Anpassung an andere Gegebenheiten

Maschinen oder Computer kennen null oder eins – an oder aus, funktioniert oder funktioniert nicht. Sie können einem nicht ihre Dankbarkeit für die erbrachte Leistung aussprechen, je nach Tagesform eine andere Stimmungslage an den Tag legen oder gar Fragen beantworten.
Dennoch habe ich den PC schon oft gefragt: „Warum machst du das jetzt?“ oder „Warum brauchst du denn so lange?“ – ich warte bis heute noch auf eine Antwort.

Ernst nehmen, Fröhlichkeit geben

Die BewohnerInnen auf meinem Wohnbereich haben allerhand erlebt. Viele haben schlimme Erfahrungen im zweiten Weltkrieg gemacht, eine sogar im Ersten. Davon direkt oder indirekt betroffen, haben sie miterleben müssen, wie Menschen starben, wie ihr Hab und Gut zerstört wurde oder der Ehemann nicht mehr aus dem Krieg heimkehrte.

Noch nicht ganz fertig

Etwas abzuschließen, was man angefangen hat – gleich wie es von anderen bewertet wird – sorgt für ein gutes Gefühl – und dass trotz Anfällen von übertriebenem Sauberkeitswahn: So oft wie vor Prüfungen sauge ich nie die Wohnung oder wische Staub.

Austausch der Generationen

Bei mir im Altenpflegeheim gibt es sie auf jedem Wohnbereich. Sie helfen bei der morgendlichen Pflege, begleiten BewohnerInnen bei Arztbesuchen, holen Rezepte ab, gehen mit BewohnerInnen in der Innenstadt ein Eis essen oder singen einfach mal spontan in der Tagesgruppe.
Kurz gesagt: die Zivis, FSJlerInnen, PraktikantenInnen und BewohnerassistentenInnen sind mehr als eine sinnvolle Ergänzung. Für mich sind sie mehr eine eigenständige Säule, welche die Bewohnerzufriedenheit trägt.

„Wenn man sich auf ihn verlässt...

...dann ist man verlassen!“ Das habe ich bisher so noch nicht von BewohnerInnen gehört. Doch habe ich schon manchmal vergessen, den BewohnerInnen zuvor Versprochenes auch Zuteil werden zu lassen. Wirklich schade, aber bei zeitweiser hoher Aufgabendichte ist es leider nicht immer möglich, allen Menschen in der eigenen Betreuungssphäre gerecht zu werden.

Richtige Wunder erfordern Arbeit

Was soll man bekanntlich bei diesem schönen Wetter machen? Richtig, nach draußen gehen!
Was soll man machen, wenn das Wetter schön ist, und das Examen bald ansteht? Richtig, draußen dafür lernen!

Da hole ich mir also mein Fahrrad aus dem dunklen Keller und radel ins Grüne – samt eines schweren Päckchens Schulbücher auf dem Rücken.

Ein gutes Spiel braucht eine gute Vorbereitung

Ich bin weiß Gott kein Fußballfan. Trotzdem drücke ich der deutschen Nationalelf heute abend gegen Ghana die Daumen, dass sie weiterkommen. Verlieren ist doch nicht so toll. Schlecht außerdem, wenn die in sie gesteckten Erwartungen nicht erfüllt werden. Doch auch mit meinem fußballerischen Halbwissen glaube ich sagen zu können, dass „unsere Jungs“ gut vorbereitet in das Spiel gehen. Sie hatten ja schon ein wenig Zeit, sich ein System auszudenken, um die „Schwäche“ Ghanas gezielt auszunutzen.

Fremdbestimmtes Selbstbewusstsein

Man darf mir auf die Schulter klopfen – ich mache es zumindest gerade. Seit letzter Woche Montag bin ich Nichtraucher – welch eine Wohltat. Es war mehr, als eine Kurzschlussentscheidung, mich dem Glimmstengel zu verwehren. Ich habe wohl gemerkt, dass mich selbst kürzeste Strecken mit dem Fahrrad massiv außer Puste bringen. Jetzt fühle ich mich wesentlich vitaler, als ob eine Last von mir abgefallen wäre. Wie wunderbar – und das nach nur einer Woche!

