Nächste Ausfahrt: Restaurant

Fast drei Viertel sind rum von der Fastenzeit. Ein Monat ohne Fast Food, Fertigpizza und Dosensuppen. So schwer kann es ja eigentlich nicht sein, habe ich anfangs mal gedacht. Mehr selber kochen war eines der Ziele, die ich mir gesteckt habe. Aber ganz so einfach ist es nicht. Ich merke: Ich habe Ausweichstrategien entwickelt, dann doch nicht kochen zu müssen. Zum Beispiel gehe ich häufiger mit den Kollegen Mittag essen, denn in der nahen Uni-Mensa gibt es leckeres gekochtes Essen. Nicht von mir selbst gekocht natürlich, aber immerhin gemäß meinen Fastenregeln zubereitet.

Auch Einladungen zum Essen gehen nehme ich ohne nachzudenken an. Gestern gab's beispielsweise vor dem Kino ein leckeres Flankensteak mit Kartoffelecken in einem nicht näher genannten Fleischrestaurant in der Innenstadt. Das ist natürlich komfortabel. Es ist aber auch teurer als selbst zu kochen, und nur die Hälfte essen geht irgendwie auch nicht.

Vielleicht klappt es jetzt zum Endspurt noch einmal. Eine treusorgende Kollegin hat mir ein Kochbuch in die Hand gedrückt: Gesunde Gerichte in 10, 20 und 30 Minuten. Das könnte helfen. Jetzt muss ich mich nur noch zum Einkaufen durchringen, wenn ich nach dem Spätdienst nach Hause komme. Von alleine, das hat mir die Fastenzeit bis jetzt wieder deutlich bestätigt, passiert jedenfalls nichts, sei es beim Einkaufen oder auch sonst im Leben.

Hanno Terbuyken ist Redakteur bei evangelisch.de und fastet auf Fertigmahlzeiten und Fast Food.

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