Is there WLAN in Heaven?

Zuerst musste ich ja über den Titel des Videos und den Song schmunzeln: WLAN im Himmel? Passwort zum Einloggen in himmlische Community? Statusupdates a la "Michael: Soeben den Aufgang der Sonne besungen. Gleich Termin mit dem Rest des himmlischen Kleeblattes zum Lobpreisen."?

Rasten statt Rasen

Mittlerweile dürften die meisten aus dem Urlaub wieder heimgekehrt sein, einige schon die ersten Lebkuchen verspeist haben, andere haben bereits beherzt den Knopf betätigt, der die Heizung in den Winter-Modus versetzt. Wie viele Urlaubs-Kilometer die Leserinnen und Leser dieses Blogs wohl auf der Autobahn verbracht haben? Allein bei mir waren's – aus nicht so leicht zu erklärenden Gründen, wo doch das Ziel gar nicht so weit weg war – über dreitausend in den letzten drei Wochen.

Church of Fear: Habt Angst!

Ob es die von Christoph Schlingensief gegründet Church of Fear noch gibt? Die verlinkten Mitgliederseiten jedenfalls führen von der Hauptseite ins Datennirwana - die grundsätzlichen Forderungen und Themen allerdings sind immer noch zu sehen. Eine Kirche der Angst? Kann man das gut finden? Sollte man das?

Gemeindeaufbau mit Gottvertrauen

Urlaub! Morgen gehen wir wieder zum Gottesdienst in unsere Lieblings-Gemeinde hier in Ouddorp in den Niederlanden. Die Doopsgezinde Gemeente bietet seit vielen Jahren einen deutschsprachigen Gottesdienst an; davon hatte ich in diesem Blog auch schon einmal berichtet.

Bauchmuskeln Jesu

Moslems haben es zumindest in dieser Hinsicht einfacher - das Gesicht Allahs wird in der Moschee nicht gezeigt. Wir Christen dagegen haben ab und an so unsere liebe Not mit der Kunst im Kirchenraum. Nicht erst seit dem Streit um das Fenster im Kölner Dom. Und das Satire-Bild der Titanic ... aber gut, das hing jedenfalls nicht in einer Kiche. Allerdings - dass man als Blogger nur mit einer Verlinkung "Bekenntnisse beschimpfen" kann - das ist dann doch eine neue Dimension.

Stilvoll campen

Da geht man als Pfarrer mal im Urlaub Zelten – und wo lande ich? Auf einem christlichen Zeltplatz. Seit vier Jahren schon campen wir im „Toppershoedje“ im niederländischen Ouddorp. Für uns waren ja eher die Nähe zum Stand und die relativ günstigen Preise ausschlaggebend – und dass wir uns jedes Jahr hier sehr wohl gefühlt haben.

Das Wort zum Montag

Ein Klassiker und immer wieder gern gesehen: Das Wort zum Montag und die Frage, wer eigentlich diese Vier sind, die da fahren... :-)

Wenn Engel Magazine füllen

Als ich kürzlich auf der Suche nach meiner Lieblingslektüre am Bahnhofskiosk vorbeischaute fiel mir diese Zeitschrift ins Auge: Das Engelmagazin - moment, genauer: Das Magazin für Engel, Spiritualität und Lebensfreude. Stilecht mit Engelaufklebern und dem obligatorischen Engeltarot.

Kraft weitergeben

Bereits vor einem Dreivierteljahr habe ich von dieser Frau berichtet. Mittlerweile ist sie 97 Jahre alt – und gibt gerne etwas davon weiter, was sie empfangen hat. Mit geradezu unverwüstlicher Gesundheit. Nun ist im Rahmen des Projekts „Generationen im Dialog“ ein kurzer Film entstanden, in dem sie selbst zu Wort kommt. Darum lasse ich sie nun selbst sprechen... 

Zielgruppe: Vergnügt, erlöst, befreit

Ich bin vergnügt erlöst befreit
Gott nahm in seine Hände
Meine Zeit
Mein Fühlen Denken
Hören Sagen
Mein Triumphieren
Und Verzagen
Das Elend
Und die Zärtlichkeit

So dichtet es Hanns Dieter Hüsch.*

Wunder des Alltags: Bulo-Cartoon

 Wunder des Alltags - Cartoonist: Bulo

Aus dem auch sonst empfehlenswertem Twitter-Account von Bulo einer des Chefs des Clap-Clubs. (Herzlichen Dank fürs Einbetten dürfen.)

Offener Brief an Frau Hermann

Ave Eva oder liebe Frau Hermann,

nein, ich bin kein Theologe. Ich spreche auch nicht für die Evangelische Kirche, die die Katastrophe sicherlich ebenso bedauert wie jeder andere. Ich zähle nur zu einer Kirche, die das Priestertum der Gläubigen ernst nimmt - und in dieser Eigenschaft möchte ich Ihnen schreiben.

Gott will das nicht.

Das Unglück bei der Loveparade ist schrecklich, keine Frage. Ich möchte das an dieser Stelle auch gar nicht groß ausbreiten; dazu ist woanders schon genug geschrieben worden, auch auf evangelisch.de. Ich, der ich weit weg davon bin, kann sowieso nichts Substantielles dazu beitragen.

Filmspaltung

Es ist ein Phänomen. Ein Film, der die Christenheit, ja die Menschheit spaltet wie kaum ein anderer. Die einen lehnen ihn grundsätzlich ab als Blasphemie, ein Sakrileg höchsten Grades. Die anderen haben ihn schon zum hundertsten Mal gesehen und können einfach nicht genug davon kriegen.

