Kirche - Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat sich hinter seine Vorsitzende Margot Käßmann gestellt. Ihr sei "einmütig" das Vertrauen ausgesprochen worden, hieß es. Käßmann selbst kündigte eine Erklärung für 16 Uhr an.
Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, hat für den Mittwochnachmittag eine Erklärung angekündigt. Die hannoversche Landesbischöfin will um 16 Uhr im EKD-Kirchenamt in Hannover vor die Presse treten. Nach Informationen verschiedener Medien wird erwartet, dass sie von ihren kirchlichen Leitungsämtern zurücktritt. Gegen die 51-jährige Theologin wird wegen Alkohols am Steuer ermittelt. In der gemeinsamen Einladung von EKD und hannoverscher Landeskirche wurden indes keine Details genannt.
Die Spitzen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hatten sich nach der Trunkenheitsfahrt der Ratsvorsitzenden Margot Käßmann hinter die Bischöfin gestellt. In einer am Mittwochmorgen verbreiteten Erklärung sprach der Rat der EKD der hannoverschen Landesbischöfin "einmütig" sein Vertrauen aus. Zuvor hatten sich bereits Synodenpräses Katrin Göring-Eckardt und deren Stellvertreter an der Spitze des Kirchenparlaments, Günther Beckstein, hinter Käßmann gestellt.
Wie es in der am Dienstagabend zwischen den 14 Ratsmitgliedern in einer Telefonkonferenz abgestimmten Erklärung heißt, will der Rat auf einer turnusgemäßen Sitzung noch in dieser Woche eine "abschließende Bewertung" vornehmen. "In ungeteiltem Vertrauen überlässt der Rat seiner Vorsitzenden die Entscheidung über den Weg, der dann gemeinsam eingeschlagen werden soll", heißt es. Regulär ist eine Tagung des obersten Leitungsgremiums der EKD für Freitag und Samstag im bayerischen Tutzing vorgesehen.
Strafbefehl droht
Käßmann war am Samstagabend in Hannover mit 1,54 Promille Alkohol im Blut von Polizisten am Steuer ihres Dienstwagens gestoppt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Der 51-Jährigen drohen ein schriftlicher Strafbefehl, eine Geldstrafe von einem Monatsgehalt und der Entzug des Führerscheins für bis zu ein Jahr.
Käßmann erklärte, sie habe einen schlimmen Fehler begangen. Ihr sei bewusst, wie gefährlich und unverantwortlich Alkohol am Steuer sei: "Den rechtlichen Konsequenzen werde ich mich selbstverständlich stellen."
Rückendeckung von Synodenpräses Göring-Eckardt
Synodenpräses Göring-Eckardt sagte der ARD, sie schätze, wie viele andere auch, Käßmanns Arbeit als Ratsvorsitzende "außerordentlich". Sie wisse aus persönlichen Gesprächen, dass die Bischöfin von ihrem Fehler selbst am meisten getroffen ist und respektiere, dass sich Käßmann jetzt für eine Weile zurückziehe. Nach Bekanntwerden der Ermittlungen am Dienstag hatte die Theologin alle weiteren öffentlichen Termine für diese Woche abgesagt.
Göring-Eckardts Stellvertreter Beckstein sagte der ARD, er halte es für "völlig eindeutig", dass Käßmann im Amt bleiben kann: "Bei uns ist ein Bischof kein Heiliger."
Käßmann war im Oktober vergangenen Jahres an die Spitze der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gewählt worden und repräsentiert in dem Amt 25 Millionen Protestanten. Als hannoversche Landesbischöfin ist sie seit zehn Jahren im Amt.
Die Diskussion unserer Leser zur ersten Meldung über die Alkoholfahrt der Bischöfin finden Sie hier. Sie sind natürlich auch herzlich eingeladen, unter diesem Artikel weiterzudiskutieren.












Kommentare
schade, aber es passt zu ihr...
... waren meine ersten Gedanken als ich von dem Rücktritt hörte. Wenn alle ihre Kritiker genau diese Konsequenz mal an den Tag legen würden, weiss ich nicht, wie viele und ob überhaupt irgendeiner dann von ihnen noch übrig bliebe. Ich finde Frau Käßmann sehr beeindruckend und wünsche Ihr von Herzen, dass sie für sich persönlich jetzt den richtigen Weg findet.
Angela Siebert
Respekt und Bedauern
Jetzt können sich alle selbsternannten Heiligen scheinheilig auf die Schenkel klopfen und sich freuen. Käßmann hat aufgegeben. Zum Glück hat sie das nicht, sondern einfach nur Konsequezen gezogen. Konsequenzen, dass die Bischofkonferenz eben nicht hinter ihr stand - oder hat sich nur einer persönlich und öffentlich zu ihr bekannt? Nein, sie sollte selbst entscheiden. Geh oder erstick später an deinen Taten. Mich schaudert, wenn man so bigott ist und dann christlichen Glauben verkündet...
http://nepidd.wordpress.com/2010/02/24/respekt-und-verargerung/
Mit großem Bedauern ...
habe ich in dem Medien vom Rücktritt von Fr. Käßmann gelesen. Ich bin kein Christ aber Fr. Käßmann hat mich manches Mal überlegen lassen wieder der Kirche beizutreten.
