Afghanistan braucht zivilen Aufbau, nicht weitere Soldaten!

Bundeswehr in Afghanistan.

Bundeswehr in Afghanistan. Foto: dpa / Maurizio Gambarini

Gastkommentar - Wenn wir in diesen Tagen in Deutschland friedliche Weihnachten feiern, herrscht in Afghanistan Krieg. Auch wenn manche meinen, völkerrechtlich sei dieser Konflikt kein "Krieg", die Soldatinnen und Soldaten und auch weite Teile der Bevölkerung empfinden das so. Menschen werden verletzt und sterben. 4.500 deutsche Soldatinnen und Soldaten und ihre Familien in Deutschland leiden darunter ebenso wie die Menschen, die mithelfen, Afghanistan zivil, wirtschaftlich und entwicklungspolitisch aufzubauen.

Von Renke Brahms

In Deutschland fordert inzwischen eine klare Mehrheit der Bevölkerung die Beendigung des Afghanistaneinsatzes. Darüber braucht man sich nicht zu wundern, hält man sich die Informationspolitik der Bundesregierung vor Augen. Wer Unterstützung für die militärischen und zivilen Anstrengungen in Afghanistan fordert, muss Klartext reden, ein Gesamtkonzept haben und dies öffentlich machen. Dazu gehört es zu beschreiben, welche Schritte notwendig sind und auch gegangen werden, um Afghanistan eine Zukunft zu geben und die Bundeswehr abzuziehen. Ein solches Gesamtkonzept und die Debatte darüber vermisse ich nach wie vor.

Recht der Bürger auf ehrliche Information

Die Salami-Informationspolitik zum Angriff auf die beiden Tanklastzüge und die Menschen in deren Nähe ist skandalös. Wir leben in einer Demokratie, in der die Bürger ein Recht auf ehrliche Information haben. Wir aber müssen jeden Tag neue Informationen lesen und hören.

Die genauen Umstände und eine abschließende Bewertung mögen dem Untersuchungsausschuss und den Gerichten vorbehalten bleiben. Sollte es sich aber herausstellen, dass das Kommando Spezialkräfte (KSK) an dem Angriff maßgeblich beteiligt war und der Angriff vorrangig den beteiligten Taliban galt, so wäre dies ein skandalöser Strategiewechsel, der mit dem Völkerrecht und mit dem Auftrag durch den Bundestag nichts mehr zu tun hat.

Massive Aufstockung der zivilen Anstrengungen nötig

Dem immer lauter werdenden Aufruf "Bundeswehr raus aus Afghanistan!" kann ich mich grundsätzlich anschließen. Allerdings fangen die Fragen und Probleme damit erst richtig an. Es muss dazu gesagt werden, wie ein Abzug der Bundeswehr aussehen kann, ohne Afghanistan einfach von heute auf morgen sich selbst oder den Taliban zu überlassen.

Deshalb ist meine Forderung: Ein klar erkennbarer Strategiewechsel vom militärischen Schwerpunkt zum Vorrang des Zivilen wie es in der Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) beschrieben ist. Nur so können die Bundeswehr und die anderen militärischen Kräfte schrittweise abziehen. Zu einem solchen Strategiewechsel gehört nicht die Erhöhung der Zahl der Soldatinnen und Soldaten, sondern die massive Aufstockung der zivilen Anstrengungen und Mittel. Nur wenn die Bevölkerung Afghanistans selbst eine Alternative zum Drogenhandel und zur Herrschaft von Warlords und Taliban erkennt, wird es Frieden geben können.

 


Foto: Bremische Evangelische Kirche, Fotograf: Roland Schiffler

 

Renke Brahms ist der leitende Geistliche der Bremischen Evangelischen Kirche und Friedensbeauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

 

Kommentare

Verfasst von Gast am 8. Januar 2010 - 14:00.

RE: Afghanistan braucht zivilen Aufbau, nicht weitere Soldaten!

Sehr geehrter Herr Pfarrer Brahms, wie oft waren Sie schon in dem Gebiet bzw....

Sehr geehrter Herr Pfarrer Brahms,

wie oft waren Sie schon in dem Gebiet bzw. involviert in den Konfklikt über den Sie da schreiben?

Dazu sind Ihre Einlassungen zum Thema KSK, Strategiewechsel und Völkerrecht falsch, schlichtweg falsch. Das wissen Sie auch. Sie wissen auch warum.

Sie suggerieren, dass unsere Soldatinnen und Soldaten bewusst gegen das Völkerrecht verstoßen und verstoßen haben, nur weil sie im sagenumwobenen KSK -die genauso ordentliche Soldaten sind wie der Rest der Bundeswehr auch, die sich genauso an das Völkerrecht wie Genfer Konventionen, Haager Landkriegsordnung, usw. halten, wie alle anderen Soldaten auch, die auch keinen "brutalen Schlächter" sind nur weil ihnen ein Elitestatus zugewiesen wird- dienen, weil sie Dinge taten, die uns im fernen friedlichen Deutschland als surreale Erscheinung unserer Historie erschienen.

