Mehr von allem

Es geht ab: Der Fernseher soll zum Computer werden, und Journalistenpreise werden nicht nur an Kurt Westergaard vergeben.

Es hat in diesen Tagen etwas Beruhigendes zu erfahren, dass es auch Themen gibt, über die man nicht diskutieren muss.

"'Wenn es bei einer Show in Deutschland momentan keinen Handlungsbedarf gibt, dann ist es ,Wetten, dass...?’“

Dr. Google und Mr. Schmidt

Unter Albert Einsteins Augen zog der Google-Chef in Berlin auf der IFA eine Verkaufsshow auf mittlerem QVC-Niveau ab. Die wichtigsten Stimmen zu Eric Schmidts Auftritt.

Prekariat und Blockwarte

Frische Debatten rund um die Medienpolitik: Auf der Berliner "Medienwoche" reden die üblichen Verdächtigen besonders viel. Aktuellere Themen werden mit härteren Metaphern anderswo besprochen.

Man wird ja wohl

Der Spiegel, Bild, auch Focus,  - alle machen ihren Sarrazin weiter. Außerdem droht Bild, den "Prozess des Jahres" ausführlich zu begleiten

Man wird ja wohl noch sagen dürfen, dass, wer Bild und Spiegel regelmäßig liest, 50 bis 80 Prozent der perfidesten Medienkampagnen live miterlebt.

Mit dem Hintern ins Gesicht: Das Altpapier vom Freitag

In Hessen spricht der Ministerpräsident den Verkehrsfunk und Giovanni di Lorenzo hat keine Lust auf Fanpost. Außerdem war früher alles besser.

Zu viele junge kriminelle Ausländer, will er gesehen haben. "Der ist ausländerfeindlich", schallte es ihm entgegen. Nun ist er weg: Roland Koch (CDU). Der hessische Ministerpräsident hat sein Amt bereits am Dienstag abgegeben. Sein Nachfolger, Volker Bouffier (CDU), backt schon deutlich kleinere Brötchen.

Das Modewort Qualitätsjournalismus

Neue Stars am Himmel des Fernsehens werden entspannt begrüßt. Klare Worte über den Zustand des Journalismus fallen aber auch. Aktuelles zum Sarrazin-Getalke, versprochen, nur im Altpapierkorb.

Ein Beispiel an der "Hürriyet"

Man kommt nicht um ihn herum: Performt Sarrazin heute bei Plasberg besser als bei Beckmann? Falls tatsächlich, Frank Schirrmacher böte die Lösung.

Hinter dem Eisberg

50 bis 80 Prozent dieser Medienumschau entfallen leider schon wieder auf den Mann dieser Tage. Auch nicht tröstlicher: Norbert Bolz, Reinhold Beckmann. 

Doppel-D und Autoradio

Thilo Sarrazin auf allen Kanälen, Bild macht auf Yps-Heft, und die öffentlich-rechtlichen Sender haben neue mächtige Gegner: die Autovermieter und Bäcker

Die Emmys wurden in der Nacht zum Montag vergeben. Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner. So viel zu den Emmys.

Ein historischer Tag

Bei Kochshows kotzt wenigstens keiner ins Bild, Oliver Pocher hat eine neue Methode gefunden, sich großzureden, und die TAZ amüsiert sich nicht nur in Bayreuth: Neues vom Fernsehprogramm.

Liebe Studierende der Mediengeschichte: Datum dieses Tages markieren! Sat. 1 taucht mal wieder auf den Medienseiten auf. Und es geht nicht um Sparpläne.

Er ist einer von uns

Ist Julian Assange der neue Kachelmann? Zumindest hätte der Rest der Welt sehr gern die Sorgen des deutschen Mannes... Was zwischen TV-Fußball und Wikileaks die Medienmenschen heute wieder bewegt.

Immer diese Weihnachtszeit!

Was macht eigentlich Neun Live? Es muss zwar doch keine Bußgelder bezahlen, bringt aber immerhin nach Jahren der Stagnation eine ungewöhnlich große Koalition gegen die deutschen Landesmedienwächter auf die Beine.

