Älter werden
In wenigen Tagen werde ich die 60 überschreiten! – Dann geht es auf die 70zig zu.
Na und? …
Sinnkrise? – Auf keinen Fall!
Vor vier Jahren noch war an 60 gar nicht zu denken. Nun werde ich es wohl wider Erwarten dennoch. – Als man mir damals nach Entdeckung meiner Metastasen nur noch ein halbes Jahr Lebenszeit offerierte, nahm ich mir vor, wenigstens ein Jahr zu überleben, um meine damalige Lebensgefährtin (und heutige Ehefrau) nach sofort durchgeführter Heirat mit ihren damals vier minderjährigen Kindern durch meine Pension abzusichern.
Noch immer bin ich glücklich verheiratet und freue mich, ja, freue mich wirklich auf das »Altwerden«, jedenfalls solange ich ohne Schmerzen und in vollem Bewusstsein lebenswert und altersgerecht und möglicherweise auch weiterhin in harmonischer Partnerschaft alt werden darf: Da zählt jedes Jahr, jedes Quartal, jeder Monat, jeder Tag und besonders jede glückliche Stunde, jede sinnliche Minute, jede lebendige Sekunde …
In der nächsten Zeit werde ich mich hier (siehe weiter unten als Kommentar) deshalb etwas ausführlicher und aus ganz verschiedenen Sichtweisen mit dem Thema »Älter werden« auseinandersetzen, z.B.:
Wie wird man alt?
Wann ist man alt?
Vorteile und Annehmlichkeiten des Alters
Verrücktheiten des Alters
Altersweisheiten
Altersschönheit
Mit einer kleinen Weisheit möchte ich beginnen:
Morgendämmerung der Weisheit
Das Alter
ist nicht
der Abend des Lebens,
sondern
die Morgendämmerung
der Weisheit.
Joseph Murphy
Ich wünsche Dir
diese Morgendämmerung der Weisheit,
die das Altern so spannend,
angenehm und erträglich macht !
Herzlich,
Stephan
PS: Unten (als Kommentar) sind alle erschienenen und folgende Beiträge zum Thema "Alter" und "älter werden" aufgeführt (25. Februar 2010)
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Kommentare
Wie wird man alt?
Autoren-Beitrag vom 15. Januar 2010
Wie wird man alt?
»Solange man lebt: automatisch!«,
wäre meine erste Antwort. Und wir (natürlich nicht jeder!) haben heute alle Möglichkeiten, älter als alle Generationen vor uns zu werden.
Ist das eher ein Gewinn oder mehr eine Last? – Das wiederum hängt von unserer Gesellschaft und von jedem einzelnen ab.
Für lebenswertes Altern gibt es kein Patentrezept. In Würde, gesund und zufrieden alt zu werden ist kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das von vielen Faktoren (Gene, Kindheit, Fortschritt und Gesellschaftsform …) abhängt.
Würde- und stilvoll alt zu werden, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren anstatt sich im Alter zu verzetteln, Lebenserfahrung statt Übermut könnten eine große Hilfe zu sinnvollem und »angenehmen« Altern sein.
Junge Menschen haben nicht weniger Probleme, wird sich wohl jeder von uns Älteren erinnern können oder heute beobachten können! Aber Alter bringt auch neue, unbekannte Probleme: Gebrechlichkeit, Abnutzungserscheinungen, Alzheimer, Einsamkeit …
Andererseits kann das Altern als schöpferischer Prozess betrachtet werden und bisher ungeahnte Gaben und Möglichkeiten eröffnen, wie z.B. den konzentrierten Blick nach innen, Potenziale von Lebenserfahrung, bessere Menschenkenntnis und die Fähigkeit, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden.
