Rituale - Ist eine Trauerfeier für einen gefallenen Soldaten Sache des Staates oder der Kirche? Beides, meint Militärbischof Martin Dutzmann. Allerdings müsse man dabei die Aufgaben von Staat und Kirche auseinander halten.
Bei Trauerfeiern für gefallene Bundeswehr-Soldaten soll noch sorgfältiger auf die Trennung von Staat und Kirche geachtet werden. Eine solche Feier sei ein Wagnis, weil sie unterschiedliche Interessen miteinander verbinden müsse, sagte der evangelische Militärbischof Martin Dutzmann am Montagabend bei einer Veranstaltung des Zentrums für Religion und Gesellschaft in Bonn zum Thema "Trauerrituale bei der Bundeswehr".
Militärbischof Martin Dutzmann. Foto: epd-bild/Meike Böschemeyer
Es sei aber sachgemäß, dass die Trauerfeiern für in Afghanistan getötete Soldaten gemeinsam von Staat und Kirche gestaltet würden, sagte Dutzmann. Die Kirche habe die Aufgabe, Angehörige, Kameraden und auch die für den Einsatz verantwortlichen Politiker zu trösten. Zugleich stehe der Staat in der Pflicht, Abschied von den Soldaten zu nehmen und ihnen für ihren Einsatz zu danken, etwa durch die Anwesenheit von Politikern.
Rücksicht auf die Wünsche der Angehörigen
Dabei müssten aber die unterschiedlichen Rollen deutlicher werden, als das bei vielen Trauerfeiern bislang der Fall sei, forderte Dutzmann. Die Trennung sei nicht scharf genug, wenn zum Beispiel der Prediger die anwesenden Vertreter des Staates vor den Angehörigen begrüße, oder wenn die Ehrenwachen am Sarg erst nach Beginn des Gottesdienstes auszögen.
Die Trennung von Staat und Kirche während der Trauerfeiern werde auch von der Bundeswehr gewollt, sagte Brigadegeneral Reinhard Kloss, Stabsabteilungsleiter Innere Führung bei den Streitkräften. Die Bundeswehr nehme keinerlei Einfluss auf eine Vermischung der beiden Bereiche. Sie nähme bei der Gestaltung der Trauerfeiern vor allem Rücksicht auf die Wünsche der Angehörigen. Nichts geschehe ohne deren Einverständnis.




Kommentare
Militärbischof: Bei Trauerfeiern Staat und Kirche trennen
Was passiert eigentlich bei einer Trauerfeier? Einerseits gehen die Menschen in eine Kirche, um in der Gemeinschaft der Trauernden Ihren Schmerz besser bewältigen zu können. Andererseits gehen sie in ein Gotteshaus, in dem der Gott zu Hause ist, der als Allmächtiger - das soll er sein - dieses Unglück nicht verhindert hat. Und der als Allwissender ihren tiefen Schmerz genau vorausgesehen hat. Und der zudem als Allgütiger - auch das soll er sein - dieses Unglück allemal hätte verhindern müssen. Sie gehen also zu einem Gott, der das Unglück geschehen ließ, obwohl er es hätte verhindern können. Ob sie den Widerspruch in ihrem Verhalten erkennen?
Mein Gott - wann hören
Mein Gott - wann hören Korinthenkacker endlich mal auf Bischöfe und Generäle zu werden? Wenn ihr alle nicht mehr an Gott glaubt, dann lasst es halt einfach bleiben - aber beerdigt mir wenigstenes die Jungs, deren Tod ihr Arschlöcher alle miteinander "demokratisch" verursacht habt, auch miteinander und nicht gegeneinander. Ihr seid doch alle total bekloppt. "Nie wieder Krieg" - und dann das: gefühllose Barbaren streiten sich - Mitgefühl heuchelnd - um die Modalitäten einer Soldatenbeerdigung. Leute: Die Jungs sind vorher schon verreckt und da davor hätten sie euch Schwachsinnige bereits gebraucht.
http://youtu.be/Yqa82hSWohc
Trauerfeier für gefallene Soldaten
Rituale - Ist eine Trauerfeier für einen gefallenen Soldaten Sache des Staates oder der Kirche?
Sie ist eindeutig Sache des Staates. Nur wenn die Angehörigen christlichen Beistand/ Trost wollen, sollte auch ein Geistlicher anwesend sein. Wenn der gefallene Soldat bzw. dessen Angehörige nicht christlich sind und keinen christlichen Beistand möchten, hat die Kirche bei der Trauerfeier m. M. nach nichts zu suchen.
Der Staat ist in etwa so
"Der Staat" hat in etwa so viel Ahnung von einer transzendenten Realität und Mitgefühl für seine Bürger wie seine Kassen chronisch leer sind und er Kriege auf Pump führt. Da kann ich nur hoffen: "Gott mit uns." Ach ja - den Spruch darf ja kein deutscher Soldat mehr auf seiner Gürtelschnalle tragen, um Atheisten nicht zu verprellen.
Das sollte auch für andere Unglücke/Totenfeiern gelten!
Mutig und richtig, darüber laut nachzudenken!
Deutschland besteht nicht mehr aus 95%Christen!
Es gibt Juden,Muslime,Atheisten,Humanisten,Aleviten, Jesiden,Buddhisten,.....(nicht sauer sein,wenn ich nicht alle aufzähle)
Ihnen gemeinsam ist, Bürger dieses Staates zu sein, das sollte sich auch in der Durchführung und Gestaltung einer großen,öffentlichen Trauerfeier niederschlagen!!!
Danke!
Leeres antichristliches
Leeres antichristliches Geplapper.