Der dumpf-diffusen Angst vor Islamisierung in den Weg stellen

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Gastkommentar - Eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung wünscht sich den Satz "Der Bau von Minaretten ist verboten" in der Verfassung des Landes. Was für ein verheerendes Signal.

Von Katrin Göring-Eckardt

Was für eine Angst schwingt in dem Ergebnis der Volksabstimmung mit, was für eine unterschwellige Feindseligkeit gegen die muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Es gehe ja nicht um die Religionsfreiheit, beschwichtigen manche: Die solle ja nicht beschnitten werden. Muslime sollten ihre Religion ja frei ausüben dürfen – nur eben ohne Minarett.

Menschenrechte verteidigen

Ich bin erschrocken über dieses Votum. Es ist ausgrenzend und es steht im Widerspruch zu den Werten, auf die die europäischen Gesellschaften zu Recht stolz sind. Die Menschenrechte, zu denen das Recht auf freie Ausübung der Religion gehört, sind Errungenschaften, um die uns viele Völker auf der Welt beneiden. Diese Menschenrechte müssen wir verteidigen – offensichtlich mehr denn je gegen fremdenfeindliche Haltungen in unserer eigenen Gesellschaft.

Der Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, Thomas Wipf, hat recht, wenn er sagt, dass ein Minarett-Verbot keine Probleme lösen, sondern neue schaffen wird. Religionsfreiheit und Minderheitenrechte dürfen nicht in einem Referendum zur Abstimmung gestellt werden – sie sind unantastbare Grundlage unserer freiheitlich-demokratischen Rechtsordnung in Europa.

Diese Menschenrechte eignen sich auch nicht für einen Kuhhandel nach dem Motto: Wie du mir, so ich dir. Die Tatsache, dass es in islamisch geprägten Ländern schwierig ist, Baugenehmigungen für Kirchen zu erlangen, darf doch gerade nicht als Argument dafür herhalten, nun den Muslimen das Recht, das wir uns in anderen Ländern wünschen, in Europa zu verweigern.

Kampagne hat irrationale Ängste geschürt

Befürworter des Minarett-Verbotes verweisen auf eine weit verbreitete "Angst vor Islamisierung", die man ernst nehmen müsse. Tatsächlich muss man diese Angst und die damit verbundenen Ressentiments ernst nehmen – aber nicht, indem man sie verteidigt oder Verständnis dafür zeigt, sondern indem man immer und immer wieder aufzeigt, wie irrational sie sind. Man mache sich doch einmal klar, dass es in der Schweiz zum heutigen Zeitpunkt genau vier – vier! – Moscheen mit Minaretten gibt. Das Plakat, mit dem für das Minarett-Verbot geworben wurde, bedient diese irrationalen Ängste auf unverantwortliche Weise. Die verschleierte Frau, die Minarette, die sich wie Mittelstreckenraketen auf der Schweizer Fahne erheben schüren die Ängste, die mit der Realität nichts zu tun haben.

Gerade Christinnen und Christen sollten sich einer solchen fremdenfeindlichen Haltung, einer solchen dumpf-diffusen Angst entschieden in den Weg stellen. Die Evangelische Kirche in Deutschland hat in den vergangenen Jahren immer wieder für einen offenen, kritisch-konstruktiven Dialog mit den Musliminnen und Muslimen geworben, hat ihn selbst geführt, ist dafür von verschiedenen Seiten gescholten worden. Aber nur ein solcher Dialog, in dem auch umstrittene Themen sachlich diskutiert werden, kann Verständnis entstehen lassen und schließlich auch Vertrauen. Eine Einschränkung der Religionsfreiheit durch den Staat wie durch ein Minarett-Verbot steht dem entgegen.


Katrin Göring-Eckardt

 

Katrin Göring-Eckardt ist Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland und Grünen-Politikerin.

Kommentare

Verfasst von Gast am 9. Dezember 2009 - 16:15.

R: Der dumpf-diffusen Angst vor Islamisierung in den Weg stellen

Europa und mitten drin die Schweiz werden sang und klaglos ihre eigene...

Europa und mitten drin die Schweiz werden sang und klaglos ihre eigene Identität und Kultur verlieren. Die Demograhpie spricht da eine klare und deutliche Sprache. Vermutlich ist es für eine Umkehr heute schon zu spät. Liebe Frau Katrin Göring-Eckardt Ihre (Christlichen)Nachfahren werden es schwer haben wenn bei uns keine (!) neuen Kirchen mehr gebaut werden... aber nicht weil es verboten wäre, sondern weil es praktische keine Christen mehr gibt.

Die Schuldigen des kommenden Untergangs der weslichen/christlichen Kultur heissen: Dekadenz, Naivität und Gutmenschentum.

Ist es das was Sie wollen, um Gottes Willen..!

Verfasst von Gast am 5. Dezember 2009 - 17:43.

RE: Der Angst vor Islamisierung in den Weg stellen

Ich vermisse die Argumente, die sich auf die christliche Basis gründen....

Ich vermisse die Argumente, die sich auf die christliche Basis gründen. Christen sollen andere Menschen zum Glauben an Christus rufen, und zwar mit Liebe. Das ist das Entscheidende. So lange andere diesen Glauben noch nicht teilen, muß Toleranz geübt werden. Ein Minarett mehr oder weniger (wenn es sowieso erst vier sind) ist hinnehmbar.

Natürlich darf man nicht naiv gegenüber radikalen Varianten dess Ismlam sein.Und die Missachtung der Rechte der christlichen Kirchen in der Türkei und den islamischen Ländern (z. B. der Kampf um Tud Abdin) darf uns nicht in Ruhe lassen. Aber ist das nicht das Thema der Schweizer Abstimmung gewesen. Insofern fühle ich mich von Frau Göring-Eckardt richtig vertreten.

Verfasst von Gast am 6. Dezember 2009 - 12:20.

An "Gast" 5.12.09 - 17.43 h

"Ich vermisse die Argumente, die sich auf die christliche Basis gründen." Das...

"Ich vermisse die Argumente, die sich auf die christliche Basis gründen."

Das ist richtig.

Vielen Dank für diese Antwort, die wieder auf die Kernfrage hinweist!

Christliche Liebe sollte die Basis jedes menschlichen Zusammenlebens sein, umsomehr Basis der Gemeinschaften, die sich auf Wort und Leben des Gottessohnes Jesus Christus gründen.

Aber gerade diese Botschaft der Liebe vermisse ich in der Haltung von Frau Göring Eckhardt. Die Basis der Liebe ist Respekt und Achtung vor dem anderen, auch wenn er die eigene Meinung nicht teilt. Mit der in diesem Artikel aufscheinenenden Haltung grenzt sie gegenteilige Meinungen nicht nur aus, sondern sie beleidigt Andersdenkende.

Sie polarisiert, statt zusammenzuführen.

Beim Thema „Liebe“ ist aber für mich auch eins wichtig:

„Den Nächsten lieben, nicht aber seine Fehler.“

Und zur Liebe gehört Wachsamkeit, manchmal auch Konsequenz und Strenge.

Dezember, die schönste Zeit des Jahres, Advent!
Die Kirchenlieder dieser Wochen drücken die Sehnsucht nach Dem aus, der für Liebe, Brüderlichkeit, Versöhnung, Frieden und Glück steht:

„Tauet Himmel den Gerechten, Wolken regnet ihn herab..“

Und diese Botschaft der Liebe gilt für alle Menschen, unabhängig von der Form, in der sie ihre Sehnsucht nach Gott und Seinem Reich des Friedens ausdrücken oder von dem Namen, den sie dem Schöpfer aller Welten geben: Gott oder Allah…

Ich erinnere mich an die bewegende Szene als Papst Benedikt im Jahr 2006 in der Blauen Moschee in Istanbul gebetet hat. Vielleicht haben politische Kreise versucht, diesen historischen Moment in ihrem Sinne auszulegen, auch die Sprecher des Vatikans beeilten sich danach, das „Beten“ in „Meditieren“ umzuinterpretieren - aber kann man sich nicht jeder Mensch, jederzeit, und umsomehr in jedem Gotteshaus, an den Schöpfer der Welten wenden und um Seinen Segen bitten?