Ich denke eine menschliche Schwäche an den Tag zu legen ist kein Grund für einen Rücktritt.
Sind wir nicht alle nur Menschen?
Ich hoffe Fr. Käßmann wird Ihre Entscheidung noch einmal überdenken.
Mit freundlichen Grüßen
A: Dehorn
unbedingt im Amt bleiben
Ich finde es furchtbar was passiert ist, nicht auszudenken was noch passiert wäre.
Aber sei es drum, auch wenn Frau Käßmann durch ihr Amt stark in der Öffentlichkeit steht, fände ich es wirklich schade wenn sie zurücktreten würde.
Sie war zu diesem Zeitpunkt privat unterwegs und ich bin der Meinung was Privat ist, sollte auch privat bleiben - wer hat dies eigentlich in die Öffentlichkeit getragen? bzw. wer könnte davon profitieren?? Das können ja nur welche sein die schonn länger am Stuhl sägen.
Am besten es regen sich nur die auf die noch nie Fehler gemacht haben und dann sehen wir mal was bleibt.
Frau Käßmann ist auch nur ein Mensch wie man sieht und das macht sie nach meiner Meinung zu einer Person die für dieses Amt richtig geeignet ist. Was nützt uns evangelischen eine Person die vom Leben und Erfahrungen nur erzählt???
Also Frau Käßmann bitte haben sie Mut gegen all diesen Sturm und bleiben so nett, offen und ehrlich in all Ihrem Tun.
Rücktritt als Ratsvorsitzende und Bischöfin!
melden ZDF und NDR, leider ...
Nun bleibt nur still einen Tropfen wegzuwischen und weiter aufmerksamer denn je zu bleiben gegen wohlinszenierte fromm-scheinende Putschversuche aus der Fundi-Ecke. An der Alkohol-Fahrt liegt es ja eigentlich nicht ... Das war längst vorher eingestielt, diesmal erfolgreich ...
Frau Käßmann persönlich könnte ich ja verstehen, ihr und ihren Angehörigen neide ich den Druck der vergangenen Tage, Wochen, Monate wirklich nicht ... und ohne wirklich galubhafte Unterstützung aus dem Rat? Sie mags persönlich konfortabler haben in Zukunft ...
Es wird wohl ein bisschen weniger lebendig, ein wenig weniger mutig, ein bisschen kälter und langweiliger und abgestandener bei Kirchens.
Fritz
Rücktritt von Landesbischöfin Käßmann
Was wird dieses bedauernswerte Opfer der konservativen Medienhetze denn nach ihrem Rücktritt machen ? Das Vorbild eines Michel Friedman läßt Schlimmstes befürchten. Hoffentlich bleibt uns wenigstens ihr Auftritt in irgendwelchen Talkshows fortan erspart.
Der britische Verteidigungsminister Profumo trat am Tage nach seinem skandalumwitterten Rücktritt einen gemeinnützigen Dienst in einer Volksküche an. Aber das war auch noch ein Gentleman alter Schule.
Für Bischöfin Käßmann schlage ich zur Schadensbegrenzung vor:
Ein Jahr auf der Wartburg und Anfertigen einer gender-korrekten Übersetzung der Straßenverkehrsordnung.
Don Pasquillo
Nachrichtenüberblick Rücktritt? Käßmann
Hier mal ein Nachrichtenüberblick aus dem Web zu dem Thema. Ist schon heftig, was da abgeht:
Fehltritt mit Spätfolgen?
Bischöfin Käßmann tritt zurück
EKD-Vorsitzende Käßmann tritt angeblich zurück
Margot Käßmann: Rücktritt!
im Amt bleiben!
Menschen sind fehlerhaft - auch Kirchenfrauen - bleiben Sie im Amt, Frau Käßmann
Ich hoffe, dass Frau Käßmann
Ich hoffe, dass Frau Käßmann das nicht tut.
Fehler sind menschlich, und wenn sie wegen einer solchen Lapalie zurücktreten würde, hätte die EKD ihre beste Frau seit sehr vielen Jahren verloren.
Vielleicht sollten die Rücktrittsbeführworter mal Johannes 8, 7 lesen und ihr Verhalten ein wenig überdenken.
Lappalie
Lieber junger Freund,
es ist zwar nicht üblich auf diesen Seiten persönliche Kritik zu üben, aber haben Sie das mit der Lappalie wirklich ernst gemeint? Wenn ja, dann wünsche ich Ihnen, sollten Sie einmal so eine "Lappalie" begehen, daß Sie die volle Härte des (Erwachsenen-)Strafrechts trifft.
