Jugendgewalt - In Bad Godesberg, ein Stadtteil in Bonn, der ehemals Hort der Diplomaten war, gibt es einen neuen Konflikt zwischen Jugendlichen. Migranten und Gymnasiasten schlagen sich im Kurpark, viele haben Angst. Mit dem Wegzug der Regierung nach Berlin hat sich einiges verändert in Bad Godesberg. Das Theater Bonn hat eine Journalistin in den Stadtteil geschickt, die mit den Beteiligten gesprochen und ein schonungsloses Bild gezeichnet hat.
"Ich wage mich abends nicht mehr dorthin, das ist mir zu gefährlich geworden." Der 17 Jahre alte Bonner Gymnasiast meidet den südlichen Stadtbezirk Bad Godesberg, seinen Namen will er lieber nicht nennen. "Die "Kanaken" warten nur darauf, einen abzuziehen." Verhältnisse wie in der Bronx, Neukölln oder Pariser Vorstädten sind es nicht - aber "BadGo" ist für viele zu einem "NoGo" geworden. Nach dem Regierungsumzug vor zehn Jahren hat sich das Bild rasant gewandelt. Der einst beschauliche Kur- und Diplomatenort droht wegen Jugendgewalt und Gangs in Verruf zu geraten.
Vor allem schwelt ein neuer Konflikt: Migrantenkinder, die sich als benachteiligte Verlierer sehen, bringen sich gegen Elite-Sprösslinge aus gut betuchten Elternhäusern in Stellung. Bereits mehrfach ist es zu Zusammenstößen der Parallelwelten gekommen - einmal in einer Massenrandale mit Baseballschlägern, Schlagringen und etlichen Verletzten im Kurpark. Lehrer und Sozialarbeiter machen auch die Gymnasiasten mitverantwortlich: Sie legten Arroganz an den Tag. "Die Schere wird immer größer."
Theater ließ recherchieren, jetzt gibt's ein Stück
Die Bestandsaufnahme unter der Oberfläche bloßer Randale besagt: Es sind zwei Welten, die hier provokativ aufeinanderprallen. Migranten-Jugendgangs, bei denen "Gangsta-Rap" und "Kanaken-Deutsch" die Tonlage bestimmt und die sich selbst stolz "Ausländer" nennen, wollen sich über Gewalt profilieren. Besonders im Visier: Schüler der beiden renommierten Privatgymnasien im Ort: dem jesuitischen Aloisius-Kolleg (AKO) und dem Pädagogium (PÄDA).
Die Lage veranlasste das Theater Bonn zu einem Recherche-Auftrag an die Autorin und Journalistin Ingrid Müller-Münch. Das Ergebnis liegt jetzt als Buch vor (Ingrid Müller-Münch: "Zwei Welten"). Zugleich wird ein Dokumentations-Theaterstück aufgeführt, die Premiere ist am 30. Oktober. "Es wird mit der Illusion aufgeräumt, hier sei alles in Ordnung", sagt Müller-Münch. Etwa 60 Personen, darunter Polizeibeamte, Lehrer, Sozialarbeiter und Jugendliche beider Seiten, hat sie interviewt. Um offene und authentische Aussagen zu erhalten, wurde Anonymität zugesichert.
"Deutsche trauen sich nicht, draufzuschlagen"
Was meist als Tabu behandelt wird, kommt hier klar zur Sprache: Jugendliche mit "Migrationshintergrund" sind - nach eigener Einschätzung - gewaltbereiter als Deutsche. Die deutsche Rechts- und Werteordnung wird nicht anerkannt. Vor allem Gymnasiasten gelten als "Opfer", denen man "Para" (Geld), Handy oder MP3-Player "abzieht". Oft fange Randale mit harmlosen Bemerkungen an, wie "Gib mal Kippe deutscher Pisser", berichtet ein AKO-Schüler, eine falsche verbale Reaktion kann böse Folgen haben - ihm wurden die Vorderzähne ausgeschlagen.
Ein 19-jähriger syrischer Kurde wird von Müller-Münch zitiert: "Ich sag nicht, Deutsche sind schwach, aber die trauen sich nicht wie Ausländer, draufzuschlagen. Sie lassen sich auch viel gefallen. Die wehren sich nicht. Die tun nur zu ihren Eltern gehen und sagen, der hat mich geschlagen." Auf der anderen Seite der AKO-Schüler: "Die nutzen es natürlich auch aus, dass wir ne ganz andere Hemmschwelle haben als die. Also zum Beispiel, wenn ich jetzt zu einem hinginge, den anmache, hey, was willste, dann hätte ich sofort eine gekriegt."
