Sex and the Universe

Im Grunde dreht sich ja alles darum, besonders die Literatur. Und je oller der Schriftsteller, je doller. Okay, das gilt nicht für alle. Für wen aber auf jeden Fall? Für Philip Roth!

Fremdheit und Verrat

Das Buch fängt auf dem Cover an. Eine schöne, junge Frau. Sympathisch? Naja: interessant. Die Haare streng zurückgekämmt, und doch wirken sie immer noch – unbändig. Der Blick: reserviert, verletzt. Die Lippen: zu dunkel geschminkt. Könnte die Heldin des Buches sein. Ist aber die Autorin.

Nach Hause kommen

Nicht mehr lange, und in den Zeitungen und im Fernsehen wird rauf und runter das Ende des Krieges 65 Jahre her sein. Wie war das damals? Ein Jammer oder eine Befreiung? Eine Frage der Lage. Valentin Senger jedenfalls hatte allen Grund, erleichtert zu sein.

Mille Grazie!

Man macht sich auf den Weg nach Rom, um gewisse Fragen zu klären. Man bucht Rom, Fiumicino, und man weiß, man wird am Tiber landen. Aber dann? Wo genau wohnen jetzt die Antworten? Die Adresse, bitte!

Eider, Treene, Sorge

„Mein Zaunkönig teilt den
Winter mit mir fremde Gäste
Lassen sich nieder blitzen
Aus den reifigen Büschen.
Die Tintenzüge aus meiner Feder
Mit ihren Füßchen und Krönchen
Fallen her übers weiße Papier
Krächzen wie Raben.

Erstmal eine Probe nehmen

Dünner geht’s kaum, dafür fertigen wir diesmal auch gleich vier Titel ab. Alles brandneu, keins davon direkt im Buchhandel verkäuflich, jedenfalls nicht so, aber vielleicht können Sie ja die Buchhändlerin überreden.

Buch einer Generation: Der Fänger im Roggen

Von Henrik Schmitz - Es ist schon eine Weile her, dass ich den "Fänger im Roggen" gelesen habe. Ich hatte das Glück, den Roman nicht in der Schule lesen zu müssen. Dinge, die man freiwillig tut, machen in der Regel mehr Spaß. Lesen gehört dazu.

Die Rettung ist nah - also fort von hier, irgendwohin, wo sie mich nicht finden kann

„Alles ist gut, alles. Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist. Das ist alles, alles! Wer das erkennt, wird glücklich sein, sofort, im selben Augenblick... So hoffnungslos einfach ist die Lösung.

Dialektische Bratwürstchen

Johann Peter Hebel hatte möglicherweise einen Hang zum Glückspiel. Jedenfalls hat er Spielbanken besucht, Karten gespielt, Geld gewonnen, welches verloren und dann wieder gute Trinkgelder gegeben. Und dann wieder für den Verstand plädiert. Und dann hat ihn doch das Glück fasziniert, sei es bei der Lotterie oder der guten Fee, der mit den drei Wünschen. Wer klug ist, der soll, wenn die gute Fee kommt, an dreierley denken.

Sie hatte eine Farm - und Sinn für gutes Essen

Von Henrik Schmitz - Sie hatte nicht nur eine Farm in Afrika, sondern offenbar auch Sinn für gutes, französisches Essen. Die Autorin Tania Blixen, die eigentlich Karen Blixen hieß, ist vor allem für ihren Roman "Jenseits von Afrika" bekannt.

Tschüß, Livius!

von Anne Buhrfeind – „Livius!“ murmelt mein Mann, und er murmelt mit Ausrufezeichen. „Der zweite Punische Krieg.“ Nachdenklich blättert er in dem Reclambändchen, das ich gerade auf einen bereits gefährlich hohen Stapel gelegt habe. 

Von Haaren und Büchern

von Anne Buhrfeind - Lesen Sie überhaupt Bücher? Sie gehören zu einer aussterbenden Art! Wahrscheinlich ist es ja bei uns nicht viel anders als auf der anderen Seite des Rheins. Immer weniger Franzosen lesen.