Der Dinosaurier in der Kirche

Diese kleine humoristische Szene soll natürlich in keinster Weise irgendwem auf die Füße treten - das läge mir natürlich auch absolut ferne... Lesen Sie es mit Humor und Augenzwinkern... (Und als kleine Hommage an Monthy Python.)

Liedblatt raus zum Gebet!

Heute habe ich noch zwei Taufen in einer Nachbargemeinde. Ein schöne Sache, ich mach das sehr gern. Vor allem, wenn die Familien sich auch selbst Gedanken machen, Lieder überlegen, Fürbitten formulieren – und das Liedblatt gestalten.

Das erste soziale Netzwerk der Welt

Also eigentlich ist das ja ganz schön mutig. Ja, ich zolle sogar Respekt vor dem, was das Bistum Osnabrück sich da ausgedacht hat: Eine virale Kampagne für die eigene Kirchenwebseite und den Einstieg in das Web2.0. Offenbar hat da jemand die Berichte vom Barcamp Kirche 2.0  aufmerksam verfolgt. Insofern Respekt. Aber!

Urlaub für die Seele

Endlich Urlaub! In manchen Gegenden in Deutschland werden schon die Koffer gepackt, der Ölstand geprüft, Bahn- und Flugtickets eingesteckt. Wir Bayern müssen noch exakt einen Monat durchhalten, aber den schaffen wir auch noch. Halb Deutschland geht auf Reisen. Wir dann irgendwann auch.

Knallweich nachgefragt - Peter Hahne

Gelassenheit, Würde und Respekt auf der einen Seite - Lässigkeit, Lächeln und Weichheit auf der anderen Seite. Auf der einen Seite sitzt Margot Käßmann, auf der anderen Peter Hahne und eigentlich sollte man ja erwarten, dass ein Moderator eines Talks genau Würde, Maß und Respekt besitzt - vor allem Autorität - um sich auch mal mit seinen Gästen zu reiben. Doch wer stilvoll dem Moderator die Schau stiehlt ist in der ersten Sendung - Frau Margot Käßmann.

Fußball-Kirche

Gut, auch in diesem Blog kommen wir um das Thema Fußball gar nicht herum. In diesen Tagen der Fußball-Weltmeisterschaft gibt es ja auch kaum etwas anderes. Ich muss gestehen, dass ich von Fußball nicht so wahnsinnig viel Ahnung habe. Ich weiß gerade mal, in welcher Liga der 1. FCN zur Zeit spielt (und das Relegationsspiel habe ich mir sogar live angeschaut!) und kann grundsätzlich irgendwie auch die Abseitsregel verstehen. Die WM finde ich spannend, die Spiele mit deutscher Beteiligung schaue ich natürlich sowieso.

200 Gramm Laudato si

„200 Gramm Laudato si, bitte! Und noch eine halbe Nun schläfet man. Ja, noch 100 Gramm Hevenu schalom alejchem, das wars dann für heute. Danke!“

Fußballgötter

In diesen Tag hat Gott es wahrscheinlich schwerer als sonst mit seiner Schöpfung. Denn schließlich wird er von Dutzenden und Tausenden von Gebeten treuer Fußballfans bestürmt, die nur eines wollen: Den Sieg ihrer Mannschaft. Würde Gott parteiisch sein hätte er ein ganz großes Problem.

Gesangbuch reloaded: Werben im Gesangbuch

Virale Werbung funktioniert. Product Placement. Alle möglichen kreativen Methoden werden ausprobiert, um ein Produkt ins Bewusstsein der potentiellen Kunden zu bekommen. 

Das Internet ist Gott?

Da zerbrechen sich die Gelehrten und Gelahrten Jahrhundertelang den Kopf darüber was und wer und wie Gott ist - und Sascha Lobo beantwortet die Frage in wenigen Minuten... Schon etwas älter, aber manches reift ja auch mt der Zeit. (Nächste Woche, ich verspreche es, gibts wieder mehr Text.)

 

Kollarkoller

Oh Mann. Diese steifen Kleriker. Nee, so ein Kollarhemd, das zieh ich niemals an, wozu auch? So dachte ich bis vor kurzem. Ach ja, Kollar: Das ist dieser kleine weiße Streifen oben am Kragen vom Hemd, den viele Kleriker tragen. Besonders häufig natürlich in Filmen. In der freien Wildbahn laufen die meisten natürlich auch nicht so rum. Und ich schon dreimal nicht, nee. So steif und altmodisch bin ich nicht.

Walk like Jesus

Es gibt Dinge, denen steht man als Mensch der seine Jugend im damaligen Westteil verbrachte, einfach überrascht und kopfschüttelnd gegenüber. Gut, dass es Leute gibt, die in gepflegter Ostalgie leben - könnte man noch nachvollziehen. Wenngleich das Argument, es sei ja nicht alle schlecht gewesen so ziemlich auf jedes und jeden zutrifft und von daher natürlich keines ist, was ich persönlich nun nachempfinden kann. Das Internet überraschte mich aber jetzt mit einem Fundstück, das ich präsentieren möchte.

Häbby Drinnidaddis

Haid is Drinnidaddis.

Äh ja. Franken halt. Mittelfranken genauer gesagt. Das sind die, die d und t nicht underscheiten können, es aber immer wieder versuchen, leiter mit mäßigem Erfolg. Wie sagte unser ehemaliger Pfarrer so schön betont in seinen Predigten? „Grisdus isd vom Tote auferstanten.“

Leben wie der Heilige Geist in Frankreich

Lena Meyer-Landrut war da. Der Papst auch. Und vermutlich mittlerweile Hunderttausende von Jugendlichen aus der ganzen Welt: Taizé. Ein kleiner Hügel in Burgund in Frankreich. Nichts Besonderes eigentlich. Wäre da nicht Roger Louis Schutz-Marsauche gewesen, reformierter Pfarrerssohn aus der Schweiz, zeitweise aufgewachsen bei einer katholischen Witwe, studierter (evangelischer) Theologe. Im Zweiten Weltkrieg versteckte er Flüchtlinge vor den Nationalsozialisten, hier in Taizé.

