Kolumne: "Sicherheit nur mit mehr Militär "

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Tacheles - Frieden schaffen mit verstärkten Militäreinsatz in Afghanistan? Prof. Dr. Michael Wolffsohn meint, dass nur mit einer Verstärkung der Truppen ein endgültiger Friede in Afghanistan geschaffen werden kann. "Denn ohne Sicherheit wird es auch keine wirtschaftliche Entwicklung geben - und ohne Militär keine Sicherheit." erklärt Wolffsohn in seiner Kolumne auf www.tacheles.tv

Von Prof. Dr. Michael Wolffsohn der Universität der Bundeswehr, München

„Nur wenn der militärische Einsatz der Bundeswehr aufgestockt wird, ist eine positive Wende in Afghanistan in Sicht. Denn ohne Sicherheit wird es auch keine wirtschaftliche Entwicklung geben - und ohne Militär keine Sicherheit. Somit geht es nicht um die Frage „Raus aus Afghanistan?“. Es geht darum, diejenigen zu schützen, die uns in Afghanistan schützen: Unsere Soldaten.

Langfristig führt kein Weg daran vorbei, auch mit den Taliban zu verhandeln. Doch noch sind sie dazu nicht bereit. Deshalb muss der militärische Einsatz gegen die Taliban dramatisch verstärkt werden. Gleichzeitig muss man ihnen eine politische Perspektive bieten nach dem Motto: „Wer nicht kämpft und nicht (!) tötet, wird gefördert.“ Allein durch die Bekämpfung der Armut mit ziviler Hilfe kann man den Terrorismus nicht bekämpfen.

Die Innenpolitik Afghanistans geht uns weniger als nichts an. Über ihr Schicksal haben die Afghanen zu entscheiden, nicht wir. Der Einsatz von Militär ist nur mit der Verhinderung von Terror, Selbstverteidigung und humanitärer Intervention zu rechtfertigen.

Afghanistan und gerade auch Pakistan dürfen keine Territorialbasis des internationalen Terrorismus sein. Taliban und al-Qaida missbrauchen die Religion als politisches Instrument. Religion ist für Menschen und Menschenleben – nicht gegen Menschen und Menschenleben. Um dies zu beenden brauchen wir mehr militärisches Engagement.“

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