Die Geschichte des Gustav-Heinemann-Hauses

Der große Saal im Gustav-Heinemann-Haus. Foto: CVJM Essen

Der große Saal im Gustav-Heinemann-Haus. Foto: CVJM Essen

06.12.2009, 9.30-10. - Nach dem die Gewalt des zweiten Weltkrieges auch das CVJM Gebäude in der heutigen Hoffnungsstraße in der Innenstadt von Essen fast völlig zerstört hat war und ist es für den 1903 gegründeten CVJM Essen bis heute ein Wunder, dass dieser für seine Aufgaben und Herausforderungen ein erweitertes Grundstück entlang der heutigen Hindenburgstraße teilweise gekauft, vor allem aber durch großzügige Spender für seine herausfordernde Arbeit unter jungen Menschen im Zentrum der Ruhrgebietsmetropole Essen zur Verfügung gestellt bekommen hat.

CVJM Essen

Dort fand 1956 der Spatenstich für das neu zu errichtende CVJM Gebäude – das damalige "Haus des jungen Mannes" statt. Im Jahr 1959 – also vor 50 Jahren – konnte das große, moderne CVJM-Gebäude seiner Bestimmung übergeben werden. Es stand von Anfang an jungen Menschen, die in irgend einer Form und Weise der Hilfe bedurften und Halt in ihrem Leben suchten, zur Verfügung.

Zu Beginn wurde das Gebäude als Lehrlingswohnheim, teilweise als Jugendhotel genutzt. Über die Jahre und Jahrzehnte hat sich dieses "Haus des jungen Mannes" verändert. Mitte der 70er Jahre – als aus dem "Christlichen Verein junger Männer" der „Christliche Verein junger Menschen“ wurde, wurde aus dem "Haus des jungen Mannes" das "CVJM Haus Hindenburgstraße".

Stationäres Wohnen im Haus des CVJM

Auch inhaltlich hat sich die Arbeit des CVJM Essen stark verändert. Als Lehrlingswohnen in einer Großstadt mit vielen Konzernzentralen, nicht mehr in dem Umfang nötig war ,haben sich auch die Menschen, um die der CVJM Essen sich kümmerte, verändert. Im "CVJM Haus Hindenburgstraße" fand seit den 80er Jahren als einer Einrichtung der Jugendsozialarbeit der Stadt Essen stationäres Wohnen für Männer mit mehrfachen Benachteiligungen (meist einer Kombination aus Sucht – Drogen / Alkohol, Überschuldung, Beziehungsunfähigkeit etc.) statt. Diese Arbeit verrichtet der CVJM Essen bis heute. Heute in der Rechtsform einer gGmbH, ergänzt um Angebote im ambulanten Bereich sowie im Bereich der Qualifizierung, des Arbeitstrainings und weitere, den Tag strukturierende Angebote.

Nach der Gründung der gGmbH im Jahr 1999 wurde das "CVJM Haus Hindenburgstraße" im Gedenken an den während des zweiten Weltkrieges amtierenden Vorsitzenden Gustav Heinemann, dem späteren Oberbürgermeister der Stadt Essen, Bundesminister sowie Bundespräsident in "Gustav-Heinemann-Haus" umbenannt.

Eigene Gottesdienste der Gemeinschaft des CVJM

Neben der stationären Nutzung des Gebäudes für die Sozialarbeit des CVJM Essen standen und stehen bis heute in ca. 1/3 des Gebäudes Räume und Säle für die missionarische Arbeit des CVJM zur Verfügung. So arbeitet der CVJM als Jugendverband mit seinen verschiedenen Gruppen- und offenen Angeboten auch für Kinder- und Jugendliche der Stadt Essen. Aber auch alle "jung gebliebenen", die sich dem CVJM teilweise über Jahrzehnte verbunden fühlen, gehören heute zur Gemeinschaft des CVJM Essen. So bietet der CVJM für seine Mitglieder und Gäste Gruppen, Kreise und Treffs wie auch eigene Gottesdienste an.
Zur Verfügung steht hierfür u.a. der "große Saal" – ein Mehrzweckraum mit Bühne sowie Bühnentechnik, der ca. 200 Personen Platz bietet. Dieser Raum wurde – wie andere Säle des Gebäudetraktes Hindenburgstraße 57 auch – in den Jahren 1998 – 2003 grundlegend renoviert.

Der CVJM Essen freut sich zu Ehren des 110. Geburtstags seines Gebäudenamensgebers Gustav Heinemann am 6. Dezember für den aus diesem Anlass veranstalteten Gottesdienst aus seinem großen Saal – in inhaltlich- wie auch gebäudlicher Verdingung zur Sozialarbeit – Gastgeber sein zu dürfen.

© 2009 - 2012 evangelisch.de  |  Tel: 069 58 098 - 189  |  Fax: 069 58 098 - 418  |  Kontakt  |  Impressum  |  Presse  |  Datenschutz  |  AGB