Besser noch: Schaffen Sie sich einen anständigen Charakter an - über ein Gewissen scheinen Sie offenbar noch nicht zu verfügen.
Ich werde nach der Lektüre einiger dieser Kommentare künftig jedenfalls noch sorgfältiger bei Grün über eine Kreuzung fahren ...
Don Pasquillo
Respekt vor der Entscheidung
Sie war aber alternativlos. Es gilt jetzt, nicht Täter und Opfer zu verwechseln und sich wohlfeiler Medienschelte zu enthalten.
Sehr geehrte Frau
Sehr geehrte Frau Käßmann,
Ich gehe so gut wie nie in die Kirche, bin trotzdem Mitglied geblieben - nicht zuletzt aufgrund von Ihrer Person!
Eine so wichtige Lichtgestalt darf die evangelische Kirche nicht verlieren!
Ein Rücktritt wäre nicht gerecht gegenüber der Verantwortung die Sie für die evangelische Kirche tragen und auch nicht gegenüber der Tatsache, dass die Medien nun über sie herfallen - auf die Chance Negatives über jemanden von der Kirche zu schreiben, haben doch alle Journalisten nur gewartet.
Also bleiben Sie stark und lernen Sie, wie wir alle, aus unseren Fehlern!
Rücktritt von Frau Käßmann
Hochachtung vor der Entscheidung von Frau Käßmann.
Dazu gehört viel Mut und Kraft.
Deshalb finde ich es menschlich und persönlich umso bedauerlicher, dass Frau Käßmann den Rückzug wählen musste.
Die evangelische Kirche wird zurzeit wohl kaum einen adäquaten Ersatz für den Posten finden.
Nicht zurücktreten bitte!!!
Bitte nicht einknicken! Jeder macht Fehler. Wir brauchen echte Menschen in der Kirchenleitung!
Pro Frau Kässmann
Die Spitze der evgl. Kirche sollte die Bischöfin von ihrem Rücktritt abhalten. Sie macht einen hervorragenden Job. Ich wüßte momentan niemanden der besser wäre. Wir sind alle nur Menschen. Wie heißt es inder Bibel? Wer da ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein. - Die Presse ist einfach nur zynisch und gemein mit den hämischen Kommentaren.
Schade aber leider verständlich
Schade - mit Frau Käßmann verlieren wir eine tolle Repräsentatin und eine kraftvolle Stimme für die evangelische Kirche. Persönlich und menschlich ist der nun ja ganz offensichtlich zu erwartende Rücktritt beklagenswert. Auf der anderen Seite war ihr Verhalten bedauerlicherweise vollkommen unverantwortlich, der Rücktritt erfolgt somit nicht ohne gute Gründe. Ich persönlich hätte mir anstatt eines Rückzugs einen Verbleib im Amt und einen offensiven und ehrlichen Umgang mit dem Vorfall gewünscht - offenbar kommt es nun aber anders. Bedauerlich, aber verständlich - und eine mehr als deutliche Mahnung zu verantwortungsbewusstem Umgang im Straßenverkehr.
Die Suche nach einem Nachfolger wird auf jeden Fall nicht leicht werden.
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"Frischer Wind" auf ScienceBlogs.de
"Fragen an ein Buch" auf evangelisch.de
Ich bin fest überzeugt davon,
Ich bin fest überzeugt davon, dass sie sich bei allen Protestanten entschuldigen wird UND soviel Rückrat beweisen wird ihr Amt in Zukunft ohne "Skandale" weiter zu führen.
Ich glaube die wirkliche Enttäuschung wäre es, wenn sie jetzt zurück tritt. Für mich zumindest.
Ich hoffe irgendwann verklagt mal jemand die BILD - Zeitung wegen Kindesmissbrauch bzw. sexueller Belästigung Minderjähriger. Die Seite 1 sollte mal vom Jugendschutz untersucht werden.
Typisch, Bild polarisiert und
Typisch, Bild polarisiert und hetzt andere Medien auf das Thema "Rücktritt" ein und alle kopieren es anstatt bis um 16 Uhr zu warten. Sollte Frau Käßmann davor gewillt gewesen zu sein um nicht zurückzutreten und dies nun aufgrund des besch....enen Mediendrucks nachgibt, so ist das ein schwarzer und trauriger Tag in der Geschichte der Evangelischen Kirche in Deutschland!
Frau Käßmann, ich glaube weiterhin an Sie und schätze Sie sehr, jede/r macht Fehler, aber das ist kein Grund zurückzutreten!
Die Meldung stammt nicht von BILD...
