Rüstungsexporte gefährden den Frieden!

Waffenexporte

Panzer, leichte Waffen, Kriegsschiffe: Deutschland exportiert immer mehr Waffen ins Ausland. Foto: dpa / Can Merey

Gastkommentar - Deutschland exportiert immer mehr Waffen und nimmt weltweit den dritten Rang ein. Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, übt in einem Beitrag für evangelisch.de scharfe Kritik an dem florierenden Handel mit Kriegsgerät und verlangt eine Verschärfung der Kontrollmechanismen.

Von Renke Brahms

Das sind zwei erschreckende Nachrichten: Nach dem neuesten Bericht des Friedensforschungsinstitutes Sipri sind die weltweiten Rüstungsexporte zwischen 2005 und 2009 um 22 Prozent gegenüber dem Zeitraum 2000 bis 2004 gestiegen. Deutschland hat in den Jahren 2005 bis 2009 mit fast elf Prozent am Welthandel mit konventionellen Rüstungsgütern seinen Anteil fast verdoppelt und nimmt damit Platz drei der Exporteure hinter den USA und Russland ein.

Das weltweite Geschäft mit Waffen hat inzwischen die fast unvorstellbare Eine-Billion-Dollar-Grenze pro Jahr deutlich überschritten. Als Zeichen menschenfreundlicher Wirtschaftsentwicklung kann das nun nicht gedeutet werden. Fehlt doch den Staaten der Welt die - im Vergleich dazu - bescheidene Summe von einmalig rund 150 Milliarden Dollar. Dieser Betrag würde nach Auskunft der Welternährungsorganisation genügen, um den Hunger einer nach wie vor wachsenden Zahl von Menschen zu beseitigen und die mit Unterernährung verbundenen Krankheiten zu minimieren. Insoweit ist die Beobachtung, dass es einen Zusammenhang von Rüstung und dem Tod verhungernder Kinder gibt, leider ebenso richtig wie die Tatsache, dass Waffenlieferungen den Frieden gefährden.

Kriegsschiffe an erster Stelle

Die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) hat in ihrem jüngsten Bericht über deutsche Rüstungsausfuhren im Jahr 2008 einen Anstieg von 36,5 Prozent auf 5,78 Milliarden Euro festgestellt. An erster Stelle stehen dabei Kriegsschiffe, gefolgt von Panzern; auch der Export von kleinen und leichten Waffen macht noch ein Volumen von 176,6 Millionen Euro aus. Sie gehen in großem Umfang auch an sogenannte Drittstaaten, die nicht in der NATO oder der EU sind, wie Singapur, Saudi Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate oder Pakistan. Hinzu kommen Zulieferungen an Rüstungshersteller in anderen europäischen Staaten.

Rüstungsexporte sind also ein beachtlicher Wirtschaftsfaktor. Ich wundere mich, dass er von der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise offensichtlich bemerkenswert wenig betroffen ist. Dass arme Länder meist zuletzt an den Etats für Rüstung und Militär sparen, hat eine eigene Logik. Die deutsche Rüstungsindustrie profitiert auch von militärischen Auseinandersetzungen, die einst unter dem Vorzeichen des "Krieges gegen den Terror" begannen. Dies dokumentieren Lieferungen nach Afghanistan, Pakistan, an den Irak, Sudan oder Libanon. Selbst wenn mit den Waffen staatliche Sicherheitskräfte oder UN-Missionen ausgestattet werden sollen, kann nicht sichergestellt werden, dass sie immer auch ihr Ziel erreichen und nicht auf den Schwarzmärkten landen.

