Projekt "Lasst die Glocken wieder klingen"

04.04.2010: ZDF-Gottesdienst Jerusalem

Die Glocken der Himmelfahrtkirche zu Jerusalem müssen restauriert werden. Foto: Annette Fleck

04.04.2010, 9.30-10. - Die Kirchen und Gemeinden engagieren sich in vielfältiger Weise in allen Bereichen gesellschaftlichen Lebens. Vor allem in den sozialen Arbeitsfeldern reichen ehrenamtliche HelferInnen mit viel Liebe und Hingabe den Bedürftigen eine helfende Hand. Und diese Hilfe wird angenommen. Die Kirchengemeinden öffnen ihre Türen aber auch gern für alle Dinge, die der generellen Gemeinschaftsförderung dienen. Manchmal jedoch benötigen die Kirchen selbst auch Hilfe. Hier stellt die Gemeinde ihre wichtigsten Projekte vor.

Jerusalem ist die Stadt der Klänge. An Freitagabenden ertönt die Shabbatsirene in der Stadt, fünfmal täglich ruft der Muezzin zum Gebet und besonders an Sonntagen erklingen die Glocken der vielen Kirchen Jerusalems.

Seit 1910 gehören zu diesen Klängen auch die Glocken der evangelischen Himmelfahrtkirche auf dem Ölberg, einer Einrichtung der Kaiserin Auguste Victoria-Stiftung. Auf einem der höchsten Punkte Jerusalems, 850 m über dem Meeresspiele und fast 1.300 m über dem Toten Meer ist der 45 m hohe Turm der Himmelfahrtkirche in der Stadt Jerusalem weithin sichtbar. Viele tausend Pilger und Touristen, unter ihnen zahlreiche Israelis und Palästinenser, kommen jährlich auf den Ölberg um die Kirche zu besuchen.

Die evangelische Stimme in Jerusalem

Die Glocken im Turm mit den Stimmungen g, h, d und e harmonieren mit den Glocken der Dormitiokirche auf dem Berg Zion und der Erlöserkirche in der Altstadt, den beiden weiteren deutschen Kirchen der Stadt, die auf eine wilhelminische Gründung zurückgehen. Der deutsche Kaiser Wilhelm II. wollte durch den Bau der Himmelfahrtkirche die evangelische Stimme in Jerusalem zu Wort kommen lassen. Der Klang der Glocken, die in Apolda gegossen wurden, unterscheidet sich deutlich von den anderen Glocken und Klängen der Stadt, denn in der christlich-orthodoxen Tradition werden Glocken angeschlagen und nicht geläutet.

Die Herrenmeisterglocke der Himmelfahrtkirche ist kaputt. Foto:<br />
Annette FleckHelfen Sie bitte bei der Rettung der "Herrenmeisterglocke"

Die größte der vier Glocken im Kirchturm der Himmelfahrtkirche kann allerdings schon seit einiger Zeit nicht mehr genutzt werden: das Kugellager der 6.120 kg schweren "Herrenmeisterglocke" ist kaputt und die Glocke musste stillgelegt werden. Das Läuten der Glocke könnte dazu führen, dass schlimmstenfalls Menschen gefährdet oder der Glockenstuhl zerstört würde. Und da eine fachliche Reparatur unserer Glocken hier im Lande teuer ist, schweigt seit einiger Zeit die große Glocke der Himmelfahrtkirche auf dem Ölberg.

Wir bitten Sie daher um Ihre Spende für die Instandhaltung der Himmelfahrtkirche und hier insbesondere zunächst für die Reparatur der Glocken, damit auch weiterhin die Christen im Land zum Gottesdienst in der Himmelfahrtkirche gerufen werden können.

Spendenkonto
Empfänger: Evangelische Gemeinde deutscher Sprache zu Jerusalem
Konto-Nr.: 4107632
Bankinstitut: Evangelische Kreditgenossenschaft Hannover
Bankleitzahl: 520 604 10
Stichwort: Fernsehgottesdienst

 

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