...die in diesem Fall offenbar selbst nur kopiert:
Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, tritt mit sofortiger Wirkung von ihrem Amt zurück. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung vorab erfuhr, zieht sie damit die Konsequenzen aus der Autofahrt unter Alkoholeinfluss am vergangenen Wochenende.
http://www.faz.net/s/RubC4DEC11C008142959199A04A6FD8EC44/Doc~EB7AE7522E3E64D5AA7BD01D825E27B54~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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"Frischer Wind" auf ScienceBlogs.de
"Fragen an ein Buch" auf evangelisch.de
Es ist bedauerlich und leider
Es ist bedauerlich und leider für dieses Land typisch, wenn eine starke Frau wie Frau Käßmann über den geheuchelten Puritanismus der "Anständigen" und "Vernünftigen" stolpert.
Wir brauchen Sie und ich hoffe Sie übt Ihr Amt auch weiterhin aus!
Rücktritt??
Ich hoffe, die Nachricht stimmt nicht!!!!
Bitte lasst die Kirche im Dorf!
Ich will weder die Bedeutung einer Straftat noch die Gefährlichkeit einer Fahrt unter Alkoholeinfluss kleinreden. Aber dennoch:
Es ist schon etwas Anderes, ob jemand gezielt und bewusst Anderen Schaden zufügen will (indem er wild schießend durch die Gegend läuft, mit Vollgas durch eine belebte Fußgängerzone fährt oder was auch immer) - oder er/sie angetrunken in ein Auto steigt in der (allzu oft trügerischen) Annahme, schnell und unbemerkt heil nach Hause zu kommen.
Frau Käßmann wollte mit Sicherheit niemanden gefährden und hat im Endeffekt ja auch keinem geschadet - außer ihrem Ruf als moralische Instanz.
Ich hoffe sehr, dass sie in ihren Ämtern verbleibt.
... wer ohne Schuld ist, der
... wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein.....
Bild.de meldet Rücktritt
Bild.de meldet als Aufmacher bereits den Rücktritt von Käßmann, ddp spricht von "angeblich".
via @DerWesten
Jannis | evangelisch.de
Netzfeuilleton.de - Medien, Meinung, Kultur" | Follow me on Twitter
Liebe Frau Käßmann, gerade
Liebe Frau Käßmann,
gerade lese ich, dass sie wohl auf der Pressekonferenz bekannt geben werden, dass sie zurücktreten.
Sollte das wirklich stimmen, kann ich zu diesem Schritt nur mein Bedauern ausdrücken. Zumindest wenn es wegen der Ereignisse der letzten Tage ist.
Natürlich war es ein Fehler...darüber muß man auch nicht diskutieren. Aber Menschen machen Fehler und ich finde, dass es der Kirche auch mal gut tun würde, das anzuerkennen und nicht immer alles zu verurteilen!
Ich habe die Moral, Ihr die Probleme...
So, wie diese oberste Repräsentantin der Evangelischen Kirche auftritt, muß sie sich nun auch selber beurteilen lassen: Strengste moralische Maßstäbe!
Wer sich, da Frau und daher nicht mit dem Makel des "falschen" Geschlechts belastet, dermaßen als vollkommen und unfehlbar geriert, sollte nicht über einen gleichgeschalteten Varlautbarungsapparat Huldingungsadressen kreieren lassen. Das setzt dem ganzen noch die Krone auf.
Man stelle sich vor, ein Herr Ackermann von der Deutschen Bank hätte so etwas getan. Da wär aber was los, da würde das Feindbild wieder stimmen. Für Frau K. sollen aber nun plötzlich andere Maßstäbe gelten?
Daher gibt's nur eins: Zurücktreten!!
Pfarrer sind auch nur Menschen
Ich finde es gut, dass sich der Rat der EKD hinter Frau Käßmann stellt und hoffe, sie nimmt die Stimmen jener, die mit Empörung reagieren, nicht zum Anlass, zurückzutreten.
Auch Pfarrer sind nur Menschen und leisten sich den einen oder anderen Fehltritt. Ich finde es gut, dass sie dafür vor dem Gesetz dafür gerade steht und nichts beschönigt. Alles andere ist aber ihre Sache und sollte für die Öffentlichkeit damit auch erledigt sein.
Das Ausmaß dieser Verfehlung steht meines Erachtens in keinem Konflikt zu ihrer Glaubwürdigkeit und ihrer Aufgabe.
In wenigen Wochen wird es zudem in der Öffentlichkeit niemanden mehr interessieren. Für die EKD wäre der Verlust von Frau Käßmann im Amt der Ratsvorsitzenden aber eine Verlust auf Jahre hin.
Ich hoffe, Frau Käßmann lässt sich davon nicht aus der Bahn werfen. Der deutsche Protestantismus braucht sie!
