Porträt: Die drei Wahrzeichen der Evangelischen Kirchengemeinde Langenzenn

Die Stadtkirche Langenzenn. Foto: Thomas Scherer, Fürth

Die Stadtkirche Langenzenn. Foto: Thomas Scherer, Fürth

09.05.2010, 9.30-10. - Eine Kirche ist niemals nur eine Kirche. Sie ist die Summe ihrer Teile und sie wird belebt durch die Gemeinde, die Vielfalt und das Engagement ihrer Gemeindemitglieder. An dieser Stelle bietet das Porträt der Gemeinde einen ersten Einblick zum Kennenlernen.

Alle Wege führen zum Langenzenner Kirchturm

Er ist Wahrzeichen der Stadt seit 1280, ragt 45 Meter in fränkischen Himmel, führt jeden Ortsunkundigen zielsicher zur gestalteten Stadtmitte, ist wie ein Fingerzeig, der den Weg zu Gott weist: Der Kirchturm der historischen Stadtkirche zu Langenzenn.
Er ist das Zentrum einer großen Pfarrei, die 6.300 evangelischen Christen eine sinnstiftende Heimat und eine unverwechselbare Identität schenkt. 

Der Kirchturm lädt tagsüber sichtbar und Nachts erleuchtet ein, in die Kirche und das Gemeindezentrum in die historisch einmaligen Klosterräumen des ehemaligen Augustiner Chorherren Stifts zu kommen, Gemeinschaft zu erleben, Ruhe zu finden, die Seele baumeln zu lassen und „aufzutanken“. 
Mitten in einer pulsierenden Kleinstadt bietet der Klosterhof mit Kreuzgang einen Ort der Ruhe, Erholung und des Gebetes.
Besser könnte man Sammlung und Sendung, Glaube und Nächstenliebe, verantwortetes Hören und verantwortliches Tun nicht versinnbildlicht sehen, als in der Trinitatiskirche mit Kloster, im Kreuzgang mit Klosterhof und den Wegen, die aus dem Ensemble in die Langenzenner Welt führen.
So sehr der Kirchturm ein Fingerzeig auf Gott ist, so sehr ist er fest auf der Erde gegründet. 
Genauso glaubt, lebt und feiert die Kirchengemeinde. 
In der Kirche gesammelt – in die Welt gesandt, in den vielen Gemeindegruppen im Glauben gestärkt – zur Nächstenliebe im Alltag befreit, in der besinnlichen Ruhe des Klosterhofes entschleunigt – offen im hektischen Leben als Christ zu leben.

So sehr der Kirchturm Wahrzeichen ist, so sehr setzt die evangelische Kirchengemeinde drei Wahr-Zeichen:

1. Ein musikalisches Feuerwerk oder Kirchenmusik, die begeistert


Weit über die Gemeindegrenzen hinweg sind die Oratorien und Kirchenkonzerte im Klosterhof und in der wunderschönen Stadtkirche bekannt. Unter Leitung von Kantor Markus Simon singen in vier Chören (Kinder- und Jugendchor, Kantorei, Vokalensemble) über 130 Choristen ihr „soli deo gloria“. Gleichzeitig begeistert Markus Simon mit seiner ausgebildeten Bass – Bariton – Stimme als Solist in den Konzerten und als Kantor im sonntäglichen Gottesdienst. Komplettiert wird das kirchenmusikalische Angebot durch den virtuosen Posaunenchor unter Leitung von Herrn Lieret.

2. Ein Herz für den bedürftigen Nächsten oder vielfältige diakonische Hilfe

Nächstenliebe wird in der Kirchengemeinde groß geschrieben. So werden von Christen der Kirchengemeinde der Seniorenkaffee im Altenheim, die weihnachtliche Paketaktion für bedürftige Langenzenner, die Kontaktgruppe für psychisch Kranke durchgeführt. Die Kirchengemeinde unterstützt die zentrale Diakoniestation und organisiert mit der katholischen Kirchengemeinde und der Stadt Langenzenn die „Ökumenischen Tafel Langenzenn“, die die Versorgung Bedürftiger übernehmen wird.

3. Heimat für unsere Zukunft oder eine familienfreundliche Gemeinde von Jung bis Alt

Die Kinder, Jugendlichen und Familien liegen uns besonders am Herzen. Die Kleinsten finden Heimat in den Eltern-Kind-Gruppen, den Mäusegottesdiensten und dem Kindergottesdienst. In unseren beiden evangelischen Kindertagesstätten entdecken die Jüngsten ihre Umwelt, den Nächsten, sich und den Glauben an Gott. Im Kinderbibeltreff und der Jungschar treffen die Kinder auf kontinuierliche Angebote, Highlights dagegen sind die schnell ausgebuchten Kinderbibelwochen mit 130 Kindern, die Kinderfreizeit, die Geschichtennacht und die Familiengottesdienste. Über die Konfirmandenzeit begleiten wir Jugendliche wertschätzend in ihrer schwierigen Umbruchzeit zur Jugendgruppe. Unser Jugendhaus „Alte Post“ bietet Freizeitangebote und die Möglichkeit, verantwortlich mitzuarbeiten. Spezielle Angebote für Frauen (Frauenfrühstückstreff, Frauengruppe Amica, Frauenkreis), Haus- und Bibelkreise für Interessierte und ein wöchentlicher Seniorenkreis runden das Angebot ab. 
Diese vielen Angebote sind nur mit über 200 engagierten Ehrenamtlichen, drei Pfarrern, einem Diakon, zwei Religionspädagoginnen, einem gut organisierten Dekanats- und Pfarramtsbüro mit zwei Sekretärinnen und einem Sekretär, einem Mesner und Hausmeister und einem Kantor zu bewältigen. Über allem steht der Wunsch, dass all unser Glauben und Tun, Helfen und Handeln dem Nächsten dient und wie der Kirchturm ein Fingerzeit ist auf den menschenfreundlichen Gott.

Der Kreis zu den ZDF-Fernsehgottesdiensten.

 

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