Applikationen des Glaubens: Her mit ihnen!

Kurz bevor der Gottesdienst beginnt ziehe ich mein Android-Handy aus der Tasche, klicke auf das Symbol mit dem Kreuz und bekomme sofort angezeigt wer heute predigt - ah, doch mein Lieblingspfarrer! - welche Stücke die Orgel vor- und nachspielt - hey, französische Romantik, super, mal was anderes - und welche Lieder heute gesungen werden. Mit Text und der Melodie. So habe ich zu Hause etwas üben können, denn dieses Neue Geistliche Lied im Gesangbuch ist ja doch etwas tricky...

Italienische Kirchentags-Ökumene

In München ist Kirchentag. Ich bin zwar leider nicht dabei, aber eine Erinnerung an den Ruhrgebiets-Kirchentag von 1991 kam in diesen Tagen wieder in mir hoch. Davon möchte ich heute erzählen.

Innerer Monolog eines Gemeindesbrief-Redakteurs beim Zustammenstellen der neuesten Ausgabe

Eine Seite habe ich gesagt. Herr Pfarrer, habe ich gesagt, ihre Auslegung zum Monatsspruch im letzten Gemeindebrief war wirklich einmalig, doch mit Rücksicht auf die Finanzen demnächst dann doch lieber ein Seite anstatt deren fünf. Das liest doch eh keiner durch. Also das habe ich ihm dann nicht gesagt, aber stimmt doch. Selbst ich pack das einfach so auf die Seite. Ich sehe schon die anklagenden Blicke der anderen Autoren, aber beim Pfarrer kürzen? No go.

Stilvoll tagen

Letzte Woche war ich zu einer Fortbildung im Wildbad Rothenburg. Wer den Ort kennt, wird jetzt verträumt aufseufzen. Vor allem, wenn ich dazu sage: Es war wunderschönes Frühlingswetter. Wer den Ort nicht kennt, dem werde ich jetzt mal ein wenig vorschwärmen von diesem kirchlichen Tagungshaus.

Souvenir vom Barcamp

Heute nur ganz kurz für alle, die nicht beim Barcamp dabeisein konnten der Song der mir seit Samstag durch den Kopf spukt...Einmal Original, einmal Fälschung. Das erklärt übrigens gewisse Photos aus der Kellerbar vom Samstag Abend. ;-)

 

 

Souvenir de Barcamp

Allmählich beginnt sich der Informationoverload zu setzen. Erfährungsgemäß braucht man nach einem Barcamp noch einige Zeit bevor man alles verarbeitet hat - schließlich hat man ja mitdiskutiert, Fragen beantwortet, eifrig gebloggt und getwittert, Links online gestellt, Photos gemacht und sortiert. Ein Souvenir habe ich dann nochmal für alle mitgebracht.

Gesegnete Fahrt

In diesen Wochen treffen sie wieder zusammen. Manche pilgern regelrecht von einem Gottesdienst zum nächsten: die Motorradfahrer. Zu Beginn der Saison – und an machen Orten auch am Ende – sind in den letzten Jahren, ja Jahrzehnten populäre Motorradgottesdienste entstanden. Der größte, so habe ich mir sagen lassen, ist jedes Jahr in Hamburg – mit knapp 50000 Maschinen. Kein Tippfehler. Fünfzigtausend.

Gesangbuch reloaded: Psychologe gesucht

Es herrschen ja fast schon sommerliche Temperaturen zur Zeit - also jedenfalls heute wenn ich diesen Blogbeitrag verfasse ist es draußen schon so warm, dass denken könnte der Mai sei gekommen. Vielleicht gehe ich ja auch noch mal Gras hauen, damit die Liebste was für die Vase hat. Bei diesem Wetter kommt mir seltsamerweise aber beim Gedanken desöfteren ein Lied in den Sinn, das eigentlich ein Sommerlied ist. Jedenfalls stehts in der ersten Zeile explizit drin, dass es ein Sommerlied ist.

Kirche in der City

Über 100 Menschen kommen in diesen Tagen in Köln zusammen: Mitglieder des ökumenischen Netzwerks Citykirchenprojekte. Sie repräsentieren mittlerweile 74 kirchliche Einrichtungen in der Innenstadt. Von Linz bis Kiel, von Aachen bis Berlin: Überall gibt es unterschiedliche Projekte mit ähnlichen Bezeichnungen. Citypastoral, so heißt es im katholischen Bereich. Citykirche meist im evangelischen. Viele kreative Namen gibt es vor Ort: Kirchenfenster, Domforum, Offene Tür, Tür 8 – alles mögliche. Und das zeigt auch schon, wie bunt dieses Feld ist: Die Citykirchenarbeit.

David in Bunt

Meine Heimatstadt Duisburg ist seit kurzem um eine Attraktion reicher. Eine Attraktion, die momentan gar keinen kaltlässt. Es geht um Kunst. Genauer: Um David. In Rosa. Und nackt.

"Now here" anstatt "Nowhere"

Heute geht sie also zu Ende, die republica - einige rede von der bedeutendsten Messe für das Web2.0 seit Tim O'Reilly den Begriff prägte, andere wiederum bezeichnen es gerne als Gruppenkuscheln der üblichen Verdächtigen. Im nächsten Jahr werde ich sicherlich auch mal dort vorbeischauen in diesem dickem B an der Spree. Momentan muss ich aber virtuell per Twitter und etwas Facebook am Geschehen teilnehmen. Also quasi mit dem Echtzeitweb - das Christen eigentlich schon seit Jahrhunderten nutzen.