"Für die GKKE ist die Rüstungsexportpolitik ein Prüfstein für die Glaubwürdigkeit der deutschen Außenpolitik als Friedenspolitik." Erstes Kriterium ist dabei, ob die eigenen Maßstäbe eingehalten werden. Die GKKE stellte fest, dass auch im Jahr 2008 deutsche Rüstungsausgaben an Staaten genehmigt wurden, die den Kriterien EU-Verhaltenskodexes für Rüstungsexporte von 2008 nicht genügen. Nach Erhebungen des Internationalen Konversionszentrums Bonn (BICC) trifft dies auf 51 Staaten zu, die 2.554 Lizenzen im Wert von 1,16 Milliarden Euro erhalten haben.

Lieferungen verschärfen Konflikte

Bereits 2007 resümierte die EKD-Friedensdenkschrift "Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen": "Rüstungsexporte tragen zur Friedensgefährdung bei. In exportierenden Ländern stärken sie eigenständige wirtschaftliche Interessenlagen an Rüstungsproduktion. In den importierenden Ländern können Waffeneinfuhren Konflikte verschärfen. (...) Die große Gefahr, die mit Rüstungsexporten einhergeht, hat seit je Kirchen und christliche Gruppen dazu bewogen, sich für ihre Beendigung einzusetzen. Konzepte für Rüstungskonversion waren dabei hilfreich. Ohne verbindliche internationale Abkommen lässt sich allerdings die neue Dynamik von Rüstungsproduktion und Rüstungsexport nicht aufhalten. (…) Mit der GKKE ist eindringlich davor zu warnen, sich bei rüstungsexportpolitischen Entscheidungen von wirtschaftlichen Interessen an der Auslastung von Kapazitäten leiten zu lassen."

Alle Zahlen belegen, dass es leider nicht gelungen ist, durch die Kontrollinstrumente auf deutscher, europäischer oder weltweiter Ebene die Rüstungsspirale aufzuhalten. Deshalb müssen diese Instrumente deutlich verstärkt werden. Es bleibt also viel zu tun, der Friedensgefährdung durch Rüstungsexport entgegenzuwirken.


Renke Brahms ist Schriftführer und damit geistliches Oberhaupt der Bremischen Evangelischen Kirche. Der 53-jährige Theologe bekleidet seit Oktober 2008 zudem das Amt des EKD-Friedensbeauftragten.

Kommentare

Verfasst von Gast am 23. März 2010 - 13:00.

Es sind nicht die Waffen, welche töten !

Allein die Wortwahl "florierender Handel mit Kriegsgerät" offenbart einmal...

Allein die Wortwahl "florierender Handel mit Kriegsgerät" offenbart einmal wieder das Unvermögen der protestantischen Amtskirche,verantwortungsbewußt und sachlich mit Fragen der Sicherheitspolitik umzugehen.
Die Masse der deutschen Rüstungsexporte geht - wie Sie richtig feststellen -in NATO/EU- Länder bzw. an hierzu qualifizierte Drittstaaten. In ersteren trägt er entscheidend dazu bei, die Streitkräfte der NATO auf das gewandelte Einsatzspektrum umzurüsten. Ein Großteil der neuen und extrem teuren Technologien dient dabei direkt oder indirekt dem Überlebensschutz der Soldaten. Bei den letzteren Staaten ist die Ausstattung mit modernen Waffensystemen unverzichtbar zur Erhaltung des jeweiligen regionalen Gleichgewichtes. Alle diese Länder erbringen die Mittel hierzu aus ihren Volkswirtschaften. Solange die Gründe für die Anschaffung neuer Waffen, wie eine asymmetrische Bedrohung oder regionale Ungleichgewichte, fortbestehen, können diese Mittel auch nicht anderweitig verwendet werden.
Bevor also pauschal die Rüstungsexporte kritisiert werden, sollte man im Bewußtsein wirklicher politischer Verantwortung die Notwendigkeit dieser Exporte prüfen und dann erst urteilen.
Und vielleicht auch berücksichtigen, daß die deutsche Wehrtechnik eine technologisch führemnde Branche ist,in der unzählige , hochqualifizierte Menschen arbeiten, die sich auch als Christen bewußt sind, durch ihre Arbeit ein "deutliches Zeichen für den Frieden zu geben".
Es sind nun mal nicht die Waffen, welche töten, sondern manche Menschen. Und nur mit Waffen kann man sich gegen solche Menschen zur Wehr setzen.