War das nicht ebenfalls einer der Momente, von denen man sagt, „da hat der Himmel die Erde berührt“?

http://www.youtube.com/watch?v=OZQu1t7RXUA

Wurde nicht auch hier eine „Schallmauer durchbrochen“? Die da heißt, „Allmächtiger Gott und Herr, unabhängig davon, in welcher Sprache, in welcher Form wir zu Dir beten, Du bist für ans alle da!!?“

Hier ein Ausschnitt aus dem Bericht des Spiegel:

„Der Auftritt in der Blauen Moschee hat Papst Benedikt viel Lob in der Türkei eingebracht. Er habe "wie ein Muslim" gebetet, schreibt die Zeitung "Milliyet". Im türkischen Fernsehen wurden die Bilder vom Papst in der Moschee mehrfach wiederholt.
Istanbul - Ein größeres Lob kann es kaum geben für einen geistlichen Besucher in der Türkei. "Wie ein Muslim" habe Papst Benedikt XVI. in der Blauen Moschee gebetet, berichtete die Zeitung "Milliyet" in ihrer Internetausgabe. Bilder des Papst, der sich zusammen mit dem Mufti von Istanbul, Mustafa Cagrisi, in der Moschee in Richtung Mekka wendet und die Augen schließt, wurden im türkischen Fernsehen immer wieder wiederholt. "Er hat Geschichte geschrieben", sagte ein TV-Moderator. Dass der Vatikan unmittelbar nach der Szene in der Moschee erklärte, der Papst habe lediglich meditiert, nicht aber gebetet, konnte die Freude der Gastgeber nicht schmälern. »
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,451716,00.html

Aber sogar Christus, Verkörperung der allumfassenden Liebe, hat die, die den Tempel, das Haus Seines Vaters zu ihren Zwecken missbraucht hatten, aus dem Tempel gejagt.

Dieses Beispiel richtet sich jetzt natürlich nicht gegen Andersgläubige oder Migranten. Es gibt auch in unserem eigenen Kulturkreis, auch unter den Christen selbst, solche, die die Botschaft der Wahrheit und der Liebe zu eigenen Zwecken missbrauchen.

Eigentlich muss sich jeder von uns jeden Tag die Frage stellen, wie er selbst dazu steht, ob alles, was er tut, wirklich nur zur größeren Ehre Gottes geschieht, ob die Reinheit im eigenen Denken und Handeln immer gewährleistet ist, oder ob auch bei uns egoistische Beweggründe eine Rolle spielen.

Wenn aber Martin Luther die Misstände seiner damaligen Kirche mit dem Mäntelchen der christlichen Nächstenliebe zugedeckt hätte, statt mit heißem Herzen, Mut und Entschlossenheit diese Missstände zu benennen, würde es die Evangelische Kirchen dann überhaupt geben?

Daher meine Bitte, auch an die Kirchen:

Bedenkt, dass es auch Wölfe im Schafspelz gibt, Vereinigungen, die sich religiös tarnen, aber deren Vorhaben das Gegenteil religiöser Bestrebungen sind. Ist es nicht besser, die einen abzulehnen, um die anderen besser unterstützen zu können?

Auch das schöne Wort „interreligiöser Dialog“ sollte kritisch hinterfragt werden.

Gab es nach diesen Dialogen eine tatsächliche Annäherung? Gab es Änderungen in dem Verhalten der Dialogpartner? Oder gab es nicht vor allem Konzessionen immer nur von der einen Seite und vermehrte Forderungen von der anderen?

Vielleicht auch: „Was haben wir, „der Westen, auch die Kirchen“, bisher falsch gemacht?

Denn offensichtlich ist ja:
Trotz vieler sehr erfreulicher Ausnahmen – die Integration von Muslimen in die Gesellschaft und den Wertekanon westlicher Länder ist gescheitert. Auch das zeigt für mich das Resultat des Schweizer Votums.

Die Grundfrage ist aber natürlich die: „Hat unsere Art, die Botschaft der Wahrheit und der Liebe zu leben und weiterzutragen eigentlich noch diese Strahlkraft, vermittelt sie diese Überzeugung, diese Begeisterung, dieses Feuer, andere mitzureißen?

Natürlich geht es nicht mehr nur darum, warum in muslimischen Ländern praktisch keine Kirchen mehr gebaut werden dürfen, sondern darum, warum hier in Deutschland die Kirchen so leer sind!

Müssen wir nicht eigentlich den Schweizer Wählern dankbar sein, weil sie die Schwäche des Westens, seiner so hochgelobten Errungenschaften aufgezeigt haben?
Wie schwach muss eine Gesellschaft, eine Weltanschauung, eine Ideologie, eine Religion, sein, wenn nur noch Verbote helfen?

Hier sollte der Ansatzpunkt der Verantwortlichen in Politik und Kirchenleitung sein, nicht in Polemik und Beleidigung derer, die das Unbehagen äußern.

Wie heißt noch mal die Weihnachtsbotschaft:

„Friede auf Erden, denen die guten Willens sind“!

In diesem Sinne:

Fröhliche Weihnachten an alle!

http://www.youtube.com/watch?v=MBNwmzQKuko&feature=related

Jauchzet, frohlocket.
J.S Bach
Weihnachtsoratorim

Schöne Grüße
Eine Christin

P.S. Mein Dank geht auch an die Verantwortlichen dieses Forums.

Verfasst von Lorenz am 5. Dezember 2009 - 11:38.

Dumpf-diffuse Angst vor Islamisierung oder Mut zur Toleranz?

Fast alle Kommentare zur Stellungnahme der neu gewählten Präses Karin...

Fast alle Kommentare zur Stellungnahme der neu gewählten Präses Karin Göring-Eckardt reagieren negativ und hoch emotional. Würde in Deutschland zur gleichen Frage eine Volksabstimmung erfolgen, wäre wahrscheinlich das Ergebnis ähnlich wie in der Schweiz. Die Integration kann nur gelingen, wenn sie nicht nur von politischer Klugheit , sondern von Mut geleitet ist. Das ist erst der Fall, wenn die innerkirchliche Toleranz dazu führt, dass Glaubensfragen ohne Furcht vor Ketzerurteilen ausgetragen werden können. Die Mehrheit der gutwilligen Kirchenmitglieder beteiligt sich nicht an Kirchenwahlen. Das kann nur durch Listenwahl anders werden. Gerade die konservativen Christen, würden sie direkt gefragt, neigen zu keiner Toleranz, weder nach innen noch nach außen. Sie tendieren eher zu Kampf, um einen vermeintlichen Feind zu vernichten. Ziel sollte es sein, den religiösen Ausschließlichkeitsanspruch zu ersetzen durch die Vorstellung, dass sich alle Religionen ergänzen und Gott alle Weltreligionen nutzt, um alle zum Heil zu führen.

Verfasst von Gast am 6. Dezember 2009 - 3:52.

Mut zur Toleranz?

Werter Lorenz, ich sehe mich als konservative protestantische Christin. Um Ihre...

Werter Lorenz,

ich sehe mich als konservative protestantische Christin. Um Ihre Frage zu beantworten: Der Mut fehlt Ihnen.

Ich schließe mich dem Statement von Gast am 5. Dezember 2009 - 17:43 an, den ich mal zitiere:
"Christen sollen andere Menschen zum Glauben an Christus rufen, und zwar mit Liebe. Das ist das Entscheidende. So lange andere diesen Glauben noch nicht teilen, muß Toleranz geübt werden." Und das ist ja auch nur logisch. Wenn wir nicht davon überzeugt wären, dass der christliche Weg der beste wäre, würden wir ihn ja nicht gehen, würden andere nicht dazu einladen diesen Weg mitzugehen, würden anderen nicht Vorbild sein wollen, damit sie mitkommen. Das hat erstmal gar nichts mit Zurücksetzung einer anderen Religion zu tun, das liest sich nur im ersten Moment so.

Ich weiß nicht woher Ihre Vorurteile kommen, aber es wäre schön, wenn Sie mich in Zukunft damit verschonen würden!

