Alkohol am Steuer: Polizei stoppt Bischöfin Käßmann

Margot Käßmann

Die hannoversche Landesbischoefin und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann. Foto: ddp / Stefan Simonsen

Kontrolle - Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, ist mit Alkohol am Steuer von der Polizei gestoppt worden. Die 51-jährige Landesbischöfin musste eine Blutprobe abgeben.

Nach Angaben der "Bild"-Zeitung (Dienstag) wurde Käßmann am späten Samstagabend gegen 23 Uhr in der Innenstadt von Hannover von Streifenbeamten angehalten, nachdem sie mit ihrem Dienstwagen, einem VW Phaeton, eine rote Ampel überfahren hatte. Die hannoversche Landesbischöfin hatte 1,54 Promille Alkohol im Blut, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover, Jürgen Lendeckel, am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd) nach einer entsprechenden Untersuchung mitteilte.

Ein Ermittlungsverfahren gegen die Bischöfin sei bereits eingeleitet worden, sagte Lendeckel. Das Messergebnis könne einen schriftlichen Strafbefehl und eine Geldstrafe von einem Monatsgehalt nach sich ziehen. Zudem könne der hannoverschen Landesbischöfin für zehn bis zwölf Monate der Führerschein entzogen werden.

"Schlimmer Fehler"

"Ich bin über mich selbst erschrocken, dass ich einen so schlimmen Fehler gemacht habe", erklärte Käßmann. Ihr sei bewusst, wie gefährlich und unverantwortlich Alkohol am Steuer sei. "Den rechtlichen Konsequenzen werde ich mich selbstverständlich stellen", kündigte die oberste Repräsentantin von 25 Millionen Protestanten in Deutschland an. Käßmann wird nach Angaben ihrer Landeskirche aufgrund der Ereignisse in den kommenden Tagen keine Termine wahrnehmen.

epd

Kommentare

Verfasst von Gast am 10. März 2010 - 12:46.

Wer ohne Schuld ist, der/die werfe den ersten Stein

Ich bin zwar kein überzeugter Christ (ich finde die meisten religionen haben...

Ich bin zwar kein überzeugter Christ (ich finde die meisten religionen haben tiefe Wahrheiten u. sind eher kulturell angepasste Sprachen des selben Gottes - aber das ist meine persönliche Meinung), dennoch kenne ich diesen Ausspruch von Jesus, als die aufgebrachte Menge geifernd mit ihren Steinen bereit stand, den Sünder zu töten. Genau wie jetzt...
Frau Käßmann war in ihren öffentlichen Auftritten nach meiner Ansicht eine sehr menschliche und authentische Erscheinung. Eine Wonne im Gegensatz zu all den Politikern und öffentlichen Würdeträgern, die sich jede Sekunde ihres Lebens "im Griff" (das heisst gefangen sein, seine Menschlichkeit ständig zu unterdrücken) zu haben scheinen. Diese Frau macht Fehler und genau das macht sie mir noch sympatischer, sie ist ein Mensch! ein Leben ohne Fehler wäre der Tod! Die Gefahr eines Unfalls (und der mögliche tod unbeteiligter) ist in diesem Promillebereich sicherlich erhöht und dafür ist die strafe des Gesetzgebers 1 Monatsgehalt und 10 Monate Führerscheinentzug auch gerechtfertigt. Was nicht gerechtfertigt ist, ist dass diese Frau wie für all die Sünden derjenigen sterben muss, die nicht in den Blick der Öffentlichkeit geraten. Für die Sünden derjenigen, die am lautesten Schreien und die die größten steine in der Hand halten...
Mich würd wirklich interssieren warum sie überhaupt auto gefahren ist. von ihrem Gehalt hätte sie sich doch locker ein Taxi leisten können... Und warum hat sie keiner aufgehalten? die Gründe für die Fahrt würden mich wesentlich mehr interessieren, als all das Gezeter der modernen Pharisäer...
Beste menschliche Grüße
J-S Schmid

Verfasst von Gast am 9. März 2010 - 7:26.

Bischöfin Käsmann

Was für ein unglaublicher Zufall, dass gerade an dieser Ampel ein Polizeiauto...

Was für ein unglaublicher Zufall, dass gerade an dieser Ampel ein Polizeiauto stand. Wer hat dies veranlasst?
Warum haben die Glaubensbrüder Frau Käsmann nicht von der Fahrt abgehalten und voll ins Messer laufen lassen?
Ich bin Katholik.
Heisst es (ich bin nicht bibelfest) nicht,! Das Brot Gottes teilen und das Blut Gottes trinken!

Dr med Rolf Wüstholz
Freiburg i.Brsg.

Verfasst von Gast am 8. März 2010 - 23:39.

1. Die Alkoholfahrt wird

1. Die Alkoholfahrt wird immer wieder mit sexuellen Übergriffen in...

1. Die Alkoholfahrt wird immer wieder mit sexuellen Übergriffen in Jugendeinrichtungen der kath. Kirche verglichen. -> Die Katholiken wären viel schlimmer usw... Unter der evang. Kirche gibt es solche Einrichtungen überhaupt nicht. ich behaupte, dann wären es dort nicht weniger Fälle!

2. Alkohol am Steuer ist kein "Fehler". Die Frau hat sich nicht im Griff, daher ungeeignet für solch einen Posten. Sie sollte ein Vorbild sein, es wurde zur Katastrophe.

Verfasst von Gast am 27. Februar 2010 - 14:06.

Kommentare zum Fall "Kässmann"

Ich habe jetzt viele der Kommentare gelesen und ich bin entsetzt. Wieviel Häme...

Ich habe jetzt viele der Kommentare gelesen und ich bin entsetzt.

Wieviel Häme ist dabei und wieviel Anmaßung. Auch wenn Frau Käßmann nicht zurückgetreten wäre - das zivilrechtliche Verfahren bliebe ihr nicht erspart. Sie hätte sich nicht einer Strafe nach unserem Recht entzogen! Auch wenn sich das bei manchen Schreibern so anhört.

Die Anmaßung der Schreiber, die ihr eine - wie auch immer geartete - Therapie anraten ist eigentlich nicht mehr zu toppen!

Warum maßt sich alle Welt an hier richten zu können und zu wollen! Wer von diesen Schreibern kennt diese Frau so gut, dass er das Recht hat so etwas zu fordern - oder auch nur anzuraten?

Wer kennt die Hintergründe warum welcher Wagen gefahren wird? Wer war in dieser Nacht dabei?

Ich rate allen Schreibern zu einem sehr tiefen und stillen Gebet - und wenn sie können - zu einem Gespräch mit ihrem Seelsorger. Ihre Verfehlungen - und ich habe Recht zu der Annahme das in diesen Kommentaren nur "die Spitze eines eisbergs" sichtbar ist - würden in anderer Umgebung durchaus "Mobbing" genannt oder zu einem Strafverfahren wegen übler Nachrede führen.

