Philippinen-Praktikum: Freiwillig abhängig von Gott

Dreckig, überfüllt und vollgestopft – so könnte man Manila, die Hauptstadt der Philippinen, in drei Worten beschreiben. Allerdings wäre diese Beschreibung sehr einseitig, lässt sie doch viele Facetten außer Acht, die man vielleicht auf den ersten Blick nicht sofort wahrnimmt. Drei Beispiele:

Die Menschen wirken entspannter (und laufen deutlich langsamer – Entschleunigung pur), das Essen schmeckt besser (asiatisch eben – nur leider nicht so scharf) und die Preise sind niedriger (aber bloß nicht laut sagen – sonst werden sie teurer).

Genau in dieser Stadt befinde ich mich gerade und absolviere mein Journalismus-Praktikum mit der Organisation Wycliffe International. Neben vielen menschlichen und kulturellen Erfahrungen habe ich auch in geistlicher Hinsicht etwas lernen dürfen, das ich gerne mit euch teilen möchte.

Wenn du alleine in einer Großstadt bist, umgeben von Millionen fremder Menschen, dann merkst du schnell, wie klein und verletzlich du bist. Einsam wanderst du durch die überfüllten Straßen und versuchst dich in der unaufhörlichen Menschenflut zurechtzufinden. Hilflos suchst du den nächsten Supermarkt und den Weg zurück zur Unterkunft. So zumindest ging es mir die ersten Tage. Und das hat mich näher zu Gott geführt. Ich gehe bewusster mit ihm durch den Tag und – jetzt kommt das Wichtigste – merke, dass es mir gut tut stärker von Gott abhängig zu sein.

In Deutschland ist man leicht unabhängig von Gott. Das gilt sicher auch für andere Länder und hat stark mit Routine und Vertrautheit im Alltag zu tun. Aber in Deutschland ist es vermutlich besonders leicht, unabhängig von Gott zu leben.

Gott jedoch möchte, dass wir zu ihm kommen und uns ihm freiwillig unterordnen. Nicht, weil wir dadurch eingeschränkter werden, sondern weil wir unter seiner schützenden Hand die Freiheit erst wirklich genießen können. Doch es dauert lange, manchmal etliche Jahre, bis wir an diesen Punkt kommen. Wie oft verausgaben wir uns im Alltag, leben aus eigener Kraft, anstatt uns Gott anzuvertrauen und auf ihn zu bauen.

In Manila wird mir das eindrucksvoll vor Augen geführt. So fiel es mir anfangs nicht leicht, loszulassen und Gott Dinge anzuvertrauen, die ich nicht kontrollieren kann. Hier in Manila betrifft das vor allem die Sicherheit und Gesundheit bzw. Hygiene. Doch sobald ich loslasse, merke ich, wie ich automatisch entspannter werde. Es ist regelrecht erleichternd, nicht ständig für so viele Sachen im Leben verantwortlich zu sein und sich nicht andauernd zu sorgen. Dazu fällt mir ein passender Bibelvers aus Matthäus 11, 28 ein: „Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ (Matthäus 11, 28)

Ist das nicht toll? Wir müssen es gar nicht aus eigener Kraft schaffen, sondern dürfen stattdessen bei Gott höchstpersönlich auftanken und uns ihm anvertrauen. Das ist wirklich ein Privileg, das wir annehmen und genießen dürfen. Worauf wartest du noch? 

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Kommentare

Verfasst von Daniel777 am 16. Oktober 2010 - 7:05.

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Hier findet ihr einen weiteren Einblick in mein Journalismus-Praktikum im Ausland, diesmal mit der Etappe Jakarta, Indonesien. 

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Verfasst von Daniel777 am 19. September 2010 - 15:19.

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Übrigens: Einen neuen Artikel über mein Journalismus-Praktikum auf den Philippinen findet ihr hier.

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