Helden für einen Tag

Von Sabine Horst - Wenn das jetzt ein Film ist – Mann, dann hoffe ich, es ist eine Komödie, und es geht gut aus. Nick denkt sich wahrscheinlich was Ähnliches. "Ich will hier raus," sagt er, irgendwie gepresst. Wir beide hängen sechzig Meter über der Erde, in einem Gerät, das nicht mal richtige Sitze hat, nur so eine Art Stange zwischen den Beinen und natürlich die Schulterbügel.

Schwund ist immer

Von Sabine Horst - Nick hat vergessen, was ein Heffalump ist. Wir haben "Tom & Jerry" geguckt, und da kam ein merkwürdiger Elefant vor, und ich sage so nebenbei: "Sieht aus wie ein Heffalump." –"Was ist denn das", fragt der Sohn. Also, da war ich ein bisschen erschüttert. Weil mein Kind mir in diesem Moment schlagend vor Augen geführt hat, dass wir wirklich irgendwann unsere ersten Jahre hinter uns lassen – dass wir uns einfach nicht mehr an frühe Prägungen erinnern.

Wo wir sind, herrscht Chaos

Also, ich glaube ja, dass jeder von uns im Leben ein paar ganz große Entscheidungen treffen muss. Als Kulturkonsument, meine ich. Was liegt Ihnen näher? Schiller oder Goethe, Beatles oder Stones, Old Shatterhand oder Lederstrumpf, "Star Wars" oder "Star Trek"? An diesen Fragen kommt man auf Dauer nicht vorbei. Und es fängt schon früh an, klar, auch Kinder bilden Vorlieben aus, einen persönlichen Geschmack.

Lauter kleine Loser

Von Sabine Horst - Ich lese keine Erziehungsratgeber mehr. Zu deprimierend. Jedenfalls, wenn man einen Sohn hat. Jungs sind seit einigen Jahren die Loser auf dem Pädagogikmarkt. Offenbar kriegen sie es nicht geregelt: müssen immer raufen, sind emotional und sozial unterentwickelt, schlechter in der Schule, lesen nicht und hocken zuviel vorm Computer – alles in allem einfach dysfunktional, egal, wer nun dran schuld ist. Und wenn man sich mal so in der Kulturgeschichte umschaut, merkt man: Das war eigentlich schon immer so.

Liebling, ich habe Clint Eastwood geschrumpft!

Von Sabine Horst - Wir sind wieder zurück. War schön. Drei Wochen Frankreich, Atlantikküste. Ich hatte mir das ja so vorgestellt: kein Fernsehen, keine Filme, keine Mail und schon gar kein Facebook. Nur wir und der Blick aufs Meer, hübsch gerahmt von einer Kiefer links und einer blauen Fahne rechts, die sagt, wo man heute ins Wasser darf. Ist nicht ganz aufgegangen. Wir hatten einen Koffer voller Kabel. Für die mobilen Endgeräte, die wir natürlich doch mitgeschleppt haben.

Inhalt abgleichen

© 2009 - 2012 evangelisch.de  |  Tel: 069 58 098 - 189  |  Fax: 069 58 098 - 418  |  Kontakt  |  Impressum  |  Presse  |  Datenschutz  |  AGB