Ulknudel geht gar nicht

Was ist neu und was wussten wir schon immer: Gleichheit und Monopolisierung im Internet, Sky in der Krise, Julian Assange in den Medien, Helmut Markwort gekränkt.

Und dann das: "Der Traum vom klassenlosen Internet ist ausgeträumt", nimmt uns ein Text von Ulrich Clauß auf Welt-Online jegliche Hoffnung. Kalt wird uns ums Herz, da wir lesen müssen:

Schlingensiefs letztes Interview

Das letzte Interview gab Christoph Schlingensief der Spex. Weitere Themen: Die FR soll sparen, und irgendwas mit Rolf Töpperwien.

Es gibt diese Geschichten, die nicht nur von dem handeln, von dem sie augenscheinlich handeln. Der Text der Frankfurter Rundschau über die Bremer Nachrichten (BN), zum Beispiel, handelt nicht nur von den Bremer Nachrichten. Er handelt auch von der Frankfurter Rundschau (FR).

Til Schweiger von hinten

Alles drin heute: Witze, fancy Technik beim SZ-Magazin, Kritik an Bertelsmann sowie kluge Gedanken über Daniela Katzenberger und Google Street View.

Es ist nicht leicht, aber den Humor sollte man auch nicht verlieren. Nach einer langen Woche mit Google Street View liest man Michael Hanfelds superwitzige Glosse in der FAZ deshalb besonders gern:

Barbra Streisand in Duisburg

Google Street View wird, nachdem der Staat sich raushält, weiter zu verkraften versucht. Und Duisburg macht weiterhin alles falsch.

Nein, was war das schön die letzten Tage, der ganze Alarm rund um Googles hotten Street View-Dienst. Und dann kommt endlich der Tag der Politik und die tut: nichts.

More of the same

Wie sich Google Streetview zum Kölner Karneval verhält, wieviele iPads Kaiser Franz verwendet und was Jörg Pilawa Revolutionäres im ZDF anstellen wird.

Nichts wirklich Neues heute in den Medienmedien. Viel Fernsehen, das gewohnte Ge-Google, das inzwischen durch die Protagonisten der deutschen Politik bestimmt wird (Minister de Maizière), ein bisserl Seibert.

Seibert in action

"Merkels schönster Mann!" ist nicht mehr ihr Außenminister. Alles über Steffen Seiberts erste Performance im neuen Amt. Wie sah er aus? Sagte er auch etwas? Außerdem: echte Medienpolitik (von Aygül Özkan).

Lidl, Stasi, die Bahn

...immer noch neue Vergleiche zu Google. Schon zeigen die Party People in Berlin digitale Verdrossenheit. Außerdem: das Ranking der bestverdienenden Intendanten ist da.

Das "Bild"-Problem

Mal fehlen Bilder, mal schreibt die Bild Unsinn. Das "Bild"-Problem beherrscht die Medien heute. Und die Frage: Wer bekommt wie viel?

Wer ist hier Hitler?

"Pass the sauerkraut, Herr Chamberlain": frische Polemiken und Debatten auf allen Augenhöhen rund um Google. Außerdem: "Happy sexy 60", Iris Berben!

streetview-deutschland@google.com

Wird Google böse? Zumindest netzneutral dürfte der umtriebige US-Konzern nicht mehr lange sein. Außerdem: Meinungen, Musterwidersprüche und Youtube-Clips zum deutschen Streetview-Start.

Der Internet-Goliath aus Mountain View settet mal wieder die Agenda: ganz vorn in den Schlagzeilen mit der Einführung seines "Guckdienstes" (TAZ) Streetview auch in Deutschland.

Auf jeden Fall weggrätschen

Wo ist Sven, fragt sich JBK besorgt. Wo das Paradies, Norbert Schneider nicht minder. Nur "Tagesschau"-Sprecherin Judith Rakers hat Grund, sich zu freuen und tut das auch.

Nachricht des Tages: Ulrich Wickert, den man in manchen Kreisen noch als "Mister Tagesthemen" kennt, wird keine Talkshow in der ARD übernehmen.

Seibert kann Kanzler

Steffen Seibert tritt als Regierungssprecher an. RTL und ProSieben planen eine Onlinekooperation. Und wenn ARD und ZDF lieb sind, dürfen sie auch mitspielen.