Wogegen hat wer und wann gezielt verstoßen? Gegen welche Artikel des Humanitären Völkerrechtes -und das sollte man ja hier zu Grunde legen, meinen Sie nicht auch?- wurde konkret verstoßen? Diesen Beweis müssen Sie zwingend führen. Wir leben in einer Demokratie in der jeder seine Meinung, und sei sie noch so falsch und polemisch wie die Ihrige, frei äußern darf.

Aber an jemanden in exponierter Stelle wie Sie darf man die Anforderung stellen, wenigstens die anhängigen UN Resolutionen, die Rules of Engagement der ISAF und (vorher auch) OEF, sowie den Umfang des Bundestagsmandats und dessen Dimensionierung zur Kenntnis zu nehmen bzw. genommen zu haben.

Zum Völkerrecht: Den Gegner zu stellen und ihn in einer Militäroperation zu töten ist und bleibt in dem Zusammenhang wie geschehen (Bemächtigen des Nachschubs) nach Humanitären Völkerrecht legitim, wenngleich niemand negiert, dass es eine Situation frei von Moral und Ethik ist. Aber gerade weil es der traurige Naturzustand ist, der Krieg, die profane Situation von Töten und Getötet werden, und jegliche Moral fehlt, ja fehlen muss, kann es kein Recht geben (Moral bedingt das Recht.), zumindest welches SIE hier als rhetorischer Richter anzuwenden hätten bzw. überhaupt anwenden könnten. Das Völkerrecht weiß das, deshalb ist es geschrieben, wie es geschrieben ist.

Ihr Bonmot deutscher Friedensethik, die westlichen Militärs mögen doch bitte den ja eigentlich Schlange stehenden Friedensaktivisten etwas Platz machen, damit endlich Frieden herrschen kann, vergißt leider die ein oder andere einheimische Kriegspartei. Wie wollen Sie denn die an weiteren Kampfhandlungen hindern? Ihnen ist doch hoffentlich bekannt, dass nicht einmal mehr Ärzte ohne Grenzen und saudische Hilfsorganisationen in Afghanistan helfen durfte unter den Taliban?

Ich bin gegen das Engagement der Bundeswehr in Afghanistan. Aber wenn wir unsere Soldatinnen und Soldaten in solche Situationen stellen, dann müssen wir auch akzeptieren, dass sie töten, auch dass sie gezielt töten, um sich selbst zu schützen. Und was wir in keinem Fall machen dürfen als evangelische Christen: Polemisieren und bewusst die Unwahrheit erzählen, nur damit wir uns von diversen Stellen ein wenig Beifall erhaschen können.

Man kann gegen diesen Einsatz sein. Aber man kann dennoch bei der Wahrheit und aufrichtig bleiben.

Ihr Kommentar offenbart das große Dilemma unserer "Friedensethiker" in unserer Kirche. Sie finden, aus welchen Gründen auch immer bzw. aud vollkommen irrelevanten politischen Gründen, keine Antwort auf die theologische Frage, ob man sich bei Vorhandensein der Möglichkeit vor jemanden schützend stellt und sei es mit einer Waffe oder schaut man einfach nur zu und betet "lediglich" um dessen Aufnahme ins Himmelreich.

Aber ganz ehrlich, mit jemanden wie Ihnen oder Ihren "Friednskreisen" möchrte ich diese Frage gar nicht erörtern. Ich will Sie und Ihre Kreise nicht ausgrenzen: Das taten die Friedenskreise in Vergangenheit mit mir.

Verfasst von johannes am 17. Dezember 2009 - 8:07.

RE: Afghanistan braucht zivilen Aufbau, nicht weitere Soldaten!

Mit ihrem Einmarsch in Afghanistan haben sich die Verbündeten zum Erfolg...

Mit ihrem Einmarsch in Afghanistan haben sich die Verbündeten zum Erfolg verdammt. Wenn sie jetzt einfach so abziehen, werden die Warlords wieder das Heft in die Hand nehmen und der Bürgerkrieg, der nun schon seid 30 Jahren tobt wird weiter eskalieren. Zivile Aufbauhilfe ist unter diesen Umständen dann unmöglich.

Trotzdem benötigt Afghanistan zivile Aufbauhilfe, aber diese Hilfe wird nicht an Stelle der Bundeswehr, sondern an ihrer Seite benötigt. Den es ist auch klar, das ohne eine wirtschaftliche Alternative das Land ebenfalls weiter ins Chaos versinkt.

Natürlich kann die Bundeswehr nicht ewig das "Grundgesetz am  Hindukusch" verteidigen. Doch wenn sie abzieht, sollte sie wenigstens halbwegs stabile Verhältnisse und kein Chaos hinterlassen.

Verfasst von Gast am 6. Januar 2010 - 16:50.

RE: Afghanistan braucht zivilen Aufbau, nicht weitere Soldaten!

Sie haben vollkommen recht. Zivile Aufbauhilfe ist dringend notwendig. Warum...