Ich hörte die Eule, sie rief meinen Namen

Über Ostern hatte ich mal Zeit wieder einige Bücher aus meinem Bücherschrank zu lesen, die zu meinem jährlichem Literaturkanon gehören. Es gibt nämlich Bücher, die ich jedes Jahr wieder lese. Die meisten davon haben zwar keinen Bezug zum Glauben - gut, ob "Der Herr der Ringe" nicht auch irgendwie vom Glauben handelt sei dahingestellt, ebenso wie in "American Gods" natürlich Götter vorkommen und es auch irgendwie um Glauben  geht... Ähm... Der Rest meines Literaturkanons ist aber von diesem Thema dann unberührt.

Oster-Lob mit uralten Melodien

Auch zu Ostern gibt es eine Melodie, die mich fasziniert und seit Jahren begleitet. Für manche mag sie sehr fremd klingen, für mich ist sie seit vielen Jahren, ja Jahrzehnten vertraut: Der Oster-Introitus.

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Zu bestimmten kirchlichen Feiertagen gehört für mich ganz besondere Musik. Jedes Jahr wieder.

Heute, am Karfreitag, denken wir an Jesu Tod am Kreuz. „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ so soll er geschrien haben. Der Anfang des 22. Psalms. Ein Psalms eine Menschen in größter Not, der aber, wenn man weiterliest, trotzdem auch vom Vertrauen auf Gott redet.

Gründonnerstagschristen

Ein Kollege meinte einmal zu mir: Anscheinend gibt es Menschen, die - wie andere zu Weihnachten - jedes Jahr speziell am Gründonnerstag in die Kirche gehen. Gründonnerstagschristen sozusagen.

Die älteren unter ihnen kommen, zumindest bei uns auf dem Dorf, ganz feierlich. Anzug und Krawatte. Die jüngeren kommen etwas legerer. Aber in jedem Jahr am Gründonnerstag sind Sie da: Gesichter, die man sonst nicht jeden Sonntag im Gottesdienst sieht. 

Jesus Christ Superstar

Jedes Jahr schaue ich mir bestimmte Filme zu passenden Gelegenheiten an. Halloween ohne Tim-Burton-Doppelvorstellung? Undenkbar. Weihnachten ohne Griswolds? Das ist kein Weihnachten. Und Ostern wäre nicht Ostern ohne "Jesus Christ Superstar" - den Film zu "Godspell" scheints auf DVD einfach nicht zu geben, sonst wäre das auch ein Doppelfeature.

Evangelien ganz hamonisch

Obwohl ich durch meine Tätigkeit beim Predigerseminar der Evangelischen Kirche im Rheinland ja schon einige religiöse Fachtermini aufschnappte - das war mir dann doch neu: Evangelienharmonie. Eine Synopse kannte ich. Hier werden die vier Evangelien auf einer Seite einander gegenübergestellt, damit man dann vergleichen kann wer von wem ab... - ähm - wer welche Geschichten erzählt.

Moderne Musik? Ein Greuel!

„Wenn weiter diese modernen Lieder im Gottesdienst gesungen werden, dann trete ich von allen meinen Ämtern zurück“. - Vor ungefähr 25 Jahren belauschte ich als Jugendlicher unfreiwillig dieses Gespräch zwischen unserem damaligen Pfarrer und – ich weiß nicht mehr, wer es war – vielleicht einem Kirchenvorsteher der Gemeinde. Es ging um Lieder wie „Herr deine Liebe“ oder „Ins Wasser fällt ein Stein“. Nichts wirklich Weltbewegendes also.

Es ostert sehr: Dinge, die man mit Osterhasen anstellen kann

Es ist nur ein Gerücht dass die Weihnachtsmänner, die im Handel nicht verkauft werden zu Osterhasen umgeschmolzen werden. Der dazugehörige Zeitaufwand wäre doch viel zu kurz, schließlich sind die Osterdekorationen doch sofort nach Weihnachten im Handel - jedenfalls kommt einem das so vor. Die bekannteste Form des Osterhasen ist der in Schokoladenform. Mal schauen was passiert wenn man da ein wenig Hitze dranbringt...

Das Ding das mir fast auf den Kopf gefallen wäre I

Das Ding... keiner weiss, was es istLetztes Jahr, beim Abbauen eines fürchterlich hässlichen Einbauschranks in einem kirchlichen Raum, wäre mir fast dieses seltsame Ding auf den Kopf gefallen. Ein paar alte Schrauben und Dübel lagen darin. Ehrlich gesagt: Ich habe nicht den leisesten Schimmer, was es wirklich ist.

Starke Frauen

Es ist eine Frau, die das erste Lied in der Bibel anstimmt - Miriam, Moses Schwester stimmt es an, ein Siegeslied über das, was Menschen nicht möglich schien aber von Gott möglich gemacht wurde. Kein Mann, sondern eine Frau nimmt da das Tamburin in die Hand und singt von der Befreiung aus der Knechtschaft Ägyptens. Am Weltfrauentag sollte man auch mal einen Blick in die Bibel werfen - denn die Frauen der Bibel sind durchaus starke, interessante Persönlichkeiten.

Bratwurst evangelisch

Wie reimte schon TBC, das „Totale Bamberger Cabaret“, vor Jahren? „Lieber Gott, ich bin ein Franke – danke!“ Ja, ich gehöre zu diesem etwas seltsamen Menschenschlag in der Gegend um den Main. Menschen, die sich tierisch aufregen können, wenn sie als „Bayern“ bezeichnet werden, obwohl Franken jetzt schon 200 Jahre zu Bayern dazugehört(/unter Napoleon annektiert wurde). Menschen, die nicht zwischen einem „harden“ und einem „weichen“ d (t? Was ist das?) unterscheiten können. Meisdens auch beim b unt p.