Was sehen wir, wenn wir fernsehen? Wir sehen fürs Erste jedenfalls nicht mehr regelmäßig Steffen Seibert, der, als Ameise verkleidet, neben Dunya Halali hinter einem bogenreichen Rekordbiertisch steht.

Stellt das Netz aus!

Ein Blumenkübel geht um die Welt und der Bund Deutscher Kriminalbeamter will das Internet abschalten. Ansonsten sind aber noch alle Latten im Zaun und Markus Lanz bleibt beim ZDF.

Matula, Google, Ruanda

...und das in einer Meldung. Außerdem: zehn Argumente von Google, Ärger über Ergo. Es kann ja nicht jeder Zeitungstag vor Brisanz bersten.

Aufbruchsstimmung in der Niedergangssaga

Die traditionsreiche Newsweek geht zum symbolischen Schnäppchenpreis in eine ungewisse Zukunft unter einem fitten 92-Jährigen. In Deutschland dagegen soll gehobener Kinderjournalismus auf Papier boomen.

Mücke, Sturm und Himmelreich

Maybrit Illner wird Steffen Seibert. Was soll man dazu sagen? Einiges. Außerdem: Kachelmann schreibt an Schwarzer. Und eine Studie aus interessantem Hause

Kampf um Deutungshoheit

Die Medien sind in der Kritik. Erstens: Hinterher sieht immer alles einfach aus - im Fall der Katastrophe bei der Loveparade seien Journalisten selbstgerecht. Und zweitens: Vorher sieht bisweilen auch alles einfach aus - im Fall Kachelmann gebe es Vorverurteilungen.

Monster und ein Jungbrunnen

Monster gibt es in der deutschen Medienlandschaft. Und Gremlins sowieso. Alles sehr sehr gruselig. Immerhin ist die JVA-Mannheim ein echter Jungbrunnen.

Pressefreiheit à 6000 Euro

In die Rangelei zwischen FAZ und ARD greift jetzt auch Die Zeit schwungvoll ein. Sie wirft den Öffentlich-Rechtlichen vor, ihre Freiheit gar nicht zu nutzen. Der Wert der Pressefreiheit wurde gerade in Dresden beziffert.

Wer diese Kolumne halbwegs regelmäßig verfolgt, weiß: Es werden zahllose Debatten geführt, die Wochen, Monate oder Jahre dauern, und immer mal wieder, mehr oder weniger, hochkochen.

Die Vernetzung der Welt

Alle versuchen zu fassen, was der Wikileaks-Coup bedeutet (und was das Unglück in Duisburg). Eva Herman geht gar nicht, außer klickmäßig. Immer verlinken inzwischen alle einander...

Im Gespräch bleiben

Eva Herman gibt den Takt vor: Versöhnung ist angesagt – zwischen FAZ und ARD, Wikileaks und den Zeitungen.

Der allersalomonischste Satz des Tages lautet:

Schauspielerin Sophia Thomalla soll nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung in die neue Jury der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“.

Ätzende Typen!

Frank Schirrmacher pflegt das offene Wort und antwortet auf Peter Boudgoust. Außerdem: Journalisten sind ätzend, vor allem Kriegsreporter!

Byzantinismus vs. Machiavelli

Offene Briefe an FAZ-Herausgeber, absolutistische Herrschaftsformen in der ARD und Jürgen Doetz, der gerne mit Verlagen kuscheln würde. Streit und Harmonie liegen dicht beieinander!

Am Ende ein Cliffhanger

Depublikationen im Internet, Nickeligkeiten zwischen ARD und FAZ sowie tragische Todesfälle im wirklichen Leben stehen im Zentrum der sommerlichen Medienberichterstattung.

DST olé

111 Stufen sind erklommen, aber zufrieden ist nach 37 Drei-Stufen-Tests niemand. Die Öffentlich-Rechtlichen "depublizieren" demonstrativ, ihre Gegner schimpfen, ein Ex-Bundesverfassungsrichter wirft die Diskussion um Jahre zurück.


Läuft eigentlich das Sommerloch nun schon?