Eine Frage des Anstands
Als Strafrichterin habe regelmäßig über Trunkenheitsfahrten zu entscheiden, die nicht selten - wenn auch "nur fahrlässig" - das Leben anderer Menschen beenden und den Angehörigen tiefes Leid zufügen. Sollen diese Menschen ernsthaft christlichen Trost von jemandem erfahren, der selbst unter erheblichem Alkoholeinfluss gefahren ist und nur Glück gehabt hat, dass bei dem Rotlichtverstoß nicht andere Verkehrsteilnehmer geschädigt worden sind!? Welch ein Hohn!! In strafrechtlicher Hinsicht ist Frau Käßmann wie jede andere Täterin "ohne Ansehen ihrer Person" zu behandeln und zu verurteilen, aus moralische-ethischer Sicht ist ihr Rücktritt vom Amt jedoch geboten.
Mutmaßung = Anmaßung
Einer Strafrichterin, die - so nehme ich mal an - mit dem Fall Käßmann nicht betraut ist, aber trotzdem gegen das Gesetz der Unschuldsvermutung vor der rechtskräftigen Verurteilung verstößt und gleichsam ein "Fernurteil" spricht, sei im Interesse des Rechtsstaats der eigene Rücktritt vom Amt dringend anzuraten.
"You can fool some of the people all of the time, and all of the people some of the time, but you can not fool all of the people all of the time." (A. Lincoln zugesprochen)
Manche Kirchenleute sähe ich lieber vor als hinter mir stehen!
Für mich klingt das Statement nach freundlich-unverbindliche Grußadresse mit vergiftetem Kern, nach Flucht aus Verantwortung für anstehende Entscheidungen und Verweigerung eines kirchenleitendes Wort zur Orientierung und mäßigung für ein irritiertes Kirchenvolk. Sehr einsam und alleinlassende Worte.
Man hätte sagen können, wenn gewollt: "Wir wollen mit Frau Käßmann weitermachen als Ratvorsitzende" oder "Sie wird zurücktreten/ abgesetzt". So erinnert es mich an Verlassen des Raums aller Personen bis auf den einen Offizier unter demonstrativem Hinterlassen eines geladenen und entsichterten Pistole in alten Militärfilmen. Nicht wirklich zuwendend oder solidarisch.
Solche Strategen schaden Kirche wirklich!
Ich sags jetzt nochmal ganz deutlich: Frau Käsmann soll bleiben als Ratsvorsitzende. ALLE gutmeinenden Menschen sind aufgerufen, sich deutlichst und schnell dafür unterstützend einzusetzen.
Fritz
Goldene Brücke
Der Rat der EKD hat der Bischöfin eine Goldene Brücke gebaut, indem er ihr einmütig "das Vertrauen ausgesprochen hat". Dadurch hat Frau Käßmann die Chance erhalten, freiwillig und ehrenvoll zurückzutreten. Wenn sie sich jedoch an das Amt klammert und versucht, die Sache auszusitzen, wird sie jegliche Glaubwürdigkeit verlieren. Jede Stellungnahme der EKD wäre dann in Zukunft nur noch eine Lachnummer.
Kein Vorbild mehr!
Eine geschiedene und vorbestrafte Bischöfin als Leiterin der Evangelischen Kirche ist für mich nicht akzeptabel. Nicht weil ich persönlich nicht damit umgehen könnte, sondern weil ich sehe, wie viel Negatives dieses in bestimmten Bevölkerungsschichten bewirkt. Wir können nicht die mißbrauchten Kinder in der katholischen Kirche beklagen und gleichzeitig mit ansehen, dass durch eine falsche Vorbildfunktion dieser evangelischen Amtsträgerin noch mehr Kinder in sozial schwachen Familien unter Scheidungen und Alkoholmißbrauch leiden.
Vorbild Bischof? Re: Kein vorbild mehr!
"Eine geschiedene und vorbestrafte Bischöfin als Leiterin der Evangelischen Kirche ist für mich nicht akzeptabel. Nicht weil ich persönlich nicht damit umgehen könnte, sondern weil ich sehe, wie viel Negatives dieses in bestimmten Bevölkerungsschichten bewirkt."
- Das finde ich, mit Verlaub, billig. Die Begründung einer Ablehnung ihrer Person von sich selbst wegzulenken auf "bestimmte Bevölkerungsschichten" hat kein Niveau. Entweder man steht zur Ablehnung, oder man lässt es bleiben.
Darüber hinaus ist mir schleierhaft, wo das ganze Vorbild-Gehabe eigentlich herkommt. WER WIRKLICH GLAUBT, in der Stellenbeschreibung eines evangelischen Bischofs oder einer Bischöfin stünde "moralische Reinheit" geschrieben, der möge sich die Katechismen des Protestantismus noch einmal gut durchlesen.
Da stinkt offensichtlich irgend etwas total zum Himmel
Frau Käßmann zu unterstellen, sie sei Alkoholikerin, ist unverschämt. Es gibt Medikamente, die den Alkoholabbau hemmen. Es reicht stinknormaler Hustensaft mit Codein. Aber man kann auch etwas ins Glas geben. Das ein Glas Wein reicht, werde ich im folgenden beweisen:
Ich mache mal folgende Berechnung:
In einem Glas gutem Portwein sind ca. 30 g Alkohol. Frau Käßmann wiegt ca. 50 kg und hat aufgrund ihrer vorhergehenden Krankheit, durch Medikamente oder durch etwas, was ihr in den Wein getan wurde eine geringe Abbaurate des Alkohols. Zum Ausdruck kommt das im Widmarkfaktor. Sagen wir, der liegt bei Frau Käßmann bei nur 0,4.
