Frustshoppen ade!
So langsam zehrt die Fastenzeit an meinen dünnen, wintereisgekühlten Nerven. Diese grauen Tage, die nicht wärmer werden wollen schreien nach einer Gemütsaufhellung: Ich sauge jeden Sonnenstrahl gierig auf, betrachte versonnen den kleinen Krokus der sich mühsam durch die teifgefrohrene Erde zwängt und werde magisch angezogen von den Schaufenstern mit Flatterkleidchen und maritimen Ringelshirts. Was wäre es für eine Wohltat sich hier schon einmal auf den Frühling einstimmen zu können!
Ich suche erfindungsreich nach Kompensations Möglichkeiten: Ein Wochenendausflug in eine fremde Stadt, wo es sich bekanntlich am besten shoppen läßt, habe ich gut überbrückt mit Kaffee trinken, Leute beobachten und einem absoluten Notfall Geschenke Einkauf. Denn Geschenke einkaufen ist erlaubt, schließlich sollen ja nicht meine Freunde und Verwandten unter meiner Fastenzeit leiden und lehr ausgehen. Ausserdem kann ich langsam meinem zweiten Laster fröhnen: Dem Gartencenter-Blumen-Kaufrausch! Glücklicherweise fallen Blumen nicht unter mein Fasten Gebot, denn Blumentöpfe und Garten neu zu gestalten ist fast noch schöner als sich selbst neu einzukleiden.
Anika Kempf ist Fotoredakteurin bei evangelisch.de und fastet 7 Wochen das Shoppen.
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Bibelclip: Es ist gut zu fasten!

So gesehen: Fasten

E - wie evangelisch: Fasten


Kommentare
Hmmmm...
Hmmm....mit Einkaufen könnte ein Mann seine Fastenzeit nicht unbedingt aufhübschen, glaube ich....
- Wir haben Deinen Newsfeed mal in unseren Online-Reader integriert, bei theologen.org ("blogs")... über diesen Feed bin ich gerade zufällig hier gelandet...
www.theolounge.de
Fastengruß
Das käme auf einen Versuch an, es fällt schwerer als man denkt! Vielleicht wäre für die Männer ein privates Internetfasten eine größerer Bürde? Nachzulesen bei meinem Kollegen: http://www.evangelisch.de/themen/blogs/das-team-bl...