Verfasst von Gast am 23. März 2010 - 19:41.

Es sind nicht die Waffen, welche töten?

Mit diesem Spruch, guter Mann, sollten Sie sich mal auf einen Elternabend der...

Mit diesem Spruch, guter Mann, sollten Sie sich mal auf einen Elternabend der Realschule Winnenden begeben, Auge in Auge... mal sehen, ob Ihnen auf der Rückreise immer noch nach solcher Sorte Wirtschaftsförderung der Sinn steht!

Verfasst von Gast am 24. März 2010 - 9:57.

Falsche Adresse !

Haben Sie sich hier nicht in den Kategorien geirrt, guter Mann ? Es geht dem...

Haben Sie sich hier nicht in den Kategorien geirrt, guter Mann ? Es geht dem Kommentator hier um wehrtechnische Waffensysteme .

Ich wußte nicht, daß in diesem Forum auch noch gegen verantwortungsbewußte Jäger und Sportschützen polemisiert wird.

Nennen Sie uns mal einen einzigen Fall, in dem eine, den gesetzlichen Vorschriften gemäß in einem Privathaushalt aufbewahrte Schußwaffe, von Dritten für ein Verbrechen benutzt wurde !Ich kenne keinen - und würde dies auch in Winnenden so zum Ausdruck bringen.

Verfasst von Gast am 23. März 2010 - 16:56.

Als die Friedensbomben fielen...

Vor allem anderen ist Sache der evangelischen Kirche DAS WORT. Damit hat sie...

Vor allem anderen ist Sache der evangelischen Kirche DAS WORT. Damit hat sie heute im Zeitalter der professionellen Begriffsbesetzung (PR) wahrlich zu tun. "Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit." "Alle Kriege beginnen mit Lügen." - Erfahrungssätze die besonders dann im Kopf zu behalten sind, wenn das Kriegen fernab und medial gefiltert passiert. Der Kommentar "Es sind nicht die Waffen, welche töten! zeigt schön, wie man die Deutungshoheit auf sprachlichem Gebiet zu erreichen sucht, um das Interesse der Rüstungslobby zu befördern. Der Autor beanstandet das Wort "Kriegsgerät". Er möchte uns beibringen "Überlebensschutz der Soldaten" zu sagen. Aufgabe der Kirche ist es allererst, begriffliche Verlogenheit aufzudecken, mit denen den Menschen ein X für ein U vorgemacht wird. Waffenschmieden sind kein "deutliches Zeichen für den Frieden", sondern Todesfabriken. Die Kirche ist nicht dazu da, das Gewissen der Menschen einzuschläfern, sondern es zu wecken.

Verfasst von Gast am 24. März 2010 - 12:44.

Es hat sich viel geändert ...

So so, "Verlogenheit","Todesfabriken" etc. Ich sehe schon, seit Luthers Traktat...

So so, "Verlogenheit","Todesfabriken" etc.

Ich sehe schon, seit Luthers Traktat "Ob Kriegsleute in seligem Stande sein können" hat sich viel in der protestantischen Kirche geändert. Immer schön an der Sache vorbei reden und stets die Moralkeule schwingen !
Was sind wir doch für bessere Menschen: "Wir haben die Moral, sollen die anderen die Probleme behalten"

Verfasst von Gast am 23. März 2010 - 14:48.

Rüstungsexporte gefährden den Frieden

Die von dem Verfasser der Zuschrift kritisierte Begrifflichkeit entstammt dem...