Ich habe nichts gegen Andersgläubige, Atheisten, Agnostiker, Andersdenkende, usw., Sie aber offenbar etwas gegen Menschen:
- die Ihren Glauben anders leben als Sie selbst,
- die politisch anders denken als Sie selbst.

Vielleicht beherzigen Sie in Zukunft mal besser selbst, was Sie schrieben:
"Ziel sollte es sein, den religiösen Ausschließlichkeitsanspruch zu ersetzen durch die Vorstellung, dass sich alle Religionen ergänzen und Gott alle Weltreligionen nutzt, um alle zum Heil zu führen." und was Jesus uns in Mt 7,1-5 mit auf den Weg gab.

Glaube, Liebe und Hoffnung-das reicht mir, das macht mich stark genug, um Muslime und andere Gläubige in unserem Land willkommen zu heißen und zu integrieren. Es wäre schön, wenn Sie diese Aussage in Ihren Überlegungen zu konservativen Christinnen und Christen mit übernehmen könnten.

Ich wurde als Christin verfolgt. Das dürfte Frau Präses Göring-Eckardt auch kennen. Ich weiß also wie sie, was das bedeutet. Ich verstehe deshalb die Reaktion von ihr, teile sie aber nicht. Und das muss ich auch nicht, trotz Belehrungen Ihrerseits.

Verfasst von Gast am 5. Dezember 2009 - 11:34.

Eroberermoscheen in Deutschland

Liebe EKD-Verantwortliche, nach Veröffentlichung dieses unsäglichen Artikels...

Liebe EKD-Verantwortliche,

nach Veröffentlichung dieses unsäglichen Artikels von Frau Präses Göring Eckhardt, kann ich nur sagen:

Schlafen Sie ruhig weiter.

Wenn ein evangelischer Pfarrer in Hessen, Stadtallendorf, den ersten Spatenstich zur Grundsteinlegung der "Eroberermoschee" (Fatih Camii) setzt, die nach Sultan Mehmed II, Beiname Fatih, der Eroberer, benannt wurde, dann erstaunt mich eigentlich gar nichts mehr.

Zur Erinnerung:
Sultan Mehmet II hat 1453 Byzanz erobert.
Die christliche Hagia Sophia wurde damals geplündert, entweiht und zur Moschee umgebaut.

Nach meinen Recherchen gibt es in Deutschland weitere 48 Moscheen dieses Namens (Fatih = Eroberung.)

Ist nicht auch der Verstand des Menschen ein Gottesgeschenk? In der Bibel steht nichts davon, dass man diesen nicht auch benutzen darf, um die Werte zu schützen, die für Christen heilig sind?

Quelle:
http://www.verfassungsschutz.thueringen.de/infomaterial/symposien/2002/S...,
Abhandlung von Fr. Prof. Dr. Spuler-Stegemann.

Mfg
Christin

Verfasst von Christian1980 am 4. Dezember 2009 - 21:57.

Der dumpf-diffusen Angst vor Islamisierung in den Weg stellen

Ich glaube kaum dass es Sinn macht, einen Großteil der Schweizer Bev...

Ich glaube kaum dass es Sinn macht, einen Großteil der Schweizer Bevölkerung nun "dumpfes" Denken zu unterstellen. Klar ist doch, dass offenbar viele Menschen Angst vor einer Islamisierung haben. Ich halte diese Angst zwar für weitgehend unbegründet, muss doch aber dennoch nach den Ursachen fragen. Es wäre eine Aufgabe der Kirchen, sich mit den diesbezüglichen Sorgen und Ängsten, die viele Menschen - auch in Deutschland - umtreiben, konstruktiv auseinanderzusetzen, anstatt ihnen pauschal fremdenfeindliche Motive zu unterstellen.

---
"Frischer Wind" auf ScienceBlogs.de
"ex libris" auf evangelisch.de

Verfasst von Gast am 3. Dezember 2009 - 16:20.

RDen Kontakt verloren

Sehr geehrte Frau Göring-Eckardt Tragisch aber glasklar ! Sie beweisen, dass...

Sehr geehrte Frau Göring-Eckardt

Tragisch aber glasklar ! Sie beweisen, dass Sie und ihre Organisation Galaxien weit entfernt sind von Ihren Schäflein. Sie haben sich irgendwann ins undifferenzierte Gutmenschenkämmerlein zurückgezogen und den Kontakt zur Basis verloren.

Es reicht mir. Ich werde aus dieser Kirche - die mich und meine christlichen Werte, mein Unbehagen und meine Hoffnungen in keiner Weise mehr versteht und vertritt, austreten.

Verfasst von Gast am 4. Dezember 2009 - 12:08.
Kommentar auf: RDen Kontakt verloren

RE: RDen Kontakt verloren

Bleiben Sie bitte, Frau Göring-Eckardt et. al. gehen auch irgendwann wieder....

Bleiben Sie bitte, Frau Göring-Eckardt et. al. gehen auch irgendwann wieder.

Sonst gebe ich Ihnen Recht, der Kontakt ging verloren. Aber deshalb gehe ich doch nicht. Das ist doch auch meine Kirche!

Verfasst von Gast am 3. Dezember 2009 - 0:06.

Eine Antwort auf den Kommentar

Sehr geehrte Frau Göring-Eckardt, "Der dumpf-diffusen Angst vor Islamisierung...

Sehr geehrte Frau Göring-Eckardt,

"Der dumpf-diffusen Angst vor Islamisierung in den Weg stellen", wer möchte sich da schon kritisch mit auseinandersetzen. Vielleicht haben viele den Artikel auch gar nicht erst gelesen deswegen. Ich habe ihn gelesen und ich möchte, wenn Sie gestatten, ihn sachlich, aber durchaus kritisch, diskutieren.

Schon die Überschrift beinhaltet eine Ausgrenzung. Die Menschen, die entsprechend in der Eidgenossenschaft abstimmten, sind also dumpf und hängen diffusen Ängsten nach.

Das beinhaltet doch zweierlei: Zum einen sei gefragt, seit wann wir Christen denn ausgrenzen, seit wann wir Menschen mit ihren Ängsten nicht mehr ernst nehmen und erscheinen diese uns noch so diffus, um in Ihrem Duktus zu bleiben-aus christlicher Sicht.

Zum anderen sei gefragt, seit wann wir Deutsche uns wieder als Maßgabe für die Welt aufspielen. Natürlich sind Sie einer extremen politischen Positionierung unverdächtig, aber trotzdem sind Ihre oberlehrerhaften Töne gegenüber den Eidgenossen unangemessen-aus politischer Sicht.

Ich schreibe es an dieser Stelle mal klar hier herein: Ich möchte keine Präses, die ausschließlich die politische (hier: grüne) Karte bedient. Wir sind eine bunte, christliche Synode! Es tut mir leid, das so schreiben zu müssen: aber so geht das einfach nicht.

Wir führen in unserer Gemeinde auch den Dialog mit jedem der kommt und die demokratischen Sitten und Gebräuche repektiert. Ihren Kommentar hier und auf Seiten der EKD werden wir aber definitiv nicht zur Gemeindearbeit verwenden. Darin waren wir uns schnell einig. Der Dialog mit Muslimen ist, wie der mit Juden, Orthodoxen und Katholiken, fest bei uns im Gemeindekalender verankert, da wird sich nichts ändern.

--Zitat: Die Tatsache, dass es in islamisch geprägten Ländern schwierig ist, Baugenehmigungen für Kirchen zu erlangen, darf doch gerade nicht als Argument dafür herhalten, nun den Muslimen das Recht, das wir uns in anderen Ländern wünschen, in Europa zu verweigern.-- Damit haben Sie Recht. Ich muss mir, bzw. müssen sich die Eidgenossen, von Außen nicht vorschreiben lassen, was sie zu tun, und was sie zu lassen haben, aber eben auch umgekehrt. Herr Erdogan wurde des öfteren genannt. Er ist MP eines Landes, in denen Andersgläubige unterdrückt werden-sei es durch religiöse, sei es durch staatliche Repressalien. Hier ist ein guter Anfang für Herrn Erdogan sich einzusetzen, etwas zu bewegen. Ich verspreche ihm, ich werde mit meinen Bemühungen um Integration, der von ihm vertriebenen Kurden, wie den, von uns hier her geholten, sogenannten Gastarbeitern und deren Nachfahren nicht nachlassen. Das gilt natürlich auch für die anderen Nationen.