Sie haben vollkommen recht. Zivile Aufbauhilfe ist dringend notwendig. Warum wird sie denn nicht verstärkt? Was hindert denn die vielen Hilfsorganisationen verstärkt tätig zu werden. Die prekäre Sicherheitslage und die vielen vertanen Gelegenheiten zum zivilen Wiederaufbau in den vergangenen Jahren sind ernüchternd. Wo waren denn die, die heute alles besser wissen in den vergangenen Jahren?
Ergänzend: Vor allem aber stelle ich mir die Frage, welchen Beitrag die vielen "Besserwisser" geleistet haben? Wer war von diesen denn schon mal zum (Hilfs-) Einsatz in diesem Land und kennt die Gegebenheiten. Leicht und bequem läßt sich vom heimischen Sofa aus räsonieren...
Nicht vergessen werden darf, dass die Soldaten der Bundeswehr nicht aus eigenem Entschluß nach Afghanistan gegangen sind, sondern von unserem Parlament mit einem Mehrheitsbeschluss (mit einem jährlich verlängertem Mandat)auf Wunsch der Vereinten Nationen dorthin entsandt wurden, um einen wirklich schwierigen und belastenden Auftrag zu erfüllen. Sie sichern einen möglichen Einsatz ziviler Aufbauhilfe, der allerdings in den letzten Jahren stetig zurückging.
Gegensätze zu erzeugen wie "...wir brauchen nicht mehr Soldaten, sondern mehr zivilen Aufbau..." hilft hier wenig. Die vorhandenen Soldaten hindern zivilen Aufbau in keiner Weise. Warum kommen denn die zivilen Helfer nicht verstärkt nach der Predigt von Frau Käßmann? Weil die Sicherheitslage so prekär ist, oder? Na ich wüsste genug Gegenden in Afghanistan, in denen diese Helfer ohne von Soldaten belästigt zu werden ihrer Arbeit nachgehen könnten... und vermutlich nach weniger als zwei Wochen bestenfalls als Geiseln genommen würden, schlimmstenfalls mit durchschnittener Kehle im Straßengraben enden würden.
Mich ärgert zutiefst, dass unsere Soldaten hier auf dieser Seite von einigen als Sündenböcke für eine verfehlte Koordinierung des zivilen Aufbaus herhalten sollen.
In dieser Kirche jedenfalls fühle ich mich nach dieser Predigt als evangelischer Christ und Soldat, der bereits an mehreren Auslandseinsätzen der Bundeswehr teilgenommen hat immer weniger zu Hause.
Erlauben Sie mir noch eine Anmerkung zu denjenigen auf dieser Seite, die damit argumentieren, die Mehrheit der Bevolkerung stünde nicht hinter dem Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan:
Zunächst einmal kann man natürlich durch entsprechende Fragestellung in Meinungsumfragen auch das Ergebnis beeinflussen, doch dies nur am Rande.
Die Schöpfer den Grundgesetzes haben ganz bewußt eine parlamentarische Dempkratie bezweckt. Was wäre in unserem Land los, wenn es nicht so wäre? Sprunghaftigkeit der Politik nach Tagesmeinung? Sich einerseits über Ergebnisse von Volksabstimmungen (Volkesmeinung?) in der Schweiz (Mirarettverbot) echauffieren, aber auf der anderen Seite Volkes Meinung in der Thematik hochhalten, die einem selbst ins Konzept passt, ist genau das, was ich an unseren "friedensbewegten" Aktivisten so schätze. Ich glaube, wir sind mit unserer Verfassung und der parlamentarischen Demokratie sehr gut bedient und damit auch, dass sich nicht alles in der Politik nach Meinungsumfragen bewegt. Ich bin froh darüber, nicht direkt von Volkes Stimme (Tagesmeinung) Politik verordnet zu bekommen. Andernfalls müssten wir wohl auch mit ähnlichen Abstimmungsergebnissen leben, wie in der Schweiz. Oder vielleicht sogar mit der Einführung der Todesstrafe (wenn´s immer nach Tagesmeinung geht).

Verfasst von Gast am 17. Dezember 2009 - 11:31.

RE: RE: Danke für das Bild

Johannes hat ein wirklich aussagekräftiges Bild beigesteuert. Danke! Man nennt...