Dann können wir den Blutalkoholspiegel berechnen, ohne Abbau nach der Formel c= A/(p*r) c-Blutalkoholkonzentration, A-Alkoholmenge, p-Körpergewicht, r-Widmarkfaktor c=30/(50*0,4) c = 1,5
Also 1,5 sind auch nach einem Glas Wein möglich und man kann da nachhelfen, indem man etwas in den Wein gibt, was den Alkoholabbau hemmt. Und dann die Polizei informieren, dass Frau Käßmann jetzt losfährt und die Strecke ist auch noch bekannt und es passt.
Verschwörer an der Leine
Das müssen entweder ein sehr großes Glas oder aber ein sehr starker Portwein gewesen sein. Bitte mal nachrechnen, ggf. auch die Dimensionen der Faktoren in o.a. Formel nachprüfen.
Sollten Sie Mediziner,Apotheker oder Ingenieur sein, wäre ich nur ungern Ihr Patient bzw. Kunde ...
Für einen Romanschriftsteller dagegen haben Sie offenbar ein gewisses Talent. Die Stasi-Verwicklungen vieler protestantischer Kirchenleute (schlag nach bei Besson) gäben einen guten Hintergrund für ein "Maschsee-Gate" ...
Don Pasquillo
Wo bleibt die "Vorbild"-Funktion für die Gesellschaft?
Hätte Frau Käßmann auch nur einen Hauch Taktgefühl, würde Sie nach einem solchen eklatanten Fehltritt den Rückzug vom Amt vollziehen. Sie hat eine Vorbildfunktion in unserer Gesellschaft und da ist es unentschuldbar, das gerade in der Fastenzeit eine Würdenträgerin sich so unglaublich fahrlässig verhält. Das zeigt mal wieder, wie Kirchen generell mit "Vergehen" Ihrer Würdenträger umgehen. Da steht die Evangelische Kirche der Katholischen Kirche scheinbar in nichts nach.
Ein striktes Verhalten wäre hier angebrachter Gewesen, als der Gesellschaft zu vermitteln, das ja bei der betrunkenen Irrfahrt der obersten Kirchenvertreterin nichts mit Leib und Leben Anderer passiert ist und "NUR" eine rote Ampel überfahren wurde.
Es ist meiner Meinung nach unverantwortlich dies einfach "mit Unterstützung" der Kirche auf sich beruhen zu lassen. Frau Käßmann ist nunmal eine Person in öffentlichem Kirchenamt und vertritt die Meinung von 25. Mio Christen in Deutschland. Wenn sich nur alle Fehltritte jeglicher Art in der Privatwirtschaft -von Entscheidungsträgern- so schnell für die Firma ungeschehen machen ließen, wie es die Kirche hier vormacht, hätten wir nie eine Krise gehabt. Empörend, Frau Käßmann, kann ich da nur sagen.
Ratsvorsitzende Frau Käßmann
Sehr geehrte Frau Landesbischöfin, liebe Frau Käßmann,
nach all den sehr differenten Kommentaren, die ohne Zweifel ihre Berechtigung haben, habe ich einen ersten Wunsch und gleichzeitig Bittze: Hoffentlich haben Sie viele gute Freunde, Menschen, die Sie in diesen Tagen trösten, bei denen Sie weinen, sich selbst anklagen können und die Sie die Liebe von 1Kor 13,13 erleben lassen. Sie brauchen viel Zuspruch, um anderen wieder Zuspruch geben zu können.
Ein zweiter Wunsch - und das ist schon eine fast drängende Hoffnung - wäre, Haben Sie die Kraft, Ihr so wichtiges Hirtenamt weiter zu führen. Es wird sicherlich Häme geben, Verleumdung, auch Abwendung. Aber dann wird es viel Zuwendung geben, auch neue, unerwartete, weil eine menschliche Bischöfin, die einige tiefe Täler durchlitten hat, viel deutlicher die Solidarität mit Menschen leben kann, Verständnis aufbringt.
Gibt uns dazu nicht das Ende der Passionszeit einen ganz wichtigen Wink? Hat sich da nicht einer in die Solidarität der Schuldigen hineinbegegeben, dass er uns gleich sei? Er hat uns das Vergeben eingeschärft, nicht die Rücktritte.
Sie werden auf Richter treffen, die sie entsprechend der Gesetzlichkeit verurteilen. Das ist gut und richtig. Aber sie verurteilen nicht Ihre Integtrität. Lassen Sie sich nicht zerstören. Sie sind wichtig als Bischöfin und Frau.
