Spielen Sie selbst mit Ihren Kindern und Enkeln!

Keine Angst, der will nur spielen!

Spielen Sie einfach mit Ihren Kindern Computerspiele. Foto: iStockphoto

Computerspiele - Der Medienbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Oberkirchenrat Markus Bräuer (Frankfurt), hat im Blick auf die Computerspiele, die zu Weihnachten verschenkt werden, Eltern und Großeltern aufgerufen, sich Zeit für die Kinder und Enkel zu nehmen.

Von Markus Bräuer

"Spielen Sie selbst, und spielen Sie mit Ihren Kindern oder Enkeln! Auch wenn Sie wahrscheinlich dauernd verlieren werden, es macht Spaß. Sie werden ganz neue Zugänge zu Ihren Kindern oder Enkeln finden. Und diese werden über jeden Punkt, den Sie problematisch finden, gern mit Ihnen diskutieren. Beim Spielen können Sie Kriterien vermitteln, wenn in den Spielen beispielsweise Menschen getötet werden, Gewalt nur aus der Sicht der Täter dargestellt oder ein Frauenbild vermittelt wird, das würdelos ist. Kinder brauchen Kriterien. Und sie brauchen Eltern, die diese weitergeben."

Computerspiele unterm Weihnachtsbaum kein Teufelszeug

Markus Bräuer warnte davor, Computerspiele pauschal abzulehnen. Viele Spiele hätten eine große Faszination, steigerten das Reaktionsvermögen und vermittelten vielfältige Kenntnisse und Informationen. Das Prüfsiegel der USK, der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle, so der Medienbeauftragte der EKD weiter, sei ein Qualitätsmerkmal nach den Grundsätzen des Jugendmedienschutzes und zudem ein guter Hinweis, für welche Altersgruppe welches Spiel geeignet sei.


Oberkirchenrat Markus Bräuer ist der Medienbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und zugleich beauftragt von der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF). Weitere Informationen finden Sie auf www.rundfunk.evangelisch.de und www.tv-ev.de.

Kommentare

Verfasst von HannoTerbuyken am 21. Dezember 2009 - 13:48.

RE: Spielen Sie selbst mit Ihren Kindern und Enkeln!

Der Meinung schließe ich mich prinzipiell an! Eine kleine Ergänzung...

Der Meinung schließe ich mich prinzipiell an! Eine kleine Ergänzung sollte hier allerdings nicht fehlen: Die USK prüft nur unter jugendschutzrechtlichen Kriterien, nicht darauf, für welche Altersgruppe welches Spiel geeignet ist. Spiele wie "Anno 1404" oder "Forza Motorsport 3" sind ab 6 bzw. ab 0 Jahren freigegeben, für Sechsjährige aber sicher deutlich zu komplex. So steht es auch in den Beschreibungen der USK-Siegel auf der USK-Homepage (hier aus der Beschreibung für "ab 0 Jahre"):

"Spiele mit diesem Siegel sind aus der Sicht des Jugendschutzes für Kinder jeden Alters unbedenklich. Sie sind aber nicht zwangsläufig schon für jüngere Kinder verständlich oder gar komplex beherrschbar."

Die USK gibt also nur Einschätzungen, ab welcher Altersgruppe keine Jugendschutzbedenken bestehen, aber nicht, für welche Altersgruppe ein Spiel geeignet ist. Für pädagogische Bewertungen ist unter anderem der Spieleratgeber NRW zu empfehlen.

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Hanno Terbuyken
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