Herzlich,
Stephan
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Redewendungen zum Thema: »Wie wird man Alt ?«
Autoren-Beitrag vom 18. Januar 2010
Redewendungen zum Thema:
»Wie wird man Alt?«
»Es kommt nicht drauf an,
wie alt man wird,
sondern
wie man alt wird.«
Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936
»Man kann nichts dagegen tun,
dass man altert,
aber man kann sich dagegen wehren,
dass man veraltet.«
Unbekannt
»Wahre Jugend
ist eine Eigenschaft,
die sich nur mit den Jahren erwerben lässt.«
Jean Cocteau (1889-1963), frz. Dichter, Maler u. Filmregisseur
»Was langsam reift,
das altert spät.«
Conrad Ferdinand Meyer (1825-98), schweizer. Dichter u. Romanschreiber
»Man wird alt,
wenn man spürt,
dass die Neugierde nachlässt.«
Andre Siegfried
»Wenn man es richtig versteht,
alt zu werden,
so geschieht es keineswegs so,
wie die meisten glauben.
Es ist durchaus kein Schrumpfen,
sondern ein Wachsen.
Das Alter schenkt eine Klarheit,
deren die Jugend völlig unfähig ist,
und eine Heiterkeit,
die der Leidenschaft
bei weitem vorzuziehen ist.«
Marcel Jouhandeau (1888-1979), eigtl. Marcel Provence, frz. Schriftsteller
Herzlich,
Stephan
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Weitere Redewendungen zum Thema: »Wie wird man alt?«
Autoren-Beitrag vom 20. Januar 2010
Weitere Redewendungen zum Thema:
»Wie wird man alt?«
Hier Redewendungen, die zumindest überlegenswert sind … :
»Ein betagter ungarischer Baron,
nach seinem Alter befragt:
"Weiß nicht genau.
Zähl meine Pferde, meine Stiefel, mein Geld.
Wozu soll ich zählen meine Jahre?
Stiehlt mir niemand."«
unbekannt
»Man wird alt,
wenn die Anzahl der Kerzen
auf der Geburtstagstorte
aus Sicherheitsgründen
einen Feuerlöscher in Griffweite erfordern.«
Edmund Kreuzner, Journalist u. Hörfunkautor
»Man wird alt,
wenn die Leute anfangen
zu sagen,
dass man jung aussieht.
Karl Dall, dt. Komiker, *1941
Herzlich,
Stephan
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»Wann ist man alt?« - Aus der Sicht eines Krebspatienten
Autoren-Beitrag vom 24. Januar 2010
Wann ist man alt?
Aus der Sicht eines Krebspatienten
Das Rentenalter-Bewusstsein (60 – 65, heute gar 67) wurde erst durch die Rentensysteme der Neuzeit geschaffen, denn die wenigsten Menschen des Mittel- und Altertums wussten, wie alt sie sind. Heute sind dagegen immer mehr ältere Menschen zu einem aktiven und selbstbestimmten Leben fähig.
Die Unterschiede zwischen Menschen gleichen Alters sind im Alter erheblich größer als in jungen Jahren. Während im Kindes- und Jugendalter die Altersgruppe Rückschlüsse auf körperliche und geistige Entwicklung zulässt, ist dies im Alter nicht mehr möglich: Ein 60-Jähriger kann ebenso leistungsfähig sein wie ein 40-Jähriger, aber auch ebenso aussehen und sich fühlen wie ein 80-Jähriger. Damit bewegt er sich in einer Bandbreite von fast 40 Jahren!
Außerdem nimmt die Bereitschaft zum Lernen und zu Veränderung auch im Alter immer mehr zu, nämlich weiterhin Suchender zu sein, stets offen zu notwendigen durchzuführenden Veränderungen: Sowohl im Denken, als auch im Handeln!
In diese letzt genannte Gruppe möchte ich mich gerne einreihen. Aus jugendlicher Zeit ist mir der Wunsch zu steter wachsender Veränderung geblieben, heute mehr denn je, denn mein Ziel im Leben soll Entwicklung und nicht Stillstand heißen! …
Meine Schicksalsschläge habe ich in der Vergangenheit nicht immer ernst genug genommen, mich nicht weit und nachhaltig genug verändert, wie ich mich hätte verändern können oder sogar müssen. Erst mein Krebs hat mich so wach gerüttelt, dass ich diesmal nötige Veränderungen nicht übersehen kann und darf: Und trotzdem fallen mir manche Veränderungen immer noch sehr schwer ...
