Sendungsbewusst

Christliche Sendungen im Fokus: Doku-Formate

Dokumentationen - Die Dokumentation ist ein Format, das sich mit tatsächlichen Geschehen und Ereignissen befasst. Es bildet das wahre Leben ab und erhebt den Anspruch authentisch zu sein. Mit "Jung und weg" (RTL) und "Glaubenssachen" (DW TV) gibt es zwei christliche Doku-Formate, die Glaubenszeugnisse und Sinnfragen, Engagement und soziale Verantwortung abbilden - nahe an den Menschen, sendungsbewusst und einfühlsam.

mb

RTL: Jung und weg
"Geht hin in alle Welt und macht zu Jüngern alle Völker, tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch aufgetragen habe", mahnt Jesus im Matthäusevangelium. Alle Christen haben eine solche "Sendung", eine Mission. "Mission heißt, zeigen, was man liebt", so hat es der Theologe Fulbert Steffensky einmal ausgedrückt − auf die Schätze des christlichen Glaubens anspielend.
Wie zeigt man, was man solchermaßen liebt, im Programm von RTL? Der Medienbeauftragte der EKD
und die katholische Fernseharbeit gehen hier gerade einen neuen Weg. Junge Leute, die aus christlichem Antrieb als Entwicklungshelfer in die Welt ziehen, werden über Monate mit der Kamera begleitet. Das ist eine Gratwanderung für Autoren und Protagonisten, ein Balancieren zwischen Authentischem und Erzähltem, zwischen Beobachten und Inszenieren, zwischen Finden und Erfinden. Denn bei diesem Programmformat verbinden sich dokumentarisches Erzählen und die Dramaturgie der Serie miteinander. In Szenen aus dem »wirklichen« Leben stellen Laien sich selbst dar. Ihre Geschichten werden parallel montiert, vielleicht auch kontrastiert.
Den Anfang machen − auf evangelischer Seite − zwei junge Leute, die mit dem Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) nach Peru ausreisen. Sie lassen alles zurück, um Menschen in anderen Ländern dabei zu helfen, sich selbst zu helfen. "Jung und weg" erzählt ihre Geschichte vom schweren Abschied von Familie und Freunden bis zum Start in der neuen Heimat, von Begeisterung und Aufbruchstimmung bis hin zu Ernüchterung und Zweifel. Was christliche Motivation und kirchliches Engagement nicht nur in Übersee bewirken können, wird so augenfällig.

DW Deutsche Welle: Glaubenssachen
Die Schätze des Glaubens breitet auch die Kirchen-Sendung "Glaubenssachen" bei der Deutschen Welle TV aus, und zwar aus deutscher Sicht und mit Blick aufs Ausland. Denn die Deutsche Welle ist der deutsche Auslandsrundfunk mit Standorten in Bonn und Berlin. Er ist Teil der ARD. Zur Deutschen Welle gehören DW-Radio − ein Hörfunkprogramm, DW-TV − ein Fernsehprogramm und dw-world.de − ein Internetangebot in 30 Sprachen.
"Glaubenssachen" zeigt, was in der evangelischen Kirche und in der katholischen Kirche in Deutschland geschieht. Es geht um Glaubenszeugnisse und Sinnfragen, christliches Engagement und soziale Verantwortung, den Beitrag zu Gesellschaft, Kultur und Kunst. "Glaubenssachen" schildert Alltagserfahrungen von Christinnen und Christen, berichtet über Ereignisse in der Welt des Glaubens, über das Leben und die Arbeit der Kirchen in Deutschland und in anderen Ländern. Es geht auch um den Dialog der Kirchen, ihre Beziehungen zueinander und ihr Verhältnis zu den anderen Weltreligionen.
Und so zeichnet »Glaubenssachen« zum Präsidentschaftswahlkampf in den USA die Welt des liberalen Protestanten Barack Obama nach, erinnert an den 200. Geburtstag des Sozialreformers Johann Hinrich Wichern oder rühmt die Poesie der Psalmen. "Glaubenssachen" ist in Deutsch an jedem ersten Sonntag im Monat zu sehen um 15.30 und 21.30 Uhr sowie dann am Montag um 3.30 und 9.30 Uhr. Außerdem in Englisch als "Faith Matters", auf Spanisch als "Cuestion de Fé" und Arabisch untertitelt für DW-Arabia. In den ungeraden Monaten ist dieser Sendeplatz in der Regel in evangelischer Verantwortung. Die Deutsche Welle ist mit ihrem Fernsehprogramm rund um den Globus im Internet und über ein dichtes Satellitennetz zu empfangen. Unabhängig vom Ausstrahlungstermin können Interessierte die "Glaubenssachen" auch als Video-Podcast abonnieren.

 

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