Geld ist rund und rollt weg

Die Abschluss-Prüfung naht und mit ihr auch die Aufregung, welche uns Kursteilnehmern schon jetzt ins Gesicht geschrieben steht. Heute und morgen sind die letzten beiden Tage im Fachseminar vor der praktischen Prüfung, die in knapp acht Wochen anstehen – ist ja gar nicht mehr so lange hin.

Bis zur Schriftlichen sind's jetzt noch elf, zur Mündlichen und damit zur letzten der drei Prüfungsteile circa 15 Wochen. Dann hab ich's und hoffentlich auch alle anderen aus dem Kurs geschafft.

Geteiltes Leid ist halbes Leid

Es ist Donnerstag gegen 14:15 Uhr. Ich hatte Frühdienst und bin nun nach elf Tagen Dienst froh, Feierabend und ein paar Tage frei zu haben. Also schnappe ich mir mein Rennrad – leicht und schnell ist leider was anderes. Mir kommt es vor, als wäre es aus Gusseisen – so fühlt sich mein ganzer Körper gerade übrigens auch an.
Doch es ist zu schön draußen, um direkt nach Hause zu gehen und auf dem Sofa ein kleines Nickerchen zu machen. Ich mache mich also auf den kurzen Weg in das angrenzende Städtchen.

Wie viel Orientierung braucht der Mensch?

Eine Pflegeeinrichtung definiert in ihrem Leitbild die Unternehmenskultur und gibt damit eine wichtige Vorgabe zum Umgang mit Bewohnern, Mitarbeitern und Ressourcen. Kirchliche Träger von Einrichtungen im Gesundheitswesen bestimmen darin außerdem die christliche Grundlage des gemeinsamen Lebens und Arbeitens. Sie geben den Menschen – ob nun Bewohner oder Mitarbeiter – Sicherheit und Orientierung.

Das philosophische Duo

Frau E. ist eine der Welt zugewandte, ältere Dame – ich habe schon in anderen Berichten von ihr geschrieben. Auch im hohen Alter ist sie noch viel unterwegs, sie fliegt jedes Jahr nach Afrika, um ihrer Familie einen Besuch abzustatten. Dieses Jahr fliegt sie später – sie möchte nicht in den WM-Trubel geraten.

Große Gedanken

Die letzten beiden Wochen haben wir uns im Fachseminar mit Pflegeforschung beschäftigt. Wir haben erst Grundlegendes geklärt, bevor wir in Kleingruppen Licht ins Dunkel der Begrifflichkeiten „quantitative Pflegeforschung“ oder „qualitative Pflegeforschung“ gebracht haben.

Themensprünge

Lena Meyer-Landrut genießt wohl gerade das Erreichen des Höhepunkts ihrer Aufregung, im Angesicht des morgigen großen Auftritts auf dem ESC in Oslo. Wenn ich mir sie so anschaue und die TV-Total Folgen letzte Woche Revue passieren lasse, bleibt mir nur ein Wort im Kopf, um sie zu beschreiben: Unsicher! Ich habe den Eindruck, mittlerweile singt ein Mädel, welches dem Ruhm und den Vorschusslorbeeren nicht gewachsen zu sein scheint – was womöglich auch schwierig ist – wenn man so massiv gehypt wird.

Gesünder arbeiten

Neben der Gesundheit der BewohnerInnen, sollte der Einrichtung ebenfalls die Gesundheit der MitarbeiterInnen wichtig sein. Alle Menschen, die an der Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner beteiligt sind, haben mal mehr mal weniger eine den Körper und die Psyche belastende Aufgabe.

Die Sonne lacht

Die Vöglein zwitschern, die Bäume wiegen sich im Takt des Windes und die wenigen Wolken ziehen langsam ihre Bahnen vor dem hellblauen Firmament – der Sommer naht. Wehe dem, der seinen Vorrat an Sonnencremes in verschiedenen Schutzfaktoren noch nicht aufgefüllt hat und sich trotzdem wagt, länger als 20 Minuten vor die Türe zu gehen.

"Pflege ist eine Kunst!"

Das sagte Prof. Dr. Frank Weidner letzten Mittwoch gegen viertel nach zehn in Duisburg auf dem Junge-Pflege Kongress des DBfK. Er zitierte damit Florence Nightingale (* 12. Mai 1820 - † 13. August 1910), eine britische Krankenschwester und Pionierin der modernen Altenpflege. Sie wurde an besagtem Mittwoch 190. – Herzlichen Glückwunsch nachträglich.

