Das war wohl nix
Ich mach's kurz: Das Vorstellungsgespräch war eine Katastrophe. Ich könnte natürlich die Schuld auf das doofe Wetter oder die fortgeschrittene Tageszeit schieben - aber ich selbst war auch nicht besonders ergiebig.
Dabei fing alles so nett an. Die Anfahrt war kurz, die Büroräume wunderschön und die Damen, mit denen ich mich unterhalten habe, ausgesprochen freundlich.
Nur ich saß da wie ein Depp.
Ich habe meine bisherige berufliche Karriere klein geredet und wusste auf die meisten Fragen keine genügend schlagfertigen Antworten. Ein flüssiges Gespräch kam erst zustande, als die Damen mich nach meinen Kindern fragten und wie diese untergebracht sind, während ich arbeite.
Ob das für einen Job reicht? Wohl eher nicht. Jedenfalls hatte ich irgendwann das Gefühl, dass meinen Gesprächspartnerinnen das Lächeln immer schwerer fiel.
Auf der Zugfahrt nach Hause musste ich mich richtig zwingen, nicht mehr an das Gespräch zu denken. Denn sonst wären bestimmt ein paar Tränen gerollt.
Vielleicht kann ich es in ein paar Tagen als verpatzte Generalprobe sehen. Beim nächsten Mal wird nicht nur alles anders, sondern auch viel besser!
Mitglieder-Login


Kommentare
Tapfer!
Liebe Lisa!
Ich verfolge Deinen arbeitssuchenden Werdegang und finde es toll, wie ehrlich du bist! Gerade so ein verpatztes Bewerbungsgespräch kann ganz schön am Selbstgebußtsein nagen. Aber man lernt daraus, wird besser, legt sich was zurecht, ist besser vorbereitet. Sowas kann man auch professionell üben, mit Kameraüberwachung für die Körpersprache etc... . Viel Glück! Anika
Probe
Liebe Anika,
danke für den Trost. Ich sehe den verpatzten Termin als Generalprobe. Es ist schon seltsam, wenn man mal fest im Berufsleben stand (und ja auch nicht total doof gewesen sein kann), und dann sitzt man in so einem Gespräch und hat das Gefühl, plötzlich nicht mehr bis drei zählen zu können. Das nächste Mal bereite ich mich jedenfalls besser vor.
Viele Grüße
lisa