Sieben konkurrierende Jugendbanden
Ein CDU-Lokalpolitiker berichtet von sieben Jugendbanden in Bonn - "hübsch sortiert" nach Migrationshintergrund. "Zwei Bonner Problemviertel, Tannenbusch und Medinghoven, haben vor allem solche Gangs. Die verabreden sich regelrecht zu Keilereien. Die kommen ganz schnell nach Bad Godesberg, wenns sein muss."
Die Bonner Gangs konkurrieren auch untereinander. Ihre Raps stellen sie ins Internet, etwa die "BBA" (Brüserberg Asis) oder die "MV" (Medinghover Viertel). Star der Szene ist der Kurde Xatar mit seinen Gewalt- und Macho-Texten: "In der G-Star ein Schlagring mit dem du draufboxt, jeden ausknockst." Vor kurzem gab es nahe seiner Wohnung eine Banden-Schießerei mit Polizei-Großeinsatz.
Zwei Welten nebeneinander
Auch anderswo gebe es die Problematik der zwei nebeneinander existierenden Welten, erklärt Müller-Münch. "Die Besonderheit von Bad Godesberg liegt darin, dass diese Entwicklung rasant mit dem Wegzug von Regierung und Bundestag, den Diplomaten und dem ganzen Personal einsetzte." Im Villenviertel wohnen nach wie vor pensionierte Diplomaten und Ministerialbeamte sowie gut situierte Bürger - auch Ex-Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) wohnt hier. Gut verdienende Manager der Telekom und der Post sind neu hinzugekommen.
Doch in anderen Straßen zogen immer mehr Ausländer und Migranten anderer Schichten ein. Das Stadtbild bildet die Kluft ab: Die Gattin eines Ex-Diplomaten teilt sich die Fußgänger-Straße mit der verschleierten Muslimin oder dem Marokkaner im traditionellen Kaftan. Unweit von Gründerzeitvillen gibt es Läden wie aus dem Orient, Döner und Ramsch. Das Viertel erlebt einen Umbruch und die Angst steigt. Eine Anwohnerin sagte Müller-Münch: "Mit den Botschaftskindern war es hier ein wunderschönes Leben und man brauchte keinerlei Angst zu haben."














Kommentare
RE: Zwei Welten: Mit Schlagring gegen Elite-Schüler
Die manifestierte Blödheit der Bevölkerung ist beinahe schon mit den Händen zu greifen. Die "Gutmenschen" sind nicht "Gutmenschen" weil sie sich dafür entschieden haben, sondern weil es ihnen so gelehrt wurde, bzw es so aufgenommen haben.
Ich selber habe in Berlin Tiergarten studiert, und habe nicht ansatzweise gewusst, dass ich kein Idiot wie jeder andere in meiner Klasse gewesen bin. Die Nebenklasse war zu 90% gefüllt mit Türken. Klar war das im Sportunterricht sehr unangenehm, aber wir haben es alle so hingenommen. Wir kannten schließlich nichts anderes.
Nun dann bin ich nach Ungarn gezogen, und habe die letzten 3 Jahre des Gymnasiums trotz schweren sprachlichen Barrieren erfolgreich (Abi 1.8) absolviert. Das wäre mir in Deutschland niemals passiert, nicht auf dieser Schule. Ich habe sogar ohne Deutschunterricht in Ungarn meine deutschen Sprachfähigkeiten noch mehr gesteigert als ich es in Deutschland hätte getan - was man durchaus als Paradox ansehen könnte!
Wieso aber? Was war anders? Ganz einfach: Die Disziplin. In der ungarischen Schule gab es so gut wie keine Ausländer, und auch keinen Rassismus. Allein die Zigeuner, die sich dort verbreiten wie in Deutschland die Türken machen Probleme - es ist exakt das selbe Problem. Aber diese Schule war von denen isoliert, weil sie einfach nicht den Anforderungen entsprachen, um auf die Schule zu kommen. Es gibt dort Einstiegsprüfungen für das Gymnasium, richtig.
Ich wurde widerum schon am ersten Tag von Zigeunern angemacht! Als ich jedoch erwähnte, ich sei Deutscher, und als ich dann natürlich möglichst schnell abgehauen bin, haben sie mich in Ruhe gelassen.