Und da ist gleich die nächste Baustelle eröffnet. Diese Menschen kommen hier her, sei es aus politischen, religiösen oder wirtschaftlichen Gründen-ganz egal. Wir müssen diese Menschen abholen, der "Vertrag" von der Budesbeauftragten für Migration kann doch da ein guter Anfang sein. Wie geschrieben: Es gibt also einen Grund, warum u.a. Menschen mit muslimischen Glauben zu uns kommen. Es ist an uns zu erklären, dass diese Gründe nur deshalb überhaupt vorherrschen, weil es das Grundgesetz, weil es eine freie pluralistische Gesellschaft gibt und weil man sich mit fleißiger Arbeit etwas schaffen kann, was zum Glück eben nicht gleich wieder durch Krieg oder Bandenterror zerstört wird. Die Menschen aus all den ganzen Ländern können doch so ein großer Gewinn sein, wenn wir sie nicht alleine lassen, sondern in unsere Mitte holen; aber eben auch klar machen, was und wer wir sind und einen kleinsten gemeinsamen Wertekanon besitzen: Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Und wer das nicht verstehen will, der muss eben in ein Land weitermigrieren, wo man sie/ ihn verstehen wird. Das hat nichts damit zu tun, dass wir diesen Menschen feindlich gesinnt wären, das ist dann einfach so-man passt dann eben nicht zusammen.

--Zitat: Gerade Christinnen und Christen sollten sich einer solchen fremdenfeindlichen Haltung, einer solchen dumpf-diffusen Angst entschieden in den Weg stellen.--
Lag die denn so vor, wie von Ihnen den Schweizern indirekt vorgeworfen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ihnen die Grundregeln der Demokratie-das Abstimmen über Ideen, das Werben um Stimmen-unbekannt sind. Und da muss man sich nun einmal vor Augen halten, dass die Schweiz in der Kriminalstatistik von Straftaten gegenüber Ausländern/-innen sehr gut weg kommt, dennoch aber so abstimmte. Ich sehe dieses Problem auch bei uns in DEU. Wir als Christen müssen gemeinsam mit den Muslimen für Toleranz und Akzeptanz werben. Im Übrigen sehe ich das nicht allein so, wie folgendes Interview mit dem ägyptischen Schriftsteller Alaa Al-Aswani zeigt: http://www.zeit.de/politik/ausland/2009-11/minarette-debatte-muslime
Der Schlüssel liegt aber nun einmal im GEMEINSAM!

Ich schreibe es ganz offen: Ich bin es leid, mir jedesmal vorwerfen lassen zu müssen, wir wären nicht integrationsfähig oder -bereit. Das stimmt einfach nicht.

--Zitat: Aber nur ein solcher Dialog, in dem auch umstrittene Themen sachlich diskutiert werden, kann Verständnis entstehen lassen und schließlich auch Vertrauen.--
Da klopfen Sie sich mal ruhig auf die Schultern-sowohl als Präses, als auch als Grüne. Wer so geflissentlich Themenkomplexe wie Ehrenmorde, Verschleierung,Gleichstellung der muslimischen Frau vor dem GG nicht aber in der Realität, Zwangsverheiratungen ignoriert und diejenigen, die es aufgriffen mit dem Bannstrahl "Rechter!" belegte, hat sich das verdient.

Nun, bei der EKD http://www.ekd.de/aktuell_presse/news_2009_11_30_1_kge_referendum_minare... werden Sie ja dann auch passend zitiert: "Das Votum sei ausgrenzend, demokratiefeindlich und verstoße gegen die Europäische Menschenrechtskonvention, erklärte die Grünen-Politikerin und Bundestagsvizepräsidentin." Dazu gilt doch mal folgendes festzuhalten: Ja, das Votum grenzt aus (leider). Nein, das Votum war nicht demokratiefeindlich. Es war sogar sehr zuträglich-eben weil es auch politisch daran erinnerte, Menschen mit ihren Ängsten ernst zu nehmen, diskutieren, werben zu müssen und nicht zu diffamieren. Ich schreibe jetzt mal einfach, dass es nicht gegen die EPMRK verstösst-es sei daran erinnert, dass die Norweger bis vor kurzen keine Jesuiten in ihr Land ließen, und diverse Beispiele mehr fichten die Konvention nicht an. In Tadschikistan-einem Land mit überwiegend muslimischgläubigen Menschen-ist der Bau von Minaretten generell verboten: wo war und ist Ihr Protest? Gut, das war polemisch.

Ihre Aussage: "Religionsfreiheit und Minderheitenrechte dürften nicht in einem Referendum zur Abstimmung gestellt werden." ist natürlich richtig, steht aber in keinem Zusammenhang mit der Eidgenossenschaft und ist somit im Bezug nicht minder polemisch. Über die Religionsfreiheit wurde in keiner Sekunde abgestimmt -das wäre auch nicht gegangen, diesem Referendum hätten die schweizerischen Parlamentsdienste niemals ihre Zustimmung gegeben-, sehr wohl um eine Grenzziehung, eine symbolische zunächst. Und das Minderheiten nicht vollständig zu 100% ihre Positionen durchbekommen, somit die Mayorität dauerhaft dominieren können, ist hier auch nochmal erwähnt.

Dazu: ein Minarett gehört nicht zwingend zu einer Moschee, wenngleich die Muslime von mir aus überall eines hinbauen könnten. Aber auf diese Islam-Exegese lasse ich mich gerne ein-und da ist es wieder dieses beleidigte Aufstampfen, wenn man kein Recht bekommt, dieses Abschalten der Ratio zu Gunsten einer vollständigen Emotio. Und hier waren sie auch wieder die üblichen Fehlinformationen, die Polemik, die Uninformiertheit, die Menschen so schnell aufzuregen vermögen-wie geschrieben: die Religionsfreiheit stand niemals zur Debatte und kann auch gar nicht zur Debatte stehen in der Schweiz. Ich erwarte von unserer Präses, dass sie das weiß und in die Debatte trägt.

Die Menschen sind verunsichert. Sind Sie eigentlich schon einmal auch nur auf die Idee gekommen, warum das so ist oder mal nachzufragen, warum das so ist? Offensichtlich sind Sie das nicht. Und das ist schade, eigentlich viel schlimmer, als das Ergebnis in der Schweiz. Denn es eröffnet uns eine neue, breitere Debattenmöglichkeit. Doch Quantität ist bekanntlich nicht alles, es ist an uns sie mit Qualität -nicht alleinig (!) mit Grünen Parolen und sogenannten linken Ideen, da gibt es mehr- zu füllen.

Zu Recht hat man den Kirchen in DEU, z.B. der Verfassungsschutz in Thüringen: http://www.verfassungsschutz.thueringen.de/infomaterial/symposien/2002/S... , den ein oder anderen Dialog und die ein oder andere Toleranz vorgeworfen; mit Muslimbrüdern, Milli Görüs und wem wir nicht alles gesprochen haben. Ich meine, ich werde auch weiterhin gesprächsbereit sein, aber mit meiner Position, der Position einer evangelischen Lutheranerin gebürtig aus Thüringen. Und ich lasse mir dafür nicht den Vorwurf machen, ich hinge dumpf-diffusen Ängsten nach!

Jemand schrieb hier über den Holocaustüberlebenden Ralph Gioradano, dass er ein niveauloser Krawallmacher und Sozialrandalierer wäre. Welch niedriges Niveau doch in so einer immens wichtigen Debatte angeschlagen werden kann. War das nicht der gleiche, der sogenannten Rußlanddeutschen offen gegenüber steht? Nein, das tut er ja nicht, von einer Belehrung über Toleranz und dies und das hielt es ihn dennoch nicht ab. Wir haben mal wieder viel zu tun in unserer Kirche.

Tut mir leid, ist länger geworden, wäre aber schön, wenn der Kommentar dennoch erschiene! Danke!

