Witze und das Licht der Welt

„Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag“, Charlie Chaplin (1889 - 1977).

Als ich noch klein war, hat mir meine Oma total oft Witze erzählt. Zwei davon habe ich für euch herausgesucht:

++++

Der Pfarrer von seiner Kanzel aus zur Gemeinde: „Kommen wir nun zur Kollekte. Knöpfe habe ich mittlerweile genug. Darf ich heute vielleicht um Nadel und Zwirn bitten?“

++++

Ein Pastor ist in der Wüste unterwegs. Plötzlich sieht er drei Löwen, die sich ihm nähern. „Lieber Gott, mach sie fromm!“, betet er und wird ohnmächtig. Als er wieder zu sich kommt, knien die drei Löwen vor ihm und beten: „Komm, Herr Jesus, sei unser Gast und segne, was du uns bescheret hast.“

++++

Der zweite Witz passt ganz gut zu dem, was ich in Prediger 3,12 gelesen habe:
„Dadurch wurde mir klar, dass es das Beste für den Menschen ist, sich zu freuen und das zu genießen, was er hat. Denn es ist ein Geschenk Gottes, wenn jemand isst und trinkt und sich über die Früchte seiner Arbeit freuen kann.“ (Gute Nachricht)

Wenn ich in den vergangenen Wochen morgens aus dem Fenster geschaut habe, fiel es mir auch ohne Witze nicht schwer, lächelnd in die Sonne zu blinzeln. Ganz anders empfand ich den Blick aus dem Fenster in den letzten Tagen, die eher grau und regnerisch waren. Meine Laune, ja mein ganzes Wohlbefinden passte sich direkt an und wurde irgendwie – negativer. „Kann doch nicht sein, dass allein das Wetter für meine Stimmung verantwortlich ist! Das wäre richtig schlimm...“,schoss mir durch den Kopf. Kann aber doch sein! Denn dieses Verhalten habe ich bei mir schon öfter beobachtet. Und ich bin sicher nicht die einzige, der es so geht – oder?. Schließlich soll Sonnenlicht ja tatsächlich Glückshormone freisetzen.

Ich möchte an dieser Stelle die Sonne, das große Licht, mit Gott vergleichen, der ja von sich sagt: „Ich bin das Licht der Welt“. Verstecke ich, bildlich gesprochen, Gott hinter irgendwelchen Wolken (sei es Arbeit, Sorgen, Ablenkung jeder Art) oder knipse ihn gar ganz aus, geht es mir weniger gut, als wenn ich sein Licht in mein Leben strahlen lasse. Auch das erlebe ich nur allzu oft selbst, und leider auch, wie schwer es ist, diese Wolken weg zu schieben, die Gott verdecken. In Predigten höre ich immer wieder, dass wir Menschen allein gar nicht in der Lage sind, all das, was uns von Gott trennt, aus dem Weg zu räumen. Wir brauchen Gottes Hilfe, die wir im Gebet erbitten können. Und genau daran klammere ich mich. Denn wenn ich sonst „keine Zeit“ habe, in der Bibel zu lesen oder anderweitig Zeit mit Gott zu verbringen, vergeht kaum ein Tag ohne ein noch so kurzes Gebet, in dem ich Gott für etwas oder jemanden danke oder um etwas bitte. Dieser einzelne Sonnenstrahl ist mir wichtig. Denn er sorgt dafür, dass ich auch dann nicht völlig im Dunkeln stehe, wenn mir Gott so unglaublich weit weg erscheint.

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 3 (3 Bewertungen)

© 2009 - 2012 evangelisch.de  |  Tel: 069 58 098 - 189  |  Fax: 069 58 098 - 418  |  Kontakt  |  Impressum  |  Presse  |  Datenschutz  |  AGB