„Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen“
„Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen. Darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben.“ Primo Levi
Diese Worte stehen am Eingang des Denkmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin. Dort war ich am vergangenen Wochenende und habe mir zum ersten Mal den Ort der Information unterhalb des Holocaust-Mahnmals angeschaut. Unter den 2.711 Betonstelen wird der Besucher durch sechs Räume geführt, die mich sehr bewegt haben. Drei Dinge möchte ich euch an dieser Stelle weitergeben:
Schon in der ersten Halle hat mir der Überblick mittels Text und Bildern die horrenden Ausmaße des Holocausts eindrucksvoll vor Augen geführt und mir einmal mehr bewusst gemacht, wie wichtig es ist, dass so etwas nie wieder passiert. Gerade in Verbindung mit dem obigen Zitat sollte uns allen das eine klare Warnung sein, dass auch die künftigen Generationen davon wissen und daraus lernen.
Dann sind mir die 15 Selbstzeugnisse von Juden, die verfolgt wurden, sehr nahe gegangen. Eines davon habe ich abgeschrieben:
„Wir durchleben eine schreckliche Zeit. Tausende von Menschen erhalten Aufforderungen – sie sollen zur Arbeit verschickt werden. Die Menschen wissen aber schon, was sie davon zu halten haben und haben Angst. Und doch tröstet man sie: „Es ist doch Arbeit!“ Man wäre glücklich, wüsste man, dass es wirklich Arbeit ist – und hofft, weil vielleicht doch […] Und man ist auch gleichgültig, denn wir alle sind müde und zu Tode erschöpft.“
Zu guter Letzt möchte ich euch ans Herz legen, dort auch hinzugehen, sofern ihr die Möglichkeit dazu habt. Es lohnt sich wirklich und kostet nicht einmal Eintritt. Das Holocaust-Mahnmal gibt es seit 2005 und ist ganz in der Nähe des Brandenburger Tors.
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Kommentare
es war nicht der Erste Mal
Zwar nicht in dem Umfang und in der Perfektion, aber Pogrome gab es auch im deutschen Siedlungsraum, z.B. 1852.