Johannes hat ein wirklich aussagekräftiges Bild beigesteuert. Danke! Man nennt diese östliche Christusdarstellung "Pantokrator" (= Weltenherrscher, bzw. Weltenrichter beim Jüngsten Gericht). Von den Phantasien, sein Geschäft besorgen zu können, ist die Argumentation beseelt, die als Rechtfertigung dafür, die gescheiterte Doppelstrategie Wohltaten und Bomben immer weiter zu treiben, die Rettung Afghanistans aus dem Chaos und stabile Verhältnisse nach westlichem Muster anführt. Am jüngsten Tage? Zivile Aufbauhilfe - das hat sich gezeigt - ist eben so nicht möglich. Man fragt sich immer mehr, wer sind die "Aufständischen" eigentlich, von denen unsere Medien sprechen? Anscheinend nicht mehr nur eine militante Truppe mit dem dämonischen Namen "Taliban", die sich doch nicht wie die Kaninchen vermehren können, sondern nach jahrelangem Wegbomben von halben Dörfern, Hochzeitsgesellschaften und Benzinklauern ein Großteil der geschundenen Bevölkerung. Was passiert, wenn unser Land endlich seine Soldaten aus dieser Kollateralschadensorgie abzieht? Militärisch nichts. Gerade ist Friedensnobelpreisträger Obama auf Rat seiner Generäle zu einer Endsiegstrategie übergegangen und hat 30.000 weitere Soldaten geschickt, da braucht es unsere kleine Truppe, die schließlich gar keinen Krieg führen darf, wohl kaum. Politisch aber wäre ein wichtiges Zeichen gesetzt, nämlich ein deutsches Nein! zu diesem sinnlosen neuen Vietnam. Das meinen 70% in unserer Bevölkerung, die Regierung hat allmählich ein Problem, sich über den Volkswillen hinwegzusetzen und ich möchte von meiner Kirche in dieser Situation nicht laufend Kriegsrechtfertigungen hören. Pantokrator sind wir nicht und werden wir nicht, aber der, dem wir nachfolgen sollen, redet eindeutig und nicht diplomatisch trickreich wie die EDK-Denkschriften: "Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen."

Verfasst von Gast am 16. Dezember 2009 - 23:34.

RE: Afghanistan braucht zivilen Aufbau, nicht weitere Soldaten!

Enttäuschend! Nach dem Kommentar des stramm auf Linie getrimmten...

Enttäuschend! Nach dem Kommentar des stramm auf Linie getrimmten Militärbischofs ringt sich der "Friedensbeauftragte" der EKD auch nur zu Strategiewechselforderungen und vagen schrittweise-Ausstiegs-Erwägungen durch. Das kennen wir von der Kernkraft. Irgendwie ist es immer zu früh, das afghanische Volk mit Opiumfeldern und Bösewichtern allein zu lassen. Wenn das, was von den beiden Herren vorgetragen wird, das ganze Spektrum der Evangelischen Kirche ist, dann ist in ihr offenbar jede Bindung an die Bergpredigt und die christlich-pazifistische Tradition erloschen.

Verfasst von Taube am 16. Dezember 2009 - 11:09.

RE: Afghanistan braucht zivilen Aufbau, nicht weitere Soldaten!

Ich glaube, wenn wir noch mehr Informationen hätten, dann würden noch...

Ich glaube, wenn wir noch mehr Informationen hätten, dann würden noch mehr den Abzug der Bundeswehr aus Afghanisten fordern. Was dort mit welchem Aufwand die Bundeswehr tut und was mit dem gleichen Aufwand an ziviler Hilfe durch zivile Kräfte (von Entwicklungshelfern über "teilzeitrückkehrende afghanische Flüchtlinge" bis zu  einheimischen Projektmitarbeitern) geleistet werden könnte. Es hat sich leider gezeigt, dass der Auslandseinsatz mehr Probleme schafft als löst.

Verfasst von Gast am 3. Januar 2010 - 16:07.

RE: Taube

Nun, Taube-ich will Ihnen gern erzaehlen von unserem soldatischen Tun hier in...

Nun, Taube-ich will Ihnen gern erzaehlen von unserem soldatischen Tun hier in Afghanistan und dem von Hilfsorganisationen. Ich habe Einsaetze als Rettungssanitaeterin und spaeter nach einem Laufbahnwechsel als Offizier und Ingenieurin erlebt.

Ich beschraenke mich dabei aber lediglich auf MEINE Wahrnehmungen. Serioese Quellen zur Diskussion kann ich Ihnen aber auch anbieten:
http://afghanistan-analyst.org/ngo.aspx
http://www.cmi.no/afghanistan/themes/ngos.cfm
In diesen Links finden Sie beim herumstoebern schnell Grundlagendokumente, aber auch Links zu diversen Hilfsorganisationen, die in Ihrer Mannigfaltigkeit dort verlinkt sind und bei denen man wiederum auf deren Homepages Stellungnahmen zum Themenkomplex Hilfsorganisation-militaerische Unterstutzung finden kann.

Zunaechst: Ich verstehe die Emotionen und ich verstehe, dass viele meinen Militaers kristisieren zu muessen fuer deren Tun-ist es doch meist ein Tun am Rande moralischer und ethischer Grenzen oder sogar jenseits solcher.

Nicht verstehen kann ich hingegen das Bashing des evangelischen Militaerbischofs der sowohl das Land Afghanistan als auch das Tun der Bundeswehr in Afghanistan gut kennt. Er hat eine Meinung geaeussert. Er steht mit seinen Pfarrern Menschen in Extremsituationen bei-segnet aber keine Kriege oder Waffen! Sind wir in unserer Kirche schon wieder soweit, dass selektiert wird wer Beistand bekommt und sich verdient hat bzw. wer nicht? Und was haben z.B. Kirchenbesetzer in Hanover bisher fuer die Menschen in Afghanistan konkretes geleistet?