Ein Gast

Verfasst von yuhu am 26. Februar 2010 - 0:44.

wer augen hat...

... zu sehen - der säe !

... zu sehen - der säe !

Wo Recht zu Unrecht wird, wird Wiederstand zur Pflicht!

Verfasst von Gast am 26. Februar 2010 - 18:06.
Kommentar auf: wer augen hat...

Wer Ohren hat , der höre...

Wer hat denn nun Frau Käßmann gestürzt? Die Politiker, die Journalisten oder...

Wer hat denn nun Frau Käßmann gestürzt? Die Politiker, die Journalisten oder wer?

Verfasst von Gast am 26. Februar 2010 - 1:02.
Kommentar auf: wer augen hat...

nett

Eine nette kleine Verschwörungstheorie haben Sie da verlinkt. Danke, ich...

Eine nette kleine Verschwörungstheorie haben Sie da verlinkt.

Danke, ich konnte herzhaft lachen wie sonst nirgends in den traurigen Zusammenhang des Käßmann-Rücktritts.

Verfasst von Gast am 25. Februar 2010 - 13:51.

Bischoefin

Wurde die Bischoefin betrunken gemacht warum hat keiner auf sie geachtet als...

Wurde die Bischoefin betrunken gemacht warum hat keiner auf sie geachtet als sie in den Wagen stieg die Frau ist doch nicht doof

Verfasst von Gast am 28. Februar 2010 - 17:28.
Kommentar auf: Bischoefin

Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen...........

Wir als Menschen haben Licht- und Schattenseiten und ich würde es mir mehrfach...

Wir als Menschen haben Licht- und Schattenseiten und ich würde es mir mehrfach überlegen so wie im Augenblick über Frau Käsmann geurteilt wird ohne genau den Hergang des eigentlichen Geschehens warum und weshalb es dazu kam so zu urteilen! Es steht Niemanden zu und Jeder auch Jeder möge froh und Dankbar sein wenn er nie in eine solche Situation kommt, nur dann kann man über den Anderen richten! Ich bin der Meinung Jeder hat Fehler als Mensch, weil man egal ob man als Christ oder Atheist durchs Leben geht, ist man in erster Linie Mensch! Es hat kein Mensch ein Recht über den Anderen so zu urteilen, wie es im Augenblick über Frau Käsmann getan wird!
Ich persönlich wünsche Frau Käsmann von ganzem Herzen, dass diese negative Angelegenheit nicht auf Ewig sie begleiten möge, weil das Gute wird schnell vergessen, aber das negative hält ewig so kann es nicht sein! Für den begangenen Fehler muss Frau Käsmann selbst gerade stehen und wir haben darüber nicht zu richten und zu befinden.
Ich wünsche Ihr von ganzem Herzen, Gott möge sie auch weiterhin tragen, behüten und beschützen.

Verfasst von Gast am 25. Februar 2010 - 12:06.

Frau Kässmann

Wer sich mit 1,54 Promille ans Steuer setzt und dann bei Rot über die Kreuzung...

Wer sich mit 1,54 Promille ans Steuer setzt und dann bei Rot über die Kreuzung fährt, benutzt bei einigermasen klarem Verstand sein Fahrzeug als Waffe. Da ich davon ausgehe, dass Frau Kässmann keinen Fiat Panda oder
gleichwertig als Dienstwagen fährt, sondern eine entsprechende Grosslimousine mit entsprechender Tonnage, ist das noch nicht mal eine leichte Handfeuerwaffe sondern eher schon ein mittlerer Panzer.
Frau Kässmann zeichnet sich durch unmenschliche Rücksichtslosigkeit aus und
nimmt bewusst die Gesundheit und das Leben ihrer Mitmenschen in Kauf. Wenn
Sie vor 2 Kinderleichen stehen, die von einem betrunkenen Autofahrer ins Jenseits gebracht wurden, haben Sie sicherlich die gleiche Meinung. Das Verhalten von Frau Kässmann ist nicht menschlich sondern unmenschlich.
Durch die Entscheidung des Vorstandes der EKD wird Saufen und die Bereitschaft zum potentiellen Killen unschuldiger Mitmenschen gesellschaftsfähig gemacht. Pfui Teufel, aus diesem Verein tritt meine Familie aus . J. Kaiser

Verfasst von Gast am 25. Februar 2010 - 11:50.

Arme Christen

Das ist ja wirklich ganz blöd gelaufen. Ich es sehr charakterstark, dass sich...

Das ist ja wirklich ganz blöd gelaufen. Ich es sehr charakterstark, dass sich Frau Kaessmann zu ihrem Fehler bekennt und fuer die Tat geradesteht. Mal ehrlich natuerlich war die Tat dumm und muss geahndet werden, ich bin mir aber sicher dass sie nicht die einzige in Deutschland ist die alkoholisiert mit dem Auto unterwegs war. Sicherlich werden weitaus weniger Leute gestoppt, als tatsaechlich fahren. Daemlicher konnte der Zeitpunkt aber nicht sein, dabei ertappt zu werden, denn die Geschichte ist doch Wasser auf die Muehlen der Katholiken. So manch ein Frommer wird sich sicher denken, na zumindest sind wir nicht die einzigen die Mist bauen. Davon ab bin ich -als verachtenswerter Kirchenaustreter- allerdings traurig über unsere Gesellschaft. Im Grunde bedeutet der Ruecktritt doch, einzugestehen dass man sich trotz Strafverfahren und Bestrafung nicht von getätigten Sünden wird freimachen können. Man akzeptiert, dass die Autorität nicht rehabilitiert werden kann bzw. nimmt hin, dass die Mitchristen nicht vergeben können oder wollen. DAS ist für mich das gravierende Problem bei der ganzen Geschichte. Sich nun auch noch - wie die Sueddeutsche z.B.- darüber aufzuregen, dass man ausgerechnet in der Fastenzeit einen gebechert hat halte ich für infantil.

Verfasst von Gast am 25. Februar 2010 - 7:38.

Rücktritt

Es war der einzige richtige Entschluss, zu dem Frau Käßmann kommen konnte....

Es war der einzige richtige Entschluss, zu dem Frau Käßmann kommen konnte. Alles andere hätte ich nicht verstanden. So etwas kann zwar jedem passieren, aber Frau Käßmann selbst hat vor einigen Tagen noch Alkoholfahrten scharf kritisiert und angeprangert. Sie wäre einfach nicht mehr glaubwürdig. Eine zweite Chance gibt es bei soetwas nicht.