Die von dem Verfasser der Zuschrift kritisierte Begrifflichkeit entstammt dem redaktionellen Vorspann und nicht dem Text des Verfassers. Insoweit geht der pauschale Vorwurf an das vermeintliche Unvermögen der prostestantischen Amtskirche schlicht daneben. Dass die genannten Zahlen, um die es geht, ein >florierendes Geschäft< darstellen, das auch die ureigensten Medien der Wirtschaft so nennen und dabei auch Begrifflichkeiten wie "Kriegsgerät" oder deutlich weniger harmlose Bezeichnungen benutzen, dürfte ebenso unstrittig sein. Zuzustimmen ist der Leserzuschrift, dass nicht die Waffen, sondern manche Menschen töten oder morden. Aber das geschieht nun sehr oft mittels Waffen, weshalb diese mit Recht als >friedensgefährdend< bezeichnet werden. Die klare und deutliche Forderung des EKD-Beauftragten, die Friedensgefährdung durch Verringerung und Kontrolle der Waffenpotentiale zu reduzieren, gebieten nicht nur das fünfte Gebot, sondern auch das Gebot der Nächstenliebe. Jesu Weisungen zu persönlichem Gewaltverzicht und aktiver Gewaltfreiheit eröffnen noch weitere Möglichkeiten und wecken Phantasie zu ziviler Friedensgestaltung und zur Überwindung von (Waffen-)Gewalt. Produktion und Handel mit Waffen demgegenüber nicht.

Verfasst von Gast am 24. März 2010 - 8:47.

Du sollst nicht morden!

"Jesu Weisungen zu persönlichem Gewaltverzicht und aktiver Gewaltfreiheit...

"Jesu Weisungen zu persönlichem Gewaltverzicht und aktiver Gewaltfreiheit eröffnen noch weitere Möglichkeiten und wecken Phantasie zu ziviler Friedensgestaltung und zur Überwindung von (Waffen-)Gewalt. Produktion und Handel mit Waffen demgegenüber nicht."

Haben Sie ein - erfolgreiches - historisches Beispiel dafür ? Bitte nicht Gandhi - der hatte erst Erfolg, nachdem die Japaner mit wenigen Divisionen das britische Kolonialreich zerstört hatten (von dem von ihm verursachten anschließenden furchtbaren Bürgerkrieg reden wir gar nicht erst ...). Und bitte auch nicht die Leipziger Lichterketten aus der Käßmannschen Predigt. Die wären weggeknüppelt worden, wenn nicht die Sowjetunion den Wirtschafts- und Rüstungswettlauf mit dem Westen verloren hätte.
Übrigens, im fünften Gebot steht "Du sollst nicht morden!" Was hat dies mit Waffen zu tun, die demokratisch legitimiert, im Rahmen der internationalen Rechtsordnung eingesetzt werden ?

Verfasst von Gast am 24. März 2010 - 16:10.
Kommentar auf: Du sollst nicht morden!

Waffen töten doch, in gewisser Weise morden sie sogar!

Der Hinweis, dass es die Menschen sind, die mit Waffen töten oder morden,...