Zum Schluss Frau Göring-Eckardt, alles Gute für Ihre Amtszeit als Präses,

Heike Stefanek

Verfasst von Gast am 4. Dezember 2009 - 13:02.

An Heike Stefanek

Ihr Beitrag spricht mir aus der Seele, aber ich weiß nicht, ob es mir gelungen...

Ihr Beitrag spricht mir aus der Seele, aber ich weiß nicht, ob es mir gelungen wäre, angesichts dieses unverschämten Artikels von Frau Göring-Eckardt so viel Gelassenheit zu bewahren.

Nur mit dem Schluss-Satz bin ich nicht ganz einverstanden, in dem Sie Frau G-E alles Gute für ihre Amtszeit als Präses wünschen. Ich fürchte, mit dieser Person als Präses ist dem Anliegen des Christentums und somit wohl auch dem Anliegen einer christlichen Kirche nicht gedient und kann gut verstehen wenn Mitglieder aufgrund dieser Haltung ihres Präses die Kirche verlassen.

Wie kann Frau Göring-Eckardt es wagen, Millionen von Bürgern eines fremden Landes so zu beleidigen und mit einem Vokabular zu bedenken, das bei uns in Deutschland mit ziemlicher Ausschließlichkeit den Anhängern einer bestimmten Ideologie vorbehalten ist!

„Dumpf-diffuse Angst vor Islamisierung!“

Kommt Ihnen hier etwas bekannt vor?

Dumpfe Parolen, dumpfe Neonazi-Schlägertruppe, das dumpfe ewig Gestrige…Dumpf, nicht weit von „brauner Sumpf!“

„Dumpf“, diese, natürlich nicht unbeabsichtigte Assoziation der Vertreterin der Grünen reicht aber noch nicht, lieber gleich noch das Wort „diffus“ hinterher, ähnlich der „diffusen Gemütslage von Neonazis“, doppelt genäht hält besser!

Jemand mit einer diffusen Gemütslage, wie z.B. die Angst vor Islamisierung ist also jemand, der so wirr im Kopf ist, dass er keinen klaren Gedanken mehr fassen kann, das wollte uns Frau Göring-Eckardt ja wohl damit sagen.

Vielleicht ist es in diesem Zusammenhang mal interessant, einen Blick auf einige Synonyme von „dumpf“ und sinnverwandter Worte zu werfen:

„Dunkel, betäubt, duselig, lethargisch, matt, schwummerig, schwindlig, umnebelt, instinktiv, muffig, beengend, beklemmend, drückend, dumpfig, feucht, moderig, niederdrückend, schimmlig, schwül, stickig, ungelüftet, bleiern, stumpfsinnig, abgestumpft, geistlos, stupide, teilnahmslos, tierisch, triebhaft, unempfindlich, gefühllos, untätig, apathisch, nichtig, abgeleiert, dumm, abgestanden, ausgeleiert, verlottert, einfallslos, gewöhnlich, abgewetzt, alt, banal, gehaltlos, abgetragen, abgeschabt, ausgedient, abgeschmackt, verbraucht, billig, geisttötend, abgedroschen, beduselt, schläfrig, benebelt, lethargisch, unbewusst, rammdösig, verwirrt, taumelig, durcheinander, matt, unterbewusst, schlaftrunken, getrübt, mehlig, stockig, dicklich, schwerflüssig, dick, breiartig, zähflüssig, teigig, etc.“

Quelle:
http://synonyme.woxikon.de/synonyme/dumpf.php

So sehen also die Grünen und damit auch die EKD die Millionen von Schweizer Wählern, die in Ausübung ihrer demokratischen Rechte für das Minarettverbot gestimmt haben! Und die, die in anderen Ländern Europas so stimmen würden, wenn man es ihnen gestatten würde.

Bei Durchsicht des verlinkten PDF von Frau Prof. Dr. Ursula Spuler-Stegemann

http://www.verfassungsschutz.thueringen.de/infomaterial/symposien/2002/S...

kann einem aber wirklich das Blut in den Adern gefrieren.

Ja, liebe Frau Göring-Eckhardt, da allerdings wird mein Blut ganz dickflüssig und zäh, wie Sie mit dem Wort „dumpf“ suggerieren.

Es ist ja alles noch viel schlimmer als ich dachte!

Mfg
Maria Stein

Verfasst von Gast am 2. Dezember 2009 - 13:52.

RE: Dumpf-diffuse Angst vor Islamisierung

Verheerend finde ich nicht das Votum der Schweizer, sondern die offiziellen...

Verheerend finde ich nicht das Votum der Schweizer, sondern die offiziellen Reaktionen darauf. Darf die einheimische Bevölkerung eines Landes sich nicht gegen aufgezwungenes Fremdes zur Wehr setzen? Ist das nicht auch ein Menschenrecht?
Hier immer wieder Intoleranz und "dumpf-diffuse" bzw. "irrationale" Ängste zu unterstellen ist eine Frechheit. Schließlich geht es um kulturelle Identität und auch darum, dass man sich in seinem Heimatland wirklich heimisch fühlen möchte.
Welches Interesse hat eigentlich ausgerechnet die Kirche an einer Ausbreitung des Islam in Europa? Diese Kirche, die schon kleinere Sekten und "östliche Kulte" als Bedrohung ansieht, macht sich nun zum Steigbügelhalter für ein mächtiges totalitäres System, dessen letztendliches Ziel die Weltherrschaft ist.
DAS ist wirklich irrational!!!

Verfasst von Julianebobo am 3. Dezember 2009 - 16:16.

RE: RE: Dumpf-diffuse Angst vor Islamisierung

" ich las in dieser Antwort diese Worte: aufgezwungenes Fremdes Sie haben...

" ich las in dieser Antwort diese Worte: aufgezwungenes Fremdes

Sie haben mich schockiert, um es einmal höflich zu formulieren. Was ist ein einer vernetzten Welt wir der unsrigen schon wirklich fremd, und was soll "aufgezwungen"? Ist es nicht vielmehr so, dass hier den Muslimen eine Lesart ihres Glaubens aufgezwungen werden soll, die nicht die ihrige ist? Sicher - selbst viele Muslime kennen ihren Glauben nicht genau, aber das kann man wohl auch von manchem Christen sagen, das ist nicht der Punkt.

Der Punkt ist siehe oben wortreiche Unwissenheit. Denn auch das Christentum ist uns ja eigentlich fremd, es ist jüdisch, es ist griechisch, sogar ein bisschen ägyptisch, es ist antik, eine alte Mysterienreligion, die einzige, die überlebte. Der Punkt ist basisdemokratisch legitimiertes Biertischgerede. Die Schweizer Pfarrer aller Konfessionen sollten Seminare über den Koran und die Hadithe abhalten, damit auch im letzten Dorf jeder Christ weiß, was er unter Islam zu verstehen hat und was nicht. Denn wir müssen lernen, mit einer auch geistig bunteren Welt zurecht zu kommen.  Nun, ich habe meine Lektion diesbezüglich gelernt und ich versichere, ich bin weit davon entfernt, Muslima zu werden *gg*. Der Punkt ist ein lädiertes kosmopolitisches Niveau. Auf immer lädiert? Ich hoffe, nicht. Immerhin: 43 % der Schweizer haben versucht, die Ehre ihres Vaterlandes zu retten. Wir sollten nicht vergessen, dass es auch sie gibt.

Aber die Araber.. ja, die Araber lassen in ihren Ländern.. ganz recht. Aber die Araber, die wenigstens, die so denken, würden ganz schnell ins Hintertreffen geraten, wenn ihr Hinterweltlertum vor aller Welt dahingehend diskreditiert würde, dass sich niemand als sie selbst darum bekümmert - statt dessen solch eine niveaulose Retourkutsche zu landen... auch der Islam wartet auf seine Reformation und wie könnte sie besser gelingen, als wenn er gleichberechtigt ins Ganze der Menschheit eingebunden wird? Dazu gehört, dass wir sagen können: in unserer Zivilisation kommen solche Dinge wie Überfremdungsangst oder religiöse Vorurteile gleich nach welcher Seite hin nur mehr ganz am Rande vor. Das wäre doch schön, nicht wahr? Das würde doch auch der Katze die Schelle umhängen, oder? Stellt euch vor, es ist Religions- oder Nationalitätengerangel und keiner geht hin.. das wär's doch.

