Zwischen Weihnachten und Passionszeit: Epiphanias bis Aschermittwoch
Epiphanias schließt die Weihnachtzeit ab, aus Weiß wird Grün, nun haben die Sonntage wieder die grüne Farbe der festfreien Zeit. Die Sonntag werden nun durchnummeriert, 1. Sonntag nach Epiphanias usw, bis zum Letzten Sonntag nach Epiphanias. Dieser fällt farblich aus der Reihe, er hat nochmals weihnachtliche Weiß. Dieses farbliche Zurückspringen auf das weihnachtliche Weiß zeigt auch, dass die liturgische Situation zwischen der Weihnachts- und Osterzeit doch nicht so eindeutig ist.
Während die Zeit nach Trinitatis bis zum Ende des Kirchenjahres nur durchgezählt wird, so tragen die drei letzten Sonntage bereits eigene Namen: Septuagesimä, Sexuagesimä und Estomihi - so wie dann in der Passionszeit.
Septuagesimä und Sexagesimä sind zwar auch Zahlen auf Latein und geben an, wieviele Tage es noch bis Ostern sind, nämlich 70 bzw. 60, doch ist es wenigstens keine Durchnummerierung. (Bei Septuagesimä und Sexagesimä sollte man nich allzu streng sein, natürlich liegen zwischen den beiden Sonntagen nur sieben und nicht zehn Tage - aber man merkt daran auch, dass diese Sonntag schon lange diese Namen tragen.)
Für den letzten Sonntag vor der Passionszeit gibt es zwar auch den Namen Quinquagesimä, also 50 Tage bis Ostern, doch bekannter ist er unter dem Namen Estomihi. Der Name Estomihi greift die ersten Worte des an diesem Tage gelesenen Psalmes "Esto mihi in deum protectorem" aus Psalm 31 auf und erinnert an das Psalmwort "Sei mir ein starker Fels und eine Burg, dass du mir helfest! Denn du bist mein Fels und meine Burg, und um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen."
Mit Estomihi schließt die Vorpassionszeit ab (hier ist der katholische Begriff Vorfastenzeit eigentlich gebräuchlicher) - und am Aschermittwoch ist nicht alles vorbei, sondern beginnt die Passionszeit.
PS: Zum Countdown 70, 60, 50 Tage bis Ostern fand ich folgenden hilfreichen Hinweis: http://www.daskirchenjahr.de/vorfastenmenu.php
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