Verfasst von Gast am 25. Februar 2010 - 0:49.

Keine Verniedlichung von Alkoholmissbrauch am Steuer !

Entschuldigung, aber es muss noch einmal deutlich gesagt werden: alle die hier...

Entschuldigung, aber es muss noch einmal deutlich gesagt werden: alle die hier kommentieren, dass eine Alkoholfahrt mit 1,54 Promille hochgespielt würde, sind vermutlich selbst bereits des Öfteren alkoholisiert gefahren. Anders lässt es sich wohl kaum erklären, dass dieses Thema so sehr verniedlicht wird. Vor allem hätte gerade Frau Käßmann genügend Mittel zur Verfügung gehabt, um das Auto stehen zu lassen.
Eigentlich wollte ich in der Mitte des Lebens noch einmal den Schritt wagen, in die (evangelische) Kirche einzutreten, nachdem ich vor rund 20 Jahren aus der (katholischen) Kirche ausgetreten bin. Vor diesem Schritt liegt nun ein Felsblock von Scheinheiligkeit und falscher Moral. Auch ein Phaeton als Dienstwagen passt nicht zur Kirche ... Ich frage mich manchmal, was sich in den letzten 2000 Jahren eigentlich wirklich verändert hat.

Verfasst von Gast am 24. Februar 2010 - 21:30.

Fr. Dr. Kässmann

Sie IST Hoffnungsträgerin, und HAT Anspruch auf die 2. Chance. GT, Vienna

Sie IST Hoffnungsträgerin, und HAT Anspruch auf die 2. Chance. GT, Vienna

Verfasst von Gast am 24. Februar 2010 - 18:34.

Margot Käßmann

Schade das Frau Käßmann diese Entscheidung getroffen hat. Auch eine Bischhöfin...

Schade das Frau Käßmann diese Entscheidung getroffen hat. Auch eine Bischhöfin ist nur ein Mensch mit Stärken und Schwächen.

Etwas von dieser Konsequenz wünsche ich den Entscheidungsträgern aus dem katholischen Lager. Welcher Bischof tritt denn da zurück, oder hab ich etwas verpasst. Gegen diesen Sumpf ist das sogenannte "Fehlverhalten" unserer Bischhöfin ja nur ein Kavaliersdelikt.

Verfasst von Gast am 24. Februar 2010 - 17:32.

Artikel Käßmann

Ich bedaure, dass Frau Käßmann zurück tritt; ich denke sie ist "zurück getreten...

Ich bedaure, dass Frau Käßmann zurück tritt; ich denke sie ist "zurück getreten worden". Ich bon zwar katholisch, doch trete ich hieer für sie ein.
Sie ist eine Frau wie jede andere Frau auch, hat zwar ein verantwortungsvolles Amt und weiß, dass sie einen Fehler gemacht hat.
Aber gleich deshalb zurück treten?
Sehe ich keinen Grund, denn Menschen machen nun mal Fehler und einen solchen muss man ihr zugestehen.

Verfasst von Gast am 24. Februar 2010 - 16:13.

Margot Käsmann

... ein Rücktritt lässt viele Hoffnungen sterben. Hoffnungen, dass sich die...

... ein Rücktritt lässt viele Hoffnungen sterben. Hoffnungen, dass sich die Kirche verändert, zu ihren Wurzeln als kritischer Zeitbegleiter zurückkehrt, als Kirche, die sich traut, Probleme und Mißstände an- und auszusprechen und sich nicht nur hinter Konsenspapieren zu verstecken. Frau Käsmann ist eine mutige Frau, die am Wochenende einen schweren Fehler gemacht hat. Jetzt müsste eine Bewegung losbrechen, dass Alkohol am Steuer ein totales Tabu wird - das würde vielleicht auch für Menschen, die alkoholkrank sind oder durch Trunkenheit am Steuer einen geliebten Menschen verloren haben ein Hoffunsgzeichen sein. Als Bischöfin könnte da auch Frau Käsmann viel bewegen.

Verfasst von Gast am 24. Februar 2010 - 15:30.

Bitte nicht

Bitte nicht Zurücktreten!!!!! Auch wenn ich Alkohol am Steuer als eine schwere...

Bitte nicht Zurücktreten!!!!!

Auch wenn ich Alkohol am Steuer als eine schwere Straftat sehe, finde ich es wichtig das sie im Amt bleiben.
Sie sind für mich Vorbild, weil sie es als Frau es so weit gebracht haben und weil sie ansprechen was Christen bewegt!!!!!
Mit Gottes Hilfe werden sie das Amt weiter führen können.

Ich wünsche ihnen Fr. Käßmann Gottes Segen!

Verfasst von Gast am 24. Februar 2010 - 14:55.

Leben durch Jesus Christus?!?

Jeder Mensch macht jeden Tag Fehler. Und wir als Menschen haben nicht das Recht...

Jeder Mensch macht jeden Tag Fehler. Und wir als Menschen haben nicht das Recht jemanden zu verurteilen!!! Aber trotzdem haben wir (1.Tim 3) eine Verantwortung und Vorbildsfunktion, besonders in solchen Positionen.
Ich finde es erschreckend.
Ich frage mich auch bei allem Gerede, wo bleibt hier der Unterschied zwischen den Christen und Nichtchristen? Leben wir so, wie jeder andere auch? Lassen wir uns von dem bösen Verführen oder leben wir durch den Heiligen Geist? Ich finde dass (auch hier in den Diskussionen), immer weniger davon geredet wird, dass wir durch Jesus leben. Und eine Bischöfin ist doch keine neutrale Politikerin... ich frage mich, wo der Ansspruch bleibt nicht nach irdischen Maßstäben zu leben. Wir sind auch nur Menschen, JA- aber Menschen die durch Jesus und nach der Bibel leben, ist da kein Unterschied mehr da? (Ehebruch, Betrug, Saufen,... machen wir einfach mit, weil es heute normal ist?!?)
Wer sich Alkohol in Massen hingibt, setzt sich anderen Mächten aus. Haben wir das nötig, wo wir in Jesus Christus Erfüllung bekommen?

Was gibt das für ein Bild???
Ich finde es deutet auf immer mehr Gottlosigkeit hin, wie es die Bibel sagt. - klar, Liberalismus und Tolleranz wird heute groß geschrieben...

(--> ich habe auch schon öfter zu tief ins Glas geschaut, aber ich finde es auch nicht gut. --> ich habe auch -zu Recht- nicht so eine Vorbildsfunktion wie Frau Käßmann)

Verfasst von Gast am 24. Februar 2010 - 14:53.

Mit Alkohol am Steuer

Nachdem ich mich gestern schon einmal in dieser Angelegenheit als Pädagoge zu...