Die Muße als must have

Wir müssen arbeiten, während alle neu von Müßiggang reden. Immerhin wird Erwin Pelzig Georg-Schramm-Nachfolger. Und der konservative Chefchenideologe Jan Fleischhauer kommt ins Fernsehen.

Relevanz oder Fakten?

Ilse Aigner hält dicht wie ein BP-Ölleckverschluss, und Pelzig unterhält sich evtl. bald im ZDF. Da bleibt noch Platz für ein paar Gedanken zur Zukunft eines postobjektiven Journalismus

Bevor wir zu Helmut Markwort als Tod im "Jedermann" (Foto) kommen: Es ist noch nicht geklärt, welche der beiden folgenden wirklich der Knaller des Wochenendes und des Montags ist. Hier wären sie jedenfalls:

Gründet Institute!

Das "Deutsche Digital Institut" spuckt in die Hände, der Anti-Digitalismus allerdings auch. Die heißeste Idee fürs Internet kommt mal wieder aus den USA: Userkommentare kostenpflichtig machen.

Es tut sich was, es geht voran, ein Ruck könnte in Sicht sein.

Deutschland, Dein Jauch

Günther Jauch sendet ab Herbst 2011 auch in der ARD. Das steht jetzt fest. Und sein Minutenpreis auch. Frische Meinungen zum Cristiano Ronaldo des Fernsehens...

Happy Problems

Erstaunlich enstpannt verkündet der Zeitungsverband seine neuen Krisenzahlen. Und landet damit sogar in den ARD-"Tagesthemen", die den "unschlagbaren Vorteil" des Papiers hübsch dramatisieren.

Isn´t he lovely?

Musste Steffen Seibert umparken, weil seine Karriere in einer Sackgasse stand? Wer ist "Michael Hesse"? Woher weiß Prince, dass das Internet durch ist? Antworten.

Oh, wie schön wäre es doch, könnten wir unseren Auftakt hier ähnlich augenzwinkernd-bissig gestalten wie der Thomas-Mann-Kenner Edo Reents den seines Bahn-Kommentars in der FAZ:

Seibert gibt Parkplatz auf

Steffen Seibert wird vom Nachrichtenmoderator zum neuen Regierungssprecher, und die Branche weiß auch nicht so recht: besser so als umgekehrt? Wünscht man Glück? Sorgt man sich um ihn?

Fritten, Tote, Tiere

Titten, Tiere, Tote – so lauten eigentlich die drei "T" des Boulevardjournalismus. Aktuell kann aber auch der Medienjournalismus offenbar bestens mit so geschätzten TV-Magazinen wie "Brisant" oder "Explosiv" mithalten. Hier ist das Altpapier, und das sind unsere Themen: Vergewaltigung, Untreue, Selbstmord.

Die Yes we can-Mentalität

Zauberjunge und Nobelpreisträger Barack Obama ist Lady Gaga bei Facebook auf den Fersen - und dabei, den Ruf der amerikanischen Medienfreiheit zu ruinieren. Immerhin als Vorbild für Stefan Aust taugt er noch.

Promis in der Haar-Hölle

Presse im Aufwind: Eine neue Halbmillionen-Zeitschrift will die Kioske rocken. Burdas "Chatter" besticht nicht nur durch Billigkeit, sondern engagiert sich auch für nationale Promis. Außerdem: Neues von Deutschlands ranghöchster Celebrity.

Es geht wieder aufwärts mit dem Altpapier. Wenn nicht unbedingt mit dieser Kolumne, so doch mit dem begehrten Sekundärrohstoff.

Niemand hat eine Absicht

Der Fisch stinkt vom Kopf: KMH investigiert als "professionelle Journalistin" bis zur Laktoseintoleranz. Und der ARD-Chef macht mal einen Punkt.

Früher, so erzählen ältere Kollegen, konnten sich Journalisten im Präsidentenpalast frei bewegen, heute bekommt man vom Pressesprecher eines Ministers oft nicht einmal einen Rückruf.