Der Hinweis, dass es die Menschen sind, die mit Waffen töten oder morden, greift zu kurz: Geht nicht aus der enormen Kluft zwischen jährlichen Ausgaben für Rüstungsgüter und den zur Bekämpfung von Hunger und Unterernährung benötigten, aber leider fehlenden Finanzmitteln deutlich hervor, dass offensichtlich allein schon die für Herstellung und Handel mit Waffen aufgewendeten Ressourcen eine Verschwendung darstellen, deren Reduzierung oder Beseitigung für über 1 Milliarde Menschen lebensdienlich wäre?! Insoweit ist die pauschale Fürsprache zugunsten vermeintlicher Harmlosigkeit von Waffen deutlich zu relativieren. Wenn dann noch die Motive so mancher Waffenhersteller und -händler mit in den Blick genommen werden, dann dürfte der Hinweis auf die fragwürdige Interpretation des Tötungsverbots des 5. Gebots ebenfalls entbehrlich sein: Da sind niedere Beweggründe nicht fern. Dass es diese gibt, wird ja auch von Pazifisten nicht bestritten; aber sich gegen Brutalität und Gewalt mit zivilen Methoden zu wehren und damit auseinanderzusetzen, das ist die Herausforderung, zu der uns Jesu Weisungen stets neu ermutigen. Der derzeitge Stand demokratischer und ziviler Entwicklung, der durch Rückgriffe auf Kriegs- und Waffengewalt mitunter arg gefährdet ist, verdankt sich wohl kaum dem Einsatz militärischer Waffen?! Insoweit ist die Frage, was Tolstoi, Gandhi, Martin Luther King und ganz viele namenlose Vorkämpfer der Gewaltfreiheit, z.B. auch in den "Wendejahren" 1988-1990 bewirkt haben, eigentlich müssig für jemand, der ohnehin nicht an die (Überzeugungs- und Veränderungs)Kraft der Gewaltlosigkeit glaubt... Und Antworten darauf, würden von ihm in die Schablone derjenigen Gewaltstrukturen eingeordnet, die der Kommentator sehr berechtigt kritisiert.

Verfasst von Gast am 30. März 2010 - 14:56.

Waffen und Politik sind keine Glaubenssache!

Natürlich ist der "derzeitige Stand demokratischer und ziviler Entwicklung"...

Natürlich ist der "derzeitige Stand demokratischer und ziviler Entwicklung" auch in entscheidendem Maße militärischen Waffen in den Händen verantwortungsbewußter Politik zu verdanken! Marathon, Tours und Poitiers, Lechfeld, Liegnitz, Lepanto, Wien, Midway, Normandie ... die Liste der Beispiele ist beliebig zu ergänzen.
Man kann das natürlich auch anders sehen, es ist jedoch m.E. unverantwortlich, daraus eine Glaubensfrage zu machen.
Der Glaube an Christus, den Erlöser, schließt nicht notwendigerweise den unbedingten Glauben an die "Überzeugungs- und Veränderungskraft der Gewaltlosigkeit" mit ein.

Verfasst von Gast am 31. März 2010 - 10:26.

Waffen und Politik - keine Glaubenssache?

"Der Glaube an Christus, den Erlöser, schließt nicht notwendigerweise den...

"Der Glaube an Christus, den Erlöser, schließt nicht notwendigerweise den unbedingten Glauben an die "Überzeugungs- und Veränderungskraft der Gewaltlosigkeit" mit ein." Diesem Zitat ist durchaus zuzustimmen - zumal diese von dem/der Leserbriefschreiber/in zugespitze Forderung oder Behauptung gar nicht in der vorigen Zuschrift enthalten ist.
Auch wird nicht bestritten, dass in bestimmten historischen Situationen Waffengewalt "in den Händen verantwortungsbewußter Politik" gewesen ist. Soweit aber dieses Votum - mit der selektiven Aufzählung - darauf zielt, auszublenden, dass militärische Waffen und deren Gebrauch seit alters her in der Regel zu Krieg, Tod, Not und Leid führen, dann ist dem deutlichst zu widersprechen. Eine Aufzählung erscheint mir verzichtbar. Und wenn bedacht wird, wozu Menschen die biblische Botschaft und das Evangelium von Jesus Christus in Vergangenheit und Gegenwart sowie im Blick auf die Frage von >Gewalt oder Gewaltverzicht?< motiviert hat, sollte die diesbezügliche "Verantwortlichkeit" auch nicht vorschnell in Abrede gestellt werden, daraus eine Sache des "Glaubens" zu machen. Das dürfte dem in dieser Sache so gebotenen wie nötigen Diskurs sehr viel förderlicher sein, als das Bestehen einer vermeintlichen Gewissheit. Diese im Glauben zu haben, ist wiederum eine andere und private Sache, was so unbestritten wie gut ist.

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