Nachdem ich mich gestern schon einmal in dieser Angelegenheit als Pädagoge zu Wort gemeldet habe, möchte ich noch einmal deutlicher werden:
Meine pädagogischen Bemühungen Jugendliche zu einem verantwortlichen Umgang mit Alkohl / Drogen zu bewegen, werden konterkariert durch das Verhalten von Frau Käßmann, sollte sich kein beruflichen Konsequenzen aus dieser Anglegenheit ziehen:
Die Botschaft an junge Menschen wäre: Auch stark alkoholisiert Auto zu fahren bleibt ohne Konequenzen, diese Botschaft wäre leider sicher wesentlich wirkungsvoller als vieles von unserem pädagogischen Bemühen.
In wieviel Jugend(sub)kulturen würde es dann bei den allwochenendlichen Saufgelagen heißen: "Wetten ich kann auch mit 1,5 Promille Fahren"? So. oder so Ähnlich funktioniert, Vorbildfunktion ganz praktisch. Darum sollten Sie - Frau Käßmann zurücktreten?
Was ich auch persönlich schade finde, es wäre ein schönes Zeichen für die Offenheit unserer kirchlichen Strukturen: eine geschiedene Frau als höchste Repräsentantin der eben auch verkrusteten evangelischen Kirche.

Verfasst von Gast am 24. Februar 2010 - 14:45.

Wer sich in die Öffentlichkeit begibt, ...

... muss auch damit leben, dass in der Öffentlichkeit über eigenes...

... muss auch damit leben, dass in der Öffentlichkeit über eigenes Fehlverhalten gesprochen wird. Das gilt für Politiker ebenso wie für Bischöfinnen.

Die von manchen schon so bezeichnete "Hetzpresse" macht - nebenbei bemerkt - nur ihren Job. Das tut sie nach meiner Übersicht bisher auch fair. Frau Käßmann steht nun mal in der Öffentlichkeit, ist eine moralische Instanz, sie hat eine Vorbildfunktion (auch sich selbst gegeben) und als Geistlicher werden ihr nun mal andere Maßstäbe angelegt.

Als kirchlicher Mitarbeiter (beruflich und ehrenamtlich) bin ich schon ziemlich schockiert und wundere mich nicht über bissige Kommentare wie "Wasser predigen, Wein trinken". Es geht mir dabei nicht unbedingt um die Alkoholfahrt an sich - tatsächlich: Menschen machen Fehler. Aber nicht jeder Alkoholfahrer stellt sich auf die Kanzel und postuliert Verantwortungsbewusstsein und Verzicht. DAS ist meines Erachtens der Knackpunkt.

Allen, die die "Wer ohne Sünde ist..."-Keule auspacken, sei gesagt: In einer pluralistischen Gesellschaft lassen sich nicht nur biblische Maßstäbe anlegen. Frau Käßmann muss sich vor der Rechtsprechung ebenso wie vor der Gesellschaft und den Medien für ihr Fehlverhalten verantworten - so sehr ich auch Sympathien für sie hege.

Was ist die Alternative zum Rücktritt? Eine Bischöfin, die ihre Integrität selbst so weit untergraben hat, dass zukünftige Stellungnahmen zu politischen und gesellschaftlichen Themen wie blanker Hohn wirken müssen.

Frau Käßmann hat der Evangelischen Kirche großen Schaden zugefügt. Sie sollte die Konsequenzen ziehen.

Verfasst von Gast am 24. Februar 2010 - 14:40.

Bitte treten Sie nicht zurück

Es wäre sehr sehr bedauerlich wenn Frau Käßmann zurücktreten würde. Sicher, sie...

Es wäre sehr sehr bedauerlich wenn Frau Käßmann zurücktreten würde. Sicher, sie hat einen Fehler gemacht, soll ein Vorbild sein ( vor allen Dingen für die Jugend) aber wer bitte hat in seinem Leben noch nie einen Fehler gemacht und hat darauf gewartet dass man ihm verzeiht? Das Problem ist doch dass es vielen nicht gefällt dass eine Frau dieses Amt bekleidet. Bei einem Mann wäre es mit Sicherheit nicht so schlimm gewesen,da wäre es normal einen über den Durst zu trinken aber nicht bei Frau Käßmann. Will jetzt die ganze katholische Kirche zurücktreten aufgrund der letzten Ereignissee? Bitte nicht missverstehen: Alkohol am Steuer geht gar nicht - aber wer will hier richten? Habe andere in Vorbildfunktionen oder -position nicht vielleicht einfach nur Glück gehabt und sind nicht erwischt worden obwohl sie alkoholisiert waren? Frau Käßmann weiß doch dass sie Mist gebaut hat und sieht das doch ein - hört auf auf ihr rumzutampeln, sie hats doch jetzt schwer genug und ihre Töchter auch.

Verfasst von Gast am 24. Februar 2010 - 14:21.

Rücktritt "Nein danke"

Liebe Frau Käßmann treten sie bitte nicht zurück - wir können es uns nicht...

Liebe Frau Käßmann
treten sie bitte nicht zurück -
wir können es uns nicht leisten eine weitere moralisch - politische Instanz zu verlieren. Was sie privat machen gehört zu Ihrer Privatsphäre und dass sollten sie mit sich selbst abmachen.
Wer hat diese Info eigentlich so schnell an die öffentlichkeit gebracht - eine gezielte politisch motivierte Indiskretion?
Wie kann es sein dass eine angetrunkene Autofahrt eine solche Medienpräsens hat und Themen wie "Schwarzgeld in der schweiz, Kopfpauschale, Hetze gegen Hartz4ler" aus den Medien verdrängt? Und das sind Themen wo viele Bürger einen unmittelbaren Bezug zu sich selbst haben.
Bei Ihnen dürften sich eigentlich nur die evangelischen Christen angesprochen fühlen, trotzdem wünsche ich Ihnen als Atheist alles Gute und machen sie das für sich und für das Land richtige. Sie haben eine politische Verantwortung und die sollten Sie nicht aufgrund eines persönlichen Fehltrittes aufgeben.
Viel Glück,
TOM

Verfasst von Gast am 24. Februar 2010 - 14:51.
Kommentar auf: Rücktritt "Nein danke"

Ich fürchte, ...

zumindest die moralische Instanz haben wir schon verloren. Das hat die...

zumindest die moralische Instanz haben wir schon verloren. Das hat die Bischöfin (leider) ganz allein hingekriegt.

Verfasst von Gast am 24. Februar 2010 - 12:32.

Maßlos enttäuscht

Ich frage mich bereits seit längerem, was die Institution Kirch noch wert ist...

Ich frage mich bereits seit längerem, was die Institution Kirch noch wert ist bei den Personen in den entsprechenden Ämtern und dem Lebenswandel, der dort teilweise geführt wird.