Doch damit zurueck zum Thema:
1. Die Bundeswehr ist in diesem Gebiet, weil der damalige Aussenminister Fischer (Buendnis 90/Die Gruenen) internationale Verpflichtungen gegenueber der UNO eingegangen ist. Darin wurden unter anderem Truppen zugesagt. Diese Verpflichtungen wurden durch den Deutschen Bundestag bestaetigt und der Einsaty mandatiert. Sowenig wie eine Armee in einer Demokratie Politik machen sollte, so massiver steht sie auch unter dem Primat der Politik. Ergo sind fuer die Rahmensetzung, die politischen Leitlinien auch die Politiker verantwortlich. Hier Militaers zu kristisieren greift zu kurz. Die Soldaten sind in Afghanistan, weil es die Voelkergemeinschaft wollte und will und weil es die Repraesentanten des deutschen Souveraens so beschlossen haben. Das bisherige nation building ist ein Fehlschlag, weil die Politik versagt hat. Ja, Afghanistan braucht einen Einstieg in eine adaequate sozio-oekonomische Entwicklung und ja: eigentlich braucht Afghanistan nicht mehr Soldaten. Aber wer kann das Steuern? Die hier so massiv angefeindeten Soldaten/Militaers, oder nicht doch eher die Politiker?

Am Rande erwaehnt: Schade, dass sich Frau Goering - Eckardt nicht dazu aeusserte, laesst sie doch hier auf evangelisch.de immer ihre Parteimitgliedschaft erwaehnen...ist naemlich auch die von Buendnis 90/Die Gruenen.

2. Die Hilfsorganisation, die ich in Kosovo und Afghanistan (teils noch als Rettungssanitaeterin, spaeter als Offizier und Ingenieurin) erlebte, waren folgende:
a) Arbeiter Samariter Bund im Kosovo: Diese Menschen haben sich bei den Menschen und Fachleuten vor Ort den aller hoechsten Respekt erworben. In deren Jahresurlaub flogen diese Helfer in das Land und bauten auf-und dann kamen eben erst die Maurer, dann die Zimmerer, dann die Dachdecker, dann die Klempner und dann die Elektriker--klar: ich moechte hier nur das Prinzip aufzeigen.

b) Aerzte ohne Grenzen in Afghanistan: Bei meinem ersten Einsatz dort, noch als Rettungssanitaeterin, kamen sie gerade wieder nach Kabul zurueck und nahmen das Krankenhaus wieder in Betrieb. Bekanntermassen waren sie ja die letzten, die unter den Taliban das Land verlassen mussten. Auch von diesen Helfern kann ich nur mit aller hoechstem Respekt sprechen. Mehrmals mussten wir sie aus misslichen Lagen befreien, stellenweise fuhren sie mit Bundeswehrpatrouillien und Bundeswehraerzten mit, weil es einfach nicht mehr ging und das obwohl sie das eigentylich stets vermeiden wollen. Inzwischen hat sich das etwas gebessert und diese tolle Hilfsorganisation kann wieder etwas freier agieren, wenngleich sie wieder vermehrt unter Druck geraten. Die Jahresberichte gibt es hier: http://www.aerzte-ohne-grenzen.de/kennenlernen/veroeffentlichungen/jahre...
(dazu noch mehr unter dem Punkt Internationales Rotes Kreuz)

c) UNO-Organisationen: Im Kosovo seinerzeit musste die Bundeswehr Hilfslager schliessen, weil sie zu gut und somit zu teuer waren, weil ueber den UN Satz liegend. Es lief so ab: UN Inspektoren aus aller Herren Laender kamen und begutachteten die Fluchtlingslager mit ckeck-lists und zogen am Ende das Fazit: zu teuer und erZWANGEN die Schliessung. Wir Soldaten fragten uns, was mit den vielen Spendengeldern passierte, wieso unser Lager zu teuer sein sollte? Ich kann Frage 1 nicht beantworten und Frage 2 will ich nicht (mehr) beantworten. Nur passierte das gleiche in AFG, mit dem Unterschied, dass die Bundeswehr gleich von Anfang an sich aus dem "Fluechtlingslagergeschaeft" heraushielt. Jeder moege ins Kosovo fahren, jeder moege sich in Kabul das letzte noch existente -allerdings nur noch inoffiziell-Fluechtlingslager anschauen und jeder soll sich anschauen, wer dort hilft! Ich meine, wer dort tatsaechlich hilft. Und dann machen Sie, werte(r) Taube bitte nochmal Ihre Relation auf: ##"Was dort mit welchem Aufwand die Bundeswehr tut und was mit dem gleichen Aufwand an ziviler Hilfe durch zivile Kräfte (von Entwicklungshelfern über "teilzeitrückkehrende afghanische Flüchtlinge" bis zu einheimischen Projektmitarbeitern) geleistet werden könnte."##

Am Rande: Die Feuerholzrationen waren uebrigens fuer den jetzigen Winter vom franzoesischen Militaer-eine Tradition, die sie von der Bundeswehr uebernahmen.

d) Welthungerhilfe: Es gibt mannigfaltige Projekte. Ich habe Siedlungen, Bewaesserungssysteme, Schulen gesehen an denen Mitarbeiter-Innen mitwirkten, kenne aber niemanden persoenlich.

