Internet nur noch im Job!
Ich gestehe, ich bin ein Internetjunkie. Vor allem im Winter. Wenn ich abends auf dem Sofa liege und der Fernseher läuft, habe ich meistens auch den Laptop auf dem Schoß. Ich surfe im Internet und tummle mich in sozialen Netzwerken, wo ich mit Menschen kommuniziere, die ich real kenne, und solchen, die ich real nicht kenne. Und ich wundere mich manchmal, wie schnell die Zeit vergeht, mit der man vieles anderes hätte anfangen können. Ein Buch lesen, Gitarre spielen, Finnisch lernen oder einfach doch noch einmal vor die Tür gehen und Menschen, die ich real kenne, persönlich treffen. Es ist etwas anderes, sich mit jemandem zu unterhalten, der vor einem sitzt.
Ich will es nun also sieben Wochen ohne versuchen - sieben Wochen ohne, dass ich abends von zu hause aus bei sozialen Netzwerken unterwegs bin. Ganz ohne Internet wird es nicht gehen sieben Wochen lang, schon aus beruflichen Gründen. Keine E-Mails, keine Recherchen im Netz (Und sei es nur, dass man eine Telefonnummer raussucht, was billiger ist, als die Auskunft anzurufen) - für einen Journalisten nicht denkbar.
Aber Beruf und Privatleben sind ebend letztlich doch zwei Paar Schuhe. Das Internet als Arbeitswerkzeug brauche ich. Das Internet als Nebenbeimedium und vielleicht auch als Zeitfresser brauche ich nicht. Ich kann verzichten, Internetfasten sozusagen. Es wird mir schwer fallen. Es gibt Kontakte, die ich über das Internet pflege und die mir lieb und teuer sind. Kontakte zu Freunden im Ausland etwa, die man nicht mal so eben anrufen kann. Aber gute Freunde werden es verstehen, wenn ich versuche, sieben Wochen Verzicht zu üben und mir dabei selbst etwas Gutes zu tun.
Ich weiß nicht, ob ich es durchhalten werde. Ich weiß auch nicht, ob ich tatsächlich anfangen werden, mehr Bücher zu lesen, eine Fremdsprache zu lernen oder mich öfter vor die Tür zu wagen, nur weil ich abends nicht mehr im Internet unterwegs bin. Aber einen Versuch ist es wert!
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Bibelclip: Es ist gut zu fasten!

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Kommentare
Ohne Internet? Ich wäre nicht
Ohne Internet? Ich wäre nicht mal in der Lage aufzustehen. :)
Jannis | evangelisch.de
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Das würde ich nicht durchhalten
...denke ich zumindest. Dabei wäre es schön, wenn man weniger Zeit im Netz vertrödeln würde - gerade die sozialen Netzwerke eignen sich ja hervorragend zur Prokrastination...
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