Die Spitze des Eisbergs ist jetzt Frau Käßmann mit ihrer Alkoholfahrt. Grundsätzlich habe ich mich bei ihrer Wahl bereits gefragt, wie die Kirche es rechtfertigt, eine geschiedene Frau in dieses Amt zu wählen - Gründe für die Scheidung hin oder her, sie ist nunmal Fakt (Anmerken möchte ich hier, dass ich sehr wohl für die Möglichkeit der Scheidung bin und drin auch keinen Makel sehe; wenn ich aber als Kirche die Ehe derart hoch halte, ist das m. E. nicht mit der Wahl von Fr. Käßmann vereinbar.)

Zum einen ist Fastenzeit; zum anderen frage ich mich, wie ich mit 1,54 Promille noch auf die Idee kommen kann, fahrtüchtig zu sein, wenn ich nicht an Alkohol gewohnt bin und die subjektiven Beeinträchtigungen dadurch entsprechend gering sind.

Und grundlegend muss ihr bewusst sein, dass sie eine enorme Vorbildfunktion hat.

Unabhängig davon mal noch ihre Predigt zu unseren Soldaten in Afghanistan ... das möchte ich hier mal gar nicht kommentieren.

Die Frau ist untragbar (geworden)

Verfasst von Gast am 24. Februar 2010 - 14:57.
Kommentar auf: Maßlos enttäuscht

Na klar, ...

... jetzt wird wieder über die Kirche allgemein diskutiert. Die Kirche - das...

... jetzt wird wieder über die Kirche allgemein diskutiert. Die Kirche - das sind Tausende von Pfarrerinnen und Pfarrern, Zehntausende von anderen hauptamtlich Mitarbeitenden, Hunderttausende von Ehrenamtlichen und Millionen von Mitgliedern (die sich - nebenbei bemerkt alle einbringen können, wenn sie der meinung sind, es müsse sich etwas ändern...).

Wer hier über Scheidung parliert, sollte sich erst mal schlau machen, was die Ehe im Protestantismus ist - nämlich "ein weltlich' Ding", kein Sakrament, sondern "nur" der segenszuspruch für zwei Menschen, die ihre Zukunft miteinander verbringen wollen. Das klappt halt bei manchen (vielen?) nicht (mehr). Sollte man also aus DIESER Diskussion mal völlig rauslassen.

Gleiches gilt für Fasten: Auch hier erst mal denken, dann schreiben. Fasten heißt nicht automatisch "Verzicht auf Alkohol". Okay, im Falle von Frau Käßman halt schon. Leider!

Verfasst von Gast am 24. Februar 2010 - 12:20.

Raus mit der Sprache

Frau Käßmann ist zu ihrem Unglück in der Öffentlichkeit unangenehm aufgefallen...

Frau Käßmann ist zu ihrem Unglück in der Öffentlichkeit unangenehm aufgefallen. Der totale Rückzug aus der Öffentlichkeit ist aber das falsche Heilmittel in dieser Situation. Ich empfehle Homöopathie. Frau Käßmann sollte gerade jetzt die Öffentlichkeit suchen und Klartext sprechen. Nämlich, dass ihre Verfehlung menschlich zwar verständlich ist, für eine Amtsträgerin aber katastrophale Folgen haben kann. Sie sollte in der Öffentlichkeit für eine angemessene Bedenkzeit für Ihre Entscheidung bitten. Ihr weiterer Weg liegt ja nicht nur in ihrem persönlichen Ermessen. Sie vertritt eine Kirche und Glaubensgemeinschaft, muss sich mit Gremien und Kirchenrat absprechen. Vielleicht sollte sie die Frage der Glaubwürdigkeit einer alkoholisierten Bischhöfin im Straßenverkehr "basisdemokratisch" mit den Mitgliedern der Evangelischen Kirche diskutieren, denn die müssen ja in erster Linie weiterhin hinter ihr stehen. Die Peinlichkeit der Situation kann ihr niemand nehmen. Allerdings zeugt es von Stärke, wenn sich Frau Käßmann der "beschämenden" Situation so schnell wie möglich persönlich in aller Offenheit und Öffentlichkeit stellt.

Viel Glück.

Verfasst von Jettchen am 24. Februar 2010 - 12:03.

Traurig

Ich finde es sehr traurig, dass sich nun alle auf sie stürzen. Wo ist...

Ich finde es sehr traurig, dass sich nun alle auf sie stürzen. Wo ist eigentlich der SChutz, der jeder Person zusteht,muss die ganze Nation nun da hineingezogen werden? Das ist die eine Seite.

Die andere ist natürlich die Vorbildfunktion. LehrerInnen, PfarrerInnen, BischöfInnen, aber auch jede und jeder von uns hat doch eine Vorbildfunktion für Kinder und Jugendliche. In manchen Ämtern halt auch für andere. Sicher sind sie nicht der Maßstab der Dinge - und doch sagt das etwas aus.

Verharmlosen von Fehltritten, wie jetzt die Alkoholfahrt, ist auch gefährlich.

Natürlich ist Frau Käßmann ein Mensch, und wie jeder Mensch fehlbar. Jeder Mensch muß die Konsequenzen für das eigene Handeln tragen. Auch Frau Käßmann. Die Menschen, die ihren Rücktritt fordern und die Menschen, die diese Fahrt als eher nicht so wesentlich ansehen können die Konsequenzen weder fordern noch tragen.

Das alles muß Frau Käßmann allein tun. Ich beneide sie nicht! Sie hat mein vollstes Mitgefühl. Ich halte sie nach wie vor für eine gute Pfarrerin.  Und wünsche ihr Gottes Segen in dieser schweren Zeit.

Verfasst von Gast am 24. Februar 2010 - 11:57.

Bischöfin Käßmann

Sehr geehrte Frau Käßmann! Bitte, geben Sie Ihr Amt nicht auf. Sie bleiben,...

Sehr geehrte Frau Käßmann!

Bitte, geben Sie Ihr Amt nicht auf. Sie bleiben, bitte, im Amt. Sie machen, falls nötig, eine Therapie. Aber, bitte, Sie bleiben im Amt und weiterhin für Ihre "Schäfchen" da.

Freundliche Grüße

H. Herrmann

Verfasst von Gast am 24. Februar 2010 - 11:45.

Ich habe kein Veständnis

Bei Alkohol am Steuer hört bei mir jedes Veständnis auf. Sie hatte nur Glück,...