e) THE SWEDISH COMMITTEE FOR AFGHANISTAN http://www.dominoplaza.com/afghanK/afghankeng.nsf Ich habe erlebt, wie diese Organisation sich fuer Bildung und Frauenrechte stark machte: wie sie Maedchen befreite bzw. befreien lies, wie sie Maedchen aufnahmen und versorgten, die voellig verwahrlost von Militaerstreifen aufgegriffen oder befreit wurden (wobei das eigentlich fuer Deutsche Soldaten strengstens untersagt ist, weil es ja genau genommen einen Eingriff ins aghanische Rechtssystem bedeutet, aber eben doch getan werden muss!)

f) Internationales Kommittee Rotes Kreuz/ Roter Halbmond/ Roter Kristall: http://www.icrc.org/ Ohne diese voelkerrechtlich geschuetzte Organisation und deren Schutzzeichen waere alles noch schlimmer gewesen. Doch waehrend sich die Serben/Kroaten, usw. seinerzeit in den Post-Jugoslawien Konflikten wenigstens noch versuchten dran zu halten, ist in AFG eine vollkommene Umkehr zu beobachten:
-bei Patrouillien wirde bewusst das KFZ mit dem Schutzzeichen angegriffen
-Anschlaege laufen immer haufiger wie folgt ab: ein kleinerer Anschlag, um die Retter anzulocken und grosse Menschenmengen vorfinden zu koennen und anschliessend noch ein Anschlag, meist gezielt auf militaerische Rote Kreuz/ Halbmond KFZ bzw. auf KFZ der zivilen Rettungsorganisation.
Und doch sind die Frauen und Maenner des ICRC da. Sie sind einfach da, geraeuschlos, fleissig und unheimlich effektiv. Ich will mir gar nicht ausmalen, wie die eh schon katastrophale medizinische Versorgung aussehen wuerde.

g) Terres de Hommes http://www.tdhafghanistan.org/home.htm aus der Schweiz: Ich kann die Erfahrungen, die ich mit dem SWEDISH COMMITTEE FOR AFGHANISTAN machte hier nur wiedrholen. Die afghanischen Jungen und Maedchen haben dieser Organisation viel zu verdanken, meine ich, auch in Punkto politische Lenkung von Problemwahrnehmung.

f)LAND MINE AWARENESS EDUCATION http://www.pitt.edu/~ginie/lm/afghan.html
Die Hilfe zur Selbsthilfe zum Minenraeumen ist ja der einzig machbare Weg bei der hohen Anzahl der in der Welt verstreuten Landminen. Darum kuemmert sich diese Initiative schon fast traditionell. Ihre stets sehr kritische Haltung gegenueber Militaers ist verstaendlich, paralysiert diese aber nicht-wenn sie Probleme haben, etwas nicht kennen, dann kommen sie und man arbeitet dann zusammen.

3. Eine Anmerkung zu den Brunnen der UNO: Wohl aus Kostengruenden werden mit Masse Schachtbrunnen angelegt, die in die erste wasserfuehrende Schicht geschachtet werden. Vorteil: Es geht schnell und kostet wenig. Nachteil: Die erste wasserfuehrende Schicht versiegt recht schnell in AFG und kontaminiert recht schnell, weil Umweltschutz (und hier mit Masse die Abwasserentsorgung) in AFG nicht immer gewaehrleistet werden kann. Anmerkung dazu: Deutsche Hilfsorganisationen, die Bundeswehr, die auch fuer zivile Projekte Brunnen bohrt(e), legen keine solche letztlich unnuetze Brunnen an, hier werden mit Masse Bohrbrunnen angelegt; Kurzuebersicht zu den Termini: http://de.wikipedia.org/wiki/Brunnenbau.

4. Ich muss auch ehrlich sagen, dass mir die Kritiker in Deutschland ziemlich egal sind. Denn wen habe ich in AFG nicht getroffen:
-Informationsstelle Miltarisierung e.V.
-Reporter der jungen welt, des Neuen Deutschlands
-deutsche Studenten/-innen, die helfen
-deutsche christliche, sogenannte, "Friedens"initiativen
-Bundesausschuss Friedensratschlag mit ihrer "Afghanistandemo"
-Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung e.V.
und so weiter, und so weiter

Ich weiss, dass der Zivile Friedensdienst http://www.ziviler-friedensdienst.org/ und mit ihm der evangelische Entwicklungsdienst http://www.eed.de/de/ offiziell da ist-ich habe ihn aber in nunmehr 12 Monaten in Afghanistan weder gesehen, noch sonstig wahrgenommen, kann also nichts darueber berichten. Das kann vielleicht jemand anderes.

Die meisten, der von mir aufgezaehlten Kritiker berufen sich auf die Revolutionary Association of the Women of Afghanistan (RAWA)http://www.rawa.org/index.php und somit auf die afghanische Frauenrechtlerin Zoya, die sich darin gefaellt in Interviews die ISAF und OEF zu kritisieren, sie stellenweise auch zu diffamieren, und deren Abzug zu fordern verbunden mit der naiven Hoffnung, alles wuerde dann schlagartig besser uns friedlicher. Und sicher zu Recht kritisiert sie militaerische Fehloperationen von ISAF und OEF, bei den Taliban haelt sie sich neuerdings recht bedeckt, na ja. Meine Erfahrung ist, dass sie diese Meinung-ein vollstaendiger Truppenabzug fuehre zu einer schlagartigen Positivierung der derzeitigen Lage-ziemlich exklusiv hat.