Kinderbibeln: Kees de Kort

Es kommt der Tag an dem die lieben Kleinen mehr über Religion wissen möchten - spätestens in der Grundschule, wenn der Religionsunterricht beginnt. Und dann steht man beim Buchhändler der Wahl, schaut sich die Kinderbibeln an und fragt sich ab und an was sich die Macher nur dabei gedacht haben. Doch sei der Focus heute nicht auf die Peinlichkeiten gelegt sondern ich möchte mal ein positives Stil-Beispiel hervorheben - das sicherlich der Ein oder Andere kennt.

Stilvoll zurücktreten

Eigentlich wollte ich heute mal wieder was Lustiges schreiben hier. Aber mir ist nun wirklich nicht danach nach den Meldungen des heutigen Tages. Eigentlich wollte ich auch nichts über Margot Käßmann schreiben, denn das ist an anderer Stelle hier auf dieser Website und anderswo schon zur Genüge und mit wirklich wunderbaren Gedanken getan worden. Doch dann fiel mir ein, wie unser Blog heißt: Stilvoll glauben. Und mir kam der Gedanke: Wenn eine Person des öffentlichen Lebens wirklich Stil gezeigt hat, dann diese: Margot Käßmann.

Fensterbilder: Salvatorkirche in Duisburg

Alt - nein, alt sind die Kirchenfenster die in Duisburg die Salvatorkirche in der Stadtmitte schmücken nicht. Das merkt man sofort wenn man die Citykirche oder Stadtkirche betritt. Dafür wirken die Bilder viel zu modern. Sie scheinen gar nicht so recht zu dem Bau an sich zu passen, der wohl 1316 begonnen wurde und erst 1415 beendet wurde.

Aschwermittwoch

Viele meiner Lieblings-Tippfehler korrigiert mein Schreibprogramm mittlerweile von allein. Aus sit wird automatisch ist, aus Kriche wird Kirche, aus chrsitlich wird christlich und so weiter. Den Aschwermittwoch habe ich meinem Programm aber noch nicht beigebracht. Dabei ist er tatsächlich ein zuverlässiger Begleiter in meiner Schreib-Laufbahn. Aber er kommt halt nur einmal im Jahr vor. Und ist evangelischerseits ja (meistens) nicht einmal mit einem Gottesdienst behaftet, da braucht's keine Autokorrektur, für die paar Mal.

Es war einmal ein treu Husar...

Das größte LARP der Welt ist schon mal so halbwegs überstanden. LARP? Kennen Sie nicht? Live-Action-Role-Play - das sind Leute, die an Wochenenden mit Kostümen durch den Wald laufen und Abenteuer erleben. Also das, was man an Karneval halt dauernd tut - na ja, das mit dem Wald kommt eher selten vor, aber Abenteuer kann man im Karneval ja sicherlich erleben.

DSDK: Deutschland sucht das Kirchenlied

Es ist in Zeiten der Chartshows und der Superstars - ob nun Deutschlands beste Dichter, Deutschlands tollste Erfinder oder Deutschlands hippste Köche - gar nicht so abwegig: Deutschland sucht das Kirchenlied. Wie man sich das wohl vorstellen dürfte?

Lachende sind leicht wie Engel

Rämmtätäää Rämmtätää wumms rumms rumms. Helau und Alaaf! Die närrische Zeit hat uns wieder. Manche, gerade in der Kirche, sehen das sehr kritisch. Dieses Gesaufe, dieses oberflächliche Lachen, gar kein Ernst steckt da drin, so sagen sie. Und überhaupt haben doch schon im Mittelalter viele bedeutende Theologen gemeint, Jesus habe nie gelacht.

Der ÖKT naht - was zieh ich an?

Noch 100 Tage bis zum Ökumenischen Kirchentag in der Weltstadt mit Herz, wie sich die bayerische Metropole ja gern selbst nennt - also München, an welche Stadt haben Sie denn gedacht? - und jetzt ist es an der Zeit mal seinen Kleiderschrank zu durchforsten. Schließlich will man ja auf dem Kirchentag präsentabel sein.

Und Jobs sah, dass es sehr gut war

Und siehe, es war an der Zeit dass Steve Jobs von seinem Büro hinabstieg zu den Gläubigen, die da warteten zu Tausenden auf dass er brächte die heilige Tafel die vorhersagten die Propheten. Und da war ein lautes Donnern - aber Jobs war nicht in dem Donnern. Es brach hervor ein gewaltiges Gewitter - aber Jobs war nicht in dem Gewitter. Und siehe, es bildete sich ein feiner Nebel und in dem Nebel war Steve Jobs.

Fast schon Fasten

Helau! Alaaf! Ich war ja früher immer ein ziemlicher Faschingsmuffel. Aber mit einer Ehefrau fast direkt aus Kölle war das nicht so wirklich durchzuhalten, und inzwischen habe ich selber auch viel Spaß an der närrischen Zeit, trete sogar bei der örtlichen Faschingssitzung auf.

Hahne - Fliege reloaded?

Was macht Jürgen Fliege eigentlich? Fliege? Kein Begriff? Sie wissen aber schon noch, dass da mal eine Talkshow im Ersten lief, die von dem Theologen moderiert wurde? Nein? Aha, Sie erinnern sich eher an Vera Int-Veen. Ja, auch schön.

