Aktion: 800 Lutherzwerge auf dem Marktplatz in Wittenberg

Der Wittenberger Marktplatz kommt derzeit ohne die Denkmäler für Luther und Melanchthon daher. Diese wurden im April für eine Restaurierung abgebaut. Vom 14. August bis zum 11. September werden stattdessen 800 bunte, ein Meter hohe "Lutherzwerge" aufgestellt, geschaffen vom Nürnberger Künstler Ottmar Hörl. Wer möchte, kann sich für 250 Euro einen unsignierten Lutherzwerg nach Hause schicken lassen. Signiert kostet das Standbild das Doppelte.

"Die Multiplizierung schafft eine Präsenz, die ihm und der Auslegung seiner Lehre gerecht wird. Sie steht als Anregung und soll zu einer ganz persönlichen und undogmatischen Auseinandersetzung führen", sagt Ottmar Hörl in seinem Konzept (mehr).
Die Aktion ist nicht umumstritten. Kritisch äußert sich besonders der Theologe und Bürgerrechtler Friedrich Schorlemmer.

  • rpi-Blog: 800 Lutherzwerge auf dem Marktplatz in Wittenberg
    Weiterlesen: Video des RBB mit Simulation des Projekts, Infoseite von Ottmar Hörl,
    kritische Stellungnahme von Friedrich Schorlemmer - mehr

Ottmar Hörl auf dem Marktplatz in Wittenberg, April 2010
Fotos: Christoph Maisenbacher, Maisenbacher Artist Agent GmbH, Trier

Luther-Blog, 03.06.2010
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Kommentare

Verfasst von george22 am 25. Februar 2011 - 10:46.

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Verfasst von Barnabas am 23. September 2010 - 7:45.

Reformation oder Rückzug?

Einerseits wollen wir mit "Lutherzwergen" den Aufbruch der...

Einerseits wollen wir mit "Lutherzwergen" den Aufbruch der Reformation weit hinaus ins Land tragen. Auf der anderen Seite ist mir da gerade ein Tagungsprogramm zum Thema "Kirche im ländlichen Raum" ins Netz gegangen, das mir doch sehr zu denken gegeben hat:

Zitat aus http://www.loccum.de/programm/p1065.html :

"Sonntag, 31. Oktober 2010
09:30 Uhr Berichte aus den Arbeitsgruppen vom Samstagnachmittag
11:00 Uhr Geordneter Rückzug – oder was sonst? (folgt Nennung der Referenten)

12:30 Uhr Ende der Tagung mit dem Mittagessen"

Der 31. Oktober ist Reformationstag. Und in diesem Jahr auch noch ein Sonntag. Vielerorts werden am Sonntagvormittag Gottesdienste gefeiert. Aber in einer angesehenen Evangelischen Akademie wird zur gleichen Zeit am Reformationstag kein Gottesdienst gefeiert, auch nicht wenigstens in Seminarform über den Sinn und die Möglichkeiten von Reformation nachgedacht, sondern der "geordnete Rückzug" der Kirche aus dem ländlichen Raum besprochen... Was würde Martin Luther dazu sagen?
 

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