08.08.2010, 9.30-10. - Kirchengebäude ziehen uns magisch an. Sie sind Fixpunkte im Stadtbild und oft Wunderwerke der Baukunst ihrer Zeit. Kunst und Kultur vereinen sich in Ihnen mit der Architektur. An dieser Stelle erfahren Sie mehr über die Geschichte der Kirche.
Die Klosterkirche ist der älteste Backsteinbau östlich der Elbe und als architektonisches Kleinod eine herausragende Vertreterin der Backsteinromanik.
Gründung 1144 bis 13. Jahrhundert
• 1144 Gründung des Klosters aus Besitzungen der Grafen v. Stade. Bestätigung der Stiftsgründung durch König Konrad III. am 31.12.1144. Erste Niederlassung im Ortszentrum in Nähe der heutigen Stadtkirche.
• 1148 Standortwechsel wegen des störenden Markttreibens und Neuaufbau des Klosters an heutiger Stelle.
1149–1172 1. Bauabschnitt: Errichtung der Stiftskirche als 3-schiffige, kreuzförmige Basilika sowie des Ostflügels der Klausur.
• um 1172-1200 2. Bauabschnitt: Nachträglicher Einbau von Krypta u. Nebenchören, Erweiterung des Langhauses nach Westen mit Bau Turm-Untergeschosse, Weiterbau der Stiftsgebäude
• um 1200-1240 3. Bauabschnitt: Weiterführung der Westtürme (Vollendung 15. Jh.), Errichtung von Kreuzgang u. Sommerrefektorium.
13. Jh. bis 17. Jahrhundert
• 1552 Aufhebung des Klosterlebens im Zuge der Lutherischen Reformation, wirtschaftliche Nutzung der Stiftsgebäude u. Teile der Kirche.
• 1685 Instandsetzung der Klosterkirche durch Kurfürst Friedrich Wilhelm v. Brandenburg für eine neu gegründete Reformierte Kirchengemeinde.
19. Jh. bis heute
• 1853–1857 Stilgerechte Restaurierung der Klosterkirche unter Leitung von Ferdinand v. Quast.
• 1955–1960 Umfangreiche Instandsetzungs- u. Restaurierungsarbeiten am Kirchengebäude.
• 1965–1990 Schrittweise Beräumung u. Restaurierung von Kapitelsaal, Refektorium, Kreuzgang u. Innenhof, 1977 Einrichtung eines Museums.
• 1998–2000 Umfassende Sanierung der Turmhelme
• 2003 Neueindeckung des Kirchendaches, Erneuerung der Flachdecke im Innenraum der Kirche und Aufhängung eines Triumphkreuzes.
• 2004 Gründung der „Stiftung Kloster Jerichow“ am 13. 12. 2004 mit Einweihung der Skulptur Isfried von Jerichow
Typisch Mensch
Dieser Gottesdienst ist der Teil der Fernsehgottesdienste im ZDF, die 2010 unter dem Motto „typisch Mensch“ stehen. Typisch menschlich ist es, sich selbst zu betrachten und Fragen nach sich selbst zu stellen. Die Antworten sind vielfältig und beschreiben ein weites Spektrum. Und oftmals ist der Mensch sich selbst das größte Rätsel. Der christliche Glaube hält diese Spannung offen. Zum einen beschreibt er den Menschen als das Ebenbild Gottes, als sein Gegenüber und somit als ein Wesen von unendlicher Würde. Zum anderen weiß er aber auch um die Fehlbarkeit und Erlösungsbedürftigkeit des Menschen und bewahrt ihn damit vor Selbstüberschätzung. Insgesamt siebenundzwanzig evangelische Fernsehgottesdienste stellen sich existenziellen Fragen und laden die Zuschauer an Orte ein, wo die Kirche an der Seite von Menschen in ihren besonderen Lebenssituationen steht. Weitere Informationen finden Sie auf www.zdf.fernsehgottesdienst.de
Hinweis: TV-Untertitel im ZDF-Videotext auf Seite 777
Podcast der Evangelischen ZDF-Fernsehgottesdienste
Podcast direkt in iTunes laden
Um Podcasts direkt in iTunes laden zu können, muss iTunes auf ihrem Computer installiert sein. Sie bekommen iTunes kostenlos hier.