Ein monotoner Kreislauf

Frau D. ist mittlerweile 86 Jahre alt und seit knapp 1 ½ Jahren Bewohnerin meiner Wohngruppe. Sie sitzt im Rollstuhl und wird häufig von ihrer Tochter, die sie häufig mittags oder nachmittags besuchen kommt, spazieren gefahren.

Lachen ist gesund

Erwachsene lachen – laut wissenschaftlicher Untersuchung – im Schnitt lediglich 15 Mal am Tag. Das sei viel zu wenig – Kinder lachen 26 mal häufiger und schaffen es so auf die erstaunliche Anzahl von 400 Lachern pro Tag.
Liegt es daran, dass Erwachsene wenig zu lachen haben und die Päckchen, mit denen sie ihr Rückgrat beladen haben, zu schwer geworden sind?

Was darf ich mir eigentlich alles erlauben?

In meiner ersten Dienstwoche nach dem Krankenhaus habe ich eine hausinterne Ethik-Schulung besucht. Neben der Theorie zu Patientenverfügungen, Vollmachten und interessanten Gesprächen wurde wunderbar die Brücke zur Praxis geschlagen, als der Film „Schmetterling und Taucherglocke“ gezeigt wurde.
Die Schulung gab mir einen Anstoß, über meine Versorgung der Pflegebedürftigen zu reflektieren.

Mediales Kopfschütteln

Seit gestern Nachmittag sind Berichte auf diversen News-Plattformen im hiesigen Internet online, in denen darüber berichtet wird, dass in Frankreich eine 97-jährige Altenheimbewohnerin nach einem Streit mit ihrer sechs Jahre jüngeren Zimmernachbarin starb.

Wie Spiegel Online berichtet, „befanden sich beide Greisinnen in einer noch hervorragenden Konstitution.“ Die ältere der Damen erlitt jedoch einen für sie tödlichen Herzinfarkt. Der Autopsiebericht solle dies bestätigen.

Wer rastet, der rostet!

Sport ist für mich ein wichtiger Ausgleich nach dem Dienst im Altenpflegeheim. Nach ein paar Tagen der genüsslichen Entspannung auf dem Sofa nach dem Frühdienst von 6:30 bis 14:00, fängt es doch an langweilig zu werden. Obwohl ich mich im Heim wahrlich genug bewege – Sport tut meinem Körper und meiner Seele einfach gut. Ich merke, wie der Stress abgebaut wird, ich über erlebte Dinge wunderbar nachdenken kann und sich meine Batterien wieder aufladen.

Hallo, da bin ich wieder!

Die ersten elf Tage Dienst im Altenpflegeheim nach dem Krankenhauseinsatz sind nun vorbei. In den jetzt folgenden drei freien Tagen stehen unerledigte Aufgaben an. Neben der Vorbereitung für meine anstehenden Examensprüfungen Ende September, werde ich für eine Klausur lernen, die ich direkt zu Beginn des Theorie-Blocks in zwei Wochen schreibe. Natürlich nutze ich die Zeit ebenfalls dafür, Dinge im Haushalt zu erledigen – meine Partnerin wird es mir danken!

Ein Altenpfleger auf Wanderschaft

Zimmermänner gehen auf die Walz, um neue Dinge kennen zu lernen, um selbstständiger zu werden und um gestärkt irgendwann wieder nach Hause zu kommen. Für das Selbstbewusstsein sind solche Ausflüge in die Welt, außerhalb der kleinen und sicheren Gemeinde sicher nützlich. Schließlich erweitert man ja seinen Horizont, wenn man diesen im Blick auf einsamen Landstraßen wandert – doch genug der Landstreicher-Romantik.

Das Salz in der Suppe

Auch wenn es erstmal weit her geholt klingen mag: Was wäre das Leben ohne Salz? Es macht die Suppe erst schmackhaft und sorgt für einen interessanten Geschmack. Womöglich wäre die Suppe ohne die Würze erst gar nicht genießbar. Wenn die Suppe das Leben ist, ist das Salz die Veränderung. Ich halte Salz – respektive Veränderungen – für einen elementaren Bestandteil des Lebens. Vielleicht sind sie sogar eine Grundvoraussetzung dafür, das Leben überhaupt so nennen zu dürfen.

"Ich habe ein Auge drauf geworfen!"