Mir sagte einmal ein franzoesischer Arzt, dessen Hilfsorganisation ich hier bewusst nicht nenne oder voranstehend genannt habe: Wir wissen, vor allem aus Afrika, dass wir mitunter die Hilfe des Militaers benoetigen-wuerden es aber mit Ruecksicht auf die spendende Klientel, die wir haben, niemals offen und oeffentlich sagen.

Ich kann das verstehen und akzeptieren.

5. Ich kann nur jeden, der diese meine Worte bezweifelt, bitten sich aufzumachen, es sich anzuschauen und dann hier zu berichten. Vielleicht begnuegt man sich zunaechst aber auch hiermit: Susanne Sayami am 8. Dezember 2009 von der deutschen Initiative fuer Afghanistan http://initiative-afghanistan.de/2009/12/08/sicherheit_kunduz_2/ :
"Seit Herbst dieses Jahres hat sich nun leider im Norden, sowohl in Kunduz als auch in dem Distrikt, in dem wir tätig waren, die Sicherheitslage dramatisch verschlechtert. Es ist momentan nicht mehr möglich, ohne Gefahr dorthin zu reisen. Die Kontaktaufnahme zu unseren Partnern und Freunden vor Ort ist teilweise nicht mehr möglich. Wir haben auf unserer letzten Mitgliederversammlung entschieden, dass wir dennoch nicht aufgeben werden. (...) Da es den Afghaninnen und Afghanen aber kaum hilft, wenn wir uns selbst in Gefahr bringen, werden wir unsere Reisen nach Afghanistan bis auf weiteres einstellen." Fragen?

6. Es ging nicht kuerzer. Mein Fazit ist eindeutig: Die evangelischen sogenannten Friedensaktivisten/-innen reden mit Masse blos und sammeln Geld-natuerlich ist das wichtig. Aber nach Afghanistan gehen, das tun nur die wenigsten. Und die, die es tun, werden dann kritisiert, angefeindet, diffamiert und stellenweise auch bedroht fuer ihr Tun. Meist von heimischen, meist von linken oder linksextremen, selbsterklaerten Fachleuten, die weder Land, Leute, noch die Bundeswehr in ihrer Ausrichtung und in ihrem Tun kennen.

Ich weiss aus eigener Erfahrung auch, dass diese Klientels gar nicht Argumente eroertern wollen, dass sie gar nicht mit mir als Soldatin reden wollen, dass sie in ihrer Ideologie oder naiven fast kindlichen Konfliktbewaeltigungsstrategie erstarren oder einfach nicht respektieren wollen, dass man bei einer gleichen Sachlageeroerterung zu unterschiedlichen Schluessen kommen kann.

Ich brauche den Respekt oder Anerkennung von solchen Leuten nicht, bekaeme ihn eh nie, es ist mir vollkommen egal geworden, was diese Menschen von mir und meinen Tun denken. Und mehr noch ist es so, dass ich Veranstaltungen wie Kirchentag, "Friedensgottesdienste", usw. einfach meide. Ganz vertreiben lasse ich mich dennoch nicht.

Wie geschrieben, man mag mich gern fuer das "wie" kritisieren. ABER: Ich war da. Ich habe unter Einsatz meines Lebens geholfen. Und ja, ich bin und bleibe Christin: gewoehnt Euch dran.

Meike Kuenzelsen, Dipl.-Ing.'in
Christin und Soldatin

Verfasst von Gast am 4. Januar 2010 - 0:02.
Kommentar auf: RE: Taube

RE: Beitrag Meike Kuenzelsen

Hallo, ich bin auch Soldatin (Sanitätsdienst). Ich kenne das, was Du...

Hallo,

ich bin auch Soldatin (Sanitätsdienst). Ich kenne das, was Du geschrieben hast. Und nach einmal Kosovo, einmal Bosnien/Herzegowina und einmal Afghanistan als Rettungsassistentin immer dabei bei den Patrouillen, kann ich Deine Erfahrungen nur teilen. Besonders Deine Erfahrungen mit den Schutzzeichen: Auf dem Balkan wirklich unproblematisch, in Afghanistan mussten wir sie abmachen. Es ging einfach nicht mehr.

Aber auch in Deutschland kann ich Deine Erfahrungen nur teilen. Ich habe mich inzwischen daran gewöhnt, dass unsere Erfahrungen niemanden interessieren, sie keiner hören will und wir als Menschen in den "großen" Friedensdiskussionen nicht vorkommen, mehr noch: Leute wie die Taliban neuerdings sogar als Freiheitskämpfer gelten.

Der Bundestag (somit ja die Bevölkerung) schickt uns irgendwo hin. Wir helfen wie befohlen bzw. in den befohlenen Rahmenbedingungen und hier ist es egal oder schlimmer noch: man wird dafür angefeindet.