Schreibt uns nichts vor, schreien manche Schweizer nun. Meine Antwort: schreibts euch hinter die Ohren, dass auch euer Zaun um euer Muschterländle inzwischen jede Menge Löcher bekommen hat. Und - die Schweizer sind doch bei weitem nicht die Einzigen auf der Welt, denen die zivilisierte Menschheit was ins Stammbuch zu schreiben hat. Nur dies ist erstaunlich: dass sie sich nunmehr bei diesen Staaten einfinden muss - ich hätt's nicht gedacht, aber vielleicht wird's wieder...

 

 

Verfasst von Gast am 1. Dezember 2009 - 23:21.

RE: Die dumpf-diffuse Angst vor Islamisierung

So sehr ich Frau Präses Göring-Eckardt sonst schätze, muss ihr doch teilweise...

So sehr ich Frau Präses Göring-Eckardt sonst schätze, muss ihr doch teilweise widersprechen. Selbstverständlich muss sich die Kirche "dumpf-diffusen" Ängsten in den Weg stellen, aber beim Thema Islamisierung wird, nach meiner Wahrnehmung die politische Komponente des Islam unterschätzt.

Der Islam ist nämlich nicht nur eine Religion, sondern auch eine politische Ideologie, die nach Weltherrschaft strebt. Das kommt im sog. christlich-islamischen Dialog in der Regel viel zu kurz. Das islamische Recht, die Scharia ist weder mit der europäischen Demokratie vereinbar, noch mit den Menschenrechten, und erst recht nicht mit dem Christentum.
Von daher verstehe ich die Naivität nicht mit der einige ihren Schmusekurs fahren. Wer den Koran (zumindest in Auszügen) gelesen hat, müsste eigentlich besser wissen, was es heißt, wenn ein Heiliges Buch von einem Feldherrn geschrieben wurde, mit einem Gesetz von dem man kein I-Tüpfelchen abweichen darf.
Ein fremdenfeindlicher Feldherr (Mohammed) kann keine Ähnlichkeit mit dem gekreuzigten Wanderprediger (Jesus Christus) haben, und das ist auch gut so.
Und der Hinweis, die Kirche hätte Kreuzzüge gemacht, erscheint mir mittlerweile derart abgegriffen, dass ich den Sinn nicht mehr verstehe. Was wollen die Leute eigentlich damit sagen? Die Kirche hat sich gottlos verhalten und gemordet, deshalb darf der Islam das jetzt auch?

Wie wäre es damit: Der Islam darf die Religionsfreiheit beanspruchen, wenn er sich in jeglicher Hinsicht verfassungskonform verhält. Verfassungskonform heißt z.B.: Mann und Frau sind vor dem Gesetz gleich! Alleine das ist schon eine mit dem gelebten Islam unvereinbare Forderung.
Und dann die Minarette: Sie sind für Moscheen nicht konstitutiv. Warum fordern die ach so integrierten Vertreter des Islams sie denn? Vielleicht sollten sie sich erstmal einige Jahrhunderte in Europa einleben, bevor sie solche Dinge fordern...!

Verfasst von Gast am 2. Dezember 2009 - 18:03.

RE: RE: Die dumpf-diffuse Angst vor Islamisierung

Der logische, nächste Schritt der Rechtsextremisten müsste dann dieser sein:...

Der logische, nächste Schritt der Rechtsextremisten müsste dann dieser sein:
http://www.politblogger.net/images/vi011209.png

Verfasst von systemix am 1. Dezember 2009 - 22:05.

RE: Die dumpf-diffuse Angst vor Islamisierung

Mich beunruhigt diese Kampagne unter der Flagge "schleichende...

Mich beunruhigt diese Kampagne unter der Flagge "schleichende Islamisierung" seit längerer Zeit. Dabei nehme ich die niveaulosen Krawallmacher und Sozialrandalierer vom Schlage Giordano, Broder und Sarrazin sowieso nicht ernst. Zusammen mit der Webseitensekte PI stellen sie eher eine Neuauflage des "Tannenbergbundes" von Mathilde und Erich Ludendorff dar.

Sehr viel schlimmer ist die Tatsache, dass solche Parolen Eingang in die evangelische Kirche gefunden haben. Das beginnt ganz harmlos auf dem Gemeindefest. Die Tochter eines bekannten Ehepaares hat ihr Staatsexamen absolviert. Stolz wird erzählt, an welcher Schule sie ihr Referendariat beginnt. Die nächste Frage der Umstehenden: "Wieviel Türken hat sie in der Klasse?" Befindet sich die Schule an einem Ort mit gemischter Bevölkerung zahlreicher Nationalitäten, wird Bedauern geäußert: "Ach die Arme. Sie hätte doch was besseres verdient." Dann werden Horrorgeschichten aus dem Grundschulalltag zum Besten gegeben, wo türkische Jungmachos die verdienten Kolleginnen in den psychischen Abgrund treiben. Aber glücklicherweise hat sie höheres Lehramt studiert und ist am Gymnasium. Allgemeines Aufatmen: "Da hat sie es gut getroffen. Da gibt es ja Gott sei Dank nur ganz wenig Türken." Das Gespräch endet meist mit: "Jaja, wenn das so weitergeht, dann haben wir bald keine Kirchenglocken mehr, sondern es ruft der Muezzin vom Minarett."

Solche Gespräche finden nicht in der so gern verunglimpften Unterschicht statt, sondern im bürgerlich-konservativen Milieu. Es sind Akademiker dabei, engagierte Chorleiterinnen, Kirchenvorsteher, höhere Beamte - Menschen, die ihre Meinung nicht aus der Blöd-Zeitung beziehen. Sie schwärmen von Taize, seinem ökumenischen Flair, kaufen im Eine-Welt-Laden und beklagen Krieg und Terror in der Welt. Sie halten viel von lebendiger Gemeinde und opfern dafür auch Zeit und Geld. Doch, wer ist würdig ihrer Gemeinde anzugehören?

Im Namen christlicher Glaubensüberzeugung wird munter ausgegrenzt. Man schafft sich eine schöne, gemütliche Käseglocke wo man durch das Glas nach "draußen" sieht - aber es auch vor der Berührung mit außen schützt. Ich erlebe es immer mehr, dass sich der Trend zur Abschottung fortsetzt, je enger die Welt zusammenrückt. Es geht die Wahnvorstellung um, dass die gebärfreudigen Ausländerinnen unsere "deutsche Rasse" eines Tages zur Minderheit werden lassen. Was für eine Ideologie steckt noch dahinter; man sollte meinen so etwas wäre ausgestorben. Aber es wird gern mit dem Bevölkerungswachstum argumentiert. Da sollten schon einmal die russischen Aussiedler mit ihren kinderreichen Familien die deutsche Rentenkasse auffüllen helfen. Die Kirchen freuten sich auf den Zuwachs noch eifriger Gottesdienstbesucher. Doch daraus wurde nichts. Die Russlanddeutschen bilden dagegen die stärkste einheitliche Gruppe der Sozialhilfeempfänger und die frommen Babuschkas wanderten mit ihren Familien zu den Pfingstkirchen. Auch ihr Deutschtum wird als suspekt angesehen, manchmal erinnert die Umgangsweise eher an das abwertende: "Beutedeutsche" aus Weltkriegszeiten.

Wenn Kirche, das heißt alle, die sich dort engagieren, glaubwürdig sein will - dann darf sie nicht ausgrenzen, sondern muss sehr deutlich gegen die Diffamierung der Muslime zu Felde ziehen. Manchmal habe ich den Eindruck, dass aus Angst davor israelfeindlich zu erscheinen, laut in das Horn der Islam-Gegner gestoßen wird. Das wäre aber fatal. Aus welchem Grunde denn? Man muss ja den Eindruck gewinnnen, dass da noch so Mancher ein schlechtes Gewissen hat, was die Nazivergangenheit betrifft. Als Christen sind wir aufgefordert, jegliches Unrecht zu bekämpfen und nicht nach politischem Kalkül zu urteilen. Wir begingen und begehen ja selbst trotz unseres Glaubensanspruches täglich Unrecht in der Welt. Gerechtigkeit muss für Alle gelten.

