Advent, Advent....
Ein bisschen Kirchen- und Liturgiegeschichte vorweg:
Advent bezeichnet ursprünglich die Ankunft oder den Besuch eines Amtsträgers, insbesondere die Ankunft von Königen oder Kaisern. Dieses Wort übernahmen nun die Christen, Gott besucht in Jesus Christus die Welt.
Die Adventszeit war ursprünglich eine Fastenzeit, die die Alte Kirche auf die Tage zwischen dem 11. November und dem ursprünglichen Weihnachtstermin, dem Epiphaniasfest am 6. Januar festlegte.
Diese acht Wochen ergeben abzüglich der fastenfreien Sonn- und Samstage insgesamt vierzig Tage - und ist insofern eine Parallele zur Passionszeit, der auch eine 40-tätige Fastenzeit vorausging, die an das 40-tägige Fasten Jesu Christi erinnert. So sind die liturgischen Farben für den Advent und die Passionszeit auch lila, beide Zeiten weisen somit auf die großen Christus-Feste im Kirchenjahr hin.
Auch wenn es bei allem Adventsgebäck und Adventssüßigkeiten heute schwer vorstellbar ist, so war die Adventszeit ursprünglich auch eine Fastenzeit. Übrigens wird erst seit 1917 wird das Adventsfasten auch vom katholischen Kirchenrecht nicht mehr verlangt.
Advent dient daher der Einstimmung und der Vorbereitung auf Weihnachten. Was kann diese Vorbereitung heute bedeuten? Aus der Predigt zum ersten Advent ist mir folgender Gedanke hängen geblieben: Wenn Weihnachten der Umzugstermin ist, so beginnt man in den vier Wochen davor mit der Umugsvorbereitung, dem Planen und Packen, damit der Umzug gut über die Bühne geht.
In diesem Sinne: eine gesegnete Adventszeit
PS: Mehr zu Advent im evangelisch.de-spezial: http://www.evangelisch.de/themen/advent_weihnachten und wer noch schnell einen Adventskalender braucht, erhält hier einen: advent.evangelisch.de
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Kommentare
RE: Advent, Advent....
Schön wäre es, den 11. November auch als Martini zu benennen. Damit können menschen mehr anfangen ...
Warum sind eigentlich die Samstage fastenfrei? Bei den Sonntagen ist mir das als Tage des HErrn und chr. Feiertage (gerade in der Adventszeit) noch einsehbar ..
"Der User merkt schnell, ob ihm zugehört wird." (Tom Noeding)
RE: RE: Advent, Advent....
Auf die schnelle konnte ich das nicht verifizieren, warum die Samstage nicht als Fastentage mitzählen.
Dies ist nur eine Vermutung, vielleicht deshalb, da der Tag des Herrn vom Sonnenuntergang am Samstag bis zum Sonntag abend ursprünglich ging....
Wenn jemand eine andere Antwort hat, freue ich mich über eine Mitteilung
RE: RE: RE: Advent, Advent....
nicht nur ursprünglich, sondern noch immer -liturgisch von Sonnenuntergang bis Sonnenuntergang, aber es werden dadurch nicht mehr als 24 Stunden, es bleibt bei einem Tag... und auch bei einem Namen: Sonntag.
UND: Weihnachten fängt logischerweise am Heiligen Abend (nach Sonnenuntergang an und das Kirchenjahr und damit die Adventszeit am Abend des Samstags vor dem 1. Advent.
Anders bei den Tagzeitengebeten: Da wird nur die hellichte Zeit der aufgegangenen Sonne verteilt ...
Anders auch seit 1925 normiert der säkulare Tagesbeginn gemäß den Konventionen der Astronomen ab Mitternacht.
Für die liturgische Begründung fastfreier Samstage hilft das imho nicht so recht weiter. Ich bin gespannt auf kundige Antworten.
Fritz
"Der User merkt schnell, ob ihm zugehört wird." (Tom Noeding)
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Hallo,
dieses Blog ist sehr interessant. Doch zu einem Blog gehört ein RSS-Feed!
Es würde mir einiges erleichtern!
Danke im Vorraus,
Philipp
RE: Advent, Advent.... Adent als besinnliche Zeit
Hierzu ein Kommentar von Matthias Kammann
Absurde Adventszeit
Die Tendenz zur bewegten Festlichkeit im stillen Advent und zur stillen Häuslichkeit in der festlichen Weihnachtszeit ist bedauerlich absurd.
http://debatte.welt.de/kommentare/177013/absurde+a...