Aber es ist schwieriger als im Berufsleben: Kleine körperliche und geistige Veränderungen kosten mehr Arbeit, Kraft und vor allem Ausdauer und Durchhaltevermögen ... und viel mehr Zeit, als man glaubt und sich vorstellen kann. – Ich bin dabei und werde noch lange dazu brauchen und deshalb auch noch länger leben müssen!
Krebs kann so gesehen durchaus auch eine Chance sein, nachhaltige Veränderungen in seinem Leben durchzuführen, die man sonst wohl nie angegangen und geschafft hätte. - So ist der Krebs für mich eine wirkliche Chance, Veränderungsprozesse, welcher Art auch immer, auf den Weg zu bringen.
Und solange ich mich verändere, nehme ich mir das Recht, zu leben und das, was mir bleibt, zu genießen!
Heute lasse ich mehr Dinge ruhen, wenn ich sie doch nicht verändern kann, suche – wenn möglich – jedem Streit aus dem Wege zu gehen (er lohnt sich in der Regel nicht), versuche mehr zu schlafen (wenn ich nicht gerade an überlangen Beiträgen hier im Netz sitze!), mich gesünder zu ernähren, mich mehr zu bewegen, selber harmonischer zu leben, usw. ... Und damit lebe ich sehr gut und ausgeglichen, z. Zt. noch sehr erfolgreich und länger, als mir die Ärzte bisher vorausgesagt haben! – Aber jeder muss seine eigene Art der Krankheitsbewältigung für sich selber herausfinden!
Ich lebe noch und lebe gerne! – Mir macht es nichts aus, den Tod in meinem Schatten zu haben, zumal als Freund. Der Unterschied zu einem Nicht-Betroffenen ist doch nur die Wahrnehmung des Todes! – Schließlich sind wir ihm alle geweiht, nur dass wir Krebspatienten vorgewarnt sind: keine Zeit mehr zu vergeuden, unsere Zeit besser zu nutzen, intensiver zu leben, einfach mehr an unserer Veränderung und unserem Glück zu arbeiten! Das ist doch ein riesiger Vorteil!
Mit dieser Strategie habe ich bisher alle meine Krebs-Prognosen überlebt! –Zufall ? ! – Mag glauben, wer will! –
In diesem Sinne möchte ich allen meinen Lesern Veränderung und Entwicklung, Wärme, Licht und Liebe von ganzem Herzen wünschen,
Herzlich,
Stephan
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Weitere Redewendungen zum Thema: »Wann ist man alt?«
Autoren-Beitrag vom 25. Januar 2010
Weitere Redewendungen zum Thema:
»Wann ist man alt?«
Hier Redewendungen, die zumindest überlegenswert sind … :
»Alt ist man dann,
wenn man an der Vergangenheit
mehr Freude hat
als an der Zukunft.«
John Knittel, schweizer. Schriftsteller, 1891-1970
»Alter spielt sich im Kopf ab,
nicht auf der Geburtsurkunde.«
Martina Navratilova (*1956), amerik. Tennisspielerin tschech. Herk.
»Altsein heißt für mich immer:
Fünfzehn Jahre älter als ich.«
Bernard Mannes Baruch, wirtschaftspolitischer Berater, 1870-1965
»Jeder will alt werden,
aber keiner will es sein.«
Martin Held, dt. Schauspieler, 1908-1992
»Wie alt man geworden ist,
sieht man an den Gesichtern derer,
die man jung gekannt hat.«
Heinrich Böll, dt. Schriftsteller, 1917-1985
Herzlich,
Stephan
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Vorzüge des Alterns: Möchte nicht jünger sein ...
Autoren-Beitrag vom 28. Januar 2010
Vorzüge des Alterns: Möchte nicht jünger sein ...