Aber jedesmal, wenn ich wieder wegfahre oder heimkomme, spricht unser Pastor immer ein Grußwort. Das freut mich, denn wie man auch hier lesen kann, ist es mutig von ihm als evangelischer Pastor. Andere mögen das nicht.

Auch dachte er sich einmal, dass es vielleicht gut wäre, wenn ich über meine Erfahrungen als Rettungsassistentin (Da sind ja auch medizinische Unterstützungsleistungen für NGO's und afghanische Krankenhäuser dabei.) berichten würde im Rahmen der Gemeindearbeit, eingebunden in einen Friedensnachmittag (So nennt er immer diese Diskussionsrunden rund um das Thema Krieg und Frieden). Ich wollte erst nicht, tat ihm aber dann doch den Gefallen. Es kam wie ich es mir dachte: Einige "Friedensbewegte" unserer Gemeinde versuchten mich dann niederzubrüllen und mir die Welt zu erklären, Argumente hatten sie keine, dort waren sie auch noch nie. Ich bin dann wortlos nach Hause gegangen.

In den darauffolgenden Tagen wurde unser Haus dann mehrmals mit "Mörder" und "Soldaten sind Mörder" besprüht. Darüber war meine Mutter sehr traurig und die Polizei spielte natürlich alles herunter und fand keinen Verantwortlichen. Aus dem Gottesdienst sonntags würden diese Leute mich wahrscheinlich auch gern vertreiben, aber das klappt nicht. Woher ich das weiß? Mein Auto (Ich muss immer in die Kirche fahren.) wurde einmal mit Steinen beworfen, dabei ging eine Scheibe zu Bruch. Na klar gab es bis heute keinen Verantwortlichen.

Anfangs hatte ich ein wenig Angst: heute weiß ich, dass das alles Ideologen und Feiglinge sind. Vor solchen Leuten habe ich keine Angst mehr, seit mir ein Jude unlängst in Warschau erklärte, wie er erst Faschisten und dann Kommunisten überlebte.

Außerdem wurde in einem kleinen Dorf in unserer Nähe ein Gedenkstein für einen in Afghanistan gefallenen Kameraden, den ich gut kannte, direkt neben der Kirche enthüllt. Es kamen selbsterklärte Friedensaktivisten/Innen aus der ganzen Umgebung: Kirchengruppen, Antifa, usw.-sie wollten die Veranstaltung stören bzw. beenden. Die Vorsitzende des Gemeinderates stellte sich mit anderen Frauen auf die Straße Richtung Kirche und sagte, dass nach altem Recht von 1848 seit dem Preußisch -Dänischem Krieg 1848 jeder Gefallene des Dorfes unabhängig für wen und wann und wo er/sie kämpfte ein Gedenkstein von der Gemeinde bekommt (als Mahnung für den Frieden).

Die "Aktivisten/Innen" meinten, dass dies nur reine Kriegsverherrlichung wäre. Aber diese Frauen ließen sich nicht einschüchtern und gaben den Weg nicht frei. Dann kamen ihnen einige Bauern zu Hilfe als die Frauen (!)bedrängt wurden, zum Glück waren vernünftige Polizisten vor Ort. Somit blieb alles friedlich. In der Presse stand natürlich nichts darüber.

Ich schreibe es hier jeder und jedem klar und deutlich hin: Ich gehe als Rettunsassistentin und Soldatin in Einsätze nicht trotz das ich Christin bin, sondern WEIL ich Christin bin!

Danke evangelisch.de für diese sehr guten Pages. Es macht sehr viel Spaß hier zu lesen und es ist auch vieles sehr interessant. Die zum Teil sehr unterschiedlichen Auffassungen, die Sie vertreten, sind für mich zweifellos okay. Mitglied in der community werde ich aber lieber erstmal nicht. Ich deutete die Gründe ja an. Bitte verstehen Sie das.

Meike, Dein Beitrag hatte mir Mut gemacht hier auch einmal zu schreiben. Danke dafür! Vielleicht schreiben ja noch andere.

Mit christlichen und kameradschaftlichen Grüßen,

Gästin

P.S.: Deiner Tastatur entnehme ich, dass Du gerade unterwegs bist: Komm gut heim, Gott schütze Dich! Und darum hier etwas zum Singen:

Verfasst von HenrikSchmitz am 3. Januar 2010 - 17:28.
Kommentar auf: RE: Taube

RE: RE: Taube

Vielen Dank für diesen ausführlichen Kommentar. Gern bleiben wir mit...

Vielen Dank für diesen ausführlichen Kommentar. Gern bleiben wir mit Ihnen in Kontakt. An einer Stelle möchte ich die Präses allerdings in Schutz nehmen. Frau Göring-Eckardt LÄSST hier nicht ihre Parteimitgliedschaft erwähnen. Wir erwähnen diese bei Politikern in der Regel immer, so wie dies auch andere Medien tun. Ausnahmen bestätigen natürlich auch die Regel.

Mit besten Grüßen

Henrik Schmitz

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