Reformationstag, Allerheiligen und Halloween
Kinder laufen als Hexen und Vampire verkleidet von Haus zu Haus, schellen, rufen, "Süßes oder Saures" und halten ihre Tüten auf.
Einige Türen bleiben geschlossen, andere öffnen sich, entgegnen den Kindern aber: Kommt Sankt Martin wieder, dann geben wir Euch Süßigkeiten.
Die Glocken der evangelischen Kirche läuten in der Ferne, sie laden zum Reformationstagsgottesdienst ein. Bald haben die Kinder es raus. Sie klingeln an den Türen, die mit Kürbissen geschmückt sind. Hier bekommen sie am meisten. Bei einigen Häusern stehen auch rote Kerzen oder Grabesleuchten, die jetzt auch die Supermärkte im Angebot haben, die aber ursprünglich für die Friedhöfe gedacht waren. Statt Allerheiligen finden sie nun für Halloween Verwendung.
Den Kindern macht es Spaß.
Reformationstag, Vorabend von Allerheiligen oder Halloween? Die Kinder freuen sich einfach über Süßigkeiten. Halloween ist ein guter Vorlauf für Sankt Martin.
Soll man, darf man Halloween feiern? Hier ein Kommentar dazu: http://www.ekd.de/reformationstag/halloween.html
Ansonsten wird man wohl auch zu dieser Frage 1. Korinther 6, 12 bemühen dürfen:
Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber es soll mich nichts gefangen nehmen.
D.h.: jeder kann es selbst prüfen, ob er Halloween feiern kann.
Man kann den Kindern ja auch Lutherbonbons ( http://www.lutherbonbon.de/ ) in ihre Sammeltüte legen und so auf den zeitgleichen Reformationstag aufmerksam machen.
PS: Zum Hintergund von Halloween:
Als Halloween wird die Feier des Vorabends vom Allerheiligenfest in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November bezeichnet, die vor allem in Irland und Nordamerika gefeiert wird. Das Wort "Halloween" jedenfalls geht auf das Wort "All Hallows' Eve" (Vorabend von Allerheiligen) zurück. Teilweise wird auch ein keltischer Ursprung vermutet.
Heutzutage steht es oft in Konkurrenz zum Reformationstag, mit dem es zeitlich zusammen fällt.
Da der Tag somit auch mit Allerheiligen verbunden war, wurde Halloween früher nur in katholisch gebliebenen Gebieten der britischen Inseln gefeiert, vor allem in Irland. Nach volkstümlicher Überlieferung war Jack O´ Latern durch eine List aus der Hölle entkommen, als er aber in den Himmel kam, war die Tür dort für ihn verschlossen. Jack war verdammt, ewig zwischen Hölle und Himmel zu wandern. Er war unterwegs mit einer Kerze in einer ausgehöhlten Rübe. Daher kommt der Brauch, Fratzen-Kürbisse auszuschneiden und zu beleuchten. Daher kommt der Brauch, Fratzen-Kürbisse auszuschneiden und zu beleuchten.
Irische Auswanderer brachten den Brauch im 19. Jahrhundert in die USA und Kanada, allerdings wurde es aufgrund seiner Attraktivität bald auch von den Kindern anderer Einwanderer übernommen und entwickelte sich zu einem wichtigen Volksfest. Aus Nordamerika kam der Brauch des Halloweenfestes dann nach dem Zweiten Weltkrieg zurück nach Europa, wo es nun in noch stärker kommerzialisierter, vielfach veränderter Form gefeiert wird.
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