"Alarmiert die Klotte!"

„Alarmiert die Luktwakke! Alarmiert die Inkantrie! Ich brauche Kußsoldaten, Klammenwerker, Furzwellensender – die ganze Friegsmaschine! Fanonen, Klafscheinwerker, Klugzeugträger! Fernwakken, Kernlenfrafeten und Famifazepiloten! Wir fämpken an allen Kronten.“

Hoffentlich habe ich mich jetzt nicht verschrieben. „Der Fönig“ von Walter Moers ist an dieser Stelle ein Ersatzprogramm, weil mich ein anderes dünnes Buch versetzt hat. Ich brauchte Unterstützung von allerhöchster Stelle, da kam mir der fleine Fönig gerade recht. Er steht mir bei mit seinem sehr empfehlenswerten, wenn auch nicht immer jugendfreien Quatsch, seiner entzückenden Wut auf die „Pazikistenbande“, obwohl er sich doch nichts sehnlicher wünscht als „endlich Krieden“, seinen Klohmarftträumen und seinem Ärger mit seiner Gemahlin.

Wahrscheinlich trage ich hier Eulen nach Athen, weil doch nun wirklich jeder den Moersschen Monarchen kennt. Falls Sie aber noch nicht zu seiner Fangemeinde gehören und den Unsinn nicht verstehen, der hier steht: In seinem Fönigreich wurden alle Ks durch Fs ersetzt. Und umgekehrt. Als Walter Moers sich das ausdachte, muss er irgendwas genommen haben. Kiffen und Fikken: Allein schon für die plötzliche Umkehrbarkeit dieser beiden Tätigkeiten lohnte sich der Einfall. Super zum Vorlesen! Total albern, das alles. Manches ist fast sprichwörtlich geworden: Kasse dich furz! Oder: Krauen sind fomisch.

In der Geschichte kommt ziemlich viel Sex und Gewalt vor (wegen der störrischen Gemahlin und des Friegs mit Franfreich), sie spricht niederste (besser: kindische) Instinkte an, deshalb ist sie so gut. Jedenfalls beim ersten Lesen. Und dann beim Vorlesen. Dann ist aber auch erstmal gut. Ein paar Jahre später macht sie dann wieder Spaß...

Danfe, fleiner Fönig!

Walter Moers: Der Fönig. Eichborn Verlag, als Taschenbuch bei Heyne, 8,50 Euro. Wunderbar auch als Audio-Buch, gelesen von Dirk Bach
 

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