Von einem gedachten Tee wird keinem warm
Der Versuch eines Appells zum Schwerpunktthema: "Obdachlosigkeit und Kälte"
In den letzten Tagen wurde es richtig Winter. Die eisigen Temperaturen haben bereits mehrere Menschenleben gekostet. Bei minus 16 Grad erfror eine Obdachlose in Rheinland-Pfalz und ein 66-Jähriger aus Hessen.
Die Geschichte von der kleinen Geste
Jede Woche, wenn der Straßenkehrer auch vor ihrem Haus fegte, kam die Frau heraus, gab ihm im Sommer eine Limonade und im Winter einen heißen Tee. Er war ein netter alter Mann, dankte freundlich und nahm seine Arbeit wieder auf.
Eines Abends, es war ein kalter Abend, ertönte die Klingel und der Straßenfeger stand vor der Haustüre. In der Hand hielt er ein Sträußchen Blumen und eine kleine Schachtel Pralinen. Er schien etwas nervös, als er der Frau sagte: „Das ist für Sie, liebe Frau, als dank für Ihre Freundlichkeit."
„Aber das sollten Sie wirklich nicht tun", sagte die Frau etwas verlegen. „Eine Tasse Tee, das ist doch nichts."
„Mag sein, dass es nicht viel ist", sagte der Straßenfeger, „aber es ist mehr, als jeder andere getan hat."
(Autor unbekannt)
Morgen will ich einkaufen und in die Stadt gehen, dann will ich auch diese Geschichte beherzigen. Ich werde zum Bäcker gehen und eine Tasse Tee kaufen und diese dann einem Obdachlosen schenken? Das ist keine große Mühe und kostet auch nicht viel Zeit, oder?
Warum aber erst morgen? Ist es nicht auch heute schon kalt?
Warum sich mal keine Mühe machen? Haben sich unsere Vorbilder (Eltern, Lehrer etc.) nicht auch manche Mühen auferlegt?
Es ist so leicht darüber schreiben, zu reden und zu sinnieren….
...doch wie sagt schon eine alte Weisheit: Der Hunger lässt sich schwer mit gemalten Kuchen stillen…
...es hilft doch nur, wenn man es auch tut.
Euer Oliver Groß
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