Glauben in Gefahr

In diesen Tagen beschäftigt die Frage wieder viele Menschen, die sich ernsthaft mit Glaubensthemen auseinandersetzen. Eine Frage, die wohl so alt ist wie der Glaube an einen liebenden, allmächtigen und allwissenden Gott: Wenn Gott denn so ist, wie ich ihn gerade beschrieben habe – warum gibt es dann Leid auf der Welt? Warum geschehen so schreckliche Dinge wie die Erdbeben in Haiti, die Judenverfolgung (nicht nur, aber besonders) im „Dritten Reich“, die Tsunami-Katastrophe und und und?

Die 10 Gebote: Leuchtknickstäbe, Judas-Anzug und Reimfallen

Gestern in den "10 Geboten" gewesen, diesem Pop-Oratorium von Michael Kunze und Dieter Falk. Zu Beginn des Ganzen gabs gegen Spende einmal das Programmheft und dann ein kleines Plastikteil mit einer Flüssigkeit drin. Ich packte das zwar interessiert in die Tasche, aber wofür das dienen sollte - klar war mir das zu Beginn des Ganzen nicht. Bis dann der Moderator von "Leuchtknickstäben" sprach und zeigte, dass man das Rohr nur zu knicken bräuchte und voila - es leuchtet. Toll.

Feierabendmahl

So. Feierabend! Endlich Schluss für heute. Feierabend: Schön, wenn man etwas zu feiern hat. Freie Zeit, ausschnaufen, gemeinsam feiern, die Seele baumeln lassen.

Evangelisch 2010: Kultur, Kirche, Kulturhauptstadt

Kirche braucht keine große Gala. Auch keine große Hymne, die per Fernsehen in alle Welt übertragen wird. Stattdessen gabs zum Beginn des Kulturhauptstadtjahres ein regionenübergreifendes Geläut und einen festlichen Gottesdienst im Essener Dom. Und das am Freitag letzter Woche. Ob bei dem Gottesdienst auch nur geladene Gäste anwesend waren entzieht sich meiner Kenntnis, aber Hymnen - also Lobgesänge - wurden sicherlich gesungen. Vermutlich die besseren Alternativen zu "Komm zur Ruhr".

Die fünf Heiligen Drei Könige

Ding dong! So ein Mist. Wer ist denn so früh schon an der Tür, noch dazu an einem Feiertag? Ja, ich weiß, Epiphanias („Erscheinung des Herrn“) ist auch ein evangelischer Feiertag, aber den Gottesdienst um 9:30 hat der Kollege übernommen, während ich ihm gerne die schwere und verantwortungsvolle Aufgabe des lang Ausschlafens und spät Frühstückens abgenommen habe.

Engel, Erlösung und Regeneration: Christliche Motive bei Doctor Who

Wenn es Menschen auf der Welt gibt, die als Religionszugehörigkeit Jedi ankreuzen würde es mich nicht wundern wenn über 6 Millionen Briten - oder mehr - bei der Frage nach der Religion "Whoismus" oder "Doctorismus" angeben würden. Schließlich ist die Figur des Doctors eine Institution drüben. Und wenn man genauer hinschaut, so sind diverse Parallelen zum Christentum gar nicht mal zu leugnen. Schließlich ist er gerade dieser Tage mal wieder - nun - "auferstanden"...

Jahreswechsel mit Losung und Stil

Jahreswechsel. Viele nehmen sich die Zeit, sich ein wenig zu besinnen. Bilanz zu ziehen. Wie lief das vergangene Jahr? Was habe ich erreicht? Wovon musste ich Abschied nehmen, vielleicht auch von wem? Welche wunderbaren, persönlichen Erlebnisse haben sich unauschlöschlich in meine Erinnerung eingeprägt?

Jauchzet, frohlocket!

Zu manchen kirchlichen Festtagen gehören für mich einfach bestimmte Chorstücke dazu.

Die Internetfundstücke vor Weihnachten

Pardauz - da wacht man des Morgens auf und stellt fest: Stimme weg. Halsschmerzen. Kopf- und Gliederschmerzen, vielleicht etwas Fieber. Na super, kaum ist der erste Schnee seit letztem Jahr im Ruhrgebiet angekommen hats mich erwischt. Was macht man also? Man ruft erstmal bei allen wichtigen Leuten an um zu sagen, dass man krank ist, versucht einen Arzt-Termin zu bekommen - na toll, mein Hausarzt ist im Urlaub und die anderen sind erst ab morgen wieder frei - und tut dann zwischendurch mal das, was man so tut vor Weihnachten. Glückwunschpostkarten schreiben? Neeee...

Wenn das Christkind dreimal klingelt

Wer bringt bei Ihnen denn den Kindern die Weihnachtsgeschenke? Das Christkind? Der Weihnachtsmann? Oder doch die Eltern? Für manche Eltern eine schwierige Frage. Kleinere Kinder leben in einer „magischen“ Welt, in der solche Dinge wie das Christkind oder vielleicht auch die Schnullerfee völlig selbstverständlich sind. Und natürlich der liebe Gott, der alles erschaffen hat und irgendwo da oben herumschwebt, nett lächelt und sich seinen weißen Bart krault.

Letzte Weihnacht gabst du mir dein Herz

Auf die Frage, welches traditionelles Weihnachtslied er denn kenne und auch singen könne kam aus dem Mund meines Bekannten wie aus dem Revolver geschossen: "Last Christmas". Zuerst habe ich auch - vermutlich genau wie Sie jetzt - verdutzt geguckt. Traditionelle Weihnachtslieder sind doch eher sowas wie - na ja - "Stille Nacht, Heilige Nacht", "Oh Tannenbaum", "Süßer die Glocken nie klingen", "Der Christbaum ist der schönste Baum". Das sind doch mit Fug und Recht Weihnachtslieder, die Tradition haben.

