Genug gefastet
Die Fastenzeit neigt sich dem Ende, Ostern steht vor der Tür und danach ist mein Klamotten-Fasten überstanden! Ich habe es tatsächlich geschafft mir in diesen Woche keine Kleidung, Taschen, Schmuck zu kaufen und obwohl ichmich nicht als Fashion Victim bezeichnen würde, bin ich schon ein wenig stolz auf mich.
Jeder hat wohl in diesen Wochen seine eigenen Erfahrungen mit dem Fasten gemacht, hat sie für sich gemacht oder mit anderen in Gesprächen oder in unserem Teamblog geteilt und sich sicherlich zwischedurch gefragt:" Was bringt es denn jetzt noch auf meine Schokolade zu verzichten, auf mein Gläschen Rotwein am Abend?"
Fasten ist oft eine sehr persönliche Entscheidung , die jeder für sich fällt, verantwortet oder bricht.
Ich habe meinen Entschluß, sieben Wochen auf den Konsum von Kleidung und Modeartikel zu verzichten nicht bereut. Es war eine spannende Zeit für mich und meine Erwartungen an mich waren von Anfang an hoch. Doch jetzt finde ich, dass der Vezicht aufs Klamotten Fasten eigentlich gar nicht so schwer war und er hat eher dazu geführt, dass mein Kleiderschranmk etwas leerer geworden ist. Eigentlich. Denn z.B. die Erfahrung, dass ich mich bei Treffen mit meinen Schwestern sehr auf unser Shopping-Ritual freue, hat mir gezeigt, dass es die Erlebnisse mit meinen Mitmenschen sind die ich vermisse, die mich stärken. Dass ich bei Stress oder Trauer Ablenkung suche und bei trübem Vorfrühlingswetter eine Aufhellung des Gemüts durch ein Sommerkleidchen bräuchte, zeigt mir, dass es nicht die Kleider und Schuhe sind, die mir fehlen.
Ich möchte hier noch einmal meinen Lieblingsvers zitieren (Matthäus 19,21):
"Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden da sie Motten und Rost fressen und da dieDiebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, da sie weder Motten noch Rost fressen und da Diebe nicht nachgraben noch stehlen. Denn wo euer Schatz ist, da ich auch euer Herz. "
Ich habe mir Schätze gesammelt: Bin rausgegangen an die Frühlingsluft, habe im Garten gewühlt und gepflanzt, den Kleiderschrank ausgemistet, Freunde getroffen, Geschenke gemacht oder einfach vom Café aus die Leute beobachtet. Ich habe mich bewußt für etwas Anderes entschieden, etwas Neues ausprobiert, Neugier gezeigt.
Man lernt etwas über sich in dieser Fastenzeit, das ist sicher jedem Fastenden so gegangen und ich freue mich schon aufs nächste Fastenzeit - und auf´s shoppen gehen nach Ostern!
Anika Kempf ist Fotoredakteurin und fastete 7 Wochen das Shoppen gehen.
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Bibelclip: Es ist gut zu fasten!

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