Kabinett will mehr Soldaten nach Afghanistan schicken

Aufstockung der Soldaten für Afghanistan

Soldaten stehen am Donnerstag (11.03.2010) in Bad Reichenhall (Oberbayern) bei der Verabschiedung von etwa 800 Bundeswehrsoldaten der 10. Panzerdivision zu verschiedenen Auslandseinsätzen in Formation. Die 10. Panzerdivision ist in 2010 Leitdivision für die deutschen Auslandseinsätze. 2010 werden nach Bundeswehrangaben über 7000 Heeressoldaten in den Einsatz geschickt. Foto: Andreas Gebert dpa/lby +++(c) dpa - Bildfunk+++

Bundeswehr - Das Bundeskabinett hat die Aufstockung des Bundeswehrkontingents für die internationale Schutztruppe in Afghanistan beschlossen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Regierungskreisen. Die Höchstgrenze von derzeit 4500 Soldaten soll auf 5350 angehoben werden.

Die Ausweitung des Mandats ist Teil der neuen Afghanistan- Strategie der Bundesregierung. Für die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte sollen künftig 1400 deutsche Soldaten dafür eingesetzt werden. Bisher waren es nur 280. Die Aufstockung gilt aber nur für einen begrenzten Zeitraum. Vom kommenden Jahr an will die Bundesregierung die Truppenstärke wieder reduzieren. Die Verantwortung für die Sicherheit im Land soll dann schrittweise dem afghanischen Militär und der Polizei übertragen werden.

Die Verabschiedung des Mandats mit der Koalitionsmehrheit gilt als sicher. Unklar ist aber noch, wie die SPD sich bei der Abstimmung verhalten wird. Die Sozialdemokraten sehen Klärungsbedarf in zentralen Fragen. Auch die Grünen stehen dem neuen Regierungskonzept skeptisch gegenüber. Die Linken sind für den sofortigen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan.

 

dpa

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