Weihnachtsspiele

In diesen Tagen ist abends oft noch Licht in den Kirchen, auch unter der Woche. Kinder und Jugendliche kommen zusammen. Überall wird geprobt, auswendig gelernt. Gewänder werden geschneidert, nicht funktionierende Mikrofone verflucht (und das in der Kirche!), funktionierende Mikrofone viel zu weit weg gehalten oder wahlweise durch überlautes „Hallo!“-Schreien in nicht funktionierende verwandelt. Genähte Gewänder werden aus Versehen zerrissen, Stecknadeln in Stoff und Haut gesteckt (Aua!

Meisterschaften für Weihnachtsmänner

Wer jemals versucht hat einem Kind zu erklären, warum es zwar nur einen Weihnachtsmann gibt, der aber dann doch in diesen Tagen in zahlreichen Erscheinungen auf der Erde wandelt, der wird wissen dass das gar nicht so einfach ist. Sehen wir mal davon ab, dass der Nikolaus ja (fast) dieselbe Amtstracht hat wie der Weihnachtsmann an sich - ganz rotgewandet - was noch ein Stückchen komplizierter ist...

Advent feiern

Adventszeit: Das ist, so geht die Sage, eine stille Zeit. Eine Zeit des Innehaltens, der inneren Vorbereitung, der Ruhe. Sogar der Predigttext, über dem ich gerade brüte, redet vom Innehalten. Vom Geduldigsein. „Seid auch ihr geduldig und stärkt eure Herzen; denn das Kommen des Herrn ist nahe.“ (Jakobus 5,8)

Lernen mit Adventskalendern

Jetzt wirds aber Zeit. Torschlusspanik. Morgen ist der erste Dezember und in meiner Wohnung hängt noch kein Adventskalender. (Schließlich ist Advent im Dezember und ich habe mich auch mannhaft bisher der Weihnachtsmarktmandeln, Stollen, Printen, Lebkuchen und Marzipanbrote enthalten.) Vermutlich werde ich wieder zum Discounter der Wahl gehen und den üblichen Kalender erwerben. Vielleicht werde ich aber in diesem Jahr komplett digital und werde mit jeden Fenstertürchen etwas lernen. Angebote gibts im Internet ja genug...

Passivabendmahl

In unserer kleinen Reihe „das Abendmahl“ ist heute nach den Tunkern eine ganz spezielle Gruppe dran: Die Passiv-Abendmahlsgäste. Das sind die, die durchaus mit vor gehen zum Abendmahl, dann aber da stehen und überhaupt nichts tun. Bei manchen steht durchaus auch ein theologischer Gedanke dahinter: Ich bekomme das Abendmahl geschenkt.

Talare und Barette

Talare sind schwarz, das Beffchen ist weiß. Das ist so seit 1811. König Friedrich Wilhelm der III. hat den Talar höchstselbst für die Kirche angeordnet und wir wissen ja: An kaiserlichen Befehlen wird so schnell nicht gerüttelt. (Sie kennen doch sicher die Begründung warum man Thron mit Th schreibt? Ebend.)

Platz ist in der kleinsten Hütte: Das kreative Winz-Büro

Die Tür geht exakt so weit auf, dass der dickste Mitarbeiter es noch in sein Büro schafft. Aber keinen Millimeter weiter. Denn hinter der Tür, vor der Tür, neben der Tür stapelt sich alles das, was in dem (gefühlten) Zwei-Quadratmeter-Büro keinen Platz mehr in einem Regal gefunden hat. Ein zusammengeklapptes Trampolin liegt auf einem Stapel Gemeindebriefe. Der Laptop auf dem Trampolin, denn auf dem winzigen Schreibtisch ist kein Platz dafür.

Jill and Kevins wedding: So stilvoll kann eine Hochzeit sein.

Was gibt es Romantischeres und Ergreifenderes als sich das Ja-Wort vor Gott zu geben. Die Gäste haben ihre Plätze eingenommen.

Weihnachtsmarkt-Branding

Blau. Mit weißen Lichtern. Hatte er der Stadt empfohlen, damit man sich mal ein wenig abhebe und exklusiver werde. Denn grüne Tannenbäume, die hat ja jeder. Zudem, so der Christmas-Market-Fashion-Stylist-Consulter wäre das doch ideal: Auf diese Weise könne man glatt einen Sponsoring-Vertrag mit einer bekannten Kafferösterkette abschließen. Deren Weihnachtsmänner seien ja schließlich auch genau das: Blau.

"christliche" Lebensmittelentsorgung

Heute gibt es Apfelsaft. Mag ich jetzt grade eigentlich gar nicht, aber die angebrochene Flasche ist halt gestern bei der Besprechung übrig geblieben, und bevor der Inhalt schlecht wird, kriegt's halt der Pfarrer. Sonst wollte niemand den Saft haben.

DIE GEBOTE DER GESTALTUNG.

Heute ein schönes Frauen-Thema: Absätze. Unterschieden wird hier nach Absatzhöhe und Art.
Es gibt Pfennigabsätze mit denen man Nahe zu in jedem etwas grösserem Zwischenraum auf
der Strasse hängenbleibt – die sogenannten Tussenfallen! Aber jetzt mal ernsthaft, auch wenn
Mittwoch der Frauen-Serien-Abend auf pro 7 läuft.Es geht natürlich um Absätze in der Typografie
und auch nicht Tussenfallen, sondern um den Zeilenfall.

Xavier und das Christ-Sein

"Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir zusammen," tönt es aus dem Radio und ich zucke innerlich und äußerlich zusammen. Das ist er wieder, der bekennde Christ und Sänger von weichgespültem Sacropop-Songs. Xavier Naidoo.