Wenn ich jungen Leuten manchmal etwas begeistert erzähle, werde ich zuweilen von ihnen gefragt:
"Sie würden wohl auch noch mal zwanzig Jahre jünger sein wollen?!" –
"Nein, keine Sekunde wollte ich jünger sein!" –
"Wieso nicht?" –
"Ich würde wahrscheinlich nichts besser machen! – Alles hat seine Zeit und besonderen Umstände. Vergangene Zeit soll vergangen bleiben. Ich habe sie ja intensiv durchlebt ... "
Wichtig ist das Heute und Jetzt: Jetzt lebe ich und will jetzt leben, nicht erst, wenn ich noch einmal von vorne anfangen darf oder muss, wie man 's auffasst!"
Dann nicken die jungen Leute zwar, aber ich spüre, dass sie mich nicht ganz verstanden haben.
Auch ich brauchte viele Jahre (und noch dazu meinen Krebs) bis zu dieser Einsicht!
Ich wünsche Dir, dass Du mit zunehmendem Alter
... immer mehr auf Eitelkeiten verzichten kannst.
... immer mehr die Vorzüge und Freiheiten
des Alters wahrnehmen kannst.
... Dich immer weniger
durch gesellschaftliche oder familiäre »Zwänge«
einengen lässt.
... jetzt erst recht
im Jetzt lebst.
... alles noch Erlebenswerte
an Dich heran lässt.
... Deine Möglichkeiten
in vollen Zügen
auslebst.
... das Jetzt erlebst,
um morgen noch intensiver weiterzuleben … .
Herzlich,
Stephan
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Vorzüge und Annehmlichkeiten des Alters
Autoren-Beitrag vom 29. Januar 2010
Vorzüge und Annehmlichkeiten des Alters
Gesucht und gefunden:
Redewendungen und Zitate,
die zum Thema etwas beitragen.
»Das Alter
ist nicht der Abend des Lebens,
sondern die Morgendämmerung der Weisheit.«
Joseph Murphy, amerikan. Philosoph, Psychologe u. Religionswissenschaftler, 1898 – 1981
»Der Blick des Verstandes fängt an scharf zu werden,
wenn der Blick der Augen an Schärfe verliert.«
Platon (427-347), griech. Philosoph
»Alt werden heißt
sehend werden.«
Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), östr. Schriftstellerin
»Die größte Kulturleistung eines Volkes
sind die zufriedenen Alten.«
Aus Japan
Überlegenswert oder humorvoll:
»Alt und vergesslich zu werden,
hat vier Vorteile:
Erstens lernst du jeden Tag
neue Freunde kennen.
Zweitens musst du dir
keine alten Witze mehr anhören.
Drittens kannst du deine Ostereier
jetzt selber verstecken.
Viertens -
das habe ich vergessen.«
Unbekannt
»Das Alter hat auch gesundheitliche Vorteile:
Zum Beispiel verschüttet man
ziemlich viel von dem Alkohol,
den man trinken möchte.«
Andre Gide, frz. Schriftsteller, 1869-1951
»Das Alter hat zwei große Vorteile:
Die Zähne tun nicht mehr weh,
und man hört nicht mehr
all das dumme Zeug,
das ringsum gesagt wird.«
George Bernard Shaw, irischer Dramatiker, 1856-1950
»Der Ruhestand
muss etwas Herrliches sein.
Man kann ja schließlich
nicht ewig den Bauch einziehen.«
Burt Reynolds (*1936), amerik. Filmschauspieler
»Alter ist noch immer das einzige Mittel,
das man entdeckt hat,
um lange leben zu können.«
Daniel François Auber (1782-1871), frz. Komponist
Herzlich,
Stephan
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Altern ist eine Gnadenfrist
Autoren-Beitrag vom 31. Januar 2010
Altern ist eine Gnadenfrist
Das Glück, länger zu leben,
ist doch recht trügerisch:
Je gesünder wir leben,
je länger uns die ärztliche Kunst
unser Leben verlängert,
umso mehr wird uns bewusst werden,
dass es nur immer eine Gnadenfrist bleiben wird,
denn jünger
können wir nicht werden.