Bei Alkohol am Steuer hört bei mir jedes Veständnis auf. Sie hatte nur Glück, dass bei ihrer Fahrt niemand ums Leben gekommen ist. Betrunken bei Rot über eine Ampel zu fahren, ist kein kleiner Fehler wie er hier heruntergespielt wird. Wie soll die Jugend einsehen, behutsam mit Alkohol umzugehen, wenn es schon bei Vorbild-Personen sofort entschuldigt wird.
Ihre paar Zeilen der Reue reichen nicht aus. Klar macht jeder Fehler. Aber es ist ganz einfach nicht betrunken Auto zu fahren. Einfach nicht einsteigen.

Verfasst von Gast am 24. Februar 2010 - 9:54.

Fehler gemacht

Bei aller Aufgeregtheit um den sicherlich peinlichen Vorgang, sollte man auf...

Bei aller Aufgeregtheit um den sicherlich peinlichen Vorgang, sollte man auf dem Teppich bleiben.

Der Mensch ist eben fehlbar und macht manchmal Dinge, die er sich vorher so nicht hätte vorstellen können.

Natürlich ist das Verhalten bei diesem Vorgang moralisch gesehen zu kritisieren.

Aber bei der Bewertung sollte man doch die Kirche im Dorf lassen.
Frau Käßmann hat einen Fehler begangen. Sie hat sich erklärt und den Fehler eingestanden. So - Wo ist das Problem?

Ich wünsche ihr die nötige Kraft und die Standhaftigkeit, allen unangemessenen und überzogenen Vorwürfen entgegenzutreten.

Ein Rücktritt steht überhaupt nicht zur Debatte.

Herzliche Grüße
Gast

Verfasst von Gast am 24. Februar 2010 - 11:29.
Kommentar auf: Fehler gemacht

Wo das Problem ist? Sie ist

Wo das Problem ist? Sie ist sturz betrunken bei rot über eine Ampel gefahren....

Wo das Problem ist?
Sie ist sturz betrunken bei rot über eine Ampel gefahren. Sie hätte dabei viele Menschen töten können.
Ich denke sie hat genug Geld für ein Taxi.
Ich bin schon länger entäuscht über die ev. Kirche und wenn so etwas jetzt als Kavaliersdelikt unter den Teppisch gekehrt wird, habe ich dafür kein Verständnis. Das nenne ich Heuchelei. 1,5 Promille am Steuer ist nicht nur ein kleiner Fehler.

Verfasst von Gast am 24. Februar 2010 - 9:30.

All jene, die so vehement den

All jene, die so vehement den Rücktritt von Margot Käßmann fordern: haben Sie...

All jene, die so vehement den Rücktritt von Margot Käßmann fordern: haben Sie noch nie in Ihrem Leben einen Fehler begangen, bei dem Sie auf die Vergebung von Gott und Mitmenschen angewiesen waren? Hat Gott Ihnen die Vergebung versagt? Nein? Waren Sie auch auf Vergebung und Vertrauen Ihrer Mitmenschen angewiesen, um Ihre Glaubwürdigkeit wieder zu erlangen?

Wie können Sie dann so urteilen?

Mt. 6, 14-15: Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

Verfasst von Gast am 24. Februar 2010 - 19:18.

Natürlich ...

habe ich Mitgefühl für den MENSCHEN Margot Käßmann. Wie hier schon mehrfach...

habe ich Mitgefühl für den MENSCHEN Margot Käßmann. Wie hier schon mehrfach geschrieben wurde: Jeder Mensch macht Fehler.

Jedoch finde ich: Hier ist zu trennen zwischen dem MENSCHEN und dem AMT DER BISCHÖFIN. Und eine Bischöfin, die durch Alkohol am Steuer Menschenleben aufs Spiel setzt, ist meines Erachtens eben kein Vorbild.

Verfasst von kunvivanto am 24. Februar 2010 - 12:20.

Besondere Stellung = besondere Verantwortung

> All jene, die so vehement den Rücktritt von Margot Käßmann...

> All jene, die so vehement den Rücktritt von Margot Käßmann fordern:
> haben Sie noch nie in Ihrem Leben einen Fehler begangen,
> bei dem Sie auf die Vergebung von Gott und Mitmenschen angewiesen waren?

Sind die mit dieser Frage angesprochenen auch Bischöfe mit Vorbildfunktion?
Haben Kritiker nicht auch das Recht auf Meinungsfreiheit?

Was mich persönlich betrifft, so nehme ich bei Fehlern die Konsequenzen in Kauf und bettele nicht um Vergebung = Gnade.

Gruß
Peter

Verfasst von Fehmst am 24. Februar 2010 - 9:01.

Heuchler werfen den ersten Stein

Oh mein Gott, woruber kann sich da unser Land wieder echauffieren... Eine...

Oh mein Gott, woruber kann sich da unser Land wieder echauffieren... Eine Bischoefin (eine tolle noch dazu) pichelt einen zuviel, begeht einen Fehler, und gibt ihr Fehlverhalten auch zu. Wo ist das Problem? Mir als ausgesprochener Anti-Alkoholiker ist soetwas tausend mal lieber als all die falschen Pfaffen die Wasser predigen und den Wein selber trinken. Bitte bleiben Sie mit Ihrer Aufrichtigkeit im Amt!!!

Verfasst von Gast am 24. Februar 2010 - 1:14.

Warum?????

Warum muss man in diesem Land immer von Personen die einen Fehler gemacht haben...

Warum muss man in diesem Land immer von Personen die einen Fehler gemacht haben den Rücktritt fordern? Mir wurde schon als Kind beigebracht das man Fehler meist nur einmal im leben macht. Sie wird daraus gelernt haben wie von allen Fehlern im Ihrem Leben was Sie zu so einer Außergewöhnlichen Person gemacht hat. Bitte bleiben mir ist eine Frau mit Fehlern sehr sympatisch
MfG Horst t.

Verfasst von Gast am 24. Februar 2010 - 0:20.

Alkohol

Ich bin total traurig bezüglich dieser Nachricht. Es sind schon so viele...

Ich bin total traurig bezüglich dieser Nachricht.
Es sind schon so viele Kommentare, aber ich muss meinen auch noch dazugeben.
Alkohol ist und bleibt im Übermaß ungesund und sehr gefährlich. Und mit zu viel Alkohol sich ans Steuer setzen, ist nicht verantwortlich. Gott sei wirklich Dank, dass nichts passiert ist, nicht auszudenken.
Leider machen das aber sehr sehr viele, das verkleinert nicht den Fehler von Frau Käßmann.
Aber ich frage mich auch, was steckt dahinter? Warum hat niemand verhindert, dass sie sich ans Steuer setzt? War es überhaupt nur Alkohol oder ist das Ergebnis so ausgefallen, weil sie vielleicht Medikamente nehmen muss, die sich mit Alkohol schlecht vertragen, was ihr nicht klar war?
Oder ist es vielleicht auch tatsächlich so, dass man ihr ein Bein gestellt hat, weil man sie irgendwie los werden will, da sie ja manchen Leuten ein Dorn im Auge ist.
Wie auch immer, ich habe gerade eine Kerze für sie angezündet und werde für sie beten und hoffe sehr, dass sie ihr Amt behält, vorausgesetzt, sie selbst will es und kann dem Druck standhalten.
Gottes Segen für Sie, Frau Käßmann.
Irene Pitsch, Rodgau

Verfasst von Gast am 24. Februar 2010 - 8:39.
Kommentar auf: Alkohol

Alkohol

Sehr geehrte Frau Pitsch, die Antwort auf das, was Sie und offenbar viele von...