Gott befohlen (Ps. 91,11)
Ein Pastor im Ruhestand
Vielen Dank!
Lieber Pastor im Ruhestand!
Vielen herzlichen Dank für Ihren offenen Brief an Frau Käßmann - wenn es ginge, würde ich ihn sofort unterschreiben! Sie haben mir aus dem Herzen gesprochen (und ich bin auch hauptamtliche Mitarbeiterin der Evangelischen Kirche)!
Ich hoffe, dass Frau Käßmann viele solcher Briefe bekommt, und ich habe ebenso wie Sie die "drängende Hoffnung", dass sie weiterhin Ratsvorsitzende der EKD bleibt. Auch, wenn ich über die Meldung ihrer Alkoholfahrt sehr erschrocken war und dachte: das hätte ihr nicht passieren dürfen. Trotzdem bin ich überzeugt, dass sie nach wie vor die richtige Frau im richtigen Amt ist!
Herzliche Grüße von Leuge
Lachnummer
Innerhalb der Ökumene war Frau Käßmann schon bisher sehr umstritten. Man mache den Test, gehe als Gast in ein katholisches oder orthodoxes Kloster und erwähne beim Abendessen den Namen "Bischöfin Käßmann". Schon ist der Abend gerettet.....
Dass die EKD an dieser Bischöfin fest hällt, wird dort nur noch mit Kopfschütteln registriert.
Bravo!
Hat es also geklappt - na, bravo! Der links-liberale Flügel der EKD kann Käßmann im Amt halten und damit seine eigenen gutdotierten Posten retten. Mit dem Motto "Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein!" wird dem Kirchenvolk diese Entscheidung schmackhaft gemacht.
Dass für viele einfache Menschen, die nach Orientierung suchen, dadurch signalisiert wird: "Alkohol im Straßenverkehr ist halb so schlimm. Danach geht das Leben ganz normal weiter." ist der Kirche völlig egal. Die EKD hat inzwischen nicht nur die "Spiritualität" einer x-beliebigen politischen Partei erreicht, sondern auch die Devise von Helmut Kohl übernommen "Aussitzen!".
Die Solidarität der Eliten ist erschreckend
Und der Mangel an Urteilskraft und an Mut, die Konsequenzen des eigenen Handelns zu erkennen. Es ist also demnächst völlig normal, eine vorbestrafte EKD-Vorsitzende zu haben? Die sich dann munter weiter zu allen möglichen Themen als moralische Instanz profiliert?
Glaubwürdigkeit scheint kein Gut mehr zu sein, auf das besonderen Wert gelegt wird.
Da sind wohl bei einigen die Maßstäbe abhanden gekommen - nicht nur was den Alkohol am Steuer angeht.
Dem Amt hat sie damit keinen
Dem Amt hat sie damit keinen Dienst getan! Überall fragen Menschen, wie eine Bischöfin so etwas machen kann - nicht umsonst sind Pastorinnen und Pastoren Amtsträger und geben damit auch ein Stück persönlichen Lebens auf für den Dienst des Evangeliums. Wer das vergißt, setzt sich selbst über die Botschaft!
Was mir aber zu denken gibt, ist dass unsere Bischöfin mit 1,5 Promille noch Auto fahren konnte. "Normaltrinker" würden dann nicht mal mehr aufrecht gehen können!
Würde des Amtes
... zu einfach, nur von einem "Fehler" zu sprechen - aber verständlich, wenn der Rat sie im Amt halten möchte, das Geschehen runterzuspielen. Es ist imho eher eine Frage an ihre Urteilsfähigkeit und Selbsteinschätzung.
Sie hat mit ihrem Verhalten dem Ansehen der Evangelischen Kirche geschadet.
Ich bedauere das sehr.
Rückendeckung für Bischöfin Käßmann
Bravo! Genau dies habe ich von unserer Kircheleitung erwartet: Der Rat der EKD stellt sich einmütig hinter Landesbischöfin Käßmann. Sie ist ohne Zweifel wie kein Anderer geeignet, unserer Kirche in diesen Zeiten vorzustehen. Die Ereignisse vom letzten Samstag zeigen dies unmißverständlich: Jetzt, wo die Ökumene einen Tiefpunkt erreicht hat, führt uns Bischöfin Käßmann einen Lebenswandel von geradezu altkatholisch-klösterlicher Strenge vor (" Liquidum non frangit jejunum"). Wer, wenn nicht sie, kann den deutschen Protestantismus würdiger vertreten? In Zeiten, in denen das Sagen der Unwahrheit zum politischen Alltag gehört, zeigt sie uns, frei nach Friedrich Rückert, wie einfach es doch ist, zur Wahrheit zu stehen (...drum muß man in diesen Tagen, betrunken sein, um Lust zu haben, die Wahrheit zu sagen ". Wer, wenn nicht sie, hat die Größe, zu einem "Wahrheitszeugen" im klassischen Sinne dieses Begriffes zu werden. (Kierkegaard hätte seine helle Freude an ihr gehabt...) Und nicht zuletzt, heutzutage, wo der politisch- korrekte Landfriedensbruch immer mehr zum Bestandteil der Auseinandersetzung mit dem Andersdenkenden wird,zeigt sie uns, wie effizient und medienwirksam man rechtliche Regelverletzungen begeht und die Konsequenzen mit Rückendeckung derer, die einen ins Amt gewählt haben, nonchalant auf sich nimmt. Nein, Frau Käßmann muß im Amte bleiben. Sie ist wirklich in jeder Hinsicht das Beste, was die protestantische Kirche in Deutschland noch zu bieten hat. Peter Rietze, Neapel
Rückendeckung...
