Endlich Urlaub!

Wir sind am Meer. Das Wetter ist okay, die Laune auch wieder, und die Kinder sitzen mit Oma in der Küche und malen. Herrlich!
Gleich morgens nach dem Aufwachen schicke ich die beiden Mäuse ins großelterliche Schlafzimmer, liege noch einen Moment im Bett und genieße die Ruhe.
Dann setze ich mich an meinen Laptop und sortiere meine Gedanken.

So ähnlich könnte ich es auch zu Hause haben, wenn ich mich entschließen würde, als freie Journalistin zu arbeiten. Morgens die Kinder in die Schule beziehungsweise in den Kindergarten bringen, nach Hause gehen und mich mit der Kaffeetasse an den Schreibtisch setzen.

Ich habe mir vorgenommen, im Urlaub verstärkt über diese Möglichkeit nachzudenken und einen Fragenkatalog an eine Freundin, die ebenfalls als freie Journalistin arbeitet, zu schicken, damit sie die letzten Zweifel an dieser Entscheidung ausräumt.

Denn eigentlich habe ich mich schon entschieden. Einen Versuch ist es wert, eine Zusage auf meine bisherigen Bewerbungen erwarte ich nicht - und wenn es mit der Selbständigkeit gar nicht klappt, geht das Bewerbungstheater eben von vorne los.

Oder rede ich mir die Selbständigkeit vielleicht doch zu schön? Immer auf Kundenfang zu sein ist bestimmt nicht romantisch, vor allem, wenn keine Aufträge zustande kommen. Und der ganze Bürokratiekram! Bis man sich an den heimischen Schreibtisch setzen kann, muss man doch bestimmt wieder zig Formulare ausfüllen! Sich selbst kranken- und rentenversichern, alles mit dem Finanzamt abklären undsoweiter.

Aber wenn man das einmal hinter sich gebracht hat und genügend Aufträge sammeln kann... Ich wäre meine eigene Chefin, könnte meine Arbeit um die Kinder herum arrangieren, hätte meinen Arbeitsplatz zu Hause...

Wie gesagt - die Entscheidung ist bereits gefallen. Zu ungefähr 98,7 Prozent.

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Kommentare

Verfasst von Gast am 31. August 2010 - 11:48.
Kommentar auf: Endlich Urlaub!

kann man sich eigentlich als

kann man sich eigentlich als freiberufler vor arbeitslosigkeit schützen? Im...

kann man sich eigentlich als freiberufler vor arbeitslosigkeit schützen?

Im Übrigen: Selbstständigkeit ist keine Einbahnstraße. Es hindert Dich niemand sich weiterhin zu bewerben. Im Gegenteil es zeigt den Willen etwas zu tun.

Ansonsten: Muss man auch Urlaub nehmen, auch wenn man den ganzen Tag über die Selbstständigkeit nachdenkt? Ist doch absurd, oder?

Und kurz: Genieß den letzten Urlaub. Als Freiberuflerin hat man keinen.

;-)

Verfasst von lisa.paulsen am 3. September 2010 - 9:46.

frei

Hallo, ich würde sagen, als Freiberufler ist man selbst verantwortlich....

Hallo,

ich würde sagen, als Freiberufler ist man selbst verantwortlich. Entweder kümmert man sich um Aufträge oder man hat halt keine, aber dann gibt's auch kein Geld. Eine Art Versicherung gegen Verdienstausfall kenne ich nicht - aber ich bin ja auch noch neu in diesem Metier. :-)

Allerdings ist es so, dass man (nach dem Ausfüllen viiiieler Formulare) Existenzgründungszuschüsse der Bundesagentur für Arbeit erhalten kann, wenn man sich aus der Arbeitslosigkeit heraus selbständig macht. Und das Arbeitslosengeld gibt es noch für ein paar Monate oben drauf. Die erste Zeit ist also ganz gut abgesichert.

Und jetzt genieße ich weiter meinen Urlaub. Danke!

lisa

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