Sehr geehrte Frau Pitsch,

die Antwort auf das, was Sie und offenbar viele von uns Protestanten jetzt umtreibt, ist doch ganz einfach:

"Warum hat niemand verhindert, dass sie sich ans Steuer setzt?"

Vielleicht waren ja die Konkneipanten der Frau Bischöfin noch betrunkener als diese selbst.

"Oder ist es vielleicht auch tatsächlich so, dass man ihr ein Bein gestellt hat, weil man sie irgendwie los werden will, da sie ja manchen Leuten ein Dorn im Auge ist."

Ich wußte nicht, daß die Niedersächsische Landeskirche zu einem Watergate - oder besser "Leinegate" ? - in der Lage ist. Oder war es mal wieder der böse Military Industrial Complex ?

Nein, es ist einfach wie folgt:

Wer niemals einen Rausch gehabt,
der ist kein ganzer Mann,
es hält sich auch die Geistlichkeit seit altersher daran.

Und ist der Bischof eine Frau,
tut sie auch einen heben,
war noch der Tag so öd und grau,
bringt Sonne dies ins Leben.

Dann fährt sie los,es ist nicht weit,
doch steht für alle Fälle,
am Straßenrand die Polizei,
und winkt ihr mit der Kelle.

Aber Sie haben recht, Frau Käßmann muß im Amte bleiben.

Bei ihrem Rücktritt käme ihr/e NachfolgerIn ja doch nur aus dem Kreis derer, die sie in dieses Amt gewählt haben. Da bleiben wir doch lieber beim Original !

Don Pasquillo

Verfasst von Theodor-Heinrich am 24. Februar 2010 - 7:37.
Kommentar auf: Alkohol

Kirche -was besonderes?

Genau! Diesen ironischen Kommentar kann ich nur unterstützen. Wer sich als...

Genau! Diesen ironischen Kommentar kann ich nur unterstützen. Wer sich als Bischof ins Licht stellt, muß sich schon gefallenlassen, daß an ihn hohe Anforderungen gestellt werden. Wenn dann die schmalen Dienstbezüge nicht 'mal für ein Taxi reichen...

 

Verfasst von Gast am 23. Februar 2010 - 23:42.

Kirche -was besonderes?

Kirche giriert sich im öfter als etwas besonderes, will "für alle" über den...

Kirche giriert sich im öfter als etwas besonderes, will "für alle" über den Tagesablauf am Sonntag entscheiden. Spricht im Namen "aller Gläubigen" über die Nachteile von Krieg.
Und jetzt, bei dieser eklatanten Verfehlung (wieviele Sekunden fehlten am billigend in Kauf genommenen Tod eines Fußgängers?) ist Kirche plötzlich was Normales und ihre Repräsentanten auch nicht unfehlbar?

Interessant, interessant.

Also dann: Kirche gibt den Alleinvertretungsanspruch auf und spricht nicht mehr "für alle". Dafür werden ihre Repräsentanten als Otto-Normalbürger betrachtet mit all ihren Verfehlungen.
Diese Reduktion wollen Sie nicht, liebe Kirchenoberen?

Ok - dann gelten besonders hohe moralische Anforderungen - und ein Rücktritt von Frau K. ist die ultima ratio!

Verfasst von Gast am 23. Februar 2010 - 23:32.

Schaden für das Ansehen der Kirche (?)

Hallo, in ökumenischer Verbundenheit mit allen Christen dieser Welt möchte ich...

Hallo,
in ökumenischer Verbundenheit mit allen Christen dieser Welt möchte ich mich mal als Katholikin zu dem Vorfall äußern:
Zunächst mal ist das ein wirklich peinliches und unverantwortliches Verhalten, was sich eine evangelische Bischöfin auf keinen Fall erlauben sollte. Gleichzeitig tut mir Frau Käßmann leid und immerhin bedauert sie ja, was geschehen ist. Ob sie zurücktreten sollte, vermag ich nicht zu beurteilen, aber es mag schon angemessen sein, darüber zu diskutieren. Es ist wahrscheinlich am besten, wenn sie selbst darüber entscheidet.

Was mich allerdings als Christin beunruhigt, ist der Schaden, den die Kirche nimmt. Ich spreche jetzt absichtlich nur von der einen Kirche, die Jesus gegründet hat. Wenn ich das hier schreibe, unterscheide ich nicht zwischen katholisch, evangelisch, freikirchlich, anglikanisch usw. Wir Christen sollten gerade durch unser Vorbild überzeugen und bezeugen, dass der Glaube heilbringend ist für diese Welt. Das bedeutet: Kein Christ sollte sich ans Steuer setzen, wenn eine erhöhte Gefahr besteht, dass er Menschenleben gefährdet. Und kein Christ sollte jemals Kinder missbrauchen und sexuell belästigen, wie es an den Jesuiten-Schulen passiert ist.

Vielleicht muss das alles mal ans Tageslicht kommen, damit wir Christen uns mal unserer eigenen Schuldfähigkeit bewusst werden! Nun müssen wir unser wahres Christsein bezeugen! Wahres Christsein bedeutet gerade: Schuld einsehen, bekennen, wiedergutmachen, Sühne leisten und Buße tun und nicht zuletzt verzeihen! Oder kurz gesagt "Umkehr und Versöhnung", mit allem was dazu gehört, denn dazu sind wir Christen von Jesus selbst berufen!!!

LG von einer Katholikin, die sich die Einheit aller Christen wünscht

Verfasst von Gast am 23. Februar 2010 - 22:56.

Nicht Häme sondern Hilfe

Jeder der professionell mit alkoholgefährdeten oder alkoholkranken Menschen...