Nun bin ich wieder in Berlin an der Freien Universität und studiere Jura mit dem Ziel, _wahre_ Gerechtigkeit auf die Welt zu bringen. Und dafür ist eine totalitätre Aufklärung der Bevölkerung über die Lügen, Betrügereien und Schandtaten der Machthaber und der Kapitalisten nötig. Denn seit ~1949 gehört Deutschland nicht mehr den Deutschen. Mir ist dies nicht wichtig - was mir aber wichtig ist, ist die Schuld und das Verbrechen der damaligen Westmächte. Amerika ist ja heute noch dabei, die Welt zu erobern.
Wie dem auch sei, dieses Thema bringt mich auf eine Idee. Vielleicht ist geplant, dass die Bevölkerungen mental destabilisiert werden, indem man ihnen ungebildete, aggressive und kriminelle Einwanderer zuschiebt, die widerum selber zu Rechtsextremismus tendieren. Und dabei darauf achtet, dass diese auch in der Überzahl bleiben im Vergleich zu den gebildeten Einwanderern. Die Islamisten sind dabei das ideale Werkzeug, denn es differenziert sich so extrem von dem Christentum geprägten Europa, dass es zwangsläufig zu bevölkerungsinternen Auseinandersetzungen kommen wird - früher oder später. Dadurch, dass dieses Thema in den Medien und durch Politiker verschwiegen wird, schürt es nur an der Gedult der benachteiligten Menschen, bis sie aufmucken und von Gutmenschen (Besser: Idioten) niedergeschlagen werden, da es u.a so im Gesetz fast unveränderbar steht.
Und wogegen gehen die Leute an? Wie ein Stier an das rote Tuch, das ihm vorgehalten wurde. Was ist mit dem Matador, der das Tuch hält? Ja, den könnte man auch angreifen. Aber daran zu denken, dass es einen Organisator des Ganzen gibt, steht völlig außer Betracht. Denn es ist weder das Tuch (die besagten kriminellen Ausländer), noch der Matador (die Politiker), sondern der Organisator (?), den man belangen sollte. Wer das genau ist? Das kann ich nicht konkret sagen. Es gibt sie aber. Und diese Methode, die angewendet wird, und äußerst menschenverachtend ist gegenüber jedem (!), ist nur eine von vielen.
Nur eine einzige von vielen komplexeren Methoden, die ein einfacher Mensch garnicht überblicken kann.
Denkt darüber nach, benutzt euren Verstand und recherchiert selber nach, wenn euch das Wohl eurer Familie, Euch selbst und die eurer Mitmenschen wichtig ist. Und dies gilt nicht nur für Deutsche, sondern für jeden Menschen auf der gesamten Welt.
In Anbetracht der Tatsache, was die "heutigen Westmächte" noch so treiben, würde es mich ebenfalls nicht verwundern, wenn die Sache mit Hitler, also sein bösartiges Bild an sich, eine Fasade ist. Ich traue es besonders den kriegswütigen und kapitalistischen USA zu. Das heutige Resultat sehen wir nun klar vor Augen: Die Geburt vieler Gutmenschen. Ich war auch einer von ihnen, ich dachte ich war frei und hätte meine EIGENE Meinung zu den Dingen. Es war nicht meine eigene Meinung, die ich getragen habe, es war die meines gesamten Umfeldes.
Wieso ich mich traue, dies alles zu sagen?
Weil ich nun weiß, dass ich niemals wirklich frei gewesen bin. Ihr seid es auch nicht. Ihr sollt aber denken, ihr wärt es. Das denkt ihr auch. Somit funktioniert ihr so, wie "gewollt". Dass dies so geplant ist, sollte jedem Sorgen bereiten...
In Honorem Veritas,
Vera Juratia.
RE: Zwei Welten: Mit Schlagring gegen Elite-Schüler
Deutsche wandern in den Knast, Südländer bekommen zum 17.Mal Sozialstunden auf "Bewährung", wenn sie draufschlagen. Das ist Deutschland 2009, von 68ern kaputtdogmatisiert....Die Wut in der Bevölkerung wächst und die feige Politik will weiter nur beschönigen, relativieren und vertuschen.
Heimatlose Gutmenschen und Multikultiträumer haben diese importierte "Gewaltkultur" erst ermöglicht und wollen sie uns immer noch als kulturelle Bereicherung verkaufen.
