Porträt der Kirchengemeinde Jerichow

08.08.2010: ZDF-Gottesdienst Jerichow

Die Stiftskirche St. Marien und St. Nikolai (Klosterkirche) in Jerichow. Foto: A. Broemel/Triptis

08.08.2010, 9.30-10. - Eine Kirche ist niemals nur eine Kirche. Sie ist die Summe ihrer Teile und sie wird belebt durch die Gemeinde, die Vielfalt und das Engagement ihrer Gemeindemitglieder. An dieser Stelle bietet das Porträt der Gemeinde einen ersten Einblick zum Kennenlernen.

Die Klosterstadt Jerichow liegt nicht im Heiligen Land, sondern im Norden von Sachsen-Anhalt, mitten in Deutschland, an der bekannten „Straße der Romanik“.
Unser Ort gehört zur einwohnerärmsten Regionen Deutschlands. Sie ist geprägt durch die weite Flusslandschaft der Elbe und einfache Dörfer.
Es gibt immer weniger Kinder und die jungen Menschen müssen oft in anderen Bundesländern gehen, um Arbeit zu finden.
Der demografische Wandel unserer Gesellschaft ist hier schon spürbar.
Und trotzdem leben hier fröhliche und engagierte Menschen!

Eine romanische Kirche in jedem Dorf

Pfarrer Christof Enders begleitet hier knapp 1100 Gemeindeglieder, verteilt auf insgesamt 17 Dörfer.
Und in jedem Dorf steht eine alte romanische Kirche.
Genau genommen sind es sogar 19 Kirchen, fast jede so alt wie die bedeutendste unter ihnen – die Klosterkirche Jerichow.
So viele Kirchen, mit so vielen Steinen – das könnte eine große Last sein.
Wir sagen dagegen: Wir sind steinreich!

Geschichtskreis und Marionettenbühne

Viele Einzelgäste, manchmal auch volle Reisebusse besuchen uns jedes Jahr.
Gemeindeglieder aber auch Freunde der Gemeinde, führen seit Jahren die Besucher ehrenamtlich durch „ihre Kirche“.
Sie geben eine Vision von Romanik, berichten von der preußischen Geschichte und über die Freundschaft des Kronprinzen Friedrich zu Hans Hermann von Katte aus Wust, und erzählen vor allem, warum sie ihre Kirche lieben.
Eine wichtige Säule dieser Gemeindearbeit ist GuM, der „Geschichtskreis und Marionettenbühne“.
Er organisiert die Besucherarbeit.

Schauen sie bei uns vorbei! Herzlich willkommen.

Der Kreis zu den ZDF-Fernsehgottesdiensten.

Typisch Mensch

Dieser Gottesdienst ist der Teil der Fernsehgottesdienste im ZDF, die 2010 unter dem Motto „typisch Mensch“ stehen. Typisch menschlich ist es, sich selbst zu betrachten und Fragen nach sich selbst zu stellen. Die Antworten sind vielfältig und beschreiben ein weites Spektrum. Und oftmals ist der Mensch sich selbst das größte Rätsel. Der christliche Glaube hält diese Spannung offen. Zum einen beschreibt er den Menschen als das Ebenbild Gottes, als sein Gegenüber und somit als ein Wesen von unendlicher Würde. Zum anderen weiß er aber auch um die Fehlbarkeit und Erlösungsbedürftigkeit des Menschen und bewahrt ihn damit vor Selbstüberschätzung. Insgesamt siebenundzwanzig evangelische Fernsehgottesdienste stellen sich existenziellen Fragen und laden die Zuschauer an Orte ein, wo die Kirche an der Seite von Menschen in ihren besonderen Lebenssituationen steht. Weitere Informationen finden Sie auf www.zdf.fernsehgottesdienst.de

Hinweis: TV-Untertitel im ZDF-Videotext auf Seite 777

 

Podcast der Evangelischen ZDF-Fernsehgottesdienste

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