Nehmt hin und tunket alle daraus

Oh Mann, wie konnte Jesus eigentlich gegen alle heutigen Hygiene-Vorschriften das Abendmahl einsetzen und seine Jünger aus einem Becher trinken lassen? Wusste er nichts von Tröpcheninfektionen, Herpes, Schweinegrippe oder Pest? Nein, wusste er wohl nicht. „Trinket alle daraus“, so ist seine Anweisung beim ersten Abendmahl überliefert. Und bis heute halten sich die meisten christlichen Gemeinden auf der ganzen Welt daran. Welche verschiedenen Abendmahlsstile sich daraus entwickelt haben, davon werde ich in loser Folge hier im Blog erzählen.

Halloween versus Reformationstag versus Sankt Martin

Aber moment mal, die Kinder haben doch schon am Freitag Sankt-Martins-Singen gehabt denke ich bei mir als ich bei uns in der Straße die Ankündigung zum Laternen-Singen sehe. Nein, moment - das war das traditionelle Verteilen der Luther-Bonbons zum Reformations... Ach nee, doch nicht, das Verteilen von Bonbons macht man doch zu Halloween... Oder bin ich jetzt ganz durcheinander?

Du sollst ein Segen sein

Stilvoll glauben heißt unser Blog. Das heißt auch: Wie kann unser Glauben unseren Lebensstil beeinflussen, ja prägen? Deshalb möchte ich heute mal – ganz ohne die sonstige Ironie – von einer Frau berichten, deren Lebensstil von dem tiefen Vertrauen auf Gottes Liebe geprägt ist.

Lieber Organist, liebe Organistin - warum eigentlich immer nur Barock?

Da hat man sich gerade hingesetzt, nachdem man ehrfurchtsverheißend dem Kreuz seinen Respekt gezeugt hat, blättert schonmal die Lieder für den Gottesdienst vor und dann - pardauz. Kraftvolle Töne dringen von der Orgelempore hinab, der Organist beginnt mit dem Vorspiel und natürlich muss es irgendwas von Bach sein. Oder Händel. Etwas Prunkvolles und Mächtiges, schließlich sind wir hier im Gottesdienstvorspiel. Und man fragt sich dann in der Kirchenbank: Ja - schön und gut - aber schon wieder Barock?

Thank you for the music

Runter geht's in den Keller. Immer den Spinnweben nach, wahlweise auch dem leicht modrigen Geruch. Vor uns, um die Ecke, wo es eigentlich keiner vermutet: Eine quietschende Tür. Wer zu heftig zieht, hat den Türgriff in der Hand. Und hinter der Tür: Das Chaos. An der Decke kleben stellenweise Eierkartons, genauer gesagt: Da, wo sie noch nicht runtergefallen sind. Dazwischen freihändig verlegte Kabel, die irgendwie runterhängen. Das eine führt 220 Volt und endet in zwei offenen Drähten, die bei Bedarf in die Kaffeemaschine gesteckt werden.

herrschaftliches Dorfpfarrhaus

Morgens halb zehn, irgendwo in einem größeren evangelischen Dorf in Deutschland. Seit zwei Jahren ist die Pfarrstelle schon unbesetzt, endlich interessiert sich eine Pfarrfamilie dafür und besichtigt mit der Sekretärin das Pfarrhaus, immerhin doch ein wichtiges Kriterium für die Bewerbung.

DIE GEBOTE DER GESTALTUNG

Du sollst die Schrift ehren (Teil 1)

Beim Anschauen diverser in Kirchen ausliegender Flyer wird mein gestalterisches Auge doch nur allzu oft maßlos strapaziert. Deswegen hab ich beschlossen, ein kleine Einweisung in die Grundlagen der Gestaltung zu geben, für alle Kirchengemeinden, die weiterhin ihre Flyer selbst am PC in Word gestalten möchten – oder in Coral Draw, dem Programm aus den Achtzigern, mit dem man auf Knopfdruck jegliche gestalterische Effekte erzielen kann. Aber beginnen wir nun mit dem ersten Thema: die heiligen Schrift.

Gesangbuch reloaded: Das Lied vom Mercedes-Benz

Als Janis Joplin Gott darum bat ihr einen Mercedes-Benz zu schenken - neben einem Farbfernseher und einem netten Abend in der Stadt - konnte sie wohl nicht wissen, dass im EG schon ein Lied vorhanden ist, das indirekt schon auf den Mercedes an sich Bezug nimmt.

Kaffologie

Heute mal wieder in einer Besprechung gewesen. Wo ist nur der Konferenzraum? In diesem Haus war ich noch nie. Ganz einfach zu finden: Immer der Nase nach. Denn natürlich stand der Kaffee schon bereit und verbreitete seinen Duft in der ganzen Etage.

Manchmal um 10, dann mal um 11 - das Rätsel der Gottesdienstzeiten

Früher war alles viel leichter. Und irgendwie übersichtlicher. Da stolperte man Sonntagsmorgens gegen Neun aus dem Bett, besorgte schnell die Morgentoilette - meistens im Katzenwäschemodus - und dann schaffte man gerade noch so eben sein Frühstück bevor man, wie an jedem Sonntag, um fünf Minuten vor Zehn noch pünktlich zum Gottesdienst erschien. Etwas außer Atem zwar, aber immerhin: Man hatte es geschafft.

Staub zum Staube

Wer kennt sie nicht: Diese kirchlichen Besprechungszimmer. Liebevoll eingerichtet, mit Spitzendeckchen und allem Drum und Dran. Irgend jemand ist anscheinend extra dafür angestellt, sorgfältig noch eine Handvoll Staub drüberzustreuen. In diesem Raum trifft sich dann einmal jährlich der Sockenstrickkreis für Afrika 1887 e.V., bestehend aus Tante Gertrude und Oma Evchen, weshalb natürlich der Raum auch nicht anderweitig genutzt geschweige denn in irgend einem Detail verändert werden darf.

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