Landeskirchen - Die evangelische Kirche besteht aus Landeskirchen, die sich unter dem Dach der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zusammengeschlossen haben. Wie gliedert sich diese deutsche Kirchenlandschaft? Was verbindet die Gliedkirchen der EKD und worin unterscheiden sie sich?
In der EKD sind 22 lutherische, reformierte und unierte Landeskirchen in Deutschland zusammengeschlossen. Damit gibt es in Deutschland insgesamt 15.603 Gemeinden (Stand 2009), denen knapp 25 Millionen evangelische Christen angehören. Jede der Landeskirchen hat einen gewählten Landesbischof, Bischof, Kirchenpräsidenten, Präses oder Landessuperintendenten (je nach Landeskirche), der seiner Gliedkirche vorsteht. Diese Leitungsposten stehen Frauen ebenso wie Männern offen. Wie die EKD auch, sind die Gliedkirchen demokratisch aufgebaut: Sie werden von den regelmäßig zusammentretenden Snyoden geleitet, in denen die Gemeinden durch hauptamtliche und ehrenamtliche Mitglieder vertreten sind.
Die Landeskirchen sind ganz unterschiedlich geprägt von historischen, regionalen, konfessionellen Strukturen und Traditionen. Die lutherischen, reformierten und unierten Kirchen bringen ganz eigene Impulse und Schwerpunkte mit ein ins große Ganze. Die EKD ist zugleich Sammlung und Dach all dieser Strömungen, ein Ort, an dem die Gliedkirchen sich untereinander abstimmen können über gemeinsame Vorhaben und Positionen – ohne dabei ihre Eigenheiten innerhalb des Protestantismus aufzugeben.
Der beste Ort, die Landeskirchen kennen zu lernen, sind die Kirchen selbst. Den direkten Link auf die landeskirchlichen Internetseiten gibt es hier unten im Footer dieser Seite. Eine Karte der Gliedkirchen sowie eine Liste der landeskirchlichen Zusammenschlüsse finden sich auf der Webseite der EKD. Die ausführliche Statistik zur EKD und den Landeskirchen ist nachzulesen in der Broschüre "Evangelische Kirche in Deutschland - Zahlen und Fakten zum kirchlichen Leben".


