüge nicht erwähnen. Es ging mir bei diesem Vergleich aber gar nicht um die Religion bzw. deren Ausformung. Es ging mir um die Struktur der afghanischen Gesellschaft, die ähnlich der unseren im Frühmittelalter vor allem aus einzelnen Stämmen besteht. Untereinander verfeindet und ohne unser modernes Zusammengehörigkeitsgefühl als Zivilgesellschaft. Das Wort 'Nation' spare ich mir jetzt, obwohl es mir eigentlich auf der Zunge liegt. Es wird nur falsch verstanden und das wäre die falsche Debatte. Wie soll eine solche Gesellschaft gemeinsam gegen eine Herrschaft Widerstand leisten (Frau Käßmann wünschte sich gestern abend 'wir sind ein Volk')?
Zwei Gedankensplitter noch: Glaubt Frau Käßmann im Ernst, daß die Nazis 1938 200.000 friedliche Demonstranten hätte gewähren lassen, die durch Leipzig gezogen wären und 'Keine Gewalt' und 'Wir sind ein Volk' skandiert hätten?
Und: Ich will Frau Käßmann nicht loswerden. Die Amtskirche ist nicht meine Sache und ich mische mich ganz sicher nicht in deren innere Angelegenheiten ein. Das muß die EKD mit sich selbst ausmachen.

Verfasst von Gast am 26. Januar 2010 - 20:42.

RE: Käßmann warnt vor Schattenseiten von Krieg und Gewalt

Sie hat ja völlig recht: "Jeder Krieg, auch der mit den besten Motiven, setzt...

Sie hat ja völlig recht: "Jeder Krieg, auch der mit den besten Motiven, setzt ein furchtbares Gewaltpotenzial frei", und daß jeder Krieg immer Unrecht, Not und entsetzliches Leid mit sich bringt. Und auch darin hat sie recht, daß der Krieg gegen Nazi-Deutschland eines der wenigen Beispiele für die positive Rolle militärischer Gewalt zur Erhaltung von Recht und Frieden ist. Und trotzdem, die Sprache ist verräterisch: Krieg hat "dunkle Seiten", d. h. normalerweise ist er etwas Helles, Lichtes. So wie z. B. die Hilfe für Bedürftige halt leider auch ein paar dunkle Seiten hat: sie macht die Empfänger abhängig, gewöhnt sie daran, unterstützt zu werden usw. Oder wie die Ehe, das Aufziehen von Kindern, überhaupt das Leben nicht nur Freude macht, sondern leider auch Schattenseiten hat. Von gleicher Art ist der Krieg. Das wollte sie sicher nicht sagen, aber sie sagte es. Wir solten da alle ein bißchen vorsichtiger sein.

Verfasst von Gast am 27. Januar 2010 - 11:42.

RE: RE: Käßmann warnt vor Schattenseiten von Krieg und Gewalt

Zunächst gilt es festzuhalten, dass die EKD-Ratsvorsitzende Bischöfin Käßmann...

Zunächst gilt es festzuhalten, dass die EKD-Ratsvorsitzende Bischöfin Käßmann es mit ihren Äußerungen zu Afghanistan geschafft hat, große Teile der Bevölkerung wieder an der Diskussion über Krieg und Frieden zu beteiligen. Das ist gut so, da in Bezug auf Hitlers Terrorkrieg und den Holocaust an jüdischen und anderen Mitbürgern die letzten Zeitzeugen langsam aussterben. Hierbei wird eine Nachfolgegeneration in die nachsorgende Verantwortung für unsere Geschichte eingebunden.
Zum anderen gibt es nicht wenige Denk- und Kritikansätze, weshalb Menschen meinen Fr. Käßmann kritisieren oder angreifen zu müssen. Ein paar Stichworte: Weil sie eine Frau ist, weil sie (vielleicht deshalb) naiv ist;
weil mit Fr. Käßmann zuviel Frauenpower (Merkel/Käßmann)in den öffentlichen Raum vordringt; weil Kirche sich nicht in Politik einmischen soll usw. usw.

Zum Schluss einen Gedanken zu Käßmanns pazifistische Grundhaltung: Ich denke auch hier rütteln ihre Worte an ein tiefsitzendes deutsches Tabu, deren vielschichtige Auswirkungen wir auch heute noch spüren. Warum z.B. gibt es bei uns so wenig Zivilcourage ??? Warum gab es sie nicht in der Hitler-Diktatur (relativ leicht zu beantworten, hätte man sich aber auch damals mehr gewünscht, oder ?)? Warum aber gibt es diese zivile Stärke nicht im gewünschten Maße in unserer heutigen freien Demokratie? Ich verstehe deshalb Fr. Käßmanns Argumentationslinie auch gegen Hr. Fürst Landesverband der jüdischen Gemeinden, so: Der Holocaust war und bleibt ein Kulturbruch und da hat sie Recht, es bedarf Generationen die in Frieden und gegenseitig gewährter Menschenwürde leben und immer wieder an diese Katastrophe erinnern. Und vielleicht wünscht sie sich bei uns zur pazifistischen Grundhaltung mehr Zivilcourage? Auch das kann man in unserer freien Gesellschaft lernen, es gehört einfach dazu. An dieses Defizit erinnert zu haben ist nicht naiv und schon gar nicht verboten.
Genau so wenig naiv oder moralisch unangebracht ist die Frage: Warum die Allierten wärend des Holocaust nicht das Schienennetz zu den Konzentationslagern bombardiert haben. Es gibt eben keine "sauberen" Kriege, sagt die Bischöfin, nicht mehr und nicht weniger.

Verfasst von Gast am 27. Januar 2010 - 10:06.

RE: RE: Käßmann warnt vor Schattenseiten von Krieg und Gewalt

Es ist absurd, wie Bischöfin Käßmann in den vergangenen Tagen mit Vorwürfen...

Es ist absurd, wie Bischöfin Käßmann in den vergangenen Tagen mit Vorwürfen überzogen wird, dabei gebührt ihr Dank. Sie hat die Debatte mit "Nichts ist gut in Afghanisatn" angestoßen, sie hat woichenland Schmähungen ausgehalten und ist standhaft geblieben. Das EKD-Papier, dass sie mit einigen Kollegen vorgestern rausbrachte ist eine nötige nüchterne Präzisierung, aber stell keinesfalls infrage, dass sie das große gesellschaftliche Unebhagen über Afghanistan gebündelt udn grandios vorgebracht hat. Dass ein Typ wie Wolfssohn ihr eine Debatte über den Zweiten Weltkrieg anhängen wollte, spricht eher gegen ihn als gegen die Bischöfin Käßmann. Da hat sie aber wohl gestern im landtag die nötigen Präzisierungen gebracht. Es ist doch eine Binsenweisheit, dass man, um gehört zu werden zumindest ein wenig überzeichnen, "über dne Rand malen" muss, sonst interessiert es doch niemanden. Ich finde, diese Frau ist ein absoluter Glücksfall für die evangelische Kirche. Hoffentlich lässt sie sich nicht kleinkriegen, aber bisher scheinen sie die Kollegen ja auch zu stützen!

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