Auch für Menschen mit Sehbehinderung gibt es Hilfsmittel und Möglichkeiten der Intervention. Doch wenn abzusehen ist, dass eine Augen-OP nicht mehr möglich ist – und das Auge zunehmend Schmerzen bereitet – kann eine komplettes Entfernen angeraten werden.

"Hauptsache wir kriegen was!"

Ich halte sie nicht nur für die psychatrische Pflege von demenziell-veränderten Menschen für sinnvoll. In der Altenhilfe bestimmt sie im Idealfall generell das Bild einer Einrichtung. Die Milieugestaltung hat viele Facetten und schließt beispielsweise die Möglichkeit eigene Möbel mitzubringen oder die Meinungsäußerung mittels Beschwerdekästen ein. Bewohner sollen die Möglichkeit haben, ihre Umgebung nach ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten.

Was steht mir zu, wenn ich alt bin?

Hilfsbedürftige alte Menschen benötigen speziell angepasste Hilfsmittel, die für ein älteres Klientel hergestellt worden sind – keine Frage, oder doch?

Letzten Montag betrete ich das geräumigste Zimmer auf der Station. Hier wollen vier ältere Damen gesund werden. Frau T. hat geklingelt – ich steuere sie zielstrebig an.

Minimale Wertschätzung?

- Meine Meinung zum Mindestlohn für die Pflege

Machtlos!

Der Maurer kann ohne seine Kelle den Mörtel nur äußerst uneffizient auf die Mauer klatschen und ihn dann womöglich mit den Fingern verteilen – erstens macht man so was nicht und zweitens sieht das auch einfach nur blöd aus.
Auch die Zimmermänner dieser Welt stehen wohl auf verlorenem Posten, wenn sie die Dachstühle ohne Hammer und Nagel zusammenhalten sollen.

"Er boxt sich durch!"

Heute Abend kämpft Wladimir Klitschko. Der 33-jährige Schwergewichtsweltmeister wird seinem Herausforderer mit seiner Linken oder Rechten wohl so enorm zusetzen wollen, dass die Sterne nicht mehr alleine am Firmament ihre Kreise ziehen, sondern auch direkt vor den Augen Eddie Chambers. Der Trainer des US-Amerikaners könnte dann sagen: „Gut, du benötigst mehr Training, damit du beim nächsten Mal besser vorbereitet bist!“

"Früher war alles besser!"

Ein typischer Spruch, der gerade von der älteren Generation verwendet wird – oft das Ergebnis einer politischen Diskussion, eines Gespräches darüber, dass die Tochter schon wieder einen neuen Freund hat oder darüber, dass es besser wäre, wenn so was wie Handys nie erfunden worden wären.

Es gibt aber auch ältere Mitbürger, die unserer heutigen Zeit offen gegenüber eingestellt sind. „Wir sind eben Kinder unserer Zeit!“ „Auch früher gab es gute und schlechte Dinge, genau wie heute!“

"Einen Cappuccino, bitte!"

Wenn ich mir ein Thema gefunden habe, über das ich schreibe, überlege ich mir, wie ich anfange – für mich das Schwierigste an einem Bericht. Wenn ich dann in Schwung gekommen bin, schießen die Gedanken nur so aus dem Kopf, dann in die Finger, und mittels Tastatur weiter auf den Bildschirm.

In Schwung kommen musste erst auch ein Patient, den ein Kollege und ich vorletzte Woche von der Intensivstation abgeholt haben. Sein Zustand ist nach einem Schlaganfall soweit stabil, dass die Therapie auf der Inneren weitergeführt werden kann.

Pure Egozentrik?

Letzte Woche passierten mir mehrere Fehler, die für mich eher klein waren und wohl meiner Gewöhnung an den Krankenhausalltag zuzuschreiben sind. Im Nachhinein bin ich froh, dass eine Kollegin mich darauf hingewiesen hat. „Aus Fehlern lernt man!“ sagte mir meine Anleiterin während der Praxis im Pflegeheim schon häufiger. Zumindest sollte man das, und zumindest sollte man sich eigentlich seine Fehler eingestehen, daraus lernen und sich selbst so verbessern – das weiß ich.

Eine hin, fünf im Sinn

Die Fünf ist an sich erstmal keine besondere Zahl. Gut, sie ist eine Primzahl, sie ist ungerade, sie liegt zwischen vier und sechs und sie ist das Ergebnis der Division zehn durch zwei – soweit nichts ungewöhnliches. Doch in ihr steckt mehr.