The visionary Voß


Neue Wege aus der Medienkrise: Die gut ausgebildete PR übernimmt einfach die Funktionen des Journalismus. Erste Erfolge: bei Stern TV, in Frankreich und beim Prince-Konzert

Auf dem Holzweg

Die Branche schlägt zurück: Statt der Fußballer müssen sich heute mal die Fußballkommentatoren einer Einzelkritik unterziehen. Außerdem sterben die Zeitungen wie der Wald, aus dem sie gemacht sind.

Blumensträuße im Twitternetz

Schland schon wieder ganz begeistert? Zumindest von einer Welle vorübergehender Politikunverdrossenheit erfasst, Gauck, Twitter und dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen sei Dank. Außerdem: Gratulation, Kurt Kister.

Das Gemeinwohl und Lena

Auf Krawall gebürstet mit einander streiten, gut geföhnt aneinander vorbeireden oder polternd in Selbstmitleid versinken: Kommunikationsstrategien vom Kölner Medienforum.

Länger nichts mehr gehört von Konstantin Neven DuMont, dem größten und digitalsten Entertainer unter den jüngeren deutschen Verlegern.

Piuuuh! Neues vom NRW-Medienforum

Fiktives Geschichtsfernsehen ist Gangsta-Rap, Jürgen Rüttgers wärmt eine 14 Jahre alte Phrase auf, und Anke Schäferkordt von RTL denkt über den Einsatz des Testbilds nach.

Margot, mir graust vor Dir!

Die britischen Boulevardzeitungen waren in ihrem Deutschlandbashing auch mal besser und Peter Hahne kann eigentlich mehr. Das Altpapier vom "Montag".

Britische Boulevardmedien sind ja im Allgemeinen nicht sehr zimperlich, wenn es um Deutschland geht. "Let's Blitz Fritz" hieß es etwa 1996 zur Fußball-EM im "Daily Star" und als wir Papst wurden erdreistete sich die "Sun" am Heiligen Vater zu mäkeln: "From Hitler Youth to Papa Ratzi"

Der gute Ton

Der US-Rolling Stone hat eine hervorragende Reportage im Blatt, und die Zeitungen fragen sich: Wie kann das sein? Zwischen FAZ.net und einem FAZ-Blogger gibt es derweil einen Konflikt, in dem eine Grundsatzfrage zu erkennen ist: Wer hat Autorität?

Der Mesut Özil der WM-Kolumnisten

Im Brennpunkt des Medienmedien-Geschehens heute: der WDR, in dem plötzlich doch wieder Jauch-kritische Gremien-Gremlins auftauchen. Und der Ex-Doris-Heinze-Sender NDR.

iPads und Radiergummis

Vielleicht ein epochaler Tag für die Bundesnetzpolitik: Der Innenminister hält eine erstaunlich wenig kritisierte Grundsatzrede, ein freiheitskämpferischer Abgeordneter wirft sich fürs iPad in die Bresche...

Nimm es, wie es ist


Kai Diekmann geht mal wieder steil bis in den elterlichen Schoß, ein Männermedienputsch wird imagniert. Und das Leistungsschutzrecht kann nach hinten losgehen.

Zitat des Tages

"You do what you do; take it how it is" (Walter Pincus)

Ist es Gold oder schlechte Maske?

Die Hochzeit. Der Fußball. Der Günther Jauch. Alles dreht sich um Großereignisse. Und wir hätten, weil Wünsche derzeit offenbar erhört werden, auch noch einen Wunsch ans ARD-Programm

R.I.P, Hans Dichand

Die Medien in Deutschland gehen viel zu sanft miteinander um. Da geht es in Österreich auch mal ganz anders zu. Ob das so bleibt? Verleger Hans Dichand ist tot.

Der Tausendsassa

Der kleine "Nachrichtensender" N 24 wird groß oder zumindest unabhängig. Es hatte schlimmer kommen können? Kommt zum "Schaden aller"? Jedenfalls sieht sich Mitbesitzer Stefan Aust beinahe schon als neuer Stefan Raab...

Gestern ist "Deutschlands größter unabhängiger Informationsproduzent" entstanden, zumindest nach eigenen Angaben der neuen "N24 Media GmbH".

Print unter Druck

Offenbar doch eine große: Sabine Leutheusser-Schnarrenbergers Rede zum Urheberrecht. Weiter seltsam: Bauers Kampf mit den Grossisten.