Altern ist keine Krankheit,
sondern ein normaler Vorgang,
der sich nicht aufhalten lässt,
von keinem.
Gerade wir Krebspatienten begreifen
und wünschten uns,
ganz normal altern zu dürfen,
in den Genuss
dieser Gnadenfrist
zu kommen.
Wir können zu tiefst dankbar sein
für jeden Tag,
jede Stunde,
jede Minute,
eine Gnadenfrist
in Würde und Bewusstsein
zu erhalten.
Ich wünsche Dir,
dass Du in den Genuss
der Gnadenfrist kommst,
ganz normal altern zu dürfen.
Herzlich,
Stephan
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Die Vergeblichkeit beim Altern, jung und gesund zu bleiben
Autoren-Beitrag vom 17. Februar 2010
Die Vergeblichkeit,
jung und gesund zu bleiben
Die Vergeblichkeit,
jung und gesund zu bleiben,
und die Unausweichlichkeit
des Alterns und Sterbens
nehmen nur wenige bewusst wahr,
obwohl doch auf jeden Frühling der Sommer,
Herbst und Winter folgt …
Dies zu verkennen,
ist ein Recht der Jugend,
doch eine Torheit des Alters.
Darum genieße jede Jahres- und Alterszeit,
erst recht wir, die wir uns
im Spätsommer oder Herbst
oder kurz vor Wintereinbruch
des Lebens befinden.
Ich wünsche Dir:
Wenn Du die Mitte
Deines Lebens
oder Deiner Lebenserwartung
überschritten hast,
dass Du spätestens dann
ohne Schmerz begreifst,
dass das Altern
und Sterben
unausweichlich ist.
dass Du gerade deshalb
noch intensiver
das Leben
genießen solltest.
dass Du das Alter nicht als
»Abend des Lebens«,
sondern als
»Morgendämmerung der Weisheit«
begreifst.
Herzlich,
Stephan
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Alter und Schönheit
Autoren-Beitrag vom 23. Februar 2010
Alter und Schönheit
Gerne sitze ich an einem lauschigen Platz oder in einem Straßencafe und beobachte das Treiben um mich herum. Besonders Menschen mit lebendigen Gesichtern interessieren mich, denen man Lebenserfahrung, Entwicklung und Reife ansieht: Manchmal tief zerfurcht, in der Regel aber mit einem milden, gelassenen Gesichtsausdruck, trotz Schicksalsfalten ohne Bitterkeit, aber stets mit wachen, offenen Augen. Das ist eine Schönheit besonderer Qualität, dann können auch Falten der Schönheit eines älteren Menschen nichts anhaben, im Gegenteil, sie zeugen von Leben, von gelebter Lebendigkeit! – Diese Menschen strahlen Frieden, Gelassenheit und Erfüllung eines intensiv durchlebten Lebens aus: Eine besondere Schönheit des Alters, eine Schönheit, die nur dem Alter vorbehalten ist.
Dann denke ich mir, dass auch ich trotz meines Krebses so gelassen altern möchte, solange ich altern darf. Auch ich möchte Frieden, Gelassenheit und Erfüllung eines intensiv durchlebten Lebens ausstrahlen.