Die Aussicht: wechselhaft und windig

Wenn ich so nach draußen schaue, bin ich mal wieder froh, in einer schön beheizten Wohnung zu sitzen – und die vorbei fliegenden Äste von drinnen zu zählen. Heute früh war es noch sonnig, jetzt ist es stark bewölkt und die Wolken fliegen um die Wette. Sie werden allesamt von einer Frau vorangetrieben – von Tief Xynthia. Bis vor ein paar Jahren wurden die Sturmtiefs übrigens nur nach Frauen benannt. In ungeraden Jahren dürfen nun auch wir Männer eine windige Rolle übernehmen.

Die Drei von der Tankstelle

Letzte Woche Donnerstag war es mal wieder nötig, mein Auto zu tanken. Ungern stattete ich also einer der örtlichen Tankstellen einen Besuch ab. Nachdem das Drama den letzten Akt erreicht hatte – der Tank also voll war – und das böse Spiel nur noch eine spärliche gute Miene aus mir heraus zauberte, musste nun noch das Unausweichliche erledigt werden.

"Backe Backe Kuchen"

Was haben Kinderlieder mit der Betreuung und Pflege älterer Menschen zu tun? Manchmal schon sehr viel, würde ich darauf antworten. Denn sie waren ja alle selber mal Kinder. Was liegt insofern näher, als ihnen neben einer altersgerechten Versorgung auch mal ein Stückchen Kindheit beziehungsweise Jugendlichkeit zurückzugeben?

Das Isolationsprinzip

Kennt jemand noch den Film „Das Glücksprinzip“? Er handelt von einem jungen Schüler, der von seinem Lehrer die Aufgabe bekommt, etwas auszutüfteln, was die Welt schöner macht. Er denkt sich aus, dass er drei Menschen hilft. Diese drei sollen dann drei anderen Menschen etwas Gutes tun. Sein Prinzip verbreitet sich nach dem Schneeballsystem. Er hat die Welt mit seinen Möglichkeiten verbessert – obwohl ihm der Erfolg erst recht spät bewusst wird.

Vorsicht (Pflege-)Stufe!

Letzte Woche habe ich meinem Pflegeheim einen Besuch abgestattet. Es sollte ein Kurzbesuch werden – es wurde ein Besuch, der sich für einen evangelisch.de-Bericht würdig erweisen sollte.

Was tun bei Alkohol- und Tablettensucht?

Am Sonntag habe ich in einem Bericht erklärt, wieso ich die Durchführung von Fallbesprechungen für so wichtig halte. Aufhänger dieses Artikels war ein Fall aus dem Rahmen unserer Fallarbeit von letzter Woche. Ich habe eine Pflegeplanung für eine manipulative, alkohol- und tablettensüchtige Bewohnerin geschrieben. Jetzt möchte ich das Ergebnis der Fallbesprechung näher erläutern.

"Befragen wir das Team!"

Altenpflege ist Teamarbeit – das wurde mir letzte Woche Donnerstag mal wieder klar.
Fallbesprechungen sind ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit – und werden es auch bleiben.
Der Bewohner wird mit seinem Problem durch mehrere Brillen betrachtet. Das ist nicht nur zeitlich weniger aufwendig, sondern auch für den Bewohner am Besten, da er von den unterschiedlichen Erfahrungen und Interessenschwerpunkten der jeweiligen Mitarbeiter nur profitieren kann.

"Ich habe immer Recht!"

Wohl eine sehr arrogante und gewagte These. Lassen wir der Bescheidenheit doch ihre Zier und akzeptieren, dass man ohne sie weiter käme.

Zum Wohle des Patienten

Bei Patient Herr Anton wird ein Lungentumor diagnostiziert. Er kommt ins Krankenhaus und – als wenn das nicht schlimm genug wäre – es wird festgestellt, dass auch die Lymphknoten befallen sind. Der behandelnde Arzt rät zu einer Entfernung des Tumors. Da er bereits 84 Jahre alt ist, bittet er seine Angehörigen zu sich ans Krankenbett. Den Rest seines Lebens möchte Herr Anton mit einem bestmöglichen Maß an Lebensqualität verbringen. Sie entscheiden sich beide dazu, die Operation durchführen zu lassen – trotz der Risiken.