Ironie allein zu Haus

Mariette Slomka will sich in Afrika nicht nach dem Stand der Gleichstellung in Deutschland fragen lassen, zu KMH muss noch etwas klargestellt werden

"Sie hat es wieder getan", heißt eine Titelzeile auf der SZ-Medienseite von heute (Seite 15). Nein, es geht weder um Katrin Müller-Hohenstein noch um Andrea Kiewel.

Revolution gewünscht

Die Süddeutsche hat einen neuen Regionalteil, Katrin Müller-Hohenstein sagt etwas, der Guardian hat eine schöne Idee, und Günther Jauch steht in der Kritik

"Es ist voll bracht: Alisar ist Germany's next Topmodel 2010!", schreibt prosieben.de. Muss es in diesem Kontext nicht "Es ist voll vollbracht" heißen?

Juchhee Jauch!

Günther Jauch wechsel zur ARD. Da ist natürlich Hochstimmung in allen Redaktionen, die ganze Seiten für Porträts freiräumen, in denen eigentlich nicht viel steht.

Tschüß, Krombacher-"Tatort"

Das gesponsorte Nicht-Sportereignis im öffentlich-rechtlichen Abendprogramm zählt zu den Verlierern. Aber wer gewinnt? Alles zur neuen Haushaltsabgabe.

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Freibier für Journalisten!

Die goldene Generation der Großjournalisten ist gut drauf. Sie könnte jetzt sogar, rein theoretisch, Bundespräsident werden. An der Freibierfront ziehen derweil neue Aufreger heran.

Mehr Messiasse

Der Gauck-Effekt: Mut kehrt zurück, Hoffnung wächst, Angst verschwindet. Heute betroffen: Katja Lange-Müller, Georg Schramm. Eher nicht so: Wikileaks, Werbefreiheitsdebatten.

Köhlers Rockschöße

Wir erleben im Polit-Entertainment gerade das seltene Schauspiel einer ganz großen Koalition von Medien eigentlich unterschiedlicher Richtung. Sind wir denn schon Gauck?

Trittins Dolchstoß

Es horstet noch gewaltig in den Medienressorts. Wer nun den Bundespräsidenten zu Fall gebracht hat, wird heiß diskutiert: Ein Blogger, eine nicht vorhandene Sprecherin oder doch Jürgen Trittin?

Digitales Gruselkabinett

Gaza, Lena...: Antisemitsmus aus völlig unterschiedlichen Anlässen zählt zu den Dingen, die im Netz boomen. Was es in puncto Meinungsfreiheit gerade etwas schwerer hat: Horst-Köhler-Satiren.

"nacktfotos, hamas, Israelis Celebrating, juden hitler, juden...":

Köhlerkrise und Goebombe

Eine Bombe aus dem letzten Weltkrieg explodiert live bei Twitter. Außerdem: Wer ist eigentlich dieser Deutschlandfunk, der mit Horst Köhlers Rücktritt in Zusammenhang steht?

Späte, tragische und "irgendwie makabre" Premiere gestern: Gestern in Göttingen explodierte erstmals eine Weltkriegsbombe so, dass sich sich unter dem Suchwort #goebombe "jeder Schritt von Evakuierung bis Desaster bei Twitter mitlesen" (@DeMorpheus) ließ.

Jetzt ist erst mal schnucki

Horst Köhler hat die Nase voll. Wie es zum Rücktritt des Bundespräsidenten kommen konnte, ist aber nicht jedem klar. Außerdem: Kinder, Kinder, Kinder, 7.000 Rinder.

Man kann von Horst Köhler halten, was man will, aber medial gesehen war sein Auftritt gestern so altruistisch wie zuletzt Michael Ballacks Grätsche im Halbfinale bei der WM 2002. Die kostete ihn bekanntlich eine Gelbe Karte – und damit das Finale.

Und wann kommt Mesut?

Von der Aufblähung einer Angelegenheit: Lena Meyer-Landrut ist das Medienthema des Tages. Aber bedeutet sie all das, was sie bedeuten soll?