Gerecht ist es auch anderen Menschen ihren Glauben und ihre dazugehörigen Traditionen ausüben zu lassen. Wenn ich in unserem flachen Land, durchzogen von vielen Wäldchen, auf den Feldwegen unterwegs bin, dann orientiere ich mich an dem Kirchturm unserer katholischen Kirche - und einige Kilometer weiter weist mir ein Minarett die Richtung.
 

Verfasst von KMX am 1. Dezember 2009 - 22:23.

RE: RE: Die dumpf-diffuse Angst vor Islamisierung

Wer sich nur ein wenig mit der islamischen Politiideologie und deren Geschichte...

Wer sich nur ein wenig mit der islamischen Politiideologie und deren Geschichte befasst hat, weiß, worum es geht, wenn sich Widerstand gegen die schleichende Islamisierung formiert. Den Holocaustüberlebenden Ralph Gioradano als  niveaulosen Krawallmacher und Sozialrandalierer zu bezeichnen, zeigt, welches Niveau der Schreiber dieser Zeilen an den Tag legt: reine Linksideologie mit oberflächlicher christlicher Gutmenschenfärbung stimmt hier in eine Hetzjagd und totalitäre Linkspropaganda ein. Mir wird nur noch schlecht. Ich wäre für eine Volksabstimmung zum gleichen Thema bei uns. Das wäre endlich mal ein Schritt in Richtung DEmokratie. Die scheint in Deutschland immer mehr unter die Räder zu kommen. Wenn ein Land in Europa die Demokratie ernst nimmt und anders abstimmt, als die gescheiterten Multi-Kulti-TRäumer sich wünschen, dann beginnt nicht etwa ein Disput, sondern schmutzigste Propaganda im antidemokratischen Stil!

Verfasst von Gast am 1. Dezember 2009 - 19:37.

RE: Der dumpf-diffusen Angst vor Islamisierung in den Weg...

"Religionsfreiheit und Minderheitenrechte dürfen nicht in einem Referendum zur...

"Religionsfreiheit und Minderheitenrechte dürfen nicht in einem Referendum zur Abstimmung gestellt werden "

1. Beides stand nicht zur Abstimmung!
2. Müßten gerade Sie als ehemalige DDR-lerin wisen was es bedeutet, wenn man "von oben" vorgeschrieben bekommt was erlaubt und was nicht erlaubt ist!
3. Es darf also nicht von den gerade "Machthabenden" über was das Volk in einer Demokratie abstimmen darf, sonst ist es keine mehr!
4. "Ich bin erschrocken", daß es in Deutschland solche Voten offensichtlich nicht geben darf und wie naiv Sie dem Islam gegenüber stehen!
Erdoğan Zitat: Anlass war eine Rede bei einer Konferenz in der ostanatolischen Stadt Siirt, in der er aus einem religiösen Gedicht, das Ziya Gökalp zugeschrieben wurde, zitiert hatte: "Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unserer Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.

Verfasst von UliPontes am 2. Dezember 2009 - 8:43.

RE: RE: Der dumpf-diffusen Angst vor Islamisierung in den Weg...

Würden Christen etwa nicht (zurecht) mangelnde Religionsfreiheit und...

Würden Christen etwa nicht (zurecht) mangelnde Religionsfreiheit und Beschneidung von Minderheitenrechten beklagen, wenn in einem islamischen Land bei Kirchbauten die Glockentürme verboten würden - und zwar ganz grundsätzlich und per Landesverfassung? 

Im übrigen, da die Erwiderung auch hier angebracht ist, zitiere ich einfach mal den Kommentar eines anderen Gastes unter dem Artikel http://www.evangelisch.de/themen/religion/minarett... auf einen ähnlichen Post:

Aber mein lieber Gast,

schön, dass Sie Recep Tayyip Erdogan als offizielles Sprachrohr des Islams wahrnehmen. Da sind Sie allerdings auf der ganzen Welt, einschließlich der Türkei, der Einzige/die Einzige. Mit solch einer bescheuerten Aussage wie die Erdogans kann man nun wirklich nicht zum Schluss kommen, dass "Hier ... der Islam seine wahre Fratze [zeigt]". Außerdem heißt der Satz: "Die Minarette sind unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme, die Moscheen unsere Kasernen und die Gläubigen unsere Soldaten." Und für diesen Satz wurde er - damals, in den 90ern noch kein Ministerpräsident - wegen Volksverhetzung verurteilt. Soviel zur Demokratie!!!
Aber solange es Menschen gibt wie Sie, die gerne alles vereinfacht und verzerrt darstellen, ist "Amen" wohl das Beste, was wir noch sagen können.

Schönen Gruß!

Verfasst von Gast am 2. Dezember 2009 - 14:35.

RE: Der dumpf-diffusen Angst vor Islamisierung in den Weg...

Ist ja toll! Wegen Volksverhetzung verurteilt und danach Ministerpräsident. Was...

Ist ja toll! Wegen Volksverhetzung verurteilt und danach Ministerpräsident. Was soll daran glaubwürdig sein?

Das islamische Selbstverständnis
Quelle: http://www.http://http://www.no-go-area-europe.de leider offensichtlich “zwangsabgeschaltet“

Die Weisheiten des Propheten Mohammed wurden im Koran und in den Hadhiten zusammengefasst. Die islamische Gemeinschaft versteht sich in Anlehnung an den Koran als "die beste Gemeinschaft, die Gott auf Erden erschaffen hat".

Alle anderen Religionen oder Religionslose werden als Ungläubige bezeichnet und entsprechend abgelehnt und/oder bekämpft.

Einem Muslim ist es verboten, seine Religion zu wechseln. Für den Abfall vom Glauben (Apostasie) sieht das klassische islamische Recht die Todesstrafe vor.

Bedeutet Islam wirklich Friede?

Der häufige Ausspruch "Islam ist Friede" ist falsch. Islam bedeutet vom Wortinhalt her "Unterwerfung" oder "Hinwendung". Das Wort "Friede" bezeichnet im Islam die Ausweitung des "dar al-islam" (Haus des Islam) auf die gesamte Welt. Erst wenn überall auf der Welt die Scharia, das islamische Recht, eingeführt sein wird, kann es laut Koran wirklichen Frieden geben.

Islamisierung

Die Islamisierung der Welt ist ein fester Bestandteil islamischer Weltanschauung. Das Dar al-Islam (Haus des Islam) muss auf die gesamte Erde ausgeweitet werden, um es in ein Dar al-Salam (Haus des Friedens) zu verwandeln. Die Bezeichnung hierfür heißt "Djihad" oder Heiliger Krieg. Dieser hört erst auf, wenn sich alle Menschen zum Islam bekehrt haben. Auch liberalere islamische Reformtheologen bekennen sich zur "al-Taqhallub" (Dominanz des Islam).

Eine der 5 Säulen des Islam ist die Almosenabgabe (Zakat) zu der jeder der 1,5 Milliarden Moslems - sofern er wirtschaftlich in der Lage dazu ist - verpflichtet ist. Diese Abgabe wird u.a. dazu verwendet, die Ausbreitung des Islam zu fördern. Heute zahlen alle 42 moslemischen Staaten in einen Fond ein, der die Ausbreitung des Islam in Europa vor allem durch den Bau von Moscheen und Islamzentren mitfinanziert.

Täuschung

ist im Islam eine Pflichthandlung gegenüber den Ungläubigen wenn es der Sache Allahs nützlich ist. Wie der Djihad ist dieses Gebot im Islam ein fester Bestandteil des Glaubens, wird als "taqiya" (arab.: Vorsicht, Verstellung) bezeichnet und dort praktiziert wo die Muslime noch nicht stark genug sind, die Macht zu übernehmen (z.B. in Europa).

Verfasst von Gast am 3. Dezember 2009 - 19:39.

RE: RE: Der dumpf-diffusen Angst vor Islamisierung in den Weg...

