Fragen von früher an Leute von heute (2)
Nach den ersten beiden Fragen folgen hier nun die letzten beiden, die mich in der Vergangenheit immer wieder beschäftigt hatten. Die erste Frage hier musste ich einmal im Religionsunterricht als Hausaufgabe beantworten – und hat mich seitdem immer mal wieder beschäftigt.
Was würdest du tun, wenn du nur noch eine Stunde zu leben hättest?
Michael, 25: „Ich würde versuchen so vielen Menschen wie möglich von Gottes Liebe und seiner Größe zu erzählen. Dann würde ich gerne noch so viel wie möglich Zeit mit meinen Freunden und Personen, die mir in meinem Leben wichtig geworden sind, zu verbringen und ihnen das weitergeben, was mir wichtig ist.“
Elfriede, 59: „Mich von meinem Mann und meinen Kindern verabschieden.“
Julia, 18: „Ich würde mich bemühen, allen Menschen, die mir im Laufe meines Lebens ans Herz gewachsen sind, zu sagen, wie viel sie mir bedeuten, dass ich sie liebe und die Zeit mit ihnen sehr genossen habe. Dann würde ich mein ganzes Geld für einen guten Zweck spenden, eine Tafel Schokolade essen und meinen Organspendeausweis parat legen.“
Michael, 17: „Zunächst eine kurze Zeit im Gespräch mit Gott haben, danke sagen und um Weisheit und Leitung für die letzten Minuten bitten. Dann, ohne bestimmte Reihenfolge: Von meiner Familie verabschieden und ihnen sagen, dass mein größter Wunsch ist, dass sie nicht um mich trauern sollen sondern ein freudiges, glückliches und zuversichtliches Leben führen sollen. Einen letzten Spaziergang in der Natur – bei gutem Wetter versteht sich – und ein letztes gutes Essen, denk ich.“
Melanie, 19: „Mich hinsetzen, auf einem Blatt Papier brainstormen, wie meine Beerdigung aussehen soll, inklusive kurzer Abschiedsnotiz und dann ein gutes Buches lesen, falls noch Zeit ist.“
Welche Person würdest du aus welchem Grund gerne einen Tag lang sein?
Michael, 25: „Ich bin zufrieden mit der Person, die ich bin, weil ich weiß, dass Gott mich genauso geschaffen hat und dass er einen wundervollen Plan mit meinem Leben hat.“
Elfriede, 59: „Weiß niemand. Bin gerne ich selbst.“
Julia, 18: „Ich glaube, ich würde mich für einen ‚hohen‘ Politiker entscheiden, um nähere Einblicke zu gewinnen in die Vorgänge und Arbeiten von Politikern.“
Michael, 17: „Ich würde gerne – wenn es denn dann mal der Fall ist – für einen Tag lang meine eigene Ehefrau sein. Ich würde ultimativ verstehen, wie sie die Dinge sieht, wahrnimmt und fühlt und könnte dann, denke ich, ein noch ‚besserer‘ Ehemann sein, sie besser verstehen und lieben.“
Melanie, 19: „Barack Obama, um zu sehen, was hinter ihm und der amerikanischen Politik tatsächlich steckt.“
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