Erklärten 1997 noch 30 Prozent der Franzosen und 24 Prozent der Französinnen, dass sie im Jahr zuvor kein einziges Buch gelesen hätten, so sind es jetzt 36 und 25 Prozent. Die Zahl derer, die mehr als zehn Bücher pro Jahr lesen, ist ähnlich rapide gesunken. Na und?

Schöner Sterben

 von Anne Buhrfeind -  Sie können gerade noch so lesen, aber eigentlich brauchen Sie längst eine Brille? VorSICHT, danach ist nichts mehr so wie es war. Gucken Sie mal dieses Filmchen an: www.matthias-politycki.de/movie-pop-up.php?movie=flash, dann wissen Sie, was ich meine.

Letzte Liebe, letzte Nacht

von Anne Buhrfeind - So manche Liebe kriegt nicht mehr als eine Nacht, und wenn eine Liebe nicht mehr als eine Nacht brauchte – war’s wohl keine Liebe. 

Vampiresk im Morgengrauen

von Anne Buhrfeind - Ropraz ist ein kleiner Ort im Schweizer Jura, zwei Stunden von Lausanne, eine unwirtliche Gegend. Es gibt hier Einödhöfe und enge Dörfer in den dunklen Wäldern, Geiz, Grausamkeit und Aberglaube. Es gibt Armut und Inzest und tödliche Angst vor den Dämonen der Welt und des eigenen Inneren. „Man ist protestantisch bis auf die Knochen, bekreuzigt sich aber, wenn die vom Nebel gezeichneten Ungeheuer auftauchen.“

Mauerfälle und Grenzüberschreitungen

von Anne Buhrfeind –

Frankfurter Buchmesse. Wer einen Bücherblog schreibt, ob dicke oder dünn, der darf da nicht fehlen. Mein erster Messetag, der Donnerstag, bot zwei Entdeckungen aus der protestantischen Welt. Also, mehr Seitenzahlen und daher hier nicht wirklich passend: „Winter im Sommer, Frühling im Herbst“ (Siedler Verlag, 22,95 Euro), die Erinnerungen von Joachim Gauck.

Freiheit! - Vom Spazieren von H.D. Thoreau

Von Anne Buhrfeind - Was, schon wieder am Computer? Jetzt aber raus mit Ihnen!

Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt

Von Henrik Schmitz - Herta Müller hat nun den Literaturnobelpreis bekommen. Und mit Herta Müller ging es mir wie mit mehreren Nobelpreisträgern in den vergangenen Jahren: Nicht ein einziges Werk hatte ich jemals gelesen.

Sicherlich ist die Akadamie in Stockholm in den vergangenen Jahren für die Auswahl der Preisträger kritisiert worden. Aber man darf wohl doch davon ausgehen, dass die drei Herren und zwei Damen in Stockholm ein gewisse Ahnung von Literatur haben und der Nobelpreis mithin auch als Leseempfehlung zu verstehen ist.

Etwas Dünnes mit Bibel von Peter Nadas

Von Anne Buhrfeind - Das passiert oft: Dass nach einem Bestseller wie "Die Wohlgesinnten" die Frühwerke eines Autors ihr Publikum suchen. Ist okay. Hat ja oft gute Gründe, dass es mit dem Durchbruch etwas länger dauerte, und so kann das früher geschriebene, später erschienene Werk auf mindestens milde gestimmte Leser treffen.

Dünne Bücher

Von Anne Buhrfeind - Dünne Bücher? Wieso nur dünne? Dünn ist doch kein Beuteschema. Dünn ist außerdem relativ. Doch irgendeinen Namen muss das Kind ja haben. Also, wir schreiben hier über Bücher. Schmale, kleine, leichte, die noch im vollsten Regal und im knappsten Gepäck und auf jedem Geburtstagstisch ein Eckchen finden. Richtige Romane werden wohl seltener dabei sein. Eher Novellen, Geschichten und Gedichte, Versuche von echten Anfängern, Fingerübungen von Fortgeschrittenen. Meisterwerke – manchmal.

Inhalt abgleichen

© 2009 - 2010 evangelisch.de  |  Tel: 069 58 098 - 189  |  Fax: 069 58 098 - 418  |  Kontakt  |  Impressum  |  Datenschutz  |  AGB