Porträt der Evangelischen Gemeinde Deutscher Sprache zu Jerusalem

04.04.2010: ZDF-Gottesdienst Jerusalem

Blick von der evangelischen Himmelfahrtkirche über den Ölberg, im Hintergrund die russisch-orthodoxe Himmelfahrtkirche. Foto: Dr. Uwe Gräbe

04.04.2010, 9.30-10. - Eine Kirche ist niemals nur eine Kirche. Sie ist die Summe ihrer Teile und sie wird belebt durch die Gemeinde, die Vielfalt und das Engagement ihrer Gemeindemitglieder. An dieser Stelle bietet das Porträt der Gemeinde einen ersten Einblick zum Kennenlernen.

Zur Evangelischen Gemeinde Deutscher Sprache zu Jerusalem gehören Menschen, die auf Zeit hier sind: Besucherinnen, Pilger, Touristen, Volontärinnen, Diplomaten, Lehrerinnen und Studenten. Aber auch Menschen, die sich ganz im Heiligen Land niedergelassen haben und zum Teil mit arabischen oder jüdischen Ehepartnern verheiratet sind, gehören zur Gemeinde. Dabei sind wir eine Freiwilligkeitsgemeinde, d.h., nur diejenigen, die in unserem Einzugsgebiet wohnen und ihren Beitritt offiziell erklären, werden Mitglied der Gemeinde.

Eine (fast) normale Gemeinde

Zu unserer Gemeindearbeit gehört trotz der vielfach besonderen Situation in Jerusalem aber auch (fast) all das, was man von einer evangelischen Gemeinde in Deutschland erwarten würde: Gottesdienst, Taufe und Trauung, Chor und Konzert, Adventsbasar und Frauenkreis, Kindergottesdienst und Laternenumzug zu St. Martin. Unsere Gemeindeglieder leben jedoch über drei politische Einheiten verstreut: in Israel, in den palästinensischen Gebieten und in Jordanien.

Unser geistliches Zentrum ist die Erlöserkirche in der Jerusalemer Altstadt mit der angrenzenden Propstei. Hier in der Erlöserkirche feiern wir unsere sonntäglichen Gottesdienste, hier finden die meisten Gemeindeveranstaltungen statt und hier haben der Propst und die Gemeindeverwaltung ihren Sitz. Dabei freuen wir uns, auch unsere Glaubensgeschwister in Erlöserkirche und Propstei willkommen heißen zu dürfen: die dänisch-lutherischen und die englischsprachig- lutherischen Gottesdienste finden ebenso in unseren Gebäuden ein Zuhause wie die Evangelical Lutheran Church in Jordan and the Holy Land (ELCJHL), mit der die EKD seit 2007 in offizieller Partnerschaft verbunden ist. Als Auslandsgemeinde der EKD sind wir überdies Teil der Jerusalemer Ökumene.

Stimme der Versöhnung

Und nicht nur in der Jerusalemer Altstadt feiern wir unsere Gottesdienste: auch in der Himmelfahrtkirche auf dem Ölberg, in Amman, Nablus, Latrun oder En Bokek finden Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen statt. Dabei wollen wir inmitten der vielfältigen politischen, kulturellen, historischen und religiösen Trennlinien als deutschsprachige Christen eine Stimme der Versöhnung sein.

Die Gemeinde ist dabei nur ein Teil der deutschsprachigen evangelischen Einrichtungen in Jerusalem und dem Heiligen Land: unter dem Dach von "Evangelisch in Jerusalem" arbeiten wir zusammen mit der Kaiserin Auguste Victoria-Stiftung mit dem Zentrum für Pilger- und Touristenarbeit auf dem Ölberg, der Evangelischen Jerusalem-Stiftung und dem Gästehaus des Propstes in der Altstadt, mit dem und dem Deutschen Evangelischen Institut für Altertumswissenschaften im Heiligen Land (DEI) und mit Studium in Israel (SiI). Alle diese Institutionen sind über die EKD und vor Ort durch enge Zusammenarbeit miteinander verbunden.

Der Kreis zu den ZDF-Fernsehgottesdiensten.

 

 

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