Weckruf an die deutschen Politiker Politiker in Deutschland sollten das...

Weckruf an die deutschen Politiker

Politiker in Deutschland sollten das Abstimmungsergebnis in der Schweiz ernst nehmen. Vielen Politikern und Kirchenführern fällt auf Anhieb nur Schelte am Wahlverhalten der Schweizer ein, doch sie vergessen, dass in Deutschland bei einer Abstimmung wohl ähnliche Ergebnisse zustande kämen; auch der Türkei-Beitritt zur EU fände in Deutschland mit Sicherheit keine Mehrheit. Doch diese Argumente wollen natürlich diese „aufgeklärten“ Personen nicht hören – geschweige sie ernst nehmen. Die Attitüde eines toleranten und liberalen Weltbürgers lässt sich halt medienwirksam immer wieder gut verkaufen!

Das Problem in Deutschland ist, dass viele Politiker die Angstgefühle breiter Kreise der deutschen Bevölkerung vor einer drohenden Überfremdung, vor einer Bildung von Parallelgesellschaften und vor der Gefahr einer Islamisierung negieren. Man kann mit noch so gescheiten Argumenten die Ängste nicht wegdiskutieren. Viele Deutsche sind vom Gefühl beseelt, dass wir in der Gefahr stehen, uns von den „Gutmenschen“ der Verfechter einer Multi-Kulti-Gesellschaft , die die fremde Kultur immer verteidigungswerter finden als die eigene , mundtot machen und einreden lassen, dass wir von Migranten nichts mehr fordern dürfen, sondern sie nur noch fördern müssten und dass für die Migranten unser Grundgesetz – dank unserer unbegrenzten Toleranz und Liberalität - nur von untergeordneter Bedeutung sei. Diese Gefühlslage ist bei vielen Deutschen nicht wegzudiskutieren – ich spreche hier nicht von Neonazis, sondern von vielen Bürgern, die sich ansonsten zum Grundgesetz und zu den Werten des christlichen Abendlandes bekennen!

Ferner sollten deutsche Politiker nicht unterschätzen, dass in weiten Kreisen der Bevölkerung beobachtet wird, mit welcher Selbstverständlichkeit in Deutschland sich die Anzahl der Moscheen vergrößert, während z.B. in der Türkei die Christen verfolgt werden - geschweige denn, dass sie die Erlaubnis erhalten, Kirchen zu bauen. Viele Deutsche leiden unter diesem asymmetrischen Verhalten islamischer Länder gegenüber den Christen und verstärkt ihre Angstgefühle vor einer mit Militanz verfolgten Überfremdung. In einem Gedicht des türkischen Schriftstellers Ziya Gökalp heißt es: „Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“

Ibrahim El-Zayat, Präsident der "Islamischen Gemeinschaft in Deutschland", schreibt in der islamischen Zeitschrift "TNT" im Jahr 1996:
„Ich glaube nicht, dass es unmöglich ist, dass der Bundeskanzler im Jahre 2020 ein in Deutschland geborener und aufgewachsener Muslim ist, dass wir im Bundesverfassungsgericht einen muslimischen Richter oder eine muslimische Richterin haben... Dieses Land ist unser Land und es ist unsere Pflicht, es positiv zu verändern. Mit der Hilfe Allahs werden wir es zu unserem Paradies auf Erden machen, um es der islamischen Ummah (Weltgemeinschaft) und der Menschheit insgesamt zur Verfügung zu stellen.“

Warum kämpfen die türkischen Vereinigungen in Deutschland nur für ihre Rechte in Deutschland und schweigen zu den Menschenrechtsverletzungen gegenüber Christen in ihren Heimatländern? Warum verhalten sich die türkischen Verbände so wortkarg und schmallippig gegenüber einer nicht geringen Anzahl von in Deutschland lebenden Personen, die keinerlei Interesse haben, die deutsche Sprache zu lernen – geschweige denn sich mit der deutschen Kultur und den deutschen Rechtsgepflogenheiten auseinanderzusetzen?

Ich spreche in meinen Äußerungen zunächst von Gefühlen , die bei einer aus meiner Perspektive von Politikern unterschätzen hohen Anzahl Deutscher vorhanden sind; ich spreche nicht davon, dass diese Gefühle immer auch eine hohe Verifikationsdeterminante haben – obwohl die von mir gebrachten Zitate ein hohes Maß an Nachdenklichkeit auslösen! Mein Appell geht an die deutschen Politiker, diese Gefühle endlich ernst zu nehmen und die unleugbaren Missstände bei Personen mit islamischem Hintergrund immer wieder zu thematisieren( z.B. Gewalt gegenüber Frauen, Zwangsheiraten, Teilnahme am Sportunterricht für Mädchen, u.a.m.) und sie nicht ständig unter den Teppich zu kehren, sondern die in Deutschland vorhandene Rechtskultur und die Einhaltung der Grundgesetzbestimmungen zum nicht verhandelbaren Gegenstand zu erheben, und zwar für jede nach Deutschland einwandernde oder bereits in Deutschland sich aufhaltende Person – vor allem, wenn diese bereits einen deutschen Pass haben.

Paul Haverkamp, Lingen

Verfasst von Gast am 5. Dezember 2009 - 17:38.

Erdogan, Luther und die ev. "Kirche"

Erdogan wurde doch von der Mehrheit der Türken erwähnt, also scheint die...

Erdogan wurde doch von der Mehrheit der Türken erwähnt, also scheint die Mehrheit der Türken doch einen vorbestraften Volksverhetzer zu unterstützen, der sagte: Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarett sind unsere Bajonette, die gläubigen unsere Krieger.

Wenn es nach mir geht, gäbe es in Deutschland weder türkische Kasernen noch Bajonette. Und daher bin ich auch ausgetreten. Luther hat den Islam erkannt. Mit welcher Berechtigung nennen Sie sich eigentlich noch evangelisch? Luther hätte über Sie den Bann ausgesprochen.

Verfasst von Gast am 12. Dezember 2009 - 3:35.

RE: Erdogan, Luther und die ev. "Kirche"

Hier spricht jeder von Islamisierung. Wir Moslems sind: 1) zum größten Teil...

Hier spricht jeder von Islamisierung.
Wir Moslems sind:
1) zum größten Teil ungebildet
2) haben keine Politiker
3) Haben kein Geld und keine Macht
4) Wir schaffen es nicht mal unsere Mädels vom Schwimmunterricht zu befreien
Nur weil vielleicht 2 bis 3 Kopftücher mehr in der Stadt unterwegs sind, sprechen gleich alle von einer Islamisierung?
Ich sage Ihnen mal was das in meinen Augen ist.
Das ist eine HETZE die dank den Medien sehr gut vorran getrieben wird.
Was will man damit erreichen?
Etwa das gleiche was damals mit den Juden passiert ist? Den darauf läufts hinaus.
Das was sie damit erreichen ist das Junge Mädchen wir ich es bin, Angst haben alleine raus zu gehen, weil man angespuckt oder angerempelt wird.
Wer garantiert mir das der nächste der mir über den Weg läuft ein Messer zückt und mich umbringt, aus Angst vor Islamisierung?
Vielleicht sollten Sie alle mal darüber nachdenken.

Verfasst von Gast am 4. Januar 2010 - 0:22.

RE: RE: Erdogan, Luther und die ev. "Kirche"

Mit Verlaub, aber: 1. Ihre reflexartigen Verweise auf die Opferrolle und auf...

Mit Verlaub, aber:

1. Ihre reflexartigen Verweise auf die Opferrolle und auf den unangebrachten Vergleich zum Holocaust, sowie die unangebrachte Wortwahl HETZE lassen meine Zuneigung bzw. Interesse zu Ihren "Argumenten" sehr schnell erkalten bzw. gen Null abklingen.

2. Jeder muss sich konkret fragen aber auch fragen lassen, was nun zu tun ist, jeder! Auch Sie.

3. Sie sind kein Mädchen. Das "Dumme" an der Sprache Deutsch ist nämlich, dass man das semantisch sehr gut einordnen kann-auch bei gebrochen gesschriebenem Deutsch.

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