RE: Zwei Welten: Mit Schlagring gegen Elite-Schüler
Na, und was machen unsere staatsfinanzierten Sozialarbeiter... eine nette Theatergruppe zum interkulturellen Dialog...... mal eine Frage, wie lächerlich wollt ihr euch eigentlich noch machen.
Wer wundert sich denn tatsächlich hier noch, das wenn diese unsäglich versagenden Integrationspolitiker die Deutschen zu 361° Toleranz aufrufen, sie keinen mehr finden werden der Ihnen zur Seite steht, wenn sie endlich mal paar in die Fresse bekommen.
Deutschland hat END FERTIG
Der Alptraum des Sozialpolitikers: ein Volk von selbständig Beschäftigten. (Aber dann würde er die Sozialfälle eben selbst importieren.)
RE: Zwei Welten: Mit Schlagring gegen Elite-Schüler
Das, liebe Gutmenschen, ist die Realität in Deutschland.
Wir müssen uns überlegen, wie wir gegen diese Gewalt von Ausländern angehen können.
Lassen wir uns das nicht mehr bieten! Wehren wir uns gegen diese Alltagsgewalt!
RE: RE: Zwei Welten: Mit Schlagring gegen Elite-Schüler
Wie? Der Großteil der Medien verschweigt das Thema. Die Politiker sind zu feige um da was zu machen. Will man was dagegen machen ist man ein Nazi.
RE: RE: Zwei Welten: Mit Schlagring gegen Elite-Schüler
"Wir müssen uns überlegen, wie wir gegen diese Gewalt von Ausländern angehen können."
Na das ist doch wohl klar. Im verstärkten Kampf gegen "Rechts".
http://www.ekd.de/presse/pm282_2009_synode_beschluss_rechtsextremismus.html
RE: RE: Zwei Welten: Mit Schlagring gegen Elite-Schüler
Ich verstehe nicht, warum man als "Elite-Schüler" tituliert wird, wenn man auf einem Gymnasium zur Schule geht.
Überall sind dagegen Bestrebungen im Gange, siehe Hamburg, die Bildungsstruktur weitestgehend zu nivellieren. Von daher bestehen ohnehin immer weniger Unterschiede zwischen integrierten Gesamtschulen und Gymnasien. Interessierte und vor allem vermögende Eltern können aber immer noch das "Sytem SPD" fahren: Die IGS erfinden, gegen Gymnasien wettern, aber die eigenen Kinder dann auf dieselben schicken (Rau), oder, wenn schon nicht mehr "elitär" genug, auf eine Privatschule. Ypsilanti lässt grüßen
RE: RE: RE: Zwei Welten: Mit Schlagring gegen Elite-Schüler
Der Verfasser des Artikels hat eine etwas seltsame Auffassung von Recht und Unrecht.
Die Aussage " gib mal Kippe, DEUTSCHER Pisser" ist nicht harmlos.
Für den "anatolischen Ziegenfi***r" gibts eine Anzeige incl. Verurteilung wegen der rechtsradikalen und fremdenfeindlichen Äusserung.
Genaugenommen ist nicht nur der "deutsche Pisser" eine rassistische Beleidigung sondern auch das "harmlos" in dem Artikel.
Mit diesem kleinen Wörtchen "harmlos" könnte man dem Verfasser, wenn auch sicher ungewollt, Rassismus unterstellen.
Und nicht nur dem Autor dieses Artikels sondern genaugenommen auch unserer Justiz, der Politik und vielen unbescholtenen Bürgern.
Mit dieser andauernden Kulturrelativierung unterstellt man, dass Türken und sonstige "Problembären" nicht in der Lage sind, zu erkennen, was sie da sagen.
Türken sind selbstverständlich nicht automatisch dümmer oder kulturell zurückgebliebener als Deutsche.
Aber mit der Kulturrelativierung gesteht man es ihnen zu bzw. unterstellt man es ihnen, unbewusst zwar, aber trotzdem tut man es.
Von Deutschen und den anderen Europäern verlangt man, dass sie zu wissen haben, was fremdenfeindlich und rassistisch ist.
Von den "Problembären" verlangt und erwartet man es nicht.
Man bestraft es auch nicht.
Ausser ein Deutscher vergreift sich im Ton.
Türken verweigert man anscheinend in der breiten Masse das Zugeständnis einer gleichwertigen Intelligenz. Das ist Rassistisch, wäre ich Türke, ich wäre beleidigt.