Jeder der professionell mit alkoholgefährdeten oder alkoholkranken Menschen arbeitet wird bestätigen, dass eine Frau mit der Statur von Frau Käßmann mit 1,5 Promill bei gelegentlichem Alkoholgenuss ganz erhebliche Ausfallerscheinungen hätte haben müssen, und nicht nur durch Überfahren einer roten Ampel und Alkoholgeruch bei anschließender Kontrolle hätte auffallen müssen. Auch die verniedlichende Angabe nur ein Glas Wein getrunken zu haben deutet darauf hin, dass hier auf alle Fälle regelmäßiger Alkoholkonsum über eine längere Zeit stattgefunden hat.
Ich denke dass jetzt keine Verurteilungen und Beschimpfungen weiterhelfen, sondern ein Hilfsangebot, da zu befürchten ist dass hier ein massives Alkoholproblem vorliegt.
Frau Käßmann sollte sich Hilfe suchen, bei ihrer Lebensgeschichte ist es durchaus nicht unüblich, langsam über den regelmäßigen Genuß in eine Alkoholabhängigkeit abzugleiten, ein in dieser gesellschaftlichen Schicht ein häufiges Problem das toleriert oder totgeschwiegen wird.

Verfasst von Gast am 23. Februar 2010 - 22:17.

"Wer ohne Sünde ist, werfe

"Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein" Man sollte den Fehler nicht...

"Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein"

Man sollte den Fehler nicht entschuldigen oder verharmlosen,
aber meine Meinung ist, das Fehlverhalten nicht in Verbindung
des von Frau Kässmann in hervorragender Weise ausgeführten Amtes
zu bringen.
Man sollte den fehler nicht überbewerten.
Gebt ihr eine Chance..

Verfasst von Gast am 23. Februar 2010 - 21:56.

Bischöfin und Glaubwürdigkeit....

Gewiß, dieser betrübliche Vorfall hat mehrere Dimensionen: eine von...

Gewiß, dieser betrübliche Vorfall hat mehrere Dimensionen: eine von menschlicher Verfehlung und göttlicher Gnade - doch der kann man sich als Gläubiger nur anvertrauen, ohne irgendeinen Anspruch darauf zu haben.
Eine andere ist die von Amt, Anspruch und - Status. Auch und gerade die Kirche ist eine gesellschaftliche Institution, die von diesen Dimensionen bestimmt ist.Ich fürchte, als solche muss die Kirche eindeutig reagieren. Und Frau Kässmann sollte es gerade den Menschen, die ihr gut gesonnen sind, nicht so furchtbar schwer machen. Ihr Maßstab bleibt ihr Gewissen - ihre Entscheidung bleibt ihre Entscheidung ... hoffen wir, daß diese nachvollziebar und vorbildliche sein kann.

Verfasst von Gast am 23. Februar 2010 - 21:34.

Frau Käßmann muß bleiben, Sie trägt dass Herz am rechten Fleck!

Frau Käßmann ist auch nur ein Mensch und jeder der jetzt den Finger hebt,...

Frau Käßmann ist auch nur ein Mensch und jeder der jetzt den Finger hebt, sollte sich mal an seine eigene Nase fassen!!!Es gibt keine kleine oder große Sünde, Sünde ist Sünde und dabei ist es egal ob Bischöfin oder Straßenfeger oder ob Alkohol am Steuer oder während der Fahrt dass Handy am Ohr…..! Außerdem steht es uns nicht zu über einen Menschen zu urteilen oder zu richten!
Ich kann mich richtig aufregen wenn ich hier so einige Kommentare lese!
Wenn Schulbusfahrer mit 2,8 Promille oder LKW Fahrer betrunken fahren, dann wird kurz berichtet und dann war es das! Doch wenn eine Frau aus der Kirche dabei erwischt wird und man kennt noch nicht die Hintergründe, vielleicht hat Sie gleichzeitig Medikamente eingenommen und konnte die Wirkung nicht einschätzen, dann wird Ihr der Scheiterhaufen zusammen getragen.
Ich wünsche Frau Käßmann alles Gute
Ich werde dafür "BETEN" dass Sie noch lange in Ihrem Amt bleibt!
Simone

Verfasst von Gast am 23. Februar 2010 - 20:44.

Dienstwagen der Bischöfin

Hier scheint nicht nur jegliches Verantwortungsbewußtsein hinsichtlich Alkohol...

Hier scheint nicht nur jegliches Verantwortungsbewußtsein hinsichtlich Alkohol am Steuer zu fehlen, sondern auch im Umgang mit der Verwendung von Mitteln, die von den Zahlern der Kirchensteuer stammen. Wer als Dienstwagen Autos dieser Größen- und Preisklasse (mehr als 60.000,- EURO Neupreis) ohne jegliche Scham nutzt, lebt wohl ständig nach der Maxime: Wasser predigen und Wein trinken bzw. Brot für die Welt und für mich die Wurst!

Hier fällt es mir als Christ sehr schwer, weiterhin als Kirchensteuerzahler zur Verfügung zu stehen - sicherlich nicht für Dienstwagen dieser Größenklasse.

Hier sollten, auch um einer neuen Kirchenaustrittswelle zuvor zu kommen, neben der Dame im Phaeton alle die in der EKD die Konsequenzen ziehen, die dafür verantwortlich sind, dass Wagen in dieser Größenklasse vom kleinen Kirchensteuerzahler verhalten werden.

Ich bin über eine solche Heuchelei maßlos enttäuscht!

Verfasst von Gast am 24. Februar 2010 - 0:24.

Dienstwagen

Vielleicht sollte Sie sich Deiner Ansicht nach mit einem Trabbi als fahrbarem...

Vielleicht sollte Sie sich Deiner Ansicht nach mit einem Trabbi als fahrbarem Untersatz begüngen oder noch besser, um dem Damoklesschwert einer moralisch anrüchigen Zweckentfremdung von Steuergeldern zu entgehen, per pedes apostolorum wandeln???

Verfasst von Gast am 23. Februar 2010 - 23:45.

Dienstwagen

Sie haben vollkommen Recht. Das ist reell und richtig. Die Frage eines...

Sie haben vollkommen Recht.
Das ist reell und richtig.
Die Frage eines Antworters, ob Christ oder Parisäer,ist voll daneben.
Man sollte, so wie Sie, bei der Wahrheit bleiben. Es ist nun mal so, dass Unmengen von Steuergeldern verplempert werden, und draussen in der Normalität hungern die Kinder.

Verfasst von Gast am 23. Februar 2010 - 21:55.

Dienstwagen

Und Ihre Falschheit ekelt mich an. Dazu: Sie denken bei Kirche an Ihr Geld? Sie...

Und Ihre Falschheit ekelt mich an. Dazu: Sie denken bei Kirche an Ihr Geld? Sie sollten sich dringend die Frage stellen, ob Sie Christ oder heuchlerischer Pharisäer sind.

© 2009 - 2012 evangelisch.de  |  Tel: 069 58 098 - 189  |  Fax: 069 58 098 - 418  |  Kontakt  |  Impressum  |  Presse  |  Datenschutz  |  AGB