Bei ihrer Scheidung stand der Rat vor ihr,
jetzt stellt er sich hinter sie,
beim nächsten Mal steht sie allein.
Jeder kleine Angestellte, der
Jeder kleine Angestellte, der soetwas mit einem Dienstfahrzeug/Firmenwagen anstellt, bekommt als Antwort die fristlose Kündigung und Hartz IV.
dass dieses Unsinn ist -
dass dieses Unsinn ist - zumindest formal-juristisch, hat IHNEN ja ein anderer an dieser Stelle erklärt. Tatsächlich wäre dies ein willkommener Anlass etwas retardierte und unfähige Personen (das Gegenteil von Leistungsträger) ins Visier zu nehmen... bei Leistungsträgern wird man in der Regel nonchalant auf die Schulter klopfen und "passiert" sagen. Glauben Sie mir einfach, dass selten jemand gekündigt wurde, der die Regel gebeugt/verletzt hat und seine Leistung gebracht hat. Umgekehrt schon...
Und "Maggie" hat ihre Leistung gebracht.
Die Frage sei erlaubt: Ist Ihnen sowas schon passiert...ich meine fristlose Kündigung, oder sind sie Taxifahrer?
Unsinn
Das ist natürlich Unsinn!
Wenn der Dienstwagen dem Arbeitnehmer zur privaten Nutzung überlassen wird, dann ist dies als geldwerter Vorteil zu versteuern und im Gegenzug darf der Wagen privat voll genutzt werden. Kopmmt es im Rahmen der privaten Nutzung zu Unfällen, gilt normales Zivilrecvht und der Arbeitgeber ist außen vor.
Etwas anderes würde nur gelten, wenn der Arbeitnehmer während der Arbeitszeit betrunken mit dem Wagen fahren würde, es also gerade keine private Nutzung gewesen ist. Dies ist aber hier nicht der Fall.
Auch einem kleinen Angestellten würden also in einem Fall wie diesen weder die Kündigung noch Hartz IV drohen. Allenfalsl wäre der Arbeitgeber berechtigt, dem Mitarbeiter die prvate Nutzung des PKW künftig zu untersagen, weil mit weiteren Vorfällen dieser Art zu rechnen ist. Dies ist jedoch seine Entscheidung und einzelfallabhängig.
Beste Grüße
Augustin
Strafbefehl
Das Strafbefehlsverfahren wird in der Praxis vor allem in Fällen der so genannten Massenkriminalität angewendet.
Mir stößt zwar der Wortteil "-kriminalität" bitter auf, aber er trifft leider zu. Frau Käßmann hat sich eines Vergehens schuldig gemacht und muss die strafrechtlichen Konsequenzen dafür tragen. - Dazu steht sie auch. Ebenso finde ich das oben genannte Strafmaß ausreichend. Vor allem der Entzug des Führerscheins sollte im Höchstmaß ausgesprochen werden. Eventuelle Fahrer für Dienstwagen sollte sie (als arbeitsrechtliche Konsequenz) aus der eigenen Tasche bezahlen.
Aber entlassen? Zurücktreten? - Nein! Frau Käßmann hat die Tat gestanden und Reue gezeigt. Jedem anderen Straftäter wird dies als strafmildernd anerkannt. Die EKD findet bestimmt geeignete arbeitsrechtliche Mittel, um diese Verfehlung zu ahnden. Wenn ich in meiner Freizeit unter Alkoholeinfluss fahre, glaube ich nicht, dass mich mein Arbeitgeber gleich entlässt. Und ich stehe auch täglich in der Öffentlichkeit und habe eine Vorbildfunktion.
Wo ist jetzt die viel gepriesene Vorbildfunktion der Christen? Wer bereut, dem wird vergeben werden?!
Massenkriminalität bedeutet aber auch, dass viele, die jetzt laut aufschreien, sich schon dieses Vergehens schuldig gemacht haben! Eventuell nur nicht erwischt worden sind. Glück gehabt! Aber das ist kein Grund, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Weil dabei immer noch drei Finger auf einen selbst zurückzeigen. ;-)
Yesterday's history, tomorrow's a mystery. Today is a gift. That's why it's called the present.