Diakonie - Die Gründe, warum Menschen in Not geraten, sind sehr verschieden: Verlust des Arbeitsplatzes, unbezahlte Rechnungen oder persönliche Krisen. In allen diesen Fällen versuchen geschulte Berater der Diakonie gemeinsam Lösungen zu finden.
Arbeit und Arbeitslosigkeit
In Zeiten der Massenarbeitslosigkeit ist für Arbeitslose die Chance gering, auf den Arbeitsmarkt zurückzukehren. Einrichtungen der Diakonie wirken dagegen. Hier erhalten Arbeitslose Angebote der Ausbildung, der Fortbildung, der Umschulung und befristet einen Arbeitsplatz zu normalen und üblichen Bedingungen.
Armut
Armut ist jung: etwa 1,1 Million Kinder in Deutschland leben von Sozialhilfe. Während die Altersarmut geringer geworden ist, steigt das "Armutsrisiko Kind". Vor allem, wenn nur ein Einkommen in der Familie vorhanden ist. Am ersten Nationalen Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung hat das Diakonische Werk der EKD mitgewirkt. Die Ergebnisse des Berichts waren keine Neuigkeit für die Diakonie: verdeckte Armut, Überschuldung, fehlende soziale Netzwerke und weitere Probleme machen gerade Kindern und Jugendlichen in der Armut das Leben schwer.
Bahnhofsmission
Bahnhofsmission ist gelebte Kirche am Bahnhof. Ihr Ziel ist, Menschen, die unterwegs sind, sicheres Geleit zu geben. Die Bahnhofsmission ist ein Netz sozialer Dienste und ist offen für alle. Die direkten Hilfen der Bahnhofsmission sind in der Regel erste Hilfen: ein Gespräch, ein Rat, ein Imbiss, vorübergehende Aufnahme dann, wenn die Menschen es brauchen.
Briefseelsorge
Viele Menschen suchen nach Orientierung in einem Konflikt. Sie suchen nach Entlastung und Befreiung von Druck, Angst und Schuld. Manche wollen einfach Information und Vermittlung. Die Evangelische Briefseelsorge der Diakonie antwortet Menschen, die sich brieflich an sie wenden. Ein Team beantwortet die Briefe vertraulich und gewissenhaft. Geschrieben wird nur in deutscher Sprache. In der Regel wird auf dem schriftlichen Postweg an die Privatanschrift geantwortet. Auf besonderen Wunsch kann auch eine andere Anschrift angegeben werden.
Schuldnerberatung
Die Beratung von überschuldeten Menschen ist zu einer wichtigen Aufgabe geworden. Ganz viele Haushalte in Deutschland sind überschuldet und alle Fachleute rechnen mit einem weiteren Anstieg. Schuldnerberatung in der Diakonie ist Sozialarbeit mit und für überschuldete Menschen. Sie hilft, die finanzielle Notsituation und ihre Folgen zu überwinden.
Betreuungsvereine
Für viele ist es alltägliche Erfahrung, das Konto selbst zu führen, die Miete zu überweisen, und Einkäufe zu machen. Das gilt aber nicht für alle. Mitunter sind es schwere Krankheiten, das Alter, Alzheimer oder andere Beeinträchtigungen, die verhindern, dass jemand sein gewohntes Leben weiterführen kann. In diesen Fall springen Betreuer oder Betreuerinnen ein. Sie verstehen sich als Partner der Betroffenen und begleiten sie in schwierigen Lebenssituationen.
Straffälligenhilfe
Pro Jahr werden in Deutschland rund 150.000 Menschen inhaftiert, und von Jahr zu Jahr werden es mehr. Ziel der Straffälligenhilfe im Diakonischen Werk der EKD ist es, die Hilfen für Straffällige zu verbessern und zu erweitern. Sie hilft Betroffenen und ihren Familien während einer Haft und nach der Entlassung. Zu den Hilfeangeboten gehören zum Beispiel Sucht– und Drogenberatung, Schuldnerberatung, Aufarbeitung der Lebenssituation, Anregungen zur Freizeitgestaltung und Impulse zur Sinnfindung.
Fußballkampagne "Anstoß für ein neues Leben"
Mit der Fußball-Kampagne "Anstoß für ein neues Leben" wollten Evangelische Straffälligenhilfe und Sepp-Herberger-Stiftung den Fußballsport fördern und über die Angebote im Gefängnis informieren. Sport, insbesondere Fußball, hilft im Knast beim Abbau von Aggressionen. Gleichzeitig war die Kampagne eine Gelegenheit, in den örtlichen Medien zu Wort zu kommen. Dabei wollten Gefängnisseelsorge über Lebenslagen von Straffälligen informieren und für Verständnis werben um den Straffälligen die Rückkehr in die Gesellschaft zu erleichtern.
Telefonseelsorge
Die mehr als 100 Stellen der Telefonseelsorge in Deutschland bieten rund um die Uhr ein offenes Ohr. Das Angebot besteht vor allem im Zuhören und Klären, in Trost und Ermutigung. Die Telefonseelsorge ist zum Nulltarif und überall einheitlich unter den Nummern (0800) 1110111 und (0800)1110222 erreichbar. Dabei ist Anonymität umfassend gewährleistet. Seit 1995 ist die Telefonseelsorge im Internet mit einem Online-Beratungsangebot vertreten.
Wohnungslosenhilfe
In Deutschland gibt es bisher keine offizielle Wohnungslosen-Statistik. Die Zahl der wohnungslosen Menschen kann nur geschätzt werden. Wohnungslos ist, wer ohne eigene Unterkunft lebt. In der Regel sind schwierige persönliche Lebensumstände ein Hauptgrund dafür. Wohnungslosigkeit ist dabei allerdings kein individuelles Versagen, sondern ein strukturelles Problem. Für die Wohnungslosenhilfe ist die Evangelische Obdachlosenhilfe zuständig. Sie bietet Informationen über die Hilfe für wohnungslose Menschen und ihre Probleme.
Medizinische Versorgung und Pflege von Obdachlosen
Das Leben auf der Straße greift die Gesundheit an. Wohnungslose Menschen sind dem Wetter ausgesetzt, sie ernähren sich nicht abwechslungsreich und belasten ihren Körper häufig zusätzlich durch Alkohol und Nikotin. Werden sie krank, haben sie keinen Rückzugsort. Die "Krankenstation für wohnungslose Menschen" im Berlin nimmt Frauen und Männer stationär auf, um ihre Erkrankungen zu behandeln. Die Krankenstation hat 20 Betten und zurzeit nur Männer in Behandlung. Die Wohnungslosen bleiben meist zwischen wenigen Wochen und einem halben Jahr. Ziel der Krankenstation ist, die Obdachlosen in ein betreutes Wohnprojekt einzugliedern.