Der Daumen erlahmt

28. Mai 2010: Das iPad is in the house. 29. Mai 2010: Lena singt in Oslo. Zwischen Bloomsdays und Service-Tipps.

"Lange hat es gedauert, am Donnerstag war es endlich soweit."

Das Papier-Problem

Nur noch fünf Jahre Bestandsgarantie für die Holzpresse? Außerdem: erste Eindrücke von der kostenpflichtigen Internet-"Times", spannende Vorabmeldungen. Immerhin funtioniert Prantl noch.

Digitaler Imperialismus, kleine Revolutionen

Was sollten Google, Facebook, aber auch die öffentlich-rechtlichen Anstalten dürfen? Quer durchs Land wird engagiert, cool oder kontextsensitiv diskutiert.

So vielfältig wie die Landschaft selbst, so vielfältig sind trotz allem auch die Bier- sowie Zeitungslandschaften in Deutschland noch.

Stalinistische Lesbokratinnen

Das Geblubber des Tages: Warum wir Journalismus brauchen und noch kein iPad, wem das ZDF was verbieten sollte und was Eva Herman macht.

Schimmerlos in München

Eine linksliberale Boulevardzeitung ist die Münchener Abendzeitung, weshalb die linksliberale TAZ ihr gleich mal eine Doppelseite spendiert hat. Außerdem: Google will ins Fernsehen.

Google ins Gefängnis?

Google, RTL und ProsiebenSat.1 sowie Jörg Kachelmann unter jeweils völlig anderen Vorzeichen im Visier der deutschen Justiz. Außerdem: Gratuliere, "Berliner Zeitung"!

Das spätpubertäre Internet

Sascha Lobo machte als Papierzeitungs-Chefredakteur für einen Tag viel Wind am Rhein. Arg resigniert dagegen in Berlin-Mitte: die deutschen Medienwächter.

Ex oriente nix

Wolfgang Lippert hat es nie gegeben: Thomas Gottschalk, ungekrönter König aller Schwiegersöhne, wird 60 Jahre alt.

Thomas Gottschalk wird heute 60. Auch von hier aus beste Wünsche, Gesundheit vor allem.

Alle haben immer recht

Die Partei, die Partei, die hat immer recht - nur welche Partei? Diesmal im Streit um die Wahrheit: Feuilletonisten vs. Reporter, Die Linke vs. Das Erste, Deutsche Blogger vs. FAZ.

Wellnessprogramm für Taxifahrer

Große Aufregerthemen auf den Medienseiten: Der "Wellnesssender" für Berliner Taxifahrer verliert seine Lizenz, im Journalismus gibt es zu viel Meinung und Sky muss einfach nur wachsen.

Digitale Beunruhigung

Neue Trends: Opinion Leader (Barack Obama, Miriam Meckel) gegen Apple, Zeitungsartikel, die 65-mal das Wort "ich" enthalten.

Regelmäßige Leser dieser Kolumne wissen: Matthias Dell beschäftigt sich gern mit Miriam Meckel, der Kommunikationswissenschaftlerin und Publizistin (vgl. Altpapier gestern).

Beckmann und sein "Ich"

Die NRW-Wahl interessiert noch immer Stimmenzähler und Medientrainer. Außerdem: alles über das Internet. 

Gestern abend bei "Beckmann" reingeschaut (noch nicht in der Mediathek). Und wie so oft vollends fasziniert gewesen von: Reinhold Beckmann. Der, wie es seine Natur ist, knallhart nachfragt, voll deep im Stoff.

Und alle so: Whiskey!

Helmut Schmidt beklagt den Whiskey-Mangel, während sich das Publikum volllaufen lässt: Der Henri-Nannen-Preis wurde verliehen.

 

Das Altpapier bei evangelisch.de

Die älteste deutsche Online-Medienkolumne "Altpapier" erscheint ab Montag bei "evangelisch.de". Das "Altpapier" bietet einen Überblick über die Medienthemen des Tages.

Die Autoren Christan Bartels, Matthias Dell, Klaus Raab und Henrik Schmitz kommentieren im "Altpapier" morgens das Mediengeschehen und geben einen Überblick über aktuelle Medienthemen. Bis März war die Kolumne beim Nachrichtenportal "dnews.de" beheimatet.

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