Das Ende eines Praktikums - ein Halbjahr bei evangelisch.de
Eigentlich hatte alles ganz anders kommen sollen. Als studierter und doppelt examinierter Theologe ist es in der hessen-nassauischen Kirche üblich, vor Antritt der ersten Pfarrdienststelle ein halbjähriges Praktikum in einem Feld seiner Wahl zu machen. Für mich fiel die Wahl auf das Magazin "chrismon".
Es dauerte aber gar nicht lange, bis dessen Chefredakteur Arnd Brummer mir empfahl, im gleichen Haus auch mal "nach oben" zu schauen, in die Redaktion von evangelisch.de. Und irgendwie bin ich dort dann auch hängen geblieben. Bei diesem jungen, flippigen, kreativen, engagierten und nicht zuletzt grundsympathischen Team.
Vielleicht ist es für die Redakteure im 5. Stock des Hauses im Frankfurter Mertonviertel am bezeichnendsten, dass sie zugleich fachlich versiert sind und offen für neue Ideen. Der Tagesjournalismus wird qualitativ bewältigt, aber nebenher bleiben immer auch Zeit und Energie für andere Projekte.
Beteiligt habe ich mich daran mit großer Lust und Leidenschaft. Neben zahlreichen Artikeln über dieses und jenes standen dabei für mich vor allem zwei Projekte im Mittelpunkt: Der Ostergaffer und die Bibelreihe. Beim Ostergaffer ging es darum, ein kreatives Projekt von Anfang an zu begleiten und mit umzusetzen. Zusammen mit ERF Online haben wir sechs Charaktere erschaffen, die aus der Zeit Jesu twittern, was sie im Vorfeld der Kreuzigung hören, sehen, denken.
Bei der Bibelreihe sollten 14 Produkte vorgestellt werden, die sich als Geschenk zur Konfirmation eignen, aber schnell wurden daraus aufwändigere Rezensionen, die nun auch in physischen Buchläden gerne genutzt werden, um Kunden informieren zu können.
Für mich ist jetzt leider das Ende meiner Zeit bei evangelisch.de gekommen; es folgen drei Monate Elternzeit und dann der Beginn der ersten Gemeindepfarrstelle. Die Beziehung zum Online-Portal wird deshalb aber nicht abbrechen. Im Gegenteil: Ich bin gespannt darauf, wie sich die Gemeinde und ihre Öffentlichkeitsarbeit mit den Angeboten von evangelisch.de vernetzen lässt.
Derweil bleibt mir, der Redaktion zu danken für die freundliche Aufnahme, und der Menschheit zu empfehlen: Wenn ihr textgewandt und auf der Suche nach einem Praktikumsplatz seid, dann bewerbt euch bei evangelisch.de. Die Redaktion wird sich über Unterstützung und kreativen Input freuen. Und verdient hat sie beides.
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