Verschwörung im Pflegeheim

Ich habe Mitte Dezember letzten Jahres schon in „Eine Frage des Verhältnis“ über den wichtigen Perspektivenwechsel von Pflegekraft zu Pflegedienst- oder Heimleitung geschrieben. Ich schrieb darüber, dass der Dienstplan oft Anstoß zu nicht immer konstruktiv-kritischen Diskussionen liefert.

Ne, wat lustich!

„Alte Menschen sind hilflos!“
„Alte Menschen sind vergesslich!“
„Alte Menschen sind sowieso alle doof!“

Dies sind wohl Klischees – ja. Doch machen uns diese Ansichten krank – angeblich.

Nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen

Oft ist mein Lohn der Arbeit mit alten Menschen Spaß, Freude und ein befriedigendes Gefühl, etwas Gutes geleistet zu haben – trotz der zum Teil widrigen Umstände. Gerade in der Altenarbeit ist es jedoch so, dass ein angehender Altenpfleger unter anderem lernen muss, den Tod von bekannten und vertrauten Menschen zu akzeptieren. Hilfreich kann ein Weltbild sein, welches die Geburt und den Tod als etwas ganz natürlich zum Leben dazugehörendes beeinhaltet.

Oh Shrek

Wer kennt ihn nicht, den grünen Oger, der mit seinem Esel, der wie Eddie Murphy spricht, in einer Märchenwelt von Abenteuer zu Abenteuer galoppiert?
Gegen Ende letzten Jahres fühlte mich, wie Shrek aussieht – nämlich grün im Gesicht.
Einen Esel hatte ich nicht dabei, sondern eine kompetente Kollegin - aber dazu gleich mehr.

Quo vadis Altenpflege?

Ich habe in meinem Freundes- und Bekanntenkreis die Erfahrung gemacht, dass man sich in der Regel kaum die Mühe machen möchte, sich Gedanken darüber machen zu wollen, was Altenpflege bedeutet.

Wünsche allen...

...einen guten Rutsch ins neue Jahr. Auf das eure Wünsche und Erwartungen an 2010 in Erfüllung gehen. Trinke heute abend mit euch allen darauf einen Schluck Sekt oder Champagner - bei den Preisen. www.dnews.de/nachrichten/wirtschaft/159913/absatzkrise-lasst-champagner-preise-purzeln-.html

na denn Prost!

Weihnachtsmäuse

Klick aufs BildEs schneit gerade und es ist bitterkalt – brrr! Wenn unbedingt nötig, verlasse ich nur dick eingepackt das Haus.

Schmerz lass nach!

„Ein Indianer kennt keinen Schmerz!“ – wie oft habe ich diesen Spruch als Kind gehört. Wie oft wurde ich als Jugendlicher und als Erwachsener daran erinnert. Besonders in den Situationen, in denen ich mit meinem kleinen Zeh den Fuß vom Küchentisch streifte. Autsch!

Eine Frage des Verhältnis

Es ist eine schon eine schöne Sache, eine andere Perspektive und somit eine andere Sicht auf die Dinge zu erfahren. Wie oft kam es schon vor, dass beispielsweise der Dienstplan zur Diskussion stand!

„Ach, wir sind immer zu wenig Leute im Dienst!“ oder „Die da auf der Chefetage haben doch nur ihre Zahlen im Kopf!“
Eine adäquate Erklärung dafür ist häufig nicht in greifbarer Nähe gewesen. Ebenso wie der Wissensgewinn durch die Diskussion – wahrscheinlich war der auch nicht gewollt.

Nicht nur ein Konzept

Ein großes Thema ist gerade bei mir in der Schule die basale Stimulation. Wir erarbeiten uns den Inhalt selbstständig im Rahmen einer Projektarbeit. Doch was hat es eigentlich damit auf sich?

Gerade Bettlägerigen geht das Körperschema verloren. Das heißt, das der eigene Körper nicht mehr vollständig wahrgenommen wird. Die Extremitäten, wie Arme und Beine entziehen sich als erstes der eigenen Wahrnehmung. Weiter kann es dazu kommen, dass nicht mehr unterschieden werden kann, ob die Reize Traum oder Realität sind.

"Setzen, fünf!"

Wer hätte sich in der Schule nicht manchmal gewünscht, dass es so etwas wie Noten nicht gäbe? Gut, Waldorfschüler/Innen in den Unter- oder Mittelstufen einmal ausgeschlossen. Nicht, dass ich damit sagen möchte, dass sie außen vor stehen – auch sie müssen nach bestimmten Kriterien bewertet werden.
Noten sollen die Schüler untereinander vergleichbar machen und den Konkurrenzdruck fördern.

Es läuft wie geschmiert!

Alle Mitarbeiter eines Altenpflegeheimes sind wichtig. Angefangen bei den Rezeptionisten, Reinigungskräften, Küchenhilfen, Köchen, dem sozialen Dienst, den Friseuren, Pflegekräften, Pflegedienstleitungen und schließlich der Heimleitung. Als Zahnräder gewährleisten sie alle die reibungslose Funktion des Uhrwerks Altenpflegeheim.

Genießen ja – aber bitte selbstgemacht!

Hier ein kleiner Bericht zu einem, wenn nicht dem Thema im Pflegeheim. Das Essen, speziell das Mittagessen, ist im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde und ist damit die Schnittmenge der unterschiedlichsten Menschen. Wenn man sich aufgrund fehlender Gemeinsamkeiten oder Antipathie über nichts unterhalten kann – übers Essen kann man es.

Zucker oder Salz – Frosch oder Katze?

Ja, als Mann habe ich es in der Pflege manchmal nicht leicht einen festen Stand zu bekommen – speziell bei Bewohnern, die gewöhnt waren von Frauen gepflegt und betreut zu werden. Zeigt sich dann im Laufe der Zeit, dass ich mindestens genauso empathisch handeln und organisiert arbeiten kann und ihnen sogar im Betten machen wenigstens ebenbürtig bin, kommt doch so was wie Vertrauen und zum Teil auch ernst gemeinte Sympathie auf.

"Einmal bitte heimwärts!"

Es ist immer schön, von einer Reise nach Hause zu kommen. Vertrauter Geruch und eine vertraute Einrichtung. Wenn man sich zuhause wohlfühlt, ist es ein schönes Gefühl, das Vertraute wieder um sich herum zu haben – liebgewonnene Gesichter von Freunden, Bekannten, der Familie. Ich stelle jedesmal wieder fest, dass es ungemein wichtig ist, diese oder jene Reise angetreten zu haben. Die neuen Eindrücke bereichern meinen Tag und mich selbst.

"Zivildienst abgeschafft!"

über die Zukunft des Wehrersatzdienstes
– ein fiktiver Zeitungsartikel

Die Mauer einreißen

Zwanzig Jahre ist es her, als die Mauer eingerissen wurde. Beinahe drei Dekaden durchzog sie Berlin und war ein erschreckend einzigartiges Symbol für die Trennung von unterschiedlicher politischer und gesellschaftlicher Auffassung eines idealen Staates.

Bin kurz mal weg!

Oh, welch ein netter junger Mann, der mich gerade hier im Aufenthaltsraum sitzen sieht.
Er fragt mich: „Möchten Sie schon ins Bett, Frau V ?“ Naja, warum eigentlich nicht, aber ich frage ihn noch nach einem Glas Wasser. Das Brot war so trocken. Er sagt: „Klar doch, ich bringe Ihnen eins.“

Bettenreise

Was sagen Sie dazu, wenn Sie morgens aufwachen und auf einmal eine fremde Person neben sich liegen haben? Ein paar Gedanken, die Ihnen durch den Kopf gehen könnten:

  • Mist, hab ich gestern abend so viel getrunken?
  • Huch, wo kommt der denn her?
  • Nicht schon wieder!
  • Egal, ich mach jetzt einfach mal Frühstück!

oder auch einfach nur:

Kölsch Mädche

Ich habe herausgefunden, dass es schwer sein kann, Menschen eine Freude zu bereiten. Manche können nicht glücklich sein, auch wenn ich alles nach ihren Wünschen erledige. Manche sind depressiv und benötigen zum Teil einen klaren Rahmen und auch das Aussprechen eines Machtwortes. Manche sind nicht depressiv, sondern lediglich unzufrieden mit der Gesamtsituation.

Einfach mal abschalten

Abends nach dem Dienst komme ich nach Hause, mache mir etwas zu essen und lese, oder schaue Fernsehen. Ich treffe mich mit Freunden, gehe ins Kino oder in eine der Bars im Ort.

„Guten Morgen!“ wünscht uns unsere Kursleitung, als wir Kursteilnehmer am gestrigen Reflexionstag um Punkt acht Uhr im Fachseminar sitzen. Nach diversen verwaltungstechnischen Gesprächen wird der Bogen zum Praxiseinsatz geschlagen. Jeder soll reihum etwas erzählen, was ihn besonders bewegt.

Verschiedene Grüntöne

Wenn ich nach draußen sehe, bemerke ich Bäume in vielfältigen Grün- und mittlerweile auch in unterschiedlichen Brauntönen. Es liegt Laub auf den Wegen und der Straße. Die Bäume verlieren ihre Blätter – die Menschen ihre gute Laune. Sie frösteln, niesen und husten. Manche lässt das alles kalt, und frieren nicht einmal dabei.

Ich bin doch nicht verrückt!

Es gibt Menschen, die sind normal, oder halten sich zumindest dafür. Es gibt Menschen, die sind anders und wissen es auch. Dann gibt es Menschen, die denken, sie werden von anderen zu Unrecht als verrückt bezeichnet.

Mache ich alles richtig?

Sie ist immer facettenreich genau dann zur Stelle, wenn wir sie nicht brauchen. Sei es beim Betreten des Flugzeuges, welches uns zum Urlaubsort bringt oder beim Fahren mit der Achterbahn, die uns immer neue Adrenalinschübe bescheren soll. Stetig versucht uns die Angst, als evolutionsgeschichtlicher Schutzmechanismus vor vermeintlichen Gefahrensituationen zu schützen.

Zwischen Menschlichkeit und Mechanisierung

Pflege in der Zukunft – Teil 2

Zuckerbrot und Peitsche

Ich sehe eine altdeutsche Schrankwand. In ihr stehen Essgeschirr-Sets, Bilder von Angehörigen und ein Fernseher. An der Wand gegenüber befindet sich ein gemütlich aussehendes Sofa, über dem Stickbilder hängen – ein ganz normales Wohnzimmer einer ganz normalen Wohnung.
Ich nehme Handtücher und Waschlappen aus dem Wäschewagen, den ich vor der Tür parke, betrete das Appartment, wie jeden morgen um kurz nach sieben und begrüße Frau S. mit einem freundlichen „Guten Morgen!“.

Rembrandt oder Warhol?

Pflege in der Zukunft – Teil 1

Werden es Pflegeroboter mit elektrisch gewärmten Metallhänden sein, die mich pflegen werden, wenn ich pflegebedürftig bin?
Wird es ein Fließband geben, auf dem ich bis zur Besinnungslosigkeit mit Beruhigungsmittel aufgefüllt liege und automatisch gewaschen werde, wie in einer Waschstraße?
Wird die Technik den Kontakt zum Menschen verringern?

Alles Illusion?

Ein Bericht aus der Gerontopsychatrie

Zu meiner Ausbildung gehört unter anderem auch ein Praktikum in der Gerontopsychatrie. Ich betreue und pflege auf einer geschlossenen Abteilung Menschen mit verschiedenen Arten von Wahrnehmungsstörungen.

Bin ich (k)ein Mann?

In meinem Kurs sind zwar etwa ein-drittel der Teilnehmer Männer, doch im Schnitt stellen sich jedes Jahr lediglich zwischen zwei und vier Kursteilnehmern der weiblichen Übermacht. Warum sind Männer in der Altenpflege so unterrepräsentiert?
Fürsorge und Pflege sind wohl nicht die typischen Reize, welche Männer in diesen Beruf locken.

Mich hat es gereizt! Seit zwei Jahren erfreue ich mich jeden Tag an schönen Gesprächen mit den BewohnernInnen und der Resonanz, welche ich in verbaler oder nonverbaler Form erhalte.

Nachts ist es dunkel

„Hallo Herr Krause, haben Sie schon mit meinem Betreuer gesprochen? Sie haben mir da doch was versprochen!“
Was antworte ich also als quasi-professionelle Pflegekraft darauf, auf die Verlass ist?
Selbstverständlich, daß alles erledigt wurde, und ich mit ihm telefoniert habe.
Ich sagte: „Herr Schmitz kann heute leider nicht, da ihm was dazwischen gekommen ist. Er sagte, er will es morgen erledigen!“

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