Ich wünsche Dir,
dass Du altern darfst.
dass Deine Schicksalsfalten
Dein Gesicht adeln.
dass Dein Blick
trotz Krebs und/oder schwerem Schicksal
ohne Bitterkeit ist.
dass Deine Augen
trotz Alter wach
und offen bleiben.
dass Du Frieden,
Gelassenheit und Erfüllung
eines intensiv durchlebten Lebens
ausstrahlst.
dass es eine Freude ist,
in Dein vom Leben geprägtes,
ungeschminktes Gesicht zu schauen,
um sich zu wünschen:
»Diese Ausstrahlung
möchte auch ich haben!«
Herzlich,
Stephan
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Weisheiten und Verrücktheiten des Alters
Autoren-Beitrag vom 25. Februar 2010
Spruchsammlung zu den
Weisheiten und Verrücktheiten des Alters
»Es dauert sehr lange,
bis man jung wird.«
Pablo Picasso (1891-1973), span. Maler, Grafiker u. Bildhauer
»Bleibe jung -
damit du alt werden kannst.«
Ida Ehre (1900-89), dt. Schauspielerin
»Nimm die Erfahrung und die Urteilskraft
der Menschen über fünfzig heraus aus der Welt,
und es wird nicht genug übrigbleiben,
um ihren Bestand zu sichern.«
Henry Ford (1863-1947), amerik. Großindustrieller
»Das Leben
erscheint nur dem kurz,
der lange gelebt hat.«
Wilhelm von Scholz (1874-1969), dt. Schriftsteller, 1916-22 Dramaturg in Stuttgart
»Das Leben ist wie ein Theaterstück.
Zuerst spielt man die Hauptrolle,
dann eine Nebenrolle,
dann souffliert man den anderen,
und schließlich sieht man zu,
wie der Vorhang fällt.«
Winston Spencer Churchill (1874-1965), brit. Staatsmann
»Der Fortschritt
macht das Altern nicht leichter,
aber länger!«
Susanne Fröhlich, Fernseh- und Rundfunkmoderatorin, *1962
»Das ganze Geheimnis,
sein Leben zu verlängern,
besteht darin,
es nicht zu verkürzen.«
Ernst von Feuchtersleben (1806-49), östr. Schriftsteller
»Alle wollen alt werden,
aber keiner will es sein!«
Gustav Knuth, deutscher Schauspieler, 1901 - 1987
»Das Menschenleben ist seltsam eingerichtet:
Nach den Jahren der Last
hat man die Last der Jahre.«
Johann Wolfgang von Goethe, dt. Dichter, 1749-1832
»Alternde Menschen sind wie Museen:
Nicht auf die Fassade kommt es an,
sondern auf die Schätze im Innern.«
Jeanne Moreau (*1928), frz. Filmschauspielerin
»Alter macht immer weiß,
aber nicht immer weise.«
Sprichwort
»Man ist in den besten Jahren,
wenn man die guten hinter sich hat.«
André Maurois (1885-1967), eitle. Emile Herzog, frz. Schriftsteller
»Das Greisenalter,
das alle zu erreichen wünschen,
klagen alle an,
wenn sie es erreicht haben.«
Marcus Tullius Cicero, römischer Redner, 106-43 v.Chr.
»Nur ein Narr feiert,
dass er älter wird.«
George Bernard Shaw, irischer Dramatiker, 1856-1950
»Wer nur darauf baut,
schön und begehrenswert zu sein,
ja,
der hat es natürlich schwer
beim Älterwerden.«
Witta Pohl, deutsche Schauspielerin
»Ein Mann mit weißem Haar
ist wie ein Haus mit Schnee auf dem Dach.
Es beweist noch lange nicht,
dass im Herd kein Feuer ist.«
Maurice Chevalier (1888-1972), frz. Chansonnier u. Filmschauspieler
»Eben wenn man alt ist,
muss man zeigen,
dass man noch Lust hat
zu leben.«
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), dt. Dichter
»Wer nicht den Verstand seines Alters hat,
der hat das ganze Unglück seines Alters.«
Voltaire, frz. Schriftst. u. Phil., 1694-1778
»Dass alles vergeht,
weiß man schon in der Jugend;
aber wie schnell alles vergeht,
erfährt man erst im Alter.«
Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), östr. Schriftstellerin
»Ich finde das Alter
nicht arm an Freuden;
Farben und Quellen
dieser Freuden
sind nur anders.«
Alexander von Humboldt (1769-1859